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    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich will mich daran nicht aufhängen, aber es tut schon gut, sich verstanden zu fühlen und Feedback zu bekommen von jemandem, der sich interessiert für einen.

    Vielleicht ist auch das ein Faktor, der unglücklich machen kann?
    Weil Introversion es schwer machen kann, Verbindungen zu schaffen zu Menschen, die einem gut tun?
    Ja sicher.
    Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es introvertierte Menschen in dieser Beziehung tatsächlich schwerer haben.

    Ich erinnere mich an eine Frau, die lustig war. Die auf die Menschen zuging. Die gut aussah. Sie zog sehr, sehr viele Männer an. Aber hat ewig gebraucht, bis sie einen passenden gefunden hatte.

    Eine extrovertierte Frau wird es wohl deutlich einfacher haben, "einen" Mann kennenzulernen. Und wenn sie einen Mann für eine Nacht sucht, wird sie das vor keine größeren Probleme stellen. Aber wenn es darum geht, einen "passenden" Mann zu finden (nicht nur als Partner für´s Leben), hat sie es wahrscheinlich nicht leichter.

    Ich glaube, beide Seiten können voneinander lernen. Die Introvertierten können von den Extrovertierten lernen, dass es schön sein kann, mal aus sich herauszugehen. Und die Extrovertierten können lernen, dass es gelegentlich hilfreich ist, einmal den Mund zu halten, abzuwarten und zuzuhören.

    Edit:
    Ist denn Introvertiertheit mit Schüchternheit gleichzusetzen? Meiner Meinung nach nicht. Auch wenn es oft zusammenfallen dürfte.
    Geändert von Tsts (02.12.2012 um 22:25 Uhr) Grund: Edit angefügt

  2. Moderation

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    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Darum ärgere ich mich oft über den Ausspruch: "Dir fällt das doch leichter, dann mach`mal."
    Ist das Problem, daß es dir eben nicht leicht fällt und du dich falsch wahrgenommen fühlst?

    Ehrlich gesagt, ich finde es immer schmeichelhaft, wenn ich bei der Arbeitsverteilung etwas tun kann, was einfach für mich ist und trotzdem alle beeinddruckt, weil sie es schwierig finden. (Wenn ich so weitermache, lande ich im Managment...) Umgekehrt lasse ich Sachen, die ich nicht kann, lieber Leute machen, die sie können, damit die Sachen anständig gemacht werden. Wenn du mich schickst, um ein Taxi zu holen, wenn 2000 Leute aus einem Konzert zum Taxistand strömen, bist du schneller, wenn du zu Fuß gehst. Wenn du aber jemanden brauchst, der in einer unbekannten Stadt zu Fuß in kürzester Zeit genau da hinkommt, wo sie hinwill, bist du bei mir richtig...

    Man muß nicht ständig Herausforderungen haben. Manchmal ist es vollkommen ausreichend, wenn das getan wird, was anliegt.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Moderation

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    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und jetzt - mit 47 Jahren - bestimme ich selbst, eben weil ich die Erfahrung gemacht habe, wo es mich weiter bringen kann, und wo es nur ums "durchstehen" einer Zeitspanne geht, ohne Gewinn für mich.
    Ich folge ein bißchen der Marty McFly-Philosophie der Lebensherausforderungen: "Niemand nennt mich eine feige Sau." Wenn ich vor etwas, was getan werden sollte, Angst habe, tu ich's, weil ich keine Lust habe, mich davon bestimmen zu lassen, daß ich vor etwas Angst habe. Wenn ich allerdings weiß, daß meine Inkompetenz in etwas, das getan werden muß, dazu führt, daß es mich und alle anderen Beteiligen sinnlos Zeit, Geld und Nerven kostet, bitte ich jemand kompetenteres, das zu machen. (Beispiel: Im Notfall einen Krankenwagen rufen, am Telefon die Schadenshotline der Versicherung überzeugen, einen Schaden aufzunehmen, den Kaufpreis für ein Auto herunterhandeln.)

    Auch das sehe ich aber nicht als Unterschied zwischen Intro- und Extravertierten. Jeder hat seine Talente und Untalente, und jeder hat Sachen, die er lieber oder weniger gern macht. Es gibt zwar in gewissem Maße Korrelationen zwischen Intro- und Extraversion und der Art von Sachen, die jemand kann oder nicht so gut kann, aber selbst die ist nicht zuverlässig.

    Diese Charakterzugunterscheidung begründet weder Tugend noch Fertigkeiten -- lediglich eine Grundorientierung im Verhälntnis zu anderen Leuten.
    Geändert von wildwusel (04.12.2012 um 00:35 Uhr) Grund: Falsche Zitatzuordnung repariert
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich folge ein bißchen der Marty McFly-Philosophie der Lebensherausforderungen: "Niemand nennt mich eine feige Sau." Wenn ich vor etwas, was getan werden sollte, Angst habe, tu ich's, weil ich keine Lust habe, mich davon bestimmen zu lassen, daß ich vor etwas Angst habe.
    So geht es mir auch. Zu manchen Dingen überwinde ich mich, weil sie mir wichtig sind und ich mir was davon verspreche, und sei es, einen interessanten Erfahrungszuwachs. Andere Dinge überlasse ich gerne anderen, wenn ich weiß, denen fällt es deutlich leichter als mir.

    Ich brauche keine Dauerherausforderung und muss auch nicht permanent meine Grenzen erweitern.

    Für mich war die entscheidende Erkenntnis, dass Extrovertierte Energie aus Dingen ziehen, die mich Energie kosten. Ich habe lange Jahre gedacht, dass ich einfach nur weniger Energie hätte als andere und deshalb oft schneller erschöpft bin. Und das führt dann schnell zu Selbstvorwürfen oder Durchhalteparolen, um mitzuhalten. Aber seit ich weiß, dass ich in mancher Hinsicht einfach nur anders gestrickt bin als andere, erlaube ich mir eben auch, die Party als erste zu verlassen - war schon genug Anstengung, überhaupt hinzugehen, auch wenn das u.U. niemand zu würdigen weiß.

    Und manchmal reiß ich mich eben extrem am Riemen, weil ich weiß, das muss jetzt eben sein und ich will es eigentlich auch. Dann bin ich aber auch angemessen stolz auf mich.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  5. Inaktiver User

    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich folge ein bißchen der Marty McFly-Philosophie der Lebensherausforderungen: "Niemand nennt mich eine feige Sau."
    Jawoll!

    Übrigens: das Zitat, auf welches du dich bezogen hast, war von mir...

  6. Inaktiver User

    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Für mich war die entscheidende Erkenntnis, dass Extrovertierte Energie aus Dingen ziehen, die mich Energie kosten. Ich habe lange Jahre gedacht, dass ich einfach nur weniger Energie hätte als andere und deshalb oft schneller erschöpft bin. Und das führt dann schnell zu Selbstvorwürfen oder Durchhalteparolen, um mitzuhalten. Aber seit ich weiß, dass ich in mancher Hinsicht einfach nur anders gestrickt bin als andere, erlaube ich mir eben auch, die Party als erste zu verlassen - war schon genug Anstengung, überhaupt hinzugehen, auch wenn das u.U. niemand zu würdigen weiß.

    Genau das ist auch der entscheidende Punkt für mich, und so habe ich es lange auch erlebt.

    Darum führt für mich die Diskussion dann in eine falsche Richtung, wenn es lediglich darum geht, sich vor etwas zu drücken.
    Das ist doch eine ganz andere Baustelle?

    Es wird aber auch umso schwieriger, das anderen zu vermitteln - denn sie fühlen sich ja wohl, bzw. positiv aufgeladen mit dem, was mich (zu viel) Energie kostet.

  7. Inaktiver User

    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von Tsts Beitrag anzeigen
    Ja sicher.
    Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es introvertierte Menschen in dieser Beziehung tatsächlich schwerer haben.

    Ich erinnere mich an eine Frau, die lustig war. Die auf die Menschen zuging. Die gut aussah. Sie zog sehr, sehr viele Männer an. Aber hat ewig gebraucht, bis sie einen passenden gefunden hatte.
    Nun, immerhin hatte sie schon mal eine Auswahl.... das ist doch schon mal ein Vorteil, obwohl es natürlich keine Garantie ist, den "Richtigen" zu finden.

    Eine extrovertierte Frau wird es wohl deutlich einfacher haben, "einen" Mann kennenzulernen. Und wenn sie einen Mann für eine Nacht sucht, wird sie das vor keine größeren Probleme stellen. Aber wenn es darum geht, einen "passenden" Mann zu finden (nicht nur als Partner für´s Leben), hat sie es wahrscheinlich nicht leichter.
    Da stimme ich dir zu.

    Ich glaube, beide Seiten können voneinander lernen. Die Introvertierten können von den Extrovertierten lernen, dass es schön sein kann, mal aus sich herauszugehen. Und die Extrovertierten können lernen, dass es gelegentlich hilfreich ist, einmal den Mund zu halten, abzuwarten und zuzuhören.
    Ja, finde ich auch. Solange es der eine nicht nur für den anderen tut oder um irgendwelche Normen zu erfüllen. Was Introvertierte etwas benachteiligt in dieser Gesellschaft, weil Extrovertiertheit "einfacher" ist. Ich meine damit nicht schlicht, sondern kommunikativer, leichter händelbar. Man muss sich keine Mühe mit Extrovertierten geben, sie sind Selbstläufer.

    Edit:
    Ist denn Introvertiertheit mit Schüchternheit gleichzusetzen? Meiner Meinung nach nicht. Auch wenn es oft zusammenfallen dürfte.
    Meiner Meinung nach auch nicht.
    Ich glaube, wildwusel hat das weiter vorne schon gut beschrieben/unterschieden.

    Ich bin z.B. überhaupt nicht schüchtern - bei den Menschen, die mir wichtig sind.
    Zurückhaltung, ja - weil ich eben auch so behandelt werden will, meine Grenzen rspektiert wissen will.
    Ich bin auch nicht sonderlich spontan, das wirkt manchmal schüchtern, obwohl es was anderes ist.

  8. User Info Menu

    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Man muss sich keine Mühe mit Extrovertierten geben, sie sind Selbstläufer.
    Aber nicht in einer Partnerschaft. Da sind Extrovertierte alles andere, als einfach.

  9. Inaktiver User

    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Doch, ich muss mir Mühe mit Extrovertierten geben .
    Ich bin z. B. an dem Introverierten interessiert. Ein Paar.
    Will ihn kennenlernen. Der redet aber kaum was.
    Und schiebt den Extrovertierten vor. Der mich totredet.
    An dem ich gar nicht interessiert bin.
    Kann ihm das aber nicht begreiflich machen.
    Also beide nicht kennenlernen?

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    AW: Introvertiert ... und unglücklich

    Ich folge ein bißchen der Marty McFly-Philosophie der Lebensherausforderungen: "Niemand nennt mich eine feige Sau." Wenn ich vor etwas, was getan werden sollte, Angst habe, tu ich's, weil ich keine Lust habe, mich davon bestimmen zu lassen, daß ich vor etwas Angst habe.
    Zustimm! So in etwa war mein Posting ja auch gemeint!
    Und man kann mehr auf andere abwälzen, als ihr glaubt... ich hab's selber oft genug gemacht und mich danach über meine eigen "Feigheit" geärgert! Dass das direkt mit Introversion zusammenhängt, muss natürlich nicht zwingend sein, ist aber wohl oft so (bei mir zumindest).
    Du bist ein lebender Mensch, eine Frau, und kannst irren und zweifeln und gut sein. (Erich Fried)

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