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  1. User Info Menu

    AW: Begehrlichkeiten

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Na ja, ich denke, auch sexuelles Begehren ( auf eine andere Person gerichtet ) hat letztlich seinen Ursprung nicht im reinen Sex. Also in der "TAT" Sondern es geht z.B um Selbstbestätigung, um selber begehrt werden, um die Jagd erfolgreich abzuschließen...
    Na ja, ich würde denken: mal so mal so, es ging mir auch schon um die TAT.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Begehrlichkeiten

    Hättest du dir irgendwen von der Strasse dafür geholt? Nur um es jetzt mal zu tun?
    Nee, natürlich nicht. Also ging es doch auch um DIESE Person, mit ihren (vermeintlichen ) Eigenschaften
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Begehrlichkeiten

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Also ging es doch auch um DIESE Person, mit ihren (vermeintlichen ) Eigenschaften
    Ja, aber ich will sagen, dass es Menschen gibt, die man begehren kann obwohl man sich (oder vllt. gerade weil man sich ) keine feste Beziehung mit ihnen vorstellen kann, aber eben explosiven Sex.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  4. Inaktiver User

    AW: Begehrlichkeiten

    Der Sexualtrieb als solcher wird durch Hormone gesteuert. Sexualität (beim Menschen bzw. auch bei den Primaten...) hat aber neben der Triebbefriedigung, der Fortpflanzung also, auch eine große soziale Funktion. Insofern spielt es gar keine Rolle, wie sie ausgelebt wird; wenn nur die Penetration der eigentliche Sex wäre, dann wäre Küssen sinnlos. Und ganz klar hat alles einen Sinn, was die Evolution betrifft

    Aber bei der TE ging es ja weder um eine soziale noch rein sexuelle Annäherung oder gar beides in Kombination. Sie versteht ihre ganz ausgeprägte Sehnsucht nach einem ganz bestimmten (Typ) Mann in Frage, auch im Hinblick darauf, dass sie offensichtlich selbst nicht recht glaubt, dass das hier alles "mit rechten Dingen" abläuft. Sie findet es - ungewöhnlich.

    Und da greift eben dann doch die Persönlichkeitsstruktur eher.

    "Gier" ist ein Begriff (auch) aus der Trieblehre.

  5. Inaktiver User

    AW: Begehrlichkeiten

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ja, aber ich will sagen, dass es Menschen gibt, die man begehren kann obwohl man sich (oder vllt. gerade weil man sich ) keine feste Beziehung mit ihnen vorstellen kann, aber eben explosiven Sex.
    Ja genau!
    Dann aber ist das sexuelle Verlangen Ersatzbegehren für einen Mangel. Siehe soziale Funktion.

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    AW: Begehrlichkeiten

    Auf jeden Fall Macht ja auch riesig Spaß

    Die Aufgabe des Begehrens ist ja nicht, eine feste Partnerschaft anzustreben und zu halten.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Begehrlichkeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja genau!
    Dann aber ist das sexuelle Verlangen Ersatzbegehren für einen Mangel.
    Das Leben besteht aus Mangel und Befriedigung desselben, daran kann ich prinzipiell erstmal nichts Schlimmes sehen.

    Ob Fenimi ein Problem in ihrer Persönlichkeitsstuktur hat oder nur von allzu "glatten" Männern gelangweilt ist weiß ich nicht. Fakt dürfte sein, dass es komplizierter ist, sich mit komplizierten Menschen einzulassen. Ob man daraus schließen muss, dass etwas an einem selbst "falsch" ist weiß ich ebenfalls nicht.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  8. Inaktiver User

    AW: Begehrlichkeiten

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Das Leben besteht aus Mangel und Befriedigung desselben, daran kann ich prinzipiell erstmal nichts Schlimmes sehen.
    Überhaupt nicht
    Ich finde sowieso, dass Mangel viel zu negativ besetzt ist; es suggeriert, es gäbe einen Optimalzustand. Eine Art Perfekt-Sein. Doch wenn überhaupt, dann ist das eine theoretische und äußerst subjektive Befriedigung.

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ob Fenimi ein Problem in ihrer Persönlichkeitsstuktur hat oder nur von allzu "glatten" Männern gelangweilt ist weiß ich nicht. Fakt dürfte sein, dass es komplizierter ist, sich mit komplizierten Menschen einzulassen. Ob man daraus schließen muss, dass etwas an einem selbst "falsch" ist weiß ich ebenfalls nicht.
    "Problem in ihrer Persönlichkeitsstruktur"

    Ich gehe mal von mir aus. Fakt ist, dass die Männer, auf die ich so richtig voll und spontan abfahre, also mit Knall-bumm-Brimbamborium - die sind in ihrer Struktur meiner Mutter extrem ähnlich. Mit der ganzen Palette an Nah-Distanz-Liebesentzugs-Verhalten und Abwertung als Mittel der Wahl Es ist mir heute offensichtlich. Aber das war ein langer Weg. Ich fahre immernoch auf solche Typen ab. Aber wenn ich die Parallelen erkenne, kann ich mich gut herausziehen. Mit den Jahren wird das hoffentlich immer weniger Macht über mich haben.

    Mit Falsch und Richtig habe ich es inzwischen nicht mehr so

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    AW: Begehrlichkeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde sowieso, dass Mangel viel zu negativ besetzt ist; es suggeriert, es gäbe einen Optimalzustand. Eine Art Perfekt-Sein. Doch wenn überhaupt, dann ist das eine theoretische und äußerst subjektive Befriedigung.
    Da sagt du was Wahres , das zu verinnerlichen könnte der Schlüssel für alles sein.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  10. Inaktiver User

    AW: Begehrlichkeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Sexualtrieb als solcher wird durch Hormone gesteuert. Sexualität (beim Menschen bzw. auch bei den Primaten...) hat aber neben der Triebbefriedigung, der Fortpflanzung also, auch eine große soziale Funktion. Insofern spielt es gar keine Rolle, wie sie ausgelebt wird; wenn nur die Penetration der eigentliche Sex wäre, dann wäre Küssen sinnlos. Und ganz klar hat alles einen Sinn, was die Evolution betrifft

    Aber bei der TE ging es ja weder um eine soziale noch rein sexuelle Annäherung oder gar beides in Kombination. Sie versteht ihre ganz ausgeprägte Sehnsucht nach einem ganz bestimmten (Typ) Mann in Frage, auch im Hinblick darauf, dass sie offensichtlich selbst nicht recht glaubt, dass das hier alles "mit rechten Dingen" abläuft. Sie findet es - ungewöhnlich.

    Und da greift eben dann doch die Persönlichkeitsstruktur eher.

    "Gier" ist ein Begriff (auch) aus der Trieblehre.
    Sage ich mal kurz dazu: Für eine heiße Sexaffäre würde sie einen bestimmten Typ Mann bevorzugen, weiß aber, dass sie derzeit nicht reif für eine Beziehung ist und sich da wiederum einen anderen Typ Mann vorstellen würde. Das dauert aber noch eine Weile und hängt mit gewissen Zielen zusammen, welche sie erreicht will, vorher geht das eher nicht.

    Ich sehe das ja etwas anders. Partnerschaft wird immer Entwicklung sein, da man sich selbst verändert und die Lebensumstände es erfordern. Mit Männern mit denen man heißen Sex haben kann, wird man nicht unbedingt die Beziehung führen können. Vielleicht hat man sogar mal Glück und beides passt, aber es ist etwas anderes schon an sich, ob man die Weichen für eine längere Partnerschaft stellt und gemeinsam dabei Probleme löst oder ob man sich just for fun trifft und sich außer um die Verhütung, Spaß, die Location und gutes Essen sich um rein gar nichts einen Kopf machen muss.

    Ich finde ja Affären in manchen Lebensabschnitten, eigentlich fast immer ok.
    Geändert von Inaktiver User (25.10.2012 um 18:57 Uhr)

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