waswillmanmehr; ich habe nur deinen Eingangspost gelesen und habe im ersten Moment gedacht du sprichst von mir^^ Ich bin genauso schusslig, versuche mehrere Dinge gleichzeitig zu machen und alles geht in die Hose^^ Ich esse Spaghetti und klecker mich vollkommen voll, ich lackiere mir die Nägel, bin voll stolz auf mich und lass beim Aufstehen den Nagellack fallen und der ganze Boden ist Lila. Ich bin auf der Toilette, nehme das letzte Klopapier, analysiere es, aber fülle kein WC-Papier nach (UNBEWUSST!!!) Ich komme nach Hause, habe eigentlich einen Schlüsselhalter, werfe den Hausschlüssel aber irgendwo hin, denke, dass ich mir diesen Ort merken kann, möchte das Haus wieder verlassen und frage mich; Wo ist mein verdammter Hausschlüssel? :D Ich bin soo ein unglaublich tollpatschiger Mensch, manchmal mehr, manchmal weniger und ich rege mich extrem darüber auf, wäre auch gern strukturierter. Habe versucht mehr Ruhe in meinen Tagesablauf zu bringen wie z.B früher auf zu stehen oder nicht mehr so viel am Laptop zu hängen, half aber alles nichts (was ich dazu noch sagen möchte; ich trinke keinen Kaffee;) aber warum machst du dir Gedanken darüber? Es gibt Menschen wie uns, die sind einfach so, mach dir bitte nicht weiter Gedanken darüberMein Freund lacht mit mir, wenn ich wiedermal was fallen lasse, mich am Tisch stosse und den vollen Teller runter schmeisse :D seh es von der witzigen Seite, wir sind schusslig und das ist lustig, äääh gut so :))
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Ergebnis 11 bis 20 von 36
Thema: auffällig oft tollpatschig
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12.01.2013, 02:39
AW: auffällig oft tollpatschig
Geändert von Leandra_82 (12.01.2013 um 02:44 Uhr)
Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.
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12.01.2013, 05:36Inaktiver User
AW: auffällig oft tollpatschig
@Leandra
Mir war das schon so peinlich,
dass ich gar keine Beziehung haben wollte.
Mit Dokumentation.
Ich zerreiße oft Papier, was ich noch bräuchte.
Krame dann im Müll.
Wer will das sehen?
Oder:
Anruf von der Arzthelferin,
ich hätte die Karte meiner Tochter geschickt,
statt meiner.
Meine neue hab ich versehentlich weggeschmissen.
Die alte Karte in mein Geldbeutel gemacht.
Sowas nervt doch.
Was war das für ein Akt, bis ich wieder die EC-Karte hatte
im Sommer.
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12.01.2013, 09:26
AW: auffällig oft tollpatschig
Guten Morgen sina-lei :)
Ich bin natürlich keine Psychologin, andere hier erkennen vielleicht ein Muster, oder gar eine Krankheit, ich persönlich sehe es einfach als eine Eigenschaft, die man schwer einfach ablegen kann. Ich denke du solltest dich nicht so sehr da rein steigern, denn erfahrungsgemäss wird es dann nur noch schlimmer. Du versteifst dich richtig auf deine schusslige Art und alles was dir runter fällt, du verlegst oder vergisst ist unheimlich schlimm für dich, ich sage dir; IST ES NICHT! Ich kann mir natürlich gut vorstellen, dass es unangenehm ist, wenn man sich ständig ab sich selbst aufregt, tu ich auch, wie ich im anderen Beitrag geschrieben habe, aber versuche doch einfach darüber zu lachen? Dich damit abzufinden, dass du nunmal ein Tollpatsch bist und ich garantiere dir, andere werde MIT DIR lachen und nicht über dich!
Solche Dinge die du aufgezählt hast können JEDEM passieren. Bei dir ist es leider verhäuft, aber wenn du dir nicht mehr all zu viele Gedanken darüber machst und über solche Dinge selbst lachen kannst, verspreche ich dir, dass es bessert, denn diese Phase hatte ich auch, dass ich mich rein gesteigert habe und genau dann, wurde es nur noch schlimmer mit meiner Schussligkeit.
Ich wünsche dir viel Glück und lass den Kopf deshalb bitte nich hängen
Geändert von Leandra_82 (12.01.2013 um 09:34 Uhr)
Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.
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12.01.2013, 10:23
AW: auffällig oft tollpatschig
ach, noch eine meiner anti-Schusseligkeits-Strategien: ich sage laut vor mich hin, was ich mache: "hier haben ich die ALTE Karte. da ist die NEUE Karte. die NEUE Karte muss ich behalten. ja, das IST in der Tat die neue Karte, die ich behalten muss und die ins Portemonnaie kommt. Ich tu sie jetzt ins Portemonnaie. die alte Karte kann ich wegwerfen. Ja, das ist in der Tat die alte Karte, das Datum ist abgelaufen, Dezember 2012, die brauch ich nicht mehr, jetzt haben wir 2013...."
Es laut (oder halblaut) vor sich hin zu sagen, hilft mir zu konzentrieren. ganz besonders, wenn man wie ich zu Zahlendrehern neigt und rechts-links-Verwechslungen.
grüsse, barbara
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12.01.2013, 12:32
AW: auffällig oft tollpatschig
Hallo, liebe waswillmanmehr,
Als selbst zu Weilen Betroffener versichere ich Dich meines Mitgefühls.
Du bist - zumindest im Bezug auf die beschriebenen Phänomene - keine Gefangene in Deiner Psyche und in Deinem Verhalten. Ich habe gelernt, wie man Verbesserungen erzielen kann. Leider lerne ich noch immer und kriege zu Weilen eins auf die Nuss, buchstäblich!
Grundlagen
Lass mich zuerst die Grundlagen meiner Gedanken in Erinnerung rufen. Vieles wird dann auf Anhieb klarer.
NB.: Bitte, Musik, TV, Herd und Bügeleisen aus, Telefon abhängen, etc. -> Einstimmung auf das Thema, Konzentration. So läuft das, hoffentlich auch in Zukunft!
Vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis
Eine Information muss es vom flüchtigen Kurzzeitgedächtnis (ähnlich RAM im PC) in das dauerhaftere Langzeitgedächtnis („Harddisk“) schaffen. Dabei hilft Konzentration, in der extremsten Form als „Einprägen“ praktiziert.
Strukturen bauen
Wenn sich Informationen in eine Struktur einfügen, lassen sie sich besser verwalten.
Management der Kapazität
Die Leistungsfähigkeit des Gehirns ist zwar gewaltig, aber doch begrenzt, manchmal sehr hart begrenzt. In vielen Bereichen kann man absichtlich unter der Grenze bleiben.
Bewegungsmuster
Man bewegt sich nicht völlig zufällig, sondern z.T. in sogenannten Bewegungsmustern, die sich mit Training anpassen lassen. Das Gehen ist ein schönes Beispiel: Ein sehr komplexer Vorgang, der eigentlich meistens funktioniert.
Externe Hardware-Lösungen, Hilfsmittel
Es gibt Dinge und Umstände, die einfach nicht funktionieren können. Dann muss man eben mit permanenten Massnahmen und Hilfsmitteln bis hin zu Umbauten nachhelfen, wenn man es einmal erkannt hat.
Überforderung vermeiden, in Sequenzen teilen, Momente der Stille
Du kannst doch nicht alles und schon gar nicht alles gleichzeitig. Dann gibst Du Dir noch zusätzlich ständig die Peitsche. Reduziere die Anforderungen an Dich und teile Deine Kräfte ein.
Ratschläge
Ohne gewisse Probleme klein reden zu wollen! Ich selbst bin auch betroffen.
Kurze Konzentration auf wichtige Informationen
Als Arbeitshypothese stelle ich mir vor, dass das Kurzzeitgedächtnis elektrisch funktioniert, wie das RAM im PC: Stecker raus und alles ist weg. Das Langzeitgedächtnis stelle ich mir eher chemisch-physikalisch vor, wie die Harddisk oder eine CD, in die etwas „eingebrannt“ wird. Ob das tatsächlich so ist, spielt hier keine grosse Rolle, aber gewisse Vorgänge werden damit durchschaubarer.
Die Konzentration hilft einem zunächst flüchtigen Eindruck, seinen Platz im Langzeitgedächtnis zu finden. Du kannst es auch langsam sprechen: „Die Schlüssel sind jetzt unter der Zeitung.“ Anstatt sie gedankenlos einfach zu zu decken.
Beim Lernen von Vokabeln habe ich mich während mindestens 10 Sekunden auf ein einziges Wortpaar konzentriert, so stark ich es vermochte und dann auf das Nächste. Das war sehr wirksam.
Wenn man schon zu Beginn weiss, dass es schwierig wird, hilft der umständlichere Weg über Eselsbrücken: „Die verkehrt hin gestellten Schuhe heissen ...“
Konzentration auf Eines
Diszipliniere Dich sehr bewusst und konsequent, nur etwas aufs Mal zu machen. So extrem, wie es eben nötig ist.
Die angetroffenen Informationen lassen sich so eher strukturieren, Dadurch, durch ihre Intensität und durch das Fehlen gewisser Störfaktoren brennen sie sich eher ein.
Das Posting
unterstützt dies eigentlich, auch wenn es von einem anderen Aspekt handelt.
Das Gehirn hat eine begrenzte Leistung. Der Wechsel an sich braucht einen Teil davon. Zudem wirkt jeder Gedanke als Störgeräusch für einen oder mehrere Andere. Die Summe mehrerer durch einander gewirbelter Verrichtungen ergibt nicht 100 %, sondern weniger. Sowohl für die Menge als auch für die Zuverlässigkeit.
Auch wenn Frauen eher mehrere Dinge gleichzeitig tun können, als Männer, geht das nicht immer und nicht in jedem Bereich. Viele der kleinen Missgeschicke rühren davon her, dass Du nicht bei der Sache bist. Manchmal funktionieren die einfachsten Sachen - bis hinein in die Feinmotorik - nicht, wenn man gleichzeitig an etwas Anderes denkt.
Auch das „Verlegen“ von Sachen rührt häufig davon her, dass es die entscheidende Information nicht vom Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis geschafft hat.
Ich selbst kann nicht einmal Musik hören, während ich dies schreibe. Zu gross ist die Gefahr, dass ich Dir den grössten Stuss raten könnte.
Wegen einer kleinen aber lästigen Beschädigung des Gehirns brauche ich mehr Gedanken-Strukturen als nicht Behinderte. Dadurch gelingt es mir, so zu funktionieren, dass niemand etwas merkt und ich ein weitgehend normales Leben mit z.T. recht anspruchsvollen Tätigkeiten führen kann. Es geht nur leider nicht von selbst, sondern ich verhalte mich bewusst in den erforderlichen Mustern, die ich zum Teil schon von früher her gut kannte.
Bewusstes Management der Gehirnkapazität
Lerne erkennen, wenn Du Dich der Überforderung näherst. Nimm Dir dann knallhart die Ruhe und Freiheit die Du brauchst. „Nicht jetzt!“ hat Jede und Jeder schon gehört. Das ist genau so etwas.
Auch alltägliche Vorgänge, die dauernd im Gehirn ablaufen brauchen Leistung. In der Allgemeinheit wenig bekannt ist dieses schöne Beispiel: Wenn jemand schlecht hört, muss er/sie sich stärker konzentrieren, um etwas mit zu bekommen. Die dafür abgezweigte Gehirnleistung fehlt dann bei der Verarbeitung der Information. So kann jemand mit einer unkorrigierten Hörbehinderung schwerfälliger, ja sogar dümmer wirken, als es eigentlich dem Geisteszustand angemessen ist. NB.: Ich hab's mehr oder weniger unfreiwillig an mir probiert!
Bewegungsmuster entwickeln und bewusst trainieren
Gerade bei den Problemen des Schusselns und fallen Lassens kann man durch das Trainieren von geschickteren Bewegungen Verbesserungen erzielen.
Einen Gegenstand ergreifen und dann den Griff eisern still halten ist eine Technik, die es vermeidet, Dinge fallen zu lassen. Griffwechsel sind uns so geläufig, dass sie uns gar nicht mehr auf fallen. Gerade deswegen gelingen sie manchmal nicht richtig. Wenn ich etwas fallen lasse, ist in 80 - 90 % der Fälle ein Griffwechsel beteiligt. Gerade an kritischen Stellen (Handy über dem WC) vermeide ich ihn deshalb. Das braucht aber mindestens einige Monate Training. Nur: Daran führt bei diesen Problemen kein Weg vorbei.
Sich einrichten! Position und Körperhaltung der Aufgabe angemessen einnehmen. Vor dem Heben einer Last richtig hin stehen. Zuerst sehen, dann überlegen, dann einrichten, dann machen. Mit der Schere genau schneiden geht eigentlich nur, wenn man die Unterarme auf stützt. (Ausnahme: Chirurgen)
Externe Hardware-Lösungen, Hilfsmittel
Wenn es einfach nicht funktionieren kann, reicht blosses Aufpassen noch nicht. Dann braucht es gröberes Geschütz. Suche danach!
- Ich habe eher trockene Haut an den Fingern, die auf Kunststoff hervorragend gleitet. Deshalb muss ich verrundete Dinge (im Softline-Design) mit Gleitschutzflächen versehen, sonst kann ich sie nicht zuverlässig fest halten. Alle meine Handys haben unten auf der Rückseite je ein Stück Stanzabfall von kleinen Gummifüssen. Die Fernsteuerung für die Alarmanlage hat aussen rum ein sehr hässliches aber weniger glattes Klebeband. Beides fällt mir nur noch alle paar Jahre herunter.
- Heikle Manipulationen über dem Bett oder über einem Tisch erledigen.
- Stolperstellen entschärfen: Rampen über gewisse Absätze, Klebeband über temporär verlegte Kabel.
- Ach ja: Der Küchenwecker! Hilft nicht nur gegen das Anbrennen, sondern auch gegen das Vergessen von vielen anderen Angelegenheiten.
Als EDV-Operator musste ich in einem schlecht funktionierenden Verbund-System mehrmals pro Tag zuverlässig gewisse Vorgänge an stossen. Im ständigen Trubel war mir das zunächst unmöglich. Ich habe dann einen 4-Fach-Timer eingesetzt und gut war es. Das ist eine Art Küchenwecker mit 4 unabhängigen Zeiten.
Überforderung vermeiden, in Sequenzen teilen, Momente der Stille
- Werde Dir klar darüber, dass Du kein Übermensch bist. Mache Dir Deine Grenzen bewusst und stosse nicht ständig dagegen wie die Fliege an die Fensterscheibe, sondern nur in wohl begründeten Ausnahmefällen.
- Reduziere die Anforderungen an Dich und gib Dir nicht noch zusätzlich ständig die Peitsche!
- Lerne, Dinge zu einem späteren Termin zu erledigen und nicht alles gleich. Eines fertig - > Nächstes! Besonders schwierig ist es, Leute zu vertrösten, die untätig warten, bis es schon fast zu spät ist und es dann von Anderen von jetzt auf gleich verlangen. Wenn die Sekretärin Überstunden machen muss, liegt das häufig am Chef.
- Teile Verrichtungen in Häppchen und erledige sie nach einander.
- Mache gezielte Manöverkritik. Bei Swissair Technic war es üblich, nach der Verrichtung einer Arbeit zurück zu treten, das Ergebnis zu betrachten und zu überlegen: „War das gut, was ich getan habe?“ Das geht auch im täglichen Leben und braucht weit weniger Aufwand, als etwas Halbgares zu lassen und später darauf zurück zu kommen.
Sehr zynisch hat es Dr. Barp, der Forschungsdirektor von Escher Wyss etwa 1978 sinngemäss formuliert: „Man hat nie Zeit, es gleich richtig zu machen, aber für eine Wiederholung reicht es dann.“
- Gönne Dir auch Zeiten der völligen Untätigkeit. Dann kommen Ideen und Lösungen wie von selbst. Ich habe schon im Spital liegend eine komplexe Lösung gefunden, die mir sonst nicht in den Sinn gekommen wäre.
Grüsse, die Kraft, den Krafteinsatz zu reduzieren, die Erkenntnis der eigenen Grenzen, und die Vermeidung des bereits drohenden Burn-outs wünscht Dir von Herzen Isambard
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12.01.2013, 12:36
AW: auffällig oft tollpatschig
@isambard: DAS nenne ich mal konstruktive Ratschläge. Toll!
Zur medizinischen Abklärung: ich würde mal auf die Schilddrüse gucken lassen.
Alles Gute!
MillowitschBe like a duck. Remain calm on the surface but paddle like hell underneath.
Michael Caine
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12.01.2013, 12:38
AW: auffällig oft tollpatschig
Ja, sowas mache ich auch. In Situationen, die zu Unerquicklichkeiten führen können (wie z.B. auch die Geschichten von Sina-lei) halte ich bewußt inne und schaue um mich, ob ich wirklich alles bedacht habe. Abends, wenn ich mal das Geschäft abschließe z.B. (ich tu`das nicht immer, deswegen wird es nicht zur Routine.)
Auch wenn mich jemand abholt oder so, ich bitte dann kurz zu warten, drehe mich in der Tür um und zähle alles auf, was an diesem Punkt nicht vergessen sein sollte. Geld aus der Kasse, alle Telefone aufgelegt, Kerze ausgeblasen etc. Und dann schließe ich ganz bewußt und ohne nebenbei an was anderes zu denken die Tür ab.
Sonst frage ich mich auf dem Heimwege nämlich immer "Habe ich jetzt auch wirklich...?"
Die Sache mit dem Kaffeetrinken finde ich auch bedenkenswert. Plus dass auf der Liste der guten Vorsätze für dieses Jahr "mehr trinken" steht (also Wasser...), weil das auch ein Punkt ist, der sich bei mir massiv auswirkt, weil ich das gern bei der täglichen Wuselei vergesse.
Und alles, was dann vielleicht noch passiert, wird nicht überbewertet.
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12.01.2013, 12:46
AW: auffällig oft tollpatschig
wieviele sind wir jetzt eigentlich?
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12.01.2013, 12:50
AW: auffällig oft tollpatschig
ila?
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12.01.2013, 12:51


Mein Freund lacht mit mir, wenn ich wiedermal was fallen lasse, mich am Tisch stosse und den vollen Teller runter schmeisse :D seh es von der witzigen Seite, wir sind schusslig und das ist lustig, äääh gut so :))
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