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Thema: Mit dem Rücken zur Wand
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06.12.2012, 13:33
AW: Mit dem Rücken zur Wand
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06.12.2012, 13:58Inaktiver User
AW: Mit dem Rücken zur Wand
Ich ignoriere diese Vorschläge doch nicht, ich habe ja meinen Sohn nicht betütelt, sondern seinen, wenn auch chaotischen Weg gehen lassen, ich lasse meine Mutter auch da wo sie ist, mir ist glaub ich schon klar, daß sie für ihr Handeln verantwortlich sind, aber ich habe einfach nur schlechte Gefühle dabei.
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06.12.2012, 14:18
AW: Mit dem Rücken zur Wand
Zieh dir den Schuh erst gar nicht an!
Dein Sohn ist erwachsen. Deine Mutter ist erwachsen. Und DU bist erwachsen.
Natürlich wirst du IMMER Mutter sein. Aber wenn die Kinder erwachsen sind, solltest du als Ratgebende und als Schulter zum Ausweinen da sein. Für mehr nicht!!!!
Selbes gilt für deine Mutter. Irgendwann müssen sich die Kinder um die Eltern kümmern, aber wenn deine Mutter nicht will, dann will sie nicht. Dann wird sie für sich selbst eine andere Lösung finden müssen. Je nachdem wie fit sie noch ist. Ansonsten - ja es klingt fies - musst du sie zwingen.
Es scheint, als würden diese Themen einen großen Teil deines Lebens/deiner Gedanken einnehmen, aber DAS musst du selbst ändern!!! Denn wie du schon schreibst, scheint es schon deine Beziehung, aber vor Allem wohl dein eigenes Wohlbefinden zu beeinträchtigen und das sollte dir am Wichtigsten sein!
Zu der Geschichte vom Vater, Sohn und Esel: Fällt dir dabei nicht etwas auf? Nämlich, dass in der Geschichte die Entscheidung IMMER von Anderen beurteilt wird? Egal was du tust, irgendwer fällt ein Urteil darüber, dass du dich falsch entschieden hast, aber DU musst ja mit deiner Entscheidung klar kommen. Wenn die Anderen deine Entscheidung blöd finden (auch bspw. dein Sohn/deine Mutter/dein Partner/oder Leute hier im Forum): Egal. DU musst sie gut finden.
Jetzt noch ein "Bild" das ich bei dir sehe: Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Blöder Spruch, aber ja so ist es. Jetzt nimm doch nicht auch noch die Last der Anderen auf. Du wirst froh sein, dass dein ganz eigenes, höchstpersönliches Päckchen nicht so voll gepackt ist, wenn dir selbst mal wieder ein paar Lasten vom Leben aufgehalst werden und wenn es nur ein Streit mit dem Partner, ein anstrengender Arbeitstag, ein Kilo mehr auf der Waage, deine Tage oder ein blöder Kontostand sind. Dann wirst du froh sein, dass du dafür noch genügend Kraft zum Tragen hast!!!! Den "Rucksack" deines Sohnes oder deiner Mutter mal kurz zu HALTEN: Ok. Aber ihn dauerhaft tragen? NEIN!
PS: Ich würde das in deiner Partnerschaft auch nicht so stark thematisieren. Insgesamt solltest du versuchen, den Fokus von diesen Themen abzulenken. (Was so die Hauptaussage meines Posts sein sollte...). Geh Tanzen. Laufen. Triff dich mit Leuten und lass DIR was erzählen (auch wenn es dich nicht interessiert, aber es lenkt ab bzw. hält dich davon ab, dir zu viele Gedanken zu machen).Geändert von Dana28 (06.12.2012 um 14:23 Uhr)
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06.12.2012, 14:59
AW: Mit dem Rücken zur Wand
@zonnebloem: Ich kenne es auch, dass man sich um die Mutter kümmern will und andererseits gibt es eigtl. keine Möglichkeit es ihr recht zu machen. Ich habe jetzt entschieden, dass sie offensichtlich keinen ausreichenden Leidensdruck hat, wenn sie alle Vorschläge in den Wind schlägt. Das entschärft zumindest meinen Leidensdruck, wenn ich sonst schon nichts tun kann.
Auf die Meinung Außenstehender darf man generell nicht allzu viel geben, denn dein Beispiel vom Esel zeigt ja, dass man es eh immer verkehrt macht. Die wissen meist nicht, wie die inneren Verhältnisse sind, maßen sich aber eine Meinung an? Oder glaubst du nur, dass es so ist, denn oft haben die anderen ja auch ihre eigenen Probleme und wissen selbst, dass es mit Müttern (auch Vätern, Kindern ...) nicht so einfach ist.
Was den Sohn betrifft, naja, das Problem das er damit hat die Großmutter allein zu lassen ehrt ihn in gewisser Weise, es jetzt aber zu deinem Problem zu machen ist etwas daneben.
Letztlich muss ich mich meinen Vorschreiberinnen anschließen: ändern kannst du nur deinen Umgang mit den Problemen, die Probleme selbst wirst du nicht lösen können, zumindest nicht, wenn alle nur von dir verlangen zu ihren Gunsten deine eigenen Befindlichkeiten hintenan zu stellen. Töchter sind nicht verpflichtet sich um ihre Mütter unter Aufgabe der eigenen Person aufzuopfern!Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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06.12.2012, 16:58Inaktiver User
AW: Mit dem Rücken zur Wand
Zonnebloem, dein Sohn ist nicht verpflichtet, sich um seine Oma zu kümmern. Und du musst dir für die Entscheidungen von 2 erwachsenen Menschen kein schlechtes Gewissen von Menschen einreden lassen, die das nichts angeht.
Wenn deine Mutter jetzt keine Hilfe annehmen will, muss sie es auf die harte Tour lernen. DU kannst nichts dafür.
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07.12.2012, 11:41Inaktiver User
AW: Mit dem Rücken zur Wand
Ja vielen Dank für eure Antworten, es ist nicht so, daß ich irgendwas ignoriere davon, aber es ist doch immer so, daß man aus unzähligen Ansichten und Meinungen heraus letztendlich doch einen Weg wählt, der einem am nächsten steht.
Ich glaube, daß ich genug für mich tue, ich bin eigentlich kein Aufopferungstyp, aber wer will schon zusehen, wie die Mutter, egal welche Persönlichkeit sie ist allein vor die Hunde geht. Eigentlich such ich einfach eine befriedigende Lösung für alle, das ist doch normal, aber es wird mir halt verdammt schwer gemacht. Wäre ich jemand, der einfach beschließt, so ist es halt nun mal, wäre ich vermutlich schon viel weiter.
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07.12.2012, 12:46Inaktiver User
AW: Mit dem Rücken zur Wand
Hallo zonnebloem,
eine befriedigende Lösung für alle zu finden, ist nicht normal. Wie kommst Du denn darauf?
Lösungen für andere zu finden ist anmaßend.
Wie gut, dass Dir das schwer gemacht wird. Wer bist Du denn? Der liebe Gott?
Du sagst etwas und meinst genau das Gegenteil, deshalb bist Du noch nicht weiter.
Du hast sehr gut und schon vor langer Zeit einfach etwas beschlossen, nämlich Dich in Gedanken zum Heilsbringer zu erklären.
Nur leider lassen sich die anderen von Dir nicht sagen, was für sie richtig ist. Zum Glück Pech gehabt.
Wie kommst Du dazu zu glauben, dass Du besser weißt, was für andere (Mutter und Sohn) gut und richtig ist.
Du tust es deshalb, weil Du Dir in dieser Rolle der "machtlosen Samariterin" gefällst. Dein Selbstmitleid reicht Dir nicht, Du brauchst auch noch das Mitleid anderer.
Kriegst Du aber nicht. Du hast Dir selbst diese Rolle angezogen. Geh`da raus oder begnüge Dich damit.
Du projezierst Deine Unfähigkeit Dir selbst zu helfen auf andere.
Mach`Dir mal Gedanken über Dich selbst und lass`die anderen in Ruhe.
Tut mir Leid, dass ich so harte Worte für Dich finde, aber jemand der genug Selbstmitleid hat, braucht es nicht von anderen.
Gruß,
mushunt
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07.12.2012, 13:11Inaktiver User
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07.12.2012, 13:12Inaktiver User
AW: Mit dem Rücken zur Wand
Gibt es eine Vereinbarung zwischen deinem Sohn und deiner Mutter?
Sie war ja, als er zu ihr zog, auch schon alt. Ich kenne solche Vereinbarungen aus der eigenen Familie. Oma unterstützt Enkel finanziell (oder durch ein Zimmer) - und dafür kümmert er sich um die Pflege, falls dieser Fall eintritt. Je nach dem ist das mal mehr oder weniger eindeutig geregelt, ob er persönlich pflegen muss, oder sich eben nur finanziell oder organisatorisch kümmert. Verträge können übrigens auch mündlich geschlossen werden.
Es ist also nicht unbedingt so, dass dein Sohn auf jeden Fall einfach ausziehen kann und deine Mutter quasi sich selbst oder dir überlassen kann, wie hier viele schreiben. Er war bereits volljährig, als er zu der sehr betagten Oma gezogen ist. Wie du andeutest, hat er finanzielle Zuwendungen bekommen. Wenn deine Mutter zu diesem Zeitpunkt nicht bereits völlig unzurechnungsfähig war, hat sie das sicherlich mit einem Handel verbunden - du schreibst ja sogar, dass es ihr liegt, Leute an sich zu binden. Es war dann eine Art Altersvorsorge - und die wird dein Sohn leisten müssen. Zumindest würde ich mir an deiner Stelle den Schuh "ich habe mich um die Oma gekümmert, jetzt bist du mal dran" nicht anziehen lassen.
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07.12.2012, 13:20
AW: Mit dem Rücken zur Wand
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)



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