Hallo ihr,
ich habe heute beziehungstechnisch eine schlimme Erfahrung machen müssen - und ärgere mich so über mich selber... ich kämpfe so lange für eine Beziehung, die eigentlich keinen Sinn macht, weil ich was Besseres und Kontinuierlicheres verdient habe. Ich werde belogen, von seiner Ex attackiert, von der ich seit 3 Jahren dachte, sie wäre tatsächlich die Ex....
Und heute erfahre ich, dass noch Kontakt besteht. Nach so vielem, was dort passiert ist....
Sorry, wenn ich nicht ins Detail gehe, ich weiß schon lange, dass es keinen Sinn macht, an dieser Beziehung festzuhalten, aber es gab Gründe, warum ich weiter gekämpft habe... ich habe mir ärztliche Hilfe geholt, bin dort auf halber Strecke stecken geblieben... bin unglücklich in meinem Job, irgendwie fehlt mir die Perspektive... und immer dachte ich, wenn ich jetzt noch um DIESE Ecke gehe in meiner Beziehung, dann wird es wieder. Ich habe mich selber vor lauter Beziehungskampf verloren und will wieder auf die Füße kommen...
Waren grade 2 Tage in einem Wellness-Hotel, vorher war er schon so komisch, und jetzt erfahre ich, dass dieser Kontakt nicht nur noch existiert, sondern er leugnet gerade bei einem Telefon mit ihr, bei dem ich dabei war, dass wir seit 3 Jahren eine Beziehung haben!
Mein Vorsatz für 2012 war, mein Leben zu ordnen, aber ich habe nur den Kopf in den Sand gesteckt statt dessen. Bin psychisch angeschlagen, gesundheitlich ohnehin.... ich ärgere mich so über mich selber, dass ich nicht die Kraft habe, endlich mein Leben ALLEIN weiterzuleben - denn SO kann es nicht weitergehen.
Sorry für das Gejammere, bin grad wirklich deprimiert, so einen Tag vor Silvester, vor allem, weil ich gerade durch das Telefonat erfahren habe, dass mein Freund, der noch vor 1 Woche über Zusammenziehen theoretisiert hat, diesen Tag ohne mich verbringen will - oder trifft er sich mit der Ex? Und mir erklärt, er käme mit meinem Verhalten nicht zurecht, er fände keine Verbindung zu mir, ich wäre ihm zu intelligent
Wie schaffe ich es, 2013 als gerader, aufrecht stehender Mensch zu beginnen und endlich aus dieser Einbahnstraße rauszukommen? Ich weiß, helfen kann ich mir nur selber, ich würde mich nur freuen, wenn jemand was Tröstliches hätte, was mich aufbaut...
Danke! Und euch allen ein wunderschönes Jahr 2013!
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 33
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30.12.2012, 23:02
Jahreswechsel - und man steht genau da, wo man nicht mehr sein wollte...
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30.12.2012, 23:31Inaktiver User
AW: Jahreswechsel - und man steht genau da, wo man nicht mehr sein wollte...
Liebe Marga, ich denke, es ist zu früh für Trost. Im Moment ist es besser die Trauer kommen zu lassen oder erst mal die Wut. Manchmal hilft es viel besser so ein tiefes Tal zu durchschreiten und die Gefühle, die in dir sind zu spüren. Kennst du es auch, wenn du mal sehr geweint hast, dass es dir danach viel besser geht, weil mit den Tränen viel Gram und Kummer fortgespült werden? Vielleicht ist es im Moment das, was dir hilft, nämlich den Schmerz zuzulassen, und dich erst danach langsam mit ihm auseinanderzusetzen und Trost zu empfangen. Ich schicke dir liebe Wünsche.
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30.12.2012, 23:35
AW: Jahreswechsel - und man steht genau da, wo man nicht mehr sein wollte...
Daß nur du dir helfen kannst, stimmt so nicht unbedingt (es gibt Gründe für Ratgeber und Therapeuten), aber du kannst nur dich ändern -- niemand anders.
Wie das zu tun ist... ich sehe oft, daß Leute sich unkonkret "ändern" wollen, aber nie überlegen, was sie dafür konkret tun müssen. Das ist, als wolle man nach Amerika fahren ohne sich einen Paß, ein Visum und ein Flugticket zu besorgen, und sich dann wundern, das man nicht hinkommt.
Du sagst, du willst dein Leben ordnen. Was bedeutet "Ordnung" für dich? Wie sieht das Tag für Tag aus? Was mußt du tun, um dieser real denkbaren, alltäglichen Ordnung näher zu kommen? Was willst oder darfst du nicht mehr tun? Wie erreichst du, daß du das tust, oder nicht?
Wenn du mehrere Baustellen hast ist es wichtig, daß du Prioritäten setzt. Was ist dir am wichtigsten, aber auch, was kannst du mit vertretbarem Aufwand erreichen?
Manchmal hilft es für eine Änderung schon, eine Situation anders wahrzunehmen, eine Beziehung anders zu definieren, seine Erwartungen dem, was man bekommt, anzupassen. Und manchmal heißt es, jahrelang zu arbeiten, Verhaltensmuster aufzugeben, die ein Teil der eigenen Identität geworden sind, ins Unbekannte zugehen, sich absichtsvoll zu jemandem zu machen, den man noch nicht kennt. Das ist furchterregend, aber auch da hilft die Taktik der kleinen Schritte. Um zum Beispiel eine Beziehung zu beenden, muß man alles tun, um Distanz zu schaffen, und nichts, um Nähe zu schaffen. Man muß die Hoffnung aufgeben, daß es nochmal so wird, wie man will, um nicht immer und immer wieder in einer Beziehung zu leben, die man (so) nicht will.
Das einzig Aufbauende in solchen Situationen ist oft das Bewußtsein, daß man das Richtige tut, und das es besser werden wird. Man kann heulen und jammern und leiden und trotzdem das Richtige tun und irgendwann den Weg aus dem Sumpf gefunden haben. Es hilft sehr, dabei Freunde zu haben, die einem helfen, den eigenen Weg im Auge zu behalten, einen bestärken, wenn einen der Zweifel packt, und die einen von "Rückfällen" abhalten...
Viel Glück und viel Erfolg!** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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30.12.2012, 23:50
AW: Jahreswechsel - und man steht genau da, wo man nicht mehr sein wollte...
Hallo Marga,
fühl Dich erstmal gedrückt
- Männer kann man manchmal echt nicht verstehen!!
Sorry, bin jetzt schon etwas ausgelaugt und müde und kann deshalb nicht mehr so auf Deinen Thread eingehen. Habe auch gerade ein ziemlich unerfreuliches Telefonat mit meinem Ex hinter mir (die Beziehung gibt es jedoch schon länger nicht mehr, aber wir "versuchten" danach eine Freundschaft....)
Es ist immer leichter gesagt bzw. geschrieben, aber mir kam spontan in den Sinn, dass Dich diese Type überhaupt nicht verdient hat. Laß Dich nicht weiter so behandeln - und das mit Silvester schlägt ja dem Faß den Boden aus. Gerade an diesem Tag will man doch zusammen sein!
Eine Beziehung gibt man klar nicht so einfach auf. Mir ist das damals auch unendlich schwer gefallen und mit dieser "sog." "Freundschaft ist es jetzt wieder ähnlich. Habe mir auch viel zu viel gefallen lassen. Aber irgendwann kommt der Punkt, da sind die Verletzungen einfach zu groß. Man denkt sich, dass man doch garnicht noch mehr verlieren kann, sondern eigentlich nur gewinnen wenn das ganze jetzt endlich ein Ende hat, oder? Der erste Schritt sich zu trennen ist schlimm, man fühlt sich schrecklich und allein. Aber wenn das überwunden ist, wird es nach all dem was Du schreibst sicher auch eine Befreiung aus diesem ganzen Lügengebäude sein. Meinst Du nicht, dass es Dir dann auch gesundheitlich wahrscheinlich besser gehen wird?
Ich habe morgen auch keine Lust groß Silvester zu feiern und werde mir stattdessen einen schönen Wellnessabend zu Hause machen. Vlt. auch noch eine schöne DVD gucken und es mir auf der Couch bequem machen. Meine Wünsche für das Neue Jahr will ich mal auf kleine bunte Zettel schreiben und so mal versuchen sie das ganze Jahr über im Blick zu behalten und auch an der Umsetzung zu arbeiten
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Vielleicht ist das ja auch eine kleine Anregung für Dich? Kümmer Dich doch mal ganz um Dich selbst, hol den verdienten Wellnessurlaub für Dich allein nach und laß es Dir gut gehen. Konzentriere Dich darauf was im Neuen Jahr besser werden soll und nicht darauf was Du im letzten Jahr nicht geschafft hast!
Trotzallem einen guten Rutsch und alles Gute und viel Kraft für 2013

Ninette
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30.12.2012, 23:54
AW: Jahreswechsel - und man steht genau da, wo man nicht mehr sein wollte...
@wildwusel: Das hast Du sehr schön geschrieben und dargestellt - Du kannst einfach toll formulieren, dass ist mir schon in anderen Threads aufgefallen.
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30.12.2012, 23:55
AW: Jahreswechsel - und man steht genau da, wo man nicht mehr sein wollte...
Danke für eure schnellen Antworten. Ordnung... ich habe ja schon erkannt, wo meine Baustelle ist. Ich denke auch, die ist die Ursache für das ganzen anderen Probleme. Immer schon habe ich eine Beziehung nicht einfach so beenden können, ich habe massive Verlustängste, aus meiner Kindheit heraus, dieses Muster habe ich erkannt. Ordnung wäre für mich, mich nicht mehr so stark über einen anderen Menschen zu definieren. Wenn ein Mensch geht, dann ist das schade und tut weh, aber ich lebe trotzdem weiter. Das zu verinnerlichen, wäre mein - recht hoch gestecktes - Ziel. Momentan lasse ich mich zu oft wieder "überzeugen", weil Akzeptieren, dass es nicht MEIN Mensch ist, zu weh tut.
Ordnung wäre auch für mich, die Freundschaften, die ich im Kampf um diese Beziehung vernachlässigt habe, wieder aufleben zu lassen... auch hier habe ich mich zu stark über ihn definiert.
Hast schon Recht, man muss auch mal Hilfe annehmen können, aber auch das ist ein Muster bei mir - ich will immer alles allein schaffen (mein Motto war immer "der einzige Mensch, auf den man sich verlassen kann, ist man selber". Blöd, wenn das dann auch nicht stimmt, weil man nicht so reagiert, wie man möchte und z. B. krank wird von der ganzen Misere).
Ich bin zumindest so weit, dass ich weiß, was ich mir Wert bin und die Angriffe meines Freundes, ich wäre zu kopfgesteuert, zu intellektuell, würde ihn zu sehr ausbremsen in seiner persönlichen Entwicklung usw. nicht mehr als bedrohlich empfinde. Ich bin, wie ich bin. Und es gibt genug Leute, die damit klar kommen, so falsch kann es also nicht sein. Klar, Ecken und Kanten habe ich, aber er weiß genau, warum ich mich so verhalte... ohje, schon wieder denke ich über den Umweg über seinen Kopf...
Ich möchte einfach diese Beziehung beenden und es schaffen, morgens aufzustehen ohne diese Klammer um die Brust. Spass an meinen Hobbies haben, die er mir immer ausreden wollte, weil sie zu teuer sind (obwohl er damit nichts zu tun hat und selber teure Hobbies hat), ohne sie als Ersatzhandlung zu empfinden, weil das einzig Tolle doch Zeit mit dem Freund ist...
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31.12.2012, 00:06
AW: Jahreswechsel - und man steht genau da, wo man nicht mehr sein wollte...
Aaaargh, liebe Marga,

gibbet ja gar nicht.
Seit über 3 Jahren Beziehung und er leugnet die gegenüber seiner "Ex"?
Da ist wirklich klar, was die Glocke geschlagen hat....
Gottseidank wohnt Ihr offensichtlich nicht zusammen...
Falls er einen Schlüssel von Deiner Wohnung hat, einkassieren. Und Tschüss.
Hoffe, dass die Wut Deine Trauer erst mal verdrängt.
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31.12.2012, 00:13
AW: Jahreswechsel - und man steht genau da, wo man nicht mehr sein wollte...
Liebe Marga,
Im neuen Jahr wird er wieder vor Deiner Tür stehen und wieder wirst Du wie Butter in der Sonne dahin schmelzen.Wenn ein Mensch geht, dann ist das schade und tut weh, aber ich lebe trotzdem weiter. Das zu verinnerlichen, wäre mein - recht hoch gestecktes - Ziel.
DAS wäre der richtige Weg.
ABER:
Momentan lasse ich mich zu oft wieder "überzeugen", weil Akzeptieren, dass es nicht MEIN Mensch ist, zu weh tut.
Das soll kein Vorwurf sein, denn die meisten Frauen machen es so.
Ich würde Dir wünschen, dass Du einen NEUEN Mann kennen lernst, der mit DIR und nicht mit seiner Ex Silvester feiert.
FG von Helga
„Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
Konrad Adenauer
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31.12.2012, 15:34
AW: Jahreswechsel - und man steht genau da, wo man nicht mehr sein wollte...
Ich muss vielleicht doch nochmal ins Detail gehen.. heute ist es schlimmer als gestern, da hat mich die Sache erst so richtig mit Wucht getroffen.
Er war mit ihr zusammen, allerdings eher locker, bevor er mich kennen lernte. Sie hat ein Alkoholproblem, ist verheiratet, will ihn aber trotzdem unbedingt als Freund. Es ging so weit, dass er am Anfang mal mit ihr in den MIR versprochenen Skiurlaub gefahren ist - ich habe es ihm verziehen. Es gab in der Phase, als sie partout nicht einsehen wollte, dass er sie nicht mehr will, eine Klage wegen Körperverletzung von ihrer Seite, die sie dann wieder zurückgezogen hat. Er hat sich eine neue Handynummer besorgt, weil sie 40 Mal am Tag gesimst hat, nur, um ihr bei nächster Gelegenheit eine SMS von der neuen Nummer zu schicken...sprich, irgend eine Art Abhängigkeit scheint es da zu geben.
Nach 2 Jahren Ruhe (zumindest, soweit ich weiß, nur gelegentlich SMSen) haben wir den Verein gewechselt, und er hat mir nicht gesagt, dass sie im gleichen Verein ist. Resultat: jedes Mal, wenn sie uns gemeinsam sieht, macht sie öffentlich eine Szene. Es ging soweit, dass sie die Hand gegen mit erhoben hat, wenn ich ihn nicht "endlich in Ruhe lasse". Er stand daneben und hat auf cool getan - "Baby, die kann uns doch nichts."
Gestern eben wieder so eine Szene. Er hat sie stehen lassen, mich dabei zur Seite gestoßen, und hat mich mit ihr allein stehen lassen. Sie weiß, dass wir nicht zusammen wohnen, und jedes Mal versucht sie mich zu verunsichern, indem sie sagt, er war gestern bei ihr. Diesmal hat sie aber gewußt, dass wir 2 Tage vorher einen Streit hatten (auch da hatte er mich belogen). Woher, wenn doch kein Kontakt mehr besteht? Sie ist ihm dann hinterhergefahren, ich bin ihr begegnet in seiner Straße. Dann ging es wieder weiter wie vor 3 Jahren, sie hat angerufen, und das Gespräch hatte den gleichen Wortlaut wie damals. Nur mit dem Unterschied, dass dies seit 3 Jahren der Mensch ist, für den ich mich entschieden habe. Und dachte, auch umgekehrt. Wie erklärt sich dann, dass seine Antwort auf die stereotype Frage, ob wir eine Beziehung hätten, NEIN war? Auf die Frage, ob er Silvester mit mir "Schlam..." verbringe: NEIN (wir hatten schon Lebensmittel gekauft). Auf die Frage, warum ich bei ihm sei, kam nicht, weil sie meine Freundin ist und das Recht hat, hier zu sein, sondern "sie wollte halt ein klärendes Gespräch".
Er behauptet, sie hätte ihn aus nostalgischen Gründen angerufen und sie hätten 30 Minuten gesprochen. Mit der Frau, mit der all dies passiert ist, von der er immer sagt, sie wäre krank? Wie soll sie denn gesunden, wenn er ihr immer wieder ein Zuckerchen hinwirft?
Dann versuchte er es lächerlich zu machen, indem er nur sagte, naja, ihr zwei Frauen könnt euch halt nicht leiden. Hallo, die Dimension ist wohl doch etwas anders, finde ich. Sie bedroht mich, beschimpft mich...
Ich weiß, dass sie viel Geld in ihn reingesteckt hat und er deshalb ein schlechtes Gewissen hat. Es verletzt mich aber immens, dass er mich verleugnet - sinnlos, weil sie trotzdem dauernd verlangt, dass er die Beziehung mit mir beendet....
Seht ihr, ich finde das alles so niveaulos und unwürdig, dass ich immer versuche, aus diesen Grabenkämpfen rauszukommen. Ich weiß, dass sowas kein Mensch braucht, dass eine würdige Beziehung, zumindest, wie ich sie mir wünsche, anders aussieht. Es tut nur wieder so weh, dass ich nicht mehr klar denken kann. Wieder habe ich Geduld investiert, um dann verarscht zu werden. Ach ja, mal liebe er mich, mal nicht, und außerdem hätte er Angst vor meiner Kopfgesteuertheit. Weil ich nicht rumbrülle und immer versuche, normal zu diskutieren...
Statt jetzt Position ihr gegenüber zu beziehen, will er jetzt aus dem Verein wieder austreten. In dem übrigens alle wissen, dass wir ein Paar sind... Versteht ihr dieses Verhalten? Was ist das, Co-Abhängigkeit, Dummheit...
Ich muss da raus, ich will mir gar nicht mehr überlegen, was da Sache ist, aber es ist so schwer, loszulassen...
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31.12.2012, 15:45Inaktiver User



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