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Thema: Begehrlichkeiten
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25.10.2012, 20:46Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten
Geändert von Inaktiver User (12.12.2021 um 22:45 Uhr)
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25.10.2012, 20:48Inaktiver User
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25.10.2012, 20:58Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten
Oh mannnnn, sind wir etwa alle irgendwie aus dem gleichen Holz geschnitzt

Eros als door opener - zu welcher Welt, Fenimi? Und welche Schlüssel gäbe es auch noch, um in dieselbe Welt eintreten zu können? Immer wieder neu? Oder hältst du dich gar schon seit Zeiten in ihr auf? Oder auch nicht?
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25.10.2012, 20:59Inaktiver User
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25.10.2012, 21:04Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten
Also zur Zeit fällt es mir wirklich schwer, dich zu verstehen, nicht böse sein. Liegt es an meiner Müdigkeit oder an deinen Formulierungen?
Natürlich halte ich mich schon länger körperlich in dieser Welt auf. Ich spüre sie aber besonders intensiv, wenn ich sie sinnlich (Tastsinn, Augen, Geschmackssinn etc.) erfahren. Oder wenn ich etwas begehre.
Ich habe einfach schon oft den Eindruck gehabt, dass das nicht für alle Menschen so wichtig ist. Die reagieren auf andere Dinge.
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25.10.2012, 21:16Inaktiver User
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25.10.2012, 21:18Inaktiver User
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25.10.2012, 21:20
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25.10.2012, 22:05Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten
Ich glaube auch nicht, dass man alle Bedürfnisse in sich selbst stillen kann.
Das wünsche ich mir auch gar nicht, da ich z.B. Anregungen von anderen als sehr bereichernd und Horizont erweiternd empfinde. Ich meine jetzt nicht die Anregungen durch gesprochenes Wort (oder nicht nur), sondern eher die, die dadurch zustande kommen, dass man jemanden erlebt.
Ich will nicht schlecht behandelt werden!
(gekürzt)Geändert von Inaktiver User (12.12.2021 um 22:47 Uhr)
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25.10.2012, 23:06Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten
Zur Welt überhaupt.
Wenn man wie Agathe im Freischütz erwacht und sich fragt "Wo bin ich?" ("Was ist das hier bloß?"), blickt man um sich und versucht zu begreifen, das Wesen der Dinge zu erkennen und eine Verbindung zwischen sich selbst und der Umwelt herzustellen. Also letzten Endes, die eigene existenzielle Einsamkeit zu überwinden.
Wenn meine Sinne angesprochen sind, wenn ich fühle, schmecke, höre etc., fühle ich mich etwas sicherer als sonst. Es gibt ein Gegenüber.
Mag sein, dass andere Menschen sich auch so sicher fühlen, das weiß ich nicht.
Vielleicht ist es hilfreich, den Begriff "Eros" zu definieren? Wenn ich da mal bei Wikipedea nachschlagen darf:
Nach der platonischen Theorie ist es ein Hauptmerkmal des Eros, dass der Liebende in sich einen schwerwiegenden Mangel verspürt. Daher strebt er intensiv nach etwas, was diesen Mangel ausgleichen könnte und aus diesem Grund zum Objekt seiner Liebe wird. Das Liebesobjekt will er erlangen, er möchte sich mit ihm verbinden oder es sich aneignen.
Wenn der Liebende aber Philosoph ist, begnügt er sich nicht mit der einzelnen Person, die zunächst seine erotische Begierde erregt hat, sondern versucht das, worauf es hier eigentlich ankommt, zu erfassen. Er erkennt, dass seine Sehnsucht letztlich nicht dem Individuum als solchem gilt, sondern etwas Allgemeinerem, das in einzelnen geliebten Personen verkörpert ist und deren erotische Attraktivität ausmacht. Dieses allgemeine Gut ist nach Platons Lehre die Schönheit. Der liebende Philosoph gelangt zu der Einsicht, dass die sinnlich wahrnehmbare körperliche Schönheit nur eine bestimmte Erscheinungsform von Schönheit ist, und zwar die in der Wertordnung niedrigste. Er entdeckt, dass es auch eine höherrangige seelische Schönheit (Tugenden, „schöne“ Handlungen) gibt und darüber eine noch höhere geistige Schönheit, die in der philosophischen Erkenntnis erlebbar ist. So gelingt es dem philosophischen Erotiker, den erotischen Drang auf immer umfassendere, allgemeinere, höherrangige und daher lohnendere Objekte zu richten. Sein Aufstieg führt ihn von den Sinnesobjekten zu den rein geistigen Ideen. Schließlich erweist sich die allgemeinste auf diesem Weg erreichbare Wirklichkeit, die Platon als das Schöne an sich bestimmt, als das würdigste Objekt. Dort endet die Suche des Liebenden, denn erst dort findet er nach dieser Lehre vollkommene Erfüllung seines Strebens.
Ich glaube gar nicht, dass wir so exotisch sind. Hier ein Hörtipp. Stichworte: "Erotische Lebenskunst" - "Der Eros transzendiert uns." - "Wir fühlen uns plötzlich zuhause in der Welt und doch dabei ganz frei."Geändert von Inaktiver User (25.10.2012 um 23:09 Uhr)



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