Du hast gefragt "was ist das bloß"- und inzwischen weisst Du es-- es ist ein Defizit in Dir, welches als Kind nicht getilgt wurde und Dich noch heute im Leben begleitet und es Dir erschwert Dich gut zu fühlen!
Alleine- daß Du das für Dich erkannt hast- ist schonmal sehr gut!!
Es geht also um Dein inneres Kind und natürlich kann ein Partner einiges auffangen- aber "gesund" ist das nicht und es wird dann trotzdem Situationen geben, bei denen Dein Partner nicht auffangen kann-- denn er ist weder Vater noch Mutter und damit kann man die Beziehung extrem überfordern und ist dennoch allein gelassen in der Welt.
Bedeutet- auch ein wirklich liebender, gebender Partner wird Dir nicht DAS Defizit nehmen können.
Insofern ist dieser Partner vielleicht gar nicht das Schlechteste für Dich- und sei es nur erkennen, was DU brauchst für DICH.
Über Körpererfahrung lernen, wie Bae es vorgeschlagen hat, kann ich nichts sagen da ich das nie probiert habe.
Ich würde Dir für den ersten Schritt Bücher empfehlen.
"Das Kind in uns" von John Bradshaw und "Ohne Wurzeln keine Flügel" von Ulsamer.
Ich denke, das wäre ein guter Anfang um sich die eigene Kindheit mal anzusehen und sich über so einiges klar zu werden. Ebenso- zu erkennen, daß man ganz alleine für sich schon einiges tun kann.
Ein grösserer Schritt wäre eine Therapie- das muss man wollen- in der dann aber auch in tieferen Schichten gearbeitet wird....weniger meine ich eine Verhaltenstherapie.
Irgendwie bist Du ja schon auf dem Weg......dann gehe ihn weiter und wenn Du Dich mit Dir beschäftigst, wirst Du spüren, daß es auch sher gut tut (auch, wenns mal weh tut)- denn Du nimmst Dich wichtig, Du nimmst Dir Zeit für Dich- Du gibst DIR etwas, was Du von aussen möchtest und bisher so nicht kam.
In dem Fall ist die eigene Verantwortung übernehmen- keine unangenehme Selbständigkeit sondern eine grosse Freiheit, die Du Dir selber gibst udn gönnst.
alles Gute
kenzia
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Thema: Was ist bloß los?
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06.12.2012, 09:04Inaktiver User
AW: Was ist bloß los?
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10.12.2012, 20:21
AW: Was ist bloß los?
Hallo fff,
interessant, dass du so gleich fühlst. Auch du scheinst da jemanden zu haben, der dir nicht gut tut. Warum dann bleiben? Weil man sich ja selbst ändern muss, damit es dann auch mit diesem Mann klappt?! So interpretier ich deine Aussage, dass du dich quasi wie ein Versager fühlen würdest, wenn du Schluss machen würdest. Ich sehe das teilweise so bei meiner Beziehung. und andererseits hoffe, denke und glaube ich auch, dass es einen besseren bzw. passenderen Partner gibt. Was meinst du?
Mir gehts jetzt gerdae nicht gut, weil ich mit ihm ein blödes Telefonat hatte. Er wollte wohl nicht so richtig und ich hatte das Bedürfnis, was liebes zu hören als Ersatz - quasi, weil ich mich so unverbunden und alleine fühle, die Liebe nicht bleibt, wenn ich ihn nicht körperlich bei mir habe und selbst dann zweifle ich noch bei ihm..naja, ich fühl mich jetzt schuldig, weil er noch später telen wollte, ich aber nicht und ich wieder so bedürftig nach lieben Worten war, die er eben nie sagt...
wie gehts dir?
Ich will einfach nur mal genießen und nicht immer so leiden in einer Bezeihung. Also kann es doch nur der Falsche sein. Ich bessere mich doch und entwickle mich und das auch schon in der Beziehung, lerne, eigene Bedürfnisse zu nennen und Gefühle auszudrücken, auch Ärger und trotzdem bleibt es schwierig und für mich voller Anspannung udn Unsicherheit. Die kann er mir nicht geben. Selbst jetzt habe ich ANgst, er hat schon wieder genug von mir, ist enttäuscht und verärgert und traurig bin ich.
LG
Freiheitsliebende
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10.12.2012, 20:23
AW: Was ist bloß los?
Hallo Kenzia,
ich bin bereits lange in Therapie (Klinikaufenthalte und ambulante Therapie) und kenne auch die beiden Bücher, die du mir empfohlen hast. Auch weiß ich, dass mein Partner nicht mein Defizit aus der Kindheit auffangen kann. Aber meinst du nicht, dass es Partner gibt, die einfach besser passen, im Sinne von, dass sie mehr deine Bedürfnisse nach Liebe und Zuwendung erfüllen können als andere? Denn ich meine, dass gerade ER mein Muster sehr stark aktiviert. Aber du hast Recht, denn dadurch habe ich mehr und mehr erkannt, was ich brauche:
Liebe im Sinne von Worten und Taten
Auch eine geistige Verbundenheit
Es ist einfach schrecklich für mich, dass sobald wir getrennt sind, das Band zwischen uns wie zerschnitten ist. Da bleibt kein Gefühl der Verbundenheit zurück. Ich fühle mich dann unsicher, also im Sinne von: Er will mich nicht, er trennt sich etc. Es ist, als würden wir nur über echten körperlichen Kontakt Nähe aufbauen. Über Gespräche nicht und Gefühle auch nicht. Das ist doch nicht Sinn einer schönen Beziehung, oder? Ich zweifle daran, dass es SO wie es JETZT ist, gut und richtig für MICH ist, denn ich wünsche mir auch eine Verbundenheit, ein Geborgenheitsgefühl, wenn wir getrennt sind. Und vor allem auch eine Sicherheit. Wie angespannt und extrem unsicher ich bin, wenn ich ihn sehe. Das strengt mich an. Ich will ihm immer alles recht machen und ihm gefallen, um so ein Pseudo-Gefühl der Sicherheit zu bekommen, nach dem Motto: Wenn ich jetzt alles richtig mache, dann verlässt er mich nicht! Ich sehe das alles und erkenne auch mein Muster und ich weiß auch, dass ich mich dadurch mehr und mehr verliere und auch nicht wissen kann, was er braucht und will…Und wenn ich dann mal nicht so bin, wie ich meine, sein zu sollen, z.B. Verabredungen absage, weil es mir zu viel ist, habe ich Schuldgefühle und komm gar nicht zurecht.
Es ist anstrengend, ein Spiel mit Nähe und Distanz, Bindung und Abgrenzung. Ich bekomme es bei ihm nicht hin, mich ‚fast nur‘ gut zu fühlen, nicht angespannt zu sein und das möchte ich eigentlich nicht in einer Beziehung. Zum einen ist es MEIN Problem, aber ich denke eben auch, dass es Männer gibt, die ‚besser passen‘ und die mein Bedürfnis nach Sicherheit und Verbundenheit erfüllen können – oder bin NUR ich diejenige, die sich ändern muss und dann passt es, auch mit ihm? Das kann und will ich nicht glauben, denn ich arbeite hart an mir und bin am lernen, zu mir zu stehen, mich zu fühlen, meine Bedürfnisse zu äußern, Gefühl zu zeigen…ich arbeite hart und leide gleichzeitig.
Ich bin wirklich verzweifelt, denn ich meine, ihn zu lieben. Vielleicht auch nicht, aber ich brauche ihn. Oder habe ich nur Angst, einen Fehler zu machen, wenn ich mich trenne? Ich will mich nicht trennen, ich will es schaffen. So wie fff schrieb, dass sie es als persönliches Versagen erleben würde, wenn sie es beenden würde. So sehe ich das auch. Ich habe es nicht geschafft, mich zu ändern und mit ihm zurecht zu kommen…so denke ich und auch: Er ist nicht der Richtige, es gibt welche, die besser passen und ich muss mich nicht anpassen. Wenn es passt, ergibt es sich und trotzdem arbeite ich weiter an mir und meinem Abgrenzungs-/Bindungsproblem.
Du scheinst auch schon was weiter zu sein und vielleicht schilderst du mir mal deine Sicht der Sache. Vielen Dank!
Bin jetzt gerade auch einfach nur traurig und fühle mich schuldig, weil unser Telefonat blöde / enttäuschend verlief. Er hatte nicht so das Bedürfnis, war müde und ich wollte nur was nettes hören als Ersatz. Ich weiß, krieg ich von ihm nicht...da war er angepisst und ich traurig..wollte dann später noch telen, aber ich nicht mehr...ach mann, muss doch auch 'einfacher' gehen..
LG
Freiheitsliebende



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