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  1. User Info Menu

    Wie kommt es...

    ..dass wir eigentlich so viel wissen, es aber nicht umsetzen?

    Ich weiss, dass meine Beziehung keinen Sinn mehr macht, hänge aber trotzdem an ihr
    Ich weiss, dass wenn ich jetzt mit meinem Partner zusammen ziehe, die Probleme damit nicht gelöst sind
    Ich weiss, dass meine Familie zwar nur das Beste für mich will, aber nicht das Beste für mich ist..
    Ich weiss, dass ich nicht glücklich bin, lebe aber so weiter
    Ich weiss, dass es Menschen gibt, die mir helfen wollen, aber ich lass es nicht zu
    Ich weiss, dass alles gut werden kann, man muss es nur wollen, aber wie lange muss ich noch leiden?

    Ja, ich WILL glücklich sein, aber merke gerade, dass ich nichts dafür tue, obwohl ich die Probleme schon längst erkannt habe..
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

  2. Inaktiver User

    AW: Wie kommt es...

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    ..dass wir eigentlich so viel wissen, es aber nicht umsetzen?

    Ich weiss, dass meine Beziehung keinen Sinn mehr macht, hänge aber trotzdem an ihr
    Ich weiss, dass wenn ich jetzt mit meinem Partner zusammen ziehe, die Probleme damit nicht gelöst sind
    Ich weiss, dass meine Familie zwar nur das Beste für mich will, aber nicht das Beste für mich ist..
    Ich weiss, dass ich nicht glücklich bin, lebe aber so weiter
    Ich weiss, dass es Menschen gibt, die mir helfen wollen, aber ich lass es nicht zu
    Ich weiss, dass alles gut werden kann, man muss es nur wollen, aber wie lange muss ich noch leiden?

    Ja, ich WILL glücklich sein, aber merke gerade, dass ich nichts dafür tue, obwohl ich die Probleme schon längst erkannt habe..
    Na dann hast Du doch den ersten Schritt getan. Glück fällt Dir nicht in den Schoss - Du musst es aufsuchen, ihm Raum schaffen, den Weg bereiten.

    Es ist einfacher und weniger bedrohlich, im Gewohnten zu verharren, auch wenn das Gewohnte uns schmerzt. Veränderung ist fremd, ungewiss, anstrengend - deshalb scheuen wir sie oft bis der Leidensdruck so hoch geworden ist, dass wir es nicht mehr aushalten still zu halten.

    Du kannst Dir den Start in die Veränderung hinein leichter machen, indem Du die Politik der kleinen Schritte wählst.

    Du kannst deutlich machen, dass Du NICHT mit Deinem Partner zusammen ziehen wirst. Das ist erst einmal nicht mehr als eine Feststellung, eine Ankündigung, eine Entscheidung.

    Du kannst es Dir in Deiner Wohnung schön machen.

    Du kannst Schlüssel, die Du anderen überlassen hast, zurück fordern, oder das Schloss auswechseln, und so für einen geschützten Raum sorgen, in den Du Dich zurück ziehen kannst, wenn Dir die Dir bevorstehenden Ausseinandersetzungen zuviel werden.

    Du kannst anfangen, Verantwortung für Dich zu übernehmen, und Deiner Familie mitteilen, dass ihre Vorstellungen Deines Lebens nicht übereinstimmen mit Deinen Wünschen und Plänen. Dazu bedarf es keiner grosser Ankündigungen. Oft reicht es schon aus, "nein, danke" zu sagen, oder "ich möchte das anders angehen".

    Du kannst dann um Hilfe bitten, wenn Du sie brauchst.

    Du kannst all das natürlich auch sein lassen, und noch ein bisschen in der lauwarmen Leidwanne dahin dümpeln. Es ist Dein Leben, Du bist seine Steuerfrau

  3. Inaktiver User

    AW: Wie kommt es...

    Leandra, das Umsetzen hapert oft daran:

    -weil man da Wissen erst mal an die jeweilige Situation anpassen muss
    -Angst vor Veränderung (in der Komfortzone ist es ja irgendwie auch recht gemütlich )
    -das nötige Selbstvertrauen fehlt

    LG Lotterle

  4. Inaktiver User

    AW: Wie kommt es...

    naja, leandra, sooo besonders viel weißt du eigentlich nicht.

    du zählst alles auf, was dir nicht gut tut - du kennst also die negative seite sehr gut.

    aber was weißt du über das positive?
    über das leben ohne diese beziehung, ohne die familie... und was passiert,wenn du dir doch mal helfen lässt...

    vor dem unbekannten schrecken wir zurück - das ist doch ganz normal.

    eine beziehung gebe ich nur zögernd auf, wenn ich nicht weiß, wie sich das alleinsein anfühlt. oder ein anderer mann.
    wenn ich dagegen den anderen mann schon kenne oder schonmal gut und gerne allein gelebt habe, fällt mir der trennungsentschluss viel leichter.

    alles was neu ist, kostet mut und kraft. nimm dir also erstmal nur eine sache vor.

  5. User Info Menu

    AW: Wie kommt es...

    Gibt's ein tolles Buch zu von Jens Corssen: "Der Selbstentwickler". Kann ich nur empfehlen.

    Von ihm ist der provokante - aber wahre Satz: "Wo ich bin, da will ich sein."

    Klingt erst mal total daneben. Schließlich hätte man ja gerne eine bessere Lebenssituation. Verharrt man allerdings in der schlechten, dann erscheinen einem die "Kosten", sich daraus zu befreien, höher als die, um in der bekannten Situation zu bleiben.

    Lies das Buch und du bekommst tolle Erklärungen und Ratschläge, wie du in die Puschen kommst .
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

  6. User Info Menu

    AW: Wie kommt es...

    Vielleicht genügt das kleine Wort "Zweifel" ja schon als Antwort?

    Wir wissen vielleicht viel - wissen auf der anderen Seite aber auch, dass wir nicht allwissend sind - besonders was die Zukunft betrifft.
    "Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)

  7. Inaktiver User

    AW: Wie kommt es...

    Ich denke, daß das ERkennen, was man nicht will- der ERSTE Schritt ist.
    Man erkennt, was einem nicht gut tut und was man vielleicht ändern müsste.

    Aber- es ist eben erst der erste Schritt und für die folgenden möchte ich Dir ein Beispiel geben.
    Angenommen, Du gehst zu Deiner Familie und sagst, daß sie Dir nicht gut tun. Was wird geschehen?
    Sie werden nachfragen, es nicht verstehen und wollen Erklärungen und Antworten.
    Für diese Antworten- musst Du aber selber genau wissen WARUM es Dir nicht gut geht und wir reden hier nicht nur von Verhalten sondern was das Verhalten bei Dir bewirkt.
    Und mit jeder Frage, die Dir mehr Erklärung gibt- musst Du tiefer in Dich hineingehen und bei DIR hinsehen.

    Dazu braucht es viel Kraft, Mut und auch Stärke.
    Was als Antworten kommt ist normalerweise nicht schön und angenehm sondern schmerzhaft und schwer.
    Dazu- wirst Du Dich mit der Aussenwelt beschäftigen müssen, die sich abgelehnt fühlt und Dich auch nicht anders haben will als Du bisher warst.
    Folge davon sind sehr gerne Ablehnung, STreit, Ärger und Du musst dann aushalten, daß DU das alles auf den Weg gebracht hast und andere Menschen verletzt. Und selbst, wenn sowas ganz normal ist- kann das sehr schwer sein. Denn man wird Dir die Schuld dafür geben.

    Was man will- ist, wenn es richtig sein soll, eine tiefe Durchleuchtung seiner selbst und von seinem Leben(welches ja immer mit anderen Menschen zu tun hat)- und viel schwerer als zu erkennen was man nicht will.

    Es ist schon schwierig sich mit sich auseinander zu setzen, aber man distanziert sich in so einer Arbeit dann auch von der Aussenwelt - man muss halt manchmal einen Schritt zurücktreten um genauer hinzusehen- und auch das muss man aushalten und ertragen können.

    Nein- man kann nicht "einfach so" seinen Weg gehen- dafür ist man zu sehr mit anderen Menschen verbunden und diese werden das nicht einfach hinnehmen. Sie werden vieles auch sehr persönlich nehmen und wer lässt sich schon gerne verletzen??

    Du bist mit Deinem Denken nicht alleine- es gibt unzählig viele Menschen, denen es genauso geht wie Dir!
    Und es muss oft ein bestimmter Leidensdruck entstehen, daß man sich für sich auf den Weg macht.
    Die Ausläufer dazu sind halt auch sehr gross.

    kenzia

  8. Inaktiver User

    AW: Wie kommt es...

    Das ist so und wird immer so sein. Wir tun Dinge, obwohl wir genau wissen, dass wir die sein lassen sollten, und umgekehrt unterlassen wir Dinge, von denen wir genau wissen sollten, dass wir sie tun sollten.

    Vielleicht wollen wir sogar - irgendwie - und tun es trotzdem nicht.

    Es fängt beim Kleinkind an, das von den verbotenen Dingen geradezu magisch angezogen wird. Und hört bei der alten Dame nicht auf, die weiß, dass sie nichts Süßes darf und trotzdem der Torte nicht widerstehen kann.

    Meine Frage ist eher eine andere: Wieso bilden wir uns immer ein, wir könnten uns über den Kopf steuern, wo wir doch immer wieder die Erfahrung machen, dass das nicht funktioniert? Wäre auch nur ein Mensch übergewichtig, wenn man den Entschluss "weniger essen" einfach umsetzen könnte? Würde auch nur eine misshandelte Frau bei ihrem Mann bleiben, wenn sie den im Kopf eigentlich klaren Gedanken "ich muss fort" umsetzen könnte?

    Wir sind nun mal zu großen Teilen bauchgesteuert. Und man kann nicht einfach beschließen, glücklich zu sein, und dann klappt das auch, egal, was einem all diese Ratgeber weismachen wollen. Um schwere Sachen zu verarbeiten und wieder in die Spur zu kommen, braucht es vor allem Geduld und Zeit.

    Und nicht alles auf einmal wollen.

  9. Inaktiver User

    AW: Wie kommt es...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Frage ist eher eine andere: Wieso bilden wir uns immer ein, wir könnten uns über den Kopf steuern, wo wir doch immer wieder die Erfahrung machen, dass das nicht funktioniert?
    Wir sind nun mal zu großen Teilen bauchgesteuert. Und man kann nicht einfach beschließen, glücklich zu sein, und dann klappt das auch, egal, was einem all diese Ratgeber weismachen wollen. Um schwere Sachen zu verarbeiten und wieder in die Spur zu kommen, braucht es vor allem Geduld und Zeit.

    Und nicht alles auf einmal wollen.
    Hier handelt es sich doch aber gerade um das

    Empfinden,

    dass die Dinge eben nicht in Ordnung sind wie sie sind, und wie andere - Partner, Familie - sie für gut erachten.

    Ich halte es für sehr ungut, in Dichotomien zu denken: hier der Kopf, da der "Bauch". Wir sind eins. Gute Entscheidungen trifft derjenge, der sich dessen bewusst ist, integrativ denkt und handelt, also beiden Instanzen Raum gibt, und sich für Synergieeffekte öffnet.

    Ein Buchtipp hierzu: *klick*

  10. Inaktiver User

    AW: Wie kommt es...

    Man kann etwas verstehen, fühlt aber dennoch etwas anderes.
    Das können Zweifel sein.
    Oder Schuldgefühle, wenn man seine eigenen Entscheidungen trifft und sich unabhängig macht.
    Oder Sehnsüchte, die in eine andere Richtung gehen, als die, zu der der Verstand rät.
    Oder… oder …

    Beispiel: Vielleicht möchtest du dich in deiner Familie immer noch einmal verstanden und angenommen fühlen etc.pp.

    Vielleicht möchtest du einfach "gut" sein und dich in den alten, allgemein akzeptierten Bahnen bewegen, weil du dir davon Akzeptanz für deine Person und Sicherheit versprichst?
    Was sind die üblichen "Tauschgeschäfte" in deiner Familie und in deiner Beziehung?

    Meist hat man auch irgendeinen Vorteil in einer Situation, die auf den ersten Blick unhaltbar erscheint. Und wenn es nur, der ist, dass man selbst keine "Schuld" hat, sondern dass andere die "Bösen" sind.

    Warum in deinem konkreten Fall, Verstand und Bedürfnisse in verschiedene Richtung ziehen, ist nur individuell zu klären. Unter Umständen brauchst du dabei fachkundige Hilfe.

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