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  1. Inaktiver User

    AW: Loslassen können - Verletzungen/Kränkungen verarbeiten

    @ Lina: Das tut mir leid! Alles Gute für Dich!

  2. Inaktiver User

    AW: Loslassen können - Verletzungen/Kränkungen verarbeiten

    Hi Sin,

    wenn so eine Kritik so heftig trifft und Du so lange dran knabberst steckt meist eine länger zurückliegende Wunde darin. Du beschreibst ja selbst, dass Du als Kind das ähnlich von Dir kennst und da ist meist auch der Schlüssel begraben.
    Manchmal ist es gut wenn man nochmal in die Situation hineingeht in der der Ursprung liegt, manchmal findet man keine Ursache mehr dafür, dann hilft nur akzeptieren der Situation und vor allem sich selbst. Das ist meistens nicht mit einmal getan weil es im Kopf, im Körper gespeichert wurde wie ein Branding.

    Könntest Du den Schmerz in einem Lied verarbeiten? Was würde als Text dastehen wenn es ein Lied wäre?

    Lg
    S.

  3. Inaktiver User

    AW: Loslassen können - Verletzungen/Kränkungen verarbeiten

    Hallo Sin,

    zuerst würde ich auch sagen- frag Dich doch mal, wann Du das erste Mal in Deinem Leben so gefühlt hast?
    Wann war das? Wer hat da wie mit Dir geredet und was hättest Du gebraucht?
    Auch, wenn man es nicht gerne hört- wir erleben die grosse Gefühlspalette das erste Mal in der Kindheit und dort werden eben auch die Weichen gestellt, wie wir als Erwachsene dann empfinden.

    Du möchtest Worte- und wenn Du je erlebt hast, wie jemand a sagt und b macht, dann würdest Du auch die Taten mehr schätzen als Worte
    Worte- helfen Deinem Verstand -so einiges wird bei Dir über den Verstand laufen (damit kann man sehr gut seine Gefühlswelt "im Griff" haben)- insofern ist Dein Wunsch nach Worten gut zu verstehen.
    Und ob sowas zu ändern ist, ist schwer zu sagen.....ich denke, sowas steckt schon sehr tief in einem drin.

    Mann hin oder her- ich glaube schon, daß man seinem Partner klarmachen kann, daß Worte SEHR wichtig sind und dann soll er es eben mehrmals sagen.......bzw sich mit Dir öfter über das momentane Thema auseinandersetzen.
    Sowas wird Dir Sicherheit bringen und auf Dauer auch weniger werden.
    Die Beschäftigung mit dem Thema, in dem FAll mit Dir und Deiner Verletzung hat mit Hingabe, Halt, Sicherheit zu tun und das wird Dir gut tun und die Sicherheit in Zukunft stärken.

    Was diese Freundinnen- Problematik ist- auch da...man kann manchmal schwer loslassen und sowas kommt gerne, wenn eine "ausgetretene Spur" betroffen ist....die ist dann schon so tief geworden, daß man drin stecken bleibt.

    Wer hört schon gerne Kritik- keiner!
    Aber aufgrund von Kritik wird man nicht gleich komplett abgelehnt (was Du in Dir vielleicht so empfindest und deshalb so tief getroffen bist?).
    Ehrlich sein und der Freundin über den längeren WEg der Verarbeitung berichten kann man doch- ist doch nicht schlimm!
    Leider- werden Kritiker gerne als "die Boten" empfunden......im Mittelalter wurde der Übermittler einer unguten Botschaft geköpft....und so zieht man sich von denen auch gerne zurück.
    Wenn Kritik uns aber trifft- dann hat ein anderer nur die eigene Wunde getroffen, die sowieso in uns ist....sonst wären wir ja gar nicht soo getroffen
    Bedeutet- der Focus sollte auf uns selber gehen und nicht auf den anderen. Tolle Worte und ganz schwer umzusetzen- ich weiss

    Wenn Du weinen musst- auch nach langer Zeit noch- dann TU ES!
    Lass den Teil in Dir ruhig zu, der verletzt ist und trauert.
    Nimm Dich ernst damit und versuche aber nicht Dir nur leid zu tun.....versuche auch zu verstehen, was oder wer da in Dir trauert und daß doch auch alles wieder gut ist/wird.

    Grundsätzlich sind alle Deine Gefühle IMMER sehr wichtig!
    Diese solltest Du über logisches Denken setzen, denn sie zeigen Dir den Weg, der in Dir drin ist.
    Mit denen- kannst Du dann aber auch arbeiten- hinsehen, und Erklärung finden warum es sich so anfühlt.

    kenzia

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    AW: Loslassen können - Verletzungen/Kränkungen verarbeiten

    Liebe Sin,
    das was Du schreibst, trifft voll und ganz auch auf mich zu.
    Deswegen von mir erst mal nur ein Buchtipp: "Ab heute kränkt mich niemand mehr"
    von Doris Wolf.
    Das ist ein sehr gut aufgeteiltes Buch mit sehr vielen Denkanstößen, auch bezüglich der Personen, die Dich gekränkt haben.
    Beim Lesen kamen einige Aha-Effekte für mich durch.

    Mir hat bisher außerdem das Ansprechen mit der betreffenden Person schon gut geholfen.

    Lg Godewind

  5. Inaktiver User

    AW: Loslassen können - Verletzungen/Kränkungen verarbeiten

    Danke euch!

    @ Stecher und Kenzia:

    Ja, ich kannte das schon als Kind - damit meine ich aber nicht, dass da eine (un-)spezifische Verletzung begraben ist, die jetzt wieder getriggert wird. Was ich meinte war: ich bin von meiner Persönlichkeitsstruktur sehr - emotional. Wollte als Kind gern schon Dinge umgeschehen machen, habe Dinge auch verarbeitet, in dem ich sie noch mal durchgespielt habe, aber diesmal anders. Glücklicherweise hat meine Mutter das verstanden und mitgemacht. Ich neige dazu, wirklich irrational-emotional in meiner eigenen Welt zu sein und mich auch in Dinge reinzusteigern. Ich habe etwas, hm, Theatralisches in mir. Auch wenn ich mich an meine Kinderspiele mit Kuscheltieren, Figuren etc. erinnere: ich habe immer Geschichten gespielt, irgendwann wurde mir dann der Verlauf zu tragisch, und dann habe ich sie noch mal neu gespielt. Ich weiß nicht, ob ihr mit meinem wirren Geschreibsel etwas anfangen könnt?

    Eigentlich will ich nur sagen: ein Stück weit bin ich einfach so veranlagt. Ein bisschen durchgedreht sicherlich auch. Und ich akzeptiere und mag mich so. Dennoch muss ich ja mit meiner Umwelt klarkommen - und sie mit mir. Aber eben auch ich mit ihr. Und ich will meine Beziehung nicht kaputtmachen, indem ich immer, wenn's gerade gut läuft, in der Vergangenheit bohre und mich wieder in irgend ein negatives Gefühl hereinversetze. Ja, da sehe ich schon durchaus ein Muster. Was komplett eigentlich lautet: wenn die Situation entspannt ist und es gut in meiner Beziehung läuft, dann sehe ich Gelegenheit, Dinge aufzuarbeiten, die für meinen Partner auch mal unbequem sind. (Wenn einer von uns beiden gerade zweifelt, ist das eher schlecht.) Nur sollte das sich nicht verselbständigen zu: "alles läuft gut, kann ja nicht sein, irgendwo muss sich doch bestimmt ein Problem, eine Verletzung, eine Kränkung herzaubern lassen". Und Dinge, die gut sind, gut waren, geklärt sind, die muss ich auch mal ruhen lassen können.

    Wie auch immer: aktuell fühle ich mich recht bei mir, und irgendwie rede ich gerade mit vielen Menschen, das ist gut. Und mein Partner und ich können aktuell auch gut reden - er ist auch einer von der Fraktion, die Worten misstraut, aber wir versuchen beide, uns aufeinander einzustellen.

    @ Godewind: ich schau mal nach dem Buch!

    Jetzt habe ich mehr geschrieben, als ich wollte...

    Schönen Sonntag euch allen!

    Sin

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    AW: Loslassen können - Verletzungen/Kränkungen verarbeiten

    Wie interessant, liebe Sin. So verschiedene Charakterzüge haben wir Menschen in die Wiege gelegt bekommen - faszinierend.

    Übrigens: Ich finde sensible Menschen weitaus angenehmer imUmgang als die "Dampfwalzen", die so wenig merken. Weil du dir ja Sorgen machst, ob deine Umwelt klarkommt. Ich denke, schon!
    The original Karla
    est. 2006


  7. Inaktiver User

    AW: Loslassen können - Verletzungen/Kränkungen verarbeiten

    Weshalb sagst du deiner Freundin nicht, dass du gekränkt warst und weshalb? Wenn du dich selbst nicht in Schutz nimmst und für dich einstehst, fühlst du dich erst recht verlassen. (War das früher als Kind der Fall gewesen?)

    Zwar habe ich jetzt noch nicht alle Beträge gelesen, aber es drängt mich, schon gleich meinen Senf dazu zu geben, denn das Thema hätte auch von mir sein können.

    Zur Zeit stelle ich fest, dass ich unverhältnismäßig lang an Bemerkungen oder Ereignissen knabbere, die mich gekränkt haben. Da kann mich eine unbedachte Formulierung schon mal zwei Tage komplett mit Beschlag belegen , bzw. die Gedanken, die mich deshalb mache. Und die Gefühle, die hoch kommen und über ALLES einen Schleier legen!
    Ich dachte schon mal daran, ob das eine Art depressiver Grübelzwang ist. Dann wären die Ursachen ja nicht in der konkreten Situation, sondern anderswo zu suchen.

    Daher meine Frage: Kennst du auch Phasen in deinem Leben, wo das anders war?

    Dieses Buch habe ich zwar noch nicht gelesen, könnte mir aber vorstellen, dass es beim Thema "Kränkungen verarbeiten" hilfreich wäre: Mich kränkt so schnell keiner mehr
    Geändert von Inaktiver User (16.11.2012 um 15:20 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Loslassen können - Verletzungen/Kränkungen verarbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wollte als Kind gern schon Dinge umgeschehen machen, habe Dinge auch verarbeitet, in dem ich sie noch mal durchgespielt habe, aber diesmal anders. Glücklicherweise hat meine Mutter das verstanden und mitgemacht. Ich neige dazu, wirklich irrational-emotional in meiner eigenen Welt zu sein und mich auch in Dinge reinzusteigern. Ich habe etwas, hm, Theatralisches in mir. Auch wenn ich mich an meine Kinderspiele mit Kuscheltieren, Figuren etc. erinnere: ich habe immer Geschichten gespielt, irgendwann wurde mir dann der Verlauf zu tragisch, und dann habe ich sie noch mal neu gespielt.
    Ich denke, dass ist durchaus normal.
    Meine damals circa 2,5 jährige Nichte hatte sich mal etwas gebrochen und spielte anschließend den Arztbesuch mit mir und ihren Kuscheltieren ungefähr 100 mal und mit einer ganz entzückenden Ernsthaftigkeit nach. Es war mit Sicherheit eine Möglichkeit für sie, mit dem Erlebnis zurecht zu kommen.

  9. Inaktiver User

    AW: Loslassen können - Verletzungen/Kränkungen verarbeiten

    Schwieriges Thema.... vielleicht hilft es, auch mal die Statistik zu bemühen Es ist recht gut statistisch belegt, dass Frauen einfach viel länger brauchen, um Konflikte mit anderen Frauen zu verarbeiten, als Männer. Die Zahlen stammen oft aus dem Bereich "Konflikte im beruflichen Umfeld", sind aber sicherlich auch auf Privates zu übertragen. Es ist also eigentlich völlig normal, dass man solche Dinge eben nicht sofort vergisst, sondern eine gewisse Zeitspanne braucht. Daher finde ich es eigentlich auch nicht notwendig, das "abzutrainieren". Viel wichtiger ist meiner Ansicht nach aber, den Konflikt in der Form gar nicht erst aufkommen zu lassen. Frauen neigen dazu, sich in viele Dinge hineinzusteigern, die "zwischen den Zeilen" passieren - und zwar oft auf Basis von Halbinformation bzw. falscher Interpretation von Dingen. Ein besseres Lernziel ist daher möglicherweise, Konflikte offen anzusprechen - also nicht zu warten, bis die Freundin nach ein paar Wochen Funkstille die E-Mail schickt, sondern gleich und unmissverständlich darauf hinweisen, dass man sich gekränkt fühlt. Das kann man ja durchaus freundlich tun (mit vielen Ich-Botschaften, z.B.). Leider ist es aber viel einfacher, sich erst mal schmollend in sein Schneckenhaus zurückzuziehen und zu hoffen, dass die andere a) schlagartig merkt, was sie denn schlimmes angerichtet hat (was in der Realität quasi nie passiert, denn die Wahrheit liegt ja immer in der Mitte) und b) mit dem symbolischen Blumenstrauß auf Knien rutschend ankommt (was in der Realität ebenfalls nicht passieren wird)

    Besser wäre es, dem Grundsatz: "confront it, then forget it" zu folgen - und Konflikte, die noch nicht so weit eskaliert sind, kann man auch viel besser bewältigen. Ein interessantes Buch zu diesem Thema ist auch: "Zickenkrieg" von Anja Busse.
    Geändert von Inaktiver User (23.11.2012 um 18:29 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Loslassen können - Verletzungen/Kränkungen verarbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und das mit der Loyalität: mir ein wahnsinnig wichtiges Thema. Dazu eine Frage an Dich: Du sagst, andere Menschen können andere/anders (stark) ausgeprägte Werte haben als Du, dazu haben sie das Recht. Nur: wenn Menschen da sehr anders sind als Du: kannst Du mit ihnen eine enge Freundschaft oder Beziehung führen? Kannst Du etwas nicht persönlich nehmen, was Dich doch sehr persönlich betrifft?
    hallo sin

    ich bin nicht der adressat deiner frage aber ich möchte sie trotzdem beantworten, wenn ich darf.

    ich dachte lange dass ich eine beziehung führen kann mit menschen die so anders sind wie ich, die andere moralvorstellungen haben z.b. oder einfach sonst ganz andere lebensweise.
    je älter ich werde desto klarer wurde mir, dass ich das gar nicht will. ich möchte keine nähere beziehung zu jemandem haben der so ganz anders gestrickt ist wie ich, das bringt mir nichts, darum lasse ich es.
    ich mache so jedes jahr eine innere einkehr ob meine menschen um mich herum noch zu mir passen oder nicht, da kann es schon mal sein dass jemand durch das netz fällt und das tut mir gut und stimmt für mich.

    lara
    "Die Hoffnung ist das Übelste aller Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert"

    Friedrich Nietzsche

    "Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein"!

    "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt"!

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