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Thema: Auf vieles verzichtet....
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09.12.2012, 15:31Inaktiver User
AW: Auf vieles verzichtet....
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09.12.2012, 15:46Inaktiver User
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09.12.2012, 16:06Inaktiver User
AW: Auf vieles verzichtet....
Im Resilienztraining heißt es, man sollte schlechte Gefühle immer erstmal einem Plausibilitätscheck unterziehen.
"Alle anderen haben es besser." Plausibel?
"Ich muss mit meinen Wünschen abschließen." Warum solltest du das müssen?
"Ich kann aus bestimmten Gründen die Mutterschaft nicht so genießen wie andere." Was spricht dagegen, sie jetzt zu genießen?
In diesen Punkten und vielen anderen Punkten sehe ich einen Mangel an Plausibilität und Realismus. Die Frage ist: Warum hängst du an so unplausiblen Gefühlen? Mir liegt der Verdacht nahe, dass sie eine Ausrede sein sollen, in einer passiven Neidhaltung zu verharren.
Wenn dein Leben wirklich so schlecht ist, wie du sagst, gibt es wohl nur einen Rat: "If you're walking through hell, keep going!"
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09.12.2012, 16:19Inaktiver User
AW: Auf vieles verzichtet....
du bist der festen überzeugung: alle andern haben das glück, du nicht. nichts von dem was in deinem leben ist- ist dir etwas wert.
egal was wir hier schreiben- du möchtest in deiner opferrolle verharren.
ich glaube nicht, dass dir ein forum irgendeine hilfe sein kann.
denn um da etwas zu verändern- müsste du erstmal etwas verändern wollen. du!
du verharrst. davon verändert sich nichts. garnichts.
ich habe für mich gelernt: wenn ich mit einer situation überhaupt nicht mehr zurecht komme- dann kommt es auf meinen willen an.
hilfen sind überall um einen herum in diesem staat. aber sie werden nicht an deiner tür klingeln.
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09.12.2012, 16:44
AW: Auf vieles verzichtet....
Liebe Motte,
mir scheint, Du liegst ständig "auf der Lauer", um Schwachpunkte im Leben der anderen
festzumachen.
Das relativiert für Dich Deine gefühlten Defizite und Verzichte - aber ich halte diese
Vorgehensweise nicht für zielführend, denn es geht letztlich nicht um den Vergleich.
Du lenkst den Blick weg von Dir selbst und definierst Dich über Menschen, die mit Deiner
Befindlichkeit nichts zu tun haben.
Deine Aussage deutet darauf hin, dass er für Dich ebenso "zweite Wahl" ist wie Du für ihn (Du hattest geschrieben, er hielt früher nach "besseren" Frauen als Dir Ausschau).Ich hätte zumindest das Gefühl gebraucht, ich wäre als Frau auch gut genug, aber das gab er mir eben nie
Leider hast Du meine Frage, was Dich denn in dieser Beziehung hält, nicht
beantwortet. Aufgrund Deiner Postings schätze ich, dass Deine Verbundenheit zu Deinem
Partner nicht von innerer Überzeugung getragen ist - sondern eher von der Angst, keinen
anderen "passenden" Mann zu finden.
Du scheinst resigniert zu haben - das kann ich nicht nachvollziehen und ich finde
Deine Einstellung, besonders in Anbetracht Deines Alters, wirklich sehr schade. Deine Haltung kommt sicher auch Deinem Kind nicht zugute.
Ich würde an deiner Stelle versuchen, eine sehr ehrliche und umfassende Bestandaufnahme zu machen, damit Dein Blick für das Wesentliche wieder frei wird.
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09.12.2012, 20:00
AW: Auf vieles verzichtet....
Liebe Schafwolle,
Nein, er war für mich nicht zweite Wahl - eher unerreichbar. Seine Familie war anfangs sehr gegen mich, viele sind es jetzt immer noch. Sicher, bin ich in einige Fettnäpfchen getreten, aber da war er auch dran mitbeteiligt. Dinge, wovon ich auch schon damals dachte, ob das jetzt intelligent ist, und er mir aber gesagt hat, ja sicher, machen wir das, haben sich dann als Fehler herausgestellt - da war ich aber selbst unsicher und das Gefühl hat mir recht gegeben.
Ich wurde von Mitgliedern der Familie regelrecht beschimpft, dass es mir heute noch weh tut, wenn ich daran denke.
@all
Das mit dem Plausibilitätscheck ist gut, sogar sehr gut.
Ich neige dazu, zu übertreiben, in alle Richtungen.
In Anbetracht der jetzigen Umstände, sehe ich oft alles, was ich persönlich erreicht habe und das ist nicht so wenig, als nichtig an.
Es scheint mir wertlos, gegenüber anderen Errungenschaften.
Die Dinge, dass ich gemobbt wurde in meiner alten Arbeitsstelle, dass ich mich beweisen muss um gut zu sein, dass ich etc. etc. die belasten meinen Selbstwert immer noch und ich weiß nicht, wie ich das überwinden kann.
Motte
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09.12.2012, 22:42Inaktiver User
AW: Auf vieles verzichtet....
Wie macht man das, eine ehrliche und umfassende Bestandaufnahme? Ich platze hier jetzt wahrscheinlich etwas zu spontan herein, aber diese Anregung s.o. beschäftigt mich. Wie kann die TE so etwas anfertigen? Muß sie eine Liste schreiben oder über ihr Leben schreiben oder nur darüber nachdenken. Und kann sie denn dann allein zu einem Ergebnis gelangen? Ich stelle mir das sehr schwierig vor, auch wenn ich den Ratschlag als solchen für sinnvoll erachte. Mich würde es vor ein schier unlösbares Problem stellen, ohne konkrete weiterführende Tipps stünde ich wie der "Ochs vorm Berge".
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10.12.2012, 22:38Inaktiver User
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14.12.2012, 07:56
AW: Auf vieles verzichtet....
Hallo an alle, mittlerweile bin ich eigentlich so verwirrt, dass ich angefangen habe zu beten!!! Ich finde das nichts schlechtes, aber ich habe soviel gegrübelt, was soll ich tun usw...und ich wusste keinen Ausweg. Irgendwo stand dann: Wenn es der Weg des Herzen ist, gehst du ihn leicht - wenn nicht, wird das Leben schwer sein.....Dann dachte ich, ist das mein Weg des Herzens???
Ich habe mir sooo vorgenommen, meinen Partner mit allem zu unterstützen, Kinder, Enkelkindern ...und jetzt? Er merkt, dass ich verändert bin, oft aufgewühlt, wankelmütig und meint, ich würde nur mehr zicken....
In der Theorie, spiele ich geistig durch, dass ich eine gestandene Frau, gute Mutter bin....doch alles das bin ich nicht...
Ich habe mir so vorgenommen, auch für Weihnachten, seinen Kindern, Schwiegerkindern etc...es schön zu machen, doch denke ich daran, sträubt sich alles....und ich komme nicht mit dem Verstand dagegen an....was soll ich bloß tun? Wie kriege ich diese Gefühle in den Griff??? Motte
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14.12.2012, 08:29
AW: Auf vieles verzichtet....
Dies ist der zuverlässigste Indikator dafür, dass etwas nicht rund läuft, wie Du ja bereits
erkannt hast.
Um eben der Grübelfalle zu entkommen, würde Dir eine ehrliche Bestandaufnahme
helfen, Deine Gedanken und Gefühle zu sortieren. Ich denke dabei durchaus an Papier
und Stift ... alles, was Dir durch den Kopf geht, aufschreiben ... auf das Wesentliche
reduzieren ... bewerten ... auch im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeiten in der Zukunft.
Was Du "schwarz auf weiß" siehst, lässt sich besser strukturieren, das Chaos im Kopf
wird umgeleitet.
Nochmal - was hält Dich in der Beziehung?
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