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Thema: Begehrlichkeiten
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23.10.2012, 09:17
AW: Begehrlichkeiten
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23.10.2012, 10:14Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten
Wünsch es Dir nicht! Es ist so seltsam, wenn binnen einer Stunde Dich Dein aktueller Lover, der Exlover oder noch weiterhin Lover, der Exmann, der ExLG und der potentielle neue Geliebte kontaktieren. Da kommt man doch mit den Namen irgendwann durcheinander oder ich fange an zu vergleichen. Naja, gut dafür wars vielleicht mal gut und lehrreich.
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23.10.2012, 19:36Inaktiver User
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23.10.2012, 19:53Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten
Ja, man sieht es ab und zu.

Das kam ja auch in dem Podcast: Wenn man ständig Kontrolle ausübt und sich nichts gönnt, folgt irgendwann die Gier und Kontrollverlust.Dann übersteigern sich vielleicht solche Bedürfnisse nicht so.
Nun, ich verliebe mich schon in jeden Mann, der mir gefällt.
Nur ist es sehr selten geworden, dass mir einer gefällt.
Ich lerne auch zu wenig neue Leute kennen.
Das klingt jetzt so, als könne man Männer von jedem Baum pflücken.Oder Du magst erst mal eine Runde richtig Abenteuer?Geändert von Inaktiver User (12.12.2021 um 22:43 Uhr)
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23.10.2012, 19:58Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten

Schon, aber ich würde gern auch mal eine leidlose Zeit erleben. So zwei, drei Monate mal zum Ausprobieren?
Da hast du Recht. Danke!nun, Leben findet immer Jetzt statt. Geht es, gerade jetzt? - in der Regel ja. Da spielt es keine besondere Rolle, was gestern war und was morgen sein wird. Es geht um Jetzt. Der bewusste und disziplinierte Fokus auf Jetzt ist hilfreich.
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23.10.2012, 21:03Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten
Die Sehnsucht nährt sich aus einem konservativen Gefühl heraus. Du benennst dein privates 'Früher'. Das hat dich geprägt, und zu diesem Zustand, diesem Befinden strebst du stets zurück. Zumindest, wenn man der Freud'schen Triebtheorie Glauben schenken mag.
Je unausgeglichener dein Gleichgewicht, desto mehr an psychischer Energie wird frei, um zur Befriedigung erlangen zu können. Da dein Augenmerk auf einem bestimmten Typus Mann zu liegen scheint, wirst du in ihm sicher deutliche Parallelen zu Bezugspersonen deiner Kindheit/Jugend finden.
Zu was das gut ist? Keine Ahnung. Und ich glaube auch nicht, dass wir darauf ausgelegt sind, einen futuristischen Zustand zu erlangen. Wir sind geprägt und konditioniert und angelegt in vielerlei charakterlicher Hinsicht. Den Punkt, der das Gleichgewicht aus alledem markiert, zu dem wollen wir zurück.
Je ausgeglichener und zufriedener wir sind, desto näher sind wir an diesem Punkt (Stichwort: Nirwana-Prinzip).

Da ich noch beim allerersten Eintrag bin, vermute ich lediglich, dass viele schon vieles zu deinem Begehren in realo geschrieben haben. Ich lese mich jetzt erst einmal durch und äußere mich dann später (was jetzt aber nicht als Drohung aufgefasst werden soll
).
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23.10.2012, 21:22
AW: Begehrlichkeiten
Es gibt schon sehr energiegeladene Menschen, sehr strahlende Menschen...Mein Liebhaber gehört zu denen. Was nicht heisst, dass er nie seine düsteren Stunden hat, natürlich. Aber er hat sogar noch in der Düsternis enorm viel Energie und Vitalität.
@leidlose Zeit: mein Ding ist, gut für mich zu sorgen. Ich geh arbeiten, ich geh trainieren, ich treff nette Leute, ich lese gute Bücher. und Religion hilft mir, der Herrgott ist in diesen Fällen ein hervorragender Gesprächspartner. klingt vielleicht doof, aber funktioniert zuverlässig.
grüsse, barbara
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23.10.2012, 23:44Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten
Leider verstehe ich deine Zeilen auch nach mehrfachem Lesen nicht ganz. Meinst du, man will den alten Zustand zurück? Doch wohl eher nicht.
Ich habe gehört, dass sich etwas (ein Muster? ein Thema?) so oft wiederholt, bis es verarbeitet ist. Das kann ich mir schon eher vorstellen.
Aber ich wusste in diesem Fall eben nicht, ob es etwas Neues ist, dass ich einfach zulassen sollte, oder eine Wiederholung von belastendem Altem. Deshalb hat mir die Erfahrung auch so zugesetzt.
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24.10.2012, 08:24Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten
Oh, sorry

Also: Nach der Freud'schen Triebtheorie ist es das Bestreben eines jeden Menschen, sein psychisches Gleichgewicht zurückzuerlangen, das in der jeweiligen ödipalen Phase zur Befriedigung geführt hat. Dieses Bestreben ist also in jeder Hinsicht ein konservatives (gemeint ist hier: konservativ im Sinne von altbewährt).
Deshalb bist du mit deinem 'Gier'-Thema auch gar nicht so weit davon entfernt. Denn diese Gier entspringt genau demselben Bestreben. Und dass sie sich oft auch gegen sich selbst richten kann, hängt dann eben davon ab, wie in der ödipal besetzten Kindheitsphase Erfahrungen in die eine oder andere (oder viele verschiedene) Richtungen gemacht worden sind. Es ist ja letzten Endes dann die Summe aus Diversitäten, die irgendwann in einen Zustand des status quo mündet.
Es ist richtig, dass es gleichzeitig auch die Verarbeitung gibt. Der Mensch ist ja ein komplexes Wesen. Diese Verarbeitung bedeutet, dass deine Kognitionen überschrieben werden - was sehr viel Erkennen einerseits bedeutet, aber auch im Unbewussten die häufige Wiederholung des Neuen. Das Neue aber muss dir einen anderen Weg ermöglichen, auch das sog. Nirwana zu erreichen. Und letzten Endes ist es ja nur ein Aspekt von sehr vielen, der dein Wohlbefinden ausmacht. Es lässt sich nicht alles Angelegte korrigieren.
Beispiel Fetisch: Der ist angelegt, und den bekommst du auch nicht wieder weg. Du kannst mit ihm leben lernen und schauen, ihn "gesichert" auszuleben. Aber es wird sich nie wieder ändern, dass du sexuelle Erregung verspüren wirst in triggernden Situationen.
Wenn du also nun diesen Hang zu einem Mann verspürst, von dem du annimmst, er täte dir gar nicht gut - gleichzeitig spürst du aber diese starke Sehnsucht, so schließt das Eine ja das Andere nicht aus. Dein Hang (deine Gier) entspringt deinem "konservativen Trieb". Um diesen abzumildern, müsstest du jedoch an verschiedenen Fronten kämpfen; zuallererst an deiner allgemeinen Zufriedenheit. Je unausgeglichener diese, desto stärker die Gier.
Ob du jetzt in diesem konkreten Falle deinem Zug nachgeben solltest/könntest - das kannst du ja erkennen an deinem Unbewussten, das dir das Gefühl signalisiert: Gar nicht gut!!! Höre besser auf deine innere Stimme, wäre also mein Tipp
Ist doch egal, ob es etwas Altes oder etwas Neues ist (ich tippe ja eher auf Ersteres, s. Freud).
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24.10.2012, 19:38Inaktiver User
AW: Begehrlichkeiten
Liebe Schlaflos,
herzlichen Dank für deine Ausführungen!
Ja, aber sind nicht sowohl die Begehrlichkeit als auch die Warnblinkanlage eine innere Stimme???
Und zweimal drafst du raten, welche lauter war (daher mein Stress und daher dieser Strang).
Gehört habe ich ja durchaus auch auf die leisere Stimme der Vernunft, die auch durch frühere Erfahrungen, die in Erkenntnisse gemündet waren, untermauert wurde.
Ich glaube allerdings durchaus, dass das "Au ja! Das ist toll! Der ist toll!" auch seine Berechtigung und seine Wahrheit hatte.



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Boh ej …
