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Thema: Kreatives Leben versus Angst
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08.01.2013, 12:06Inaktiver User
AW: Kreatives Leben versus Angst
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08.01.2013, 22:12
AW: Kreatives Leben versus Angst
Raten kann ich nicht, bloss für mich reden: ich hatte irgendwann mal einfach die Nase voll davon, ständig am Minimum zu knapsen. Geld muss her auch mal für den kleineren und grösseren Luxus, und das bei einer Tätigkeit, die ich gern und gut tue. Ich hab meins gefunden, ich bin überzeugt, dass es sowas für alle geben kann, auf irgend eine Weise. Aber man muss es wollen, die faulen Kompromisse durchschauen und die richtigen Kompromisse eingehen.
nicht notwendigerweise. Wenn genug auf einen Haufen zusammenkommt, dass ich lange davon leben kann, brauch ich mal keine Einkommensquelle. Aber sowas hab ich noch nicht gefunden. Vermutlich "zum Glück", denn ohne die Disziplin regelmässiger Termine würde ich wohl versumpfen.Für dich ist die Entscheidung dann ja auch klar: Eine feste Einnahmequelle muss her. Es ist immer gut, wenn man weiß, was einem wichtig ist! Dann kann man sich entscheiden.
grüsse, barbara
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08.01.2013, 22:33Inaktiver User
AW: Kreatives Leben versus Angst
Was stresst euch an dieser Berufswahl eigentlich am meisten:
- Die Sorge, woher das Geld für die nächste Miete, die Berufshaftpflicht oder die nächste Zahnarztbehandlung kommt?
- Dass ihr euren Kindern nicht genug bieten könnt?
- Die besorgten Eltern?
- Die mangelhafte Vorsorge fürs Alter?
- Die Nebenjobs, die Zeit kosten, die für den Hauptberuf dann fehlt?
- Der ständige Wechsel zwischen verschiedenen Anforderungen und Rollen?
- Die Selbstzweifel, was die Qualität der eigenen Arbeit anbelangt?
- Der andere Tagesrhythmus, die anderen Lebensumstände (Urlaub mit der Familie im Ausland, Arbeit am WE), als die bei einem normalen Angestelltenjob?
- Das Gefühl, die falsche Berufswahl getroffen zu haben?
- Die "Einsamkeit" bei der Arbeit und bei Parties mit Leuten, die einen normalen Job haben.
- Oder … gar nix?
Geändert von Inaktiver User (09.01.2013 um 12:42 Uhr) Grund: ergänzt
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08.01.2013, 22:41
AW: Kreatives Leben versus Angst
nichts. Ich hab mir mein Leben sehr angenehm einrichten können, inklusive des öftern ausschlafen, Zeit für mich, nette Leute, gute Mischung von Büroarbeit und Sprecharbeit, flexible Arbeitszeiten, saisonale Schwankungen....
die Idee, in einer normalen Festanstellung zu arbeiten, finde ich grauslich. nein danke, das könnte ich nicht mehr.
ich bin sehr glücklich mit meinen beruflichen Tätigkeiten.
grüsse, barbara
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08.01.2013, 22:55Inaktiver User
AW: Kreatives Leben versus Angst
Da hast du mich völlig falsch verstanden.
Hier gab es ein Post darüber, dass "Sicherheitsdenken" etwas Verachtenswertes sei.
Es gibt in der Tat Leute, die arbeiten in einem kreativen Bereich und meinen, sie seien damit etwas Besseres, und alle Angestellten seien einfallslose Spießer. Uncool eben. Ach, ich sehe gerade: Das warst ja du.
Das kenne ich. Wenn dann doch die Möglichkeit winkt, einen festen Job mit den üblichen Annehmlichkeiten eines Angestelltenverhältnisses zu bekommen, dann ändert sich diese Einstellung womöglich rasch.
Man sollte weder in die eine noch in die andere Richtung auf andere herabschauen.
Unter Geschäftstüchtigkeit verstehe ich, Dinge erfolgreich zu verkaufen und nicht herumzujammern, dass der Markt nicht so ist, wie man sich das wünscht. So wird er nie sein.
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08.01.2013, 23:27Inaktiver User
AW: Kreatives Leben versus Angst
Ohohohoh!
Pax! Pax!
Hast du dazu ein Zitat?
Das finde ich nicht konstruktiv.
Wie schön!
Deine Nebenjobs sind also keine normale Festanstellung? Da habe ich wohl etwas missverstanden.die Idee, in einer normalen Festanstellung zu arbeiten, finde ich grauslich. nein danke, das könnte ich nicht mehr.
Bzw. was ist eine normale Festanstellung? Ein 30 oder 40 Stunden-Job?
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09.01.2013, 06:40
AW: Kreatives Leben versus Angst
was ich eigentlich meinte, war die 100%-Stelle, die kann ich mir nicht mehr vorstellen. Festangestellt in Teilzeit bin ich ja auch neben der Freiberuflichkeit. aber acht Stunden oder mehr jeden Tag dasselbe tun und täglich so früh aufstehen, wie das erfordert, autsch.
grüsse, barbara
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09.01.2013, 09:04Inaktiver User
AW: Kreatives Leben versus Angst
Ja, das war ich.
In der Tat. Es gibt alles.
Eingebildete Selbständige genauso, wie faule Angestellte und schwerfällige Beamte.
Das ist nicht wichtig.
Wichtig ist, wie ich mich fühle und wie es mir mit meinem Leben geht.
Ich möchte nicht mehr angestellt sein, ich bin selbständig,
auch im Kopf und, meistens, liebe ich meine Tätigkeit.
Es ist allerdings hart und die Verantwortung, die man aufgetragen bekommt,
steht in keinem Verhältnis zur Bezahlung des Ganzen. Kreativität unter Druck ist normal.
Aber kreatives zu leisten (leisten können=Geld verdienen,
nicht leisten können=Geld wird mit der Zeit knapper)
während man unter Erfolgs- und Rechtfertigungsdruck steht kostet viel Kraft.
Mit Jammern hat das nicht viel zu tun.
Das versteht wohl nur jemand, der das auch schon erlebt hat.
Meinen Kindern empfehle ich, sich um solide Anstellungen, ggf. beim Staat bzw. einer Kommune zu bemühen und sich nicht selbständig zu machen.
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09.01.2013, 12:43Inaktiver User
AW: Kreatives Leben versus Angst
Damit schließt sich der Kreis zu Nachtmahr dann wieder.

Und was würdest du tun, wenn eines der Kinder Designerin wird und ein unsicheres Leben führt. Was würde unausgesprochen zwischen euch stehen?
Noch Mal an alle: Wäre noch jemand bereit, meine Frage von #23 zu beantworten? Ich fänd das sehr interessant.
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09.01.2013, 17:08Inaktiver User
AW: Kreatives Leben versus Angst
Na, siehst Du...
Zwischen uns steht unausgesprochen und ausgesprochen das Wort Familie.
Dieses Wort bedeutet für mich bedingungslose Liebe und Unterstützung nach Kräften.
Ich würde alles tun, was meine Möglichkeiten hergeben, um ihr dabei zu helfen,
um ihr zum Erfolg und zu ihrem Glück zu verhelfen.
Ich würde ihr den Hintergrund geben, den ich von meinen Eltern hatte.
Gern. Bei Gelegenheit. Aber: deine Frage vernachlässigt etwas den Positiven Teil des Ganzen und provoziert negativ klingende Antworten. Selbständigkeit hat auch viele schöne Seiten, trotz aller Mühen und Unwägbarkeiten.



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