Hallo Nassja,
das ist Erpressung!
Ich kann dir nur sagen, halte Abstand zu deinen Eltern. Und triff deine eigenen Entscheidungen.
Wer weiß, woher deine Angststörung kommt, wenn deine Mutter dich versucht in die Enge zu treiben.
Besser ist es du konzentrierst dich auf dich. Hast du schon mal überlegt eine Therapie zu machen
um deine Angststörung zu bekämpfen?
Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob dein Freund der richtige ist, kannst du dir ja noch Zeit lassen
bezüglich z. B. Heirat usw.
Den Umgang mit Geld kann man lernen und bis zu einem gewissen Grade auch das Berufsleben zu
meistern.
Es ist nicht leicht jemanden zu finden mit dem man sich gut austauschen kann und das spricht ja schon mal für deinen Freund.
Setzt euch doch mal zusammen und besprecht das miteinander.
Ich wünsche dir, dass du den richtigen Weg für dich findest.
Gruß
Kakaoliese
(Bin auch Mutter einer erwachsenen Tochter, die sich meinen Rat zwar angehört hat aber selbst
entschieden hat)
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Thema: Eltern vs. Freund, Hilfe!
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29.01.2013, 17:56
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
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29.01.2013, 18:00
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
@ Rotweinliebhaberin
Ich kann das was du sagst nachvollziehen, doch was keiner zu verstehen mag ist die große emotionale Belastung für mich, gegen meine Mutter anzukämpfen mit dem Wissen, dass es ihr auch gesundheitlich schadet... herrje, ich liebe doch meine Mutter! Es lässt sich für Außenstehende leicht sagen, "nabel dich ab", geig´ihr die Meinung, wenn man selbst nicht involviert ist! Ich hatte mich schon einmal "abgenabelt", ihr sogar den Rücken zugedreht, weil wir an nem Punkt waren, wo keiner mehr gegen den anderen ankam und was ist passiert?! Nach drei Monaten "Kontaktpause" stand sie kurz vorm Herzinfarkt und landete im Krankenhaus...
Ich weiß, dass ich daran nicht SCHULD bin, aber sie sehe ich ebenfalls als eine Art Opfer ihrer selbst - wenn man seinem Kind sowas sagen muss wie "du bist der Grund für..." dann muss man schon sehr verzweifelt sein und einfach nicht mehr weiter wissen! Ich habe Mitleid mit ihr 
Aber egal, schon klar, was wollte ich auch hören... dass es eine einfache Lösung dafür gibt?! Nein, die gibt es nicht, vllt. habe ich deswegen auch hier von meinem Problem berichtet - damit ich bestätigt werde in meinem "Abnabelungsprozess"
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29.01.2013, 18:09
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Hallo Kakaoliese,
danke dir für deine sehr liebe Antwort
Ja, ich bin bereits in Therapie wegen meinen Ängsten, ich arbeite schon seit Langem daran, ein bisschen hat sich das auch gebessert, aber ich bin noch weit davon entfernt ein vollkommen unabhängiger Mensch zu werden...
Je mehr ich davon schreibe, desto mehr frage ich mich, ob nicht eigentlich ICH das Problem bin?! Vllt. strahle ich diese Angst, Unsicherheit auch aus, sodass mir jeder reinzureden versucht in mein Leben...
Glaub mir, wären meinen Eltern nicht krank, dann würde ich sofort die Distanz suchen, aber irgendwie fühle ich mich mitverantwortlich an ihrem Zustand und gegen Liebe kann man nicht ankämpfen
Aber das, was du sagtest bzgl. meines Freundes etc. fand ich sehr ermutigend, danke!!!
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29.01.2013, 18:11
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Hallo Nassja,
Du hast mehrere Baustellen, auch wenn ich glaube, dass sie eng zusammen hängen.
1. Deine Eltern: Natürlich habt ihr eine enge Verbindung zueinander und natürlich ist es Dir nicht egal, wie es ihnen geht. Trotzdem solltest Du Dir mal Gedanken dazu machen, wie viel Du zugunsten des Wohlergehens Deiner Eltern von Dir, Deinem Eigen-Willen und Deinem eigenen Leben "opfern" willst. So sehr man als Eltern möchte, dass es seinen Kindern gut geht, so sehr sollte einem ab einem gewissen Punkt auch klar sein, dass Kinder ihren eigenen Weg gehen sollen und müssen, um ihr ganz eigenes Glück zu finden. Wie "liebevoll" ist es denn, so krampfhaft und auf Teufel-komm-raus bei den Kindern die eigenen Wunschvorstellungen durchzudrücken? Und wie weit wirst Du gehen, um dies mitzumachen?
2. Dein Partner: Du beschreibst ihn liebevoll, aber mit einem Hang zur Verantwortungslosigkeit. Du hast das Recht, eigene Fehler zu machen, aber frage Dich auch, inwieweit ihr eine engere Bindung (Heirat) eingehen wollt, wenn Dich das möglicherweise mit hineinzieht in seine Probleme.
3. Du/Deine Angststörungen: Was tust Du, um sie in den Griff zu bekommen? Um autonom zu werden? Bist Du in therapeutischer Behandlung?
Der rote Faden, der sich durch alle drei "Baustellen" zieht, heißt für mich "fehlende Eigenverantwortung".Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.
- Robert Bresson -
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29.01.2013, 18:15
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Hallo Nassja,
tu das, was du meinst tun zu müssen. Ich kann dich bis zu einem gewissen Grad verstehen.
Aber du bist nicht an den Krankheiten deiner Eltern schuld, das stimmt nicht!
Pass gut auf dich auf und alles Gute!
Gruß
Kakaoliese
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29.01.2013, 18:28
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Guten Abend, Nassja,
Du steckst da in einem höllischen Dilemma. Auch für mich klingt das nach übler Erpressung.
Bist Du das einzige Kind Deiner Eltern?
In Deinen Beiträgen kann ich nichts darüber finden (oder ich hab's überlesen), wie die räumliche Situation aller Beteiligten ist: wohnst Du mit Deinem Verlobten in der Nähe Deiner Eltern? Gar im selben Haus? In jedem Fall wird es höchste Zeit, die Distanz zu vergrößern!!
Deine Mutter ist im Moment im Krankenhaus, schreibst Du. Sie wird also ärztlich intensiv betreut - ein guter Moment, um ihr liebevoll zu sagen, daß Du Abstand brauchst. Sei es räumlich, sei es zeitlich, sei es seelisch.
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29.01.2013, 18:37Inaktiver User
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Ich stimme meinen Vorschreiberinnen grösstenteils zu - dein Leben ist dein Leben und was du damit machst, ist deine Sache. Deine Eltern haben kein Recht, dir Vorschriften zu machen, damit dein Leben gemäss ihren eigenen Vorstellungen verläuft (unter emotionale Erpressung fällt hier auch unter "Vorschriften", einfach auf eine subtile Art.
ABER:
Wenn du selbst tatsächlich zu 100% überzeugt wärst, dein Freund sei der Richtige zum Heiraten, dann würdest du diese Zweifel nicht haben. Dann würdest du überzeugt sagen können "nein, meine Mutter hat nicht Recht". Aber offenbar stecken auch in dir Zweifel, so dass du deiner Mutter die Möglichkeit einräumst, dass sie vielleicht eben doch Recht haben könnte.(...) doch da sind diese Zweifel, meine Mutter könnte recht haben und er ist tatsächlich nicht der Richtige...
Auf diese deine eigenen Zweifel würde ich ganz genau hinhören. Wie stark sind sie? Welche Bereiche betreffen sie? Bist du dir wirklich im Klaren, was es heisst, diesen Mann jetzt zu heiraten und ev. Kinder zu haben? Du schreibst ja selbst, dass er in finanziellen Dingen eher ... unstrukturiert ist. Und du nicht viel besser bist. Wie soll das gehen mit Kindern? Kann es sein, dass du diesbezüglich selbst Zweifel hast?
Denn wie gesagt, wenn du sie selber nicht hättest, dann hätte deine Mutter mit ihren Zweifeln und Argumenten keine Chance.
Schau nicht die Zweifel deiner Mutter an. Schau deine eigenen an und beantworte systematisch alle Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Hochzeit stellen (inklusive: wie sieht eure finanzielle Zukunft auf, wie soll das gehen mit Kindern, finanziell und organisatorisch).
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29.01.2013, 18:46
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Du hast definitiv nicht Mamas Herz/Aterien kaputt gemacht

Ich kann verstehen das du Zweifel hast, wenn einem immer und immer wieder etwas eingeredet wird glaubt man es eventuell auch irgendwann.
Versuche dich klar abzugrenzen und lass dir nicht die Schuld an Mamas Herzleiden zuschieben, das ist genauso Unfug wie die Tatsache das sie dir den Mann ausreden mag.
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29.01.2013, 19:01
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Ah, Leute danke euch ganz herzlich!
Ich wollte eigtl. jedem Einzelnen antworten, aber ich befürchte damit evtl. den Rahmen zu sprengen
Zum Thema Eigenverantwortung habe ich mir ein paar Gedanken gemacht...
zu Punkt 3 kann ich ganz klar sagen, habe ich Eigenverantwortung, ich bin seit längerem in Therapie, war auch schon in einer Tagklinik vor ein paar Monaten, aber diese Ängste lassen sich nicht so schnell vom Tisch fegen! Leider...
Zu den anderen Punkten fehlt mir die EV tatsächlich ein wenig... das muss ich mal in Ruhe alles überdenken und dran arbeiten! Natürlich will ich nicht, dass meine Eltern unter meinem Handeln leiden, aber ich will ganz klar auch nicht, dass sie mein Leben bestimmen! Im Grunde hatte ich bisher immer die Freiheit des Handelns, aber -und nun auch hier @ Horus, stimmt, hätte ich diese Zweifel selbst nicht, so hätte meine Mutter gar keinen Raum für ihre Zweifel!
Im Grunde haben sich meine Eltern das alles lange mitangeguckt und leider immer häufiger feststellen müssen, dass mein Partner vllt. nicht der Richtige ist bzgl. einer "heilvollen" Zukunft! Gerade aus finanzieller Ecke und Verantwortungsbewusstsein kommen meine Zweifel, auch Faulheit spielt eine Rolle... ich schrieb das es bei mir nicht VIEL anders wäre, aber da bin ich evtl. etwas zu selbstkritisch, da bei mir die Ängste (ich leider an einer sozialen Phobie und Panikstörung, die es mir tlw. nicht ermöglichen aus dem Haus zu gehen) die Hauptursache für all das andere "Versagen" sind! Ich bin von Natur aus ein sehr pflichtbewusster Mensch, drum ist mir mein Freund in dieser Hinsicht auch so sehr ein Dorn im Auge!
Aber wie Kakaoliese schon schrieb, es ist so schwer jm. zu finden, der einen auf emotionaler Ebene versteht und liebt, wie man ist (das habe jetzt ich hinzugefügt *grins*), sodass ich oft gewillt bin über anderes hinwegzusehen... doch meine Eltern können das ganz klar nicht, da sie nur das, was sie an der Oberfläche abspielt, sehen!
Ich denke, dass meine Eltern beide irgendwie unter Zugzwang stehen (da sie nicht mehr die Gesündesten sind, mal gelinde gesagt) und ihr Kind (ich bin Einzelkind) versuchen noch auf die richtige Bahn zu lenken... Nun bin ich aber kein Kind mehr, aber ich weiß, dass sie es nur gut meinen. Meinen Vater betreffend muss ich ihn da ein bisschen rausnehmen, auch wenn er sich sorgt, ist diese Sorge nicht einengend, wogegen die Sorge meiner Mutter sogar zerstörend ist!
Ich will die restliche Zeit, die ich mit meinen Eltern habe nicht im Streit verbringen oder mich emotional von ihnen abgrenzen müssen... drum stelle ich mir die Frage, ob es mein Freund wert ist, all diese Mühen auf mich zu nehmen?! Denn wie gesagt, die Zweifel von beiden Seiten sind begründet!
Und zu einer anderen Frage... Ich lebe mit meinem Freund c.a. 100km von meinen Eltern entfernt! Also räumliche Distanz ist definitiv da (so oft sehen wir uns nämlich nicht)!
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29.01.2013, 19:10
AW: Eltern vs. Freund, Hilfe!
Also ich sehe halt, dass es ihr psychisch und dann folglich auch körperlich immer sehr viel schlechter geht, wenn wir aneinandergeraten... klar ging das nicht von heute auf morgen (zumal sie das Herzleiden auch schon früher mal hatte, damals starben übrigens ihr Vater und ihr Bruder am selben Tag, also auch WIEDER psychische Ursachen) aber über zwei Jahre hinweg kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen, die den Blutdruck, das Cholesterin in die Höhe schießen ließen und endete vor Kurzem in einem Herzinfarkt! Meine Mutter lebt total gesund, sie ernährt sich super, bewegt sich viel, war nie Raucherin und trinkt höchstens mal ein Glas Sekt an Weihnachten, mehr nicht... Bei ihr ist es die emotionale Belastung, ich glaube das, was ich sehe, und das was ich sehe ist ein Zusammenhang zwischen mir, meinen Problemen und den ihren + den gesundheitlichen Zustand (so fühlt es sich für mich an --->)


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