Ich kenne das Buch und andere Bücher zum Thema, und ich kenne zumindest einen Soziopathen (auf den nicht nur das Buch zutrifft wie die Faust aufs Auge, sondern der auch vom Psychater diagnostiziert wurde). Der, den ich kenne, hat zwei Ex-Frauen psychisch zerstört und trotzdem glaubt seine aktuelle Frau ihm, dass die beiden bösartig waren und er ein armes Opfer. Weil er so nett ist. Und das ist er. Trotzdem, die bösesten Sachen, die ich gehört habe, habe ich aus seinem Mund gehört.
Was hier einige gesagt haben, stimmt; die meisten Soziopathen sind nicht kriminell. Soziopathen sind auch nicht die offensichtlich unangenehmen Zeitgenossen, sondern die besonders netten, charmanten. Die, denen jeder abnimmt, dass sie das eigentliche Opfer sind. Die, die ohne rot zu werden lügen und nicht nur Menschen überzeugen, sondern sogar Lügendetektoren. Beispiel - ein bekannter Wetteransager.
Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 47
Thema: Der Soziopath von Nebenan
-
31.01.2013, 00:27
AW: Der Soziopath von Nebenan
-
31.01.2013, 05:14
AW: Der Soziopath von Nebenan
ich hätte keinen der soziopathen als solchen erkannt, erst durch hierigoyens buch hatte ich einen raster zur beurteilung, aber selbst da musste ein mich liebender mensch neben mir stehen und sagen, er sehe ganz klar die ähnlichkeit des im buch gezeichneten unmenschen zur realperson x.
monate zuvor hatte ich einen eiskalt berechnenden, soziopathischen menschen aus meiner wohnumwelt verblüfft, indem ich nicht wie er es gewohnt war reagierte, ich fragte ihn, warum er paradox agiere, sobald er einen ohne zeugen treffe, was überhaupt ihn gegen mich aggressiv sein lasse.
da kam sinngemäss zur antwort, er hasse mich, weil ich in eine bessere zeit als er geboren sei, als er mich babyklein sah, wusste er, ich würde mehr haben als er. zum damaligen zeitpunkt war er ein prominenter, also real in einer starken position. arm war er in der nachkriegszeit gewesen, in seiner kindheit.
im buch:"die masken der niedertracht" erfährt man, der täter habe es auf die auslöschung der von ihm gehassten person abgesehen. wie soll man so etwas von einem anrainer auch nur denken können?Geändert von legrain (05.02.2013 um 09:09 Uhr)
lg
legrain
-
31.01.2013, 14:56Inaktiver User
AW: Der Soziopath von Nebenan
Ich habe mir Eure Beiträge durchgelesen und ein wenig zu den Definitionen nachgelesen, ich glaube nicht, dass ich Soziopathen persönlich kenne. Ich kenne Leute, die schamlos auf Kosten ihrer unmittelbaren Umgebung leben, ich kenne Menschen, die behaupten immer Opfer von Ex-Partnern zu sein und bei allen kann ich nachvollziehen, was sie motiviert - sie ziehen einen unmittelbaren Nutzen aus ihrer Handlung.
Was ist der Nutzen für einen Soziopathen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand aus reiner Lust am Bösen handelt.
-
31.01.2013, 15:07Inaktiver User
AW: Der Soziopath von Nebenan
-
31.01.2013, 15:07
AW: Der Soziopath von Nebenan
Der Nutzen:
Sich ausagieren. Also aus dem Herzen macht so einer keine Mördergrube.
Noch ein Nutzen: Er hat nie "Schuld", also nie Verantwortung.
Und: Sich über andere Gedanken zu machen (sich einzufühlen) kostet Energie. Die spart er . Für sich allein.
Und nicht zuletzt zieht so jemand aus dem Schmerz anderer eine gewisse Befriedigung. Er fühlt sich dann stark.The original Karla
est. 2006











-
31.01.2013, 15:36Inaktiver User
AW: Der Soziopath von Nebenan
Nutzen kann sich auch einstellen ohne zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, z.B. Geld zur Verfügung zu haben ohne sich anzustrengen oder sich überlegen zu fühlen, weil man es schafft andere zum Arbeiten zu bringen während man selbst der Muße pflegt. Aber ist so ein Mensch gleich ein Soziopath?
Die Sache mit dem Befriedigungs- und Stärkegefühl, die aus den Schmerzen anderer gezogen werden, so unverständlich mir das Gefühl auch ist, kenne ich aus Romanen der Sorte, die ich kaum noch lese. Bislang hielt ich das für Ausgeburten besonders üppiger Phantasie.
-
31.01.2013, 15:42Inaktiver User
AW: Der Soziopath von Nebenan
Wie ich bereits geschrieben habe tue ich mich mit den Zuschreibungen der Psychologie schwer weil es meist mehr dynamisch denn statisch ist wie sich Menschen verhalten.
Wenn bei Deinem obigen Beispiel dieser aber kein Gefühl dafür hat wenn jemand in einer Notlage sich befindet und sich auch überhaupt nicht vorstellen kann wie der andere tickt dann fehlt etwas. Ein Soziopath würde quasi zuschauen wenn einer vor ihm verreckt ohne mit der Wimper zu zucken.
Der würde sagen, im Arbeitsvertrag ist kein Passus über Lebensrettung enthalten, da muss sich der schon selbst drum kümmern.
Im Endeffekt ist es auch wurscht wie jemand tickt, man muss wissen wo die eigenen Grenzen sind und wenn man merkt, dass man verschaukelt wird selbst aussteigen.
-
31.01.2013, 15:43Inaktiver User
-
31.01.2013, 16:45
AW: Der Soziopath von Nebenan
wobei ich denke dass es da neben dem schwarz (soziopath) doch auch abstufungen gibt, zumindest kenne ich so jemand, die sehrwohl selektiert, in sehr interessanter weise sogar.
vielleicht ist das aber dann keine soziopathin sondern eine andere störung.
menschen die ihr die kalte schulter zeigen, denen läuft sie nach, legt sich ins zeug, spricht in den höchsten tönen von der person (ohne sie überhaupt zu kennen).
menschen die ihr auf augenhöhe begegnen stuft sie herab, nutzt sie aus, redet abfällig über sie (bei anderen) usw... sie spielt die arme, geschundene seele die es so schwer hatte im leben, aber kaum reicht man ihr den finger, will sie die ganze hand. wenn sie diese nicht bekommt dann greift sie an, redet schlecht über einen, u. selbst wenn man nachgibt u. mehr macht wird immer noch schlecht geredet. dank? keine spur.
man ist ehrlich u. hilfbereit, nutzt sie nicht aus, aber am ende ist man nur irgendein arschloch.
andere nehmen sich nur was sie wollen (z.B. sex) od. bereichern sich auf ihre kosten, aber die sind einfach die besten. selbst wenn sie am boden ist u. merkt wieviel sie von diesen angeblichen freunden wirklich zu erwarten hat (garnix wenn die sonne nicht scheint), bleiben die einfach die besten, weil die genauso sind.
leute die ihr helfen werden wie dreck behandelt, ausgenutzt u. dann auch noch angegriffen wenn sie mal sagen "heute nicht, weil ich grade selber eingespannt bin, es mir nicht gut geht, etc...."
sie weiß alles u. auf jeden fall immer besser als andere, wer wiederspricht wird niedergemacht od. sie versucht andere auf ihre seite zu ziehen nach dem motto "jetzt sind wir schon zwei u. du nur einer, du hast also unrecht". es gibt auch nur ihre meinung, wer anders denkt ist ganz einfach dumm.
ihre bekanntschaft hat mich zum einen lebenszeit u. nerven gekostet, zum anderen fast eine andere bekanntschaft (die ich über sie gemacht habe). das ist übrigends auch so ein punkt. andere die man über sie kennen lernt sind IHRE freunde u. man hat jeglichen kontakt zu ihnen vorher mit IHR abzuklären. hält man sich nicht daran od. der/die andere, versucht sie zwietracht zu streuen (durch bewußte manipulation), um streit anzuzetteln (da wird auch nicht vor lügen halt gemacht). am ende ist sie nur zufrieden wenn man entweder sie immer u. überall mit einbezieht (also danach fragt, denn sie lehnt natürlich in 90% der fälle sowieso ab, sie will nur zeigen "ich bin wichtig genug gefragt zu werden, aber toll genug es nicht notwendig zu haben, weil ich ja noch 999.999 andere freunde habe") od. die freundschaft zu anderen zerbricht, denn dann gewinnt sie wieder mehr aufmerksamkeit.
der schlußstrich war für mich ein vorfall, bei dem ich mich selbst (obwohl ich ein gemütsmensch bin) zurückhalten musste. frage von ihr am mo. "wollen wir fr. was machen". antwort "können wir tun, was denn?", sie "noch keine ahnung wenn od. ob, sag noch bescheid".... die woche vergeht. ich am do. ein sms gschickt "wie schaust aus?", keine antwort... es ist fr. mittag, noch keine antwort. am frühen nachmittag dann frage eines kumpel ob ich am abend zu xy was trinken gehen will, worauf ich ja sagte, denn von ihrer seite schien ja nix zu kommen (zusagen kamen generell auf den letzten drücker, man will ja offen bleiben für "bessere" alternativen die sich ergeben könnten).
kurz bevor ich mich zum kumpel aufmachte dann eine sms, abend wird wohl nix weil sie sich nicht wohl fühle, aber kaffee trinken dann nachher würde sie gerne. ich dachte "nunja, nachher bin ich eh mitn kumpel unterwegs, trink ma vorher noch kaffee u. gut is"... wir also kaffee trinken u. ich erzähl ihr dass das eh ned schlimm ist wil mein kumpel was machen will (ich also eh schon verplant bin).
plötzlich meint sie "ich dachte wir machen heut was?", drauf ich "erstens hast dich nicht gemeldet, auf nachfrage am do. keine antwort, u. vor halben stunde die absage".
darauf meinte sie "wir haben das aber schon am mo. ausgemacht!" schon in leicht aggressivem ton, worauf ich meinte dass sie gesagt hat sie gibt noch bescheid, es war nix fixes ausgemacht u. wenn sie es bis fr. nicht für notwendig hält rückmeldung zu geben dann gehe ich davon aus dass sich das erledigt hat mit fr.
ich denk jeder kann mir wahrsch. folgen u. die sicht nachvollziehen. denkste...
was dann kam war irgenwo zwischen heftig u. jenseits von gut u. böse angesiedelt.
wie eine furie begann sie zu schreien "was soll die scheisse, glaubt ihr ihr könnt alle dieses scheiß-spiel mit mit machen, erst versprechungen u. dann hängen lassen"... die kellnerin u. die gäste schauten alle ganz verduzt (will nicht wissen wie ich dreingeschaut hab)... da ich kein aggressiver typ bin, versuchte ich es mit passiver logik, also erklären dass sie doch die ganze zeit NEIN für heute angesagt hat u. was das jetzt soll?
sie maulte weiter u. war völlig neben der spur, irgendwann war es vorbei u. ich zahlte. als wenn nix gewesen wäre stieg sie mit ins auto. ich dachte kurz nach ob ich nun nicht doch ein bisschen was klarstellen sollte, fuhr sie aber dann lieber nach hause. als wir angekommen waren meinte sie auf einmal wieder "was soll das jetzt, dachte wir fahren jetzt wohin". ich wieder ziemlich perplex (fragte mich schon ob ich in einem zeitloch hing u. irgendwas ned mitbekommen hatte), aber dann schon etwas direkter "ich hab schon was mitn kumpel ausgemacht weil du nix hören lassen hast", wieder die volle szene u. die geile aussage "haben wir am mo. ausgemacht, ich wusste ja nicht dass ich das ständig wiederholen muß"
nun war ich schon etwas angepisst (od. in wirklichkeit ziemlich) u. sagte ihr "du hast niemals zugesagt, also erzähl jetzt nicht es wäre so, was soll das spielchen. du kannst mitkommen wenn du willst, wir gehen in xyz was trinken"... darauf zuckte sie wieder aus "interessiert mich nicht, ich will da u. da hin, aber sind eh alle gleich, auf keinen verlass".... stieg aus u. knallte die autotür so zu dass ich fast glaubte jetzt ist sie im eimer.
eig. wollte ich an dem punkt aussteigen u. sie mal fragen ob sie noch alle tassen im schrank hat (irgendwo muß mal schluß sein mit lustig). bin dann aber lieber gefahren.
ein paar tage später erfuhr ich über eine bekannte (die sie auch kennt) dass sie mehreren leuten erzählt hatte ich hätte was von ihr gewollt, aber nachdem sie sagte das sie nix von mir will hätte ich sie bedrängt, mich wie ein arschloch verhalten u. wäre aggressiv u. grob geworden....
an den punkt wusste ich dass weiterer kontakt keinen sinn macht, ja sogar töricht wäre.
ich stellte die sache dann richtig, die bekannte kannte mich auch schon länger u. sagte "das konnte ich mir bei dir auch absolut nicht vorstellen"....
die besagte "soziopathin" hat dann ein paar tage später sogar geschrieben. ich dachte erst, vielleicht will sie sich ja entschuldigen, wobei ich dachte nichtmal dann noch kontakt haben zu wollen... pustekuchen, sie meinte ob ich nun nach ein paar tagen zum nachdenken erkannt hätte wie "arsch" ich mich verhalten hätte u. ob ich nicht denke ich sollte mich mal entschuldigen..... irgendwie musste ich dann lachen, twilight-zone gibts echt
nun, soziopathin od. doch nur egoistin mit anderer störung?Geändert von punto30 (31.01.2013 um 16:51 Uhr)
Männer haben für jede Lösung ein Problem!
-
31.01.2013, 18:08
AW: Der Soziopath von Nebenan
Ach Mensch, Punto. Ich hoffe, dass Dich ihr Verhalten nicht zu sehr verletzt hat!
Also, m.M.n. ist sie "gestört" aber keine Soziopathin. Welche Art der Störung es ist - keine Ahnung! Vielleicht ist sie eine Egozentrikerin? Narzisstin? Oder was ganz anderes...
Soziopathen sind geschickter und nicht so offensichtlich platt in ihrem Handeln wie Deine ehemalige Bekannte.
Da wird manipuliert, ohne dass es einem bewusst ist - oder eben erst hinterher. Die Schwächen des Gegenübers herausgefunden, mit den Schwächen "gespielt" und dann - irgendwann - auf heftigste Art und Weise gegen einen eingesetzt. Was gestern gesagt oder geschrieben wurde, ist heute nichtig. Absolut irrelevant. Offene Gespräche darüber gibt es trotz Nachfrage natürlich nicht.
Warum? Ich würde sagen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, und/oder sich aufgrund der Reaktion des Gegenübers "lebendig" zu fühlen. (Warum nur erinnert mich diese Beschreibung an die "Dame", die ich über die Bricom kennen gelernt hatte...)
Du kannst - und das meine ich nicht zynisch! - froh sein, dass sich Deine ehemalige Bekannte so gezeigt hat. Dann weißt Du wenigstens, woran Du bist!
Viele Grüße,
Lola


Zitieren

