Vielleicht ist es auch genau anders herum: Irgendwas (irgendjemand?) hält dich davon ab, das Faulenzen zu genießen.
Wenn du diesen verschiedenen Impulsen in dir Namen geben müsstest, welche wären das? Wer ist dieser strenge Kritiker, der sagt, dass man seine Freizeit aber bitte sinnvoll nutzen muss und nicht einfach nur faul sein und Fett ansetzen darf? Und wer sagt, dass man nur ein liebenswerter Mensch ist, wenn man Hobbys hat und etwas leistet?
Manchmals hat man so ein großes "Ich sollte" im Hinterkopf, dass ein Teil von uns sich einfach querstellt und ungehorsam sein möchte. Und manchmal sabotiert man dabei nicht nur den inneren Kritiker, sondern im Endeffekt leider noch viel mehr. Aber ich glaube nicht, dass sich das auflösen lässt, indem man noch disziplinierter ist. Du sagst ja selbst, dass es im Grunde um Selbstwertgefühl geht.
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14.10.2012, 16:46Inaktiver User
AW: Sich selbst ins Aus schiessen
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23.10.2012, 22:57Inaktiver User
AW: Sich selbst ins Aus schiessen
Rumgammeln ist okay.
Jede Stunde eine viertel Stunde mit Putzen verbringen.
Dann kommst du raus aus dem Trott.
Sportstunde klingt mir zuviel nach Essstörung.
Lass dir kein Essen liefern. Hol es dir.
Bedeutet: duschen und einen Spaziergang.
Besser: kauf gesundes Essen ein für dein Wochenende.
Sei nett zu dir.
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25.10.2012, 10:40
AW: Sich selbst ins Aus schiessen
Ich habe seit Monaten einen ständig vollen Terminkalender. Immer müsste ich eigentlich noch etwas Bestimmtes machen, dazu kommen die regelmäßigen Abendtermine, im Moment zwei pro Woche.
Manchmal mache ich dann am Wochenende auch einfach gar nichts: Ich bleibe im Bett, lese oder schaue Videos. Ich merke, dass ich das einfach für meine Entspannung brauche, mal keinen Druck zu haben, etwas erledigen zu müssen. Dann werden die Sachen eben einige Tage aufgeschoben, und Hausarbeit, die liegen bleiben kann, auch gut & gerne wochenlang.
Du solltest Du kein schlechtes Gewissen machen, wenn Du angeschlagen bist und daher Deinem Bedürfnis nach Ruhe nachgibst. Du brauchst es dann höchstwahrscheinlich!
Überleg Dir mal, wer da mit Deiner inneren Stimme spricht, die Dich ständig zu Disziplin & Aktivität antreibt - auch dann, wenn Dein Körper und Dein Geist eine Ruhepause brauchen.
Wenn wir immer alles diszipliniert erledigen wollten, was auf unserer to do-Liste steht, bevor wir uns ein Ruhepause gönnen, dann würden wir irgendwann zusammenbrechen!Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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25.10.2012, 19:58Inaktiver User
AW: Sich selbst ins Aus schiessen
Hallo Amethyst!
Ich kenne das Gefühl, das Du beschreibst. Und auch genau das: wenn man es morgens bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht schafft, sich anzuziehen...
Das, was Bae schrieb: wenn ich das richtig verstehe, und so interpretiere ich es bei mir auch: man muss es sich erlauben, sich schlecht zu fühlen, sich hängen und gehen zu lassen. Gerade, wenn man sonst genug zu tun hat. (Und das hast Du! Wer sagt übrigens, dass "Kulturkonsum" kein Hobby ist? Und Du konsumierst keineswegs nur!) Das gehört zum Gammeln dazu. Das bedeutet nicht, dass Du Dich dabei großartig fühlst - allenfalls großartig schlecht.
Ich glaube, gerade als Leistungsmensch ist das Gammeln lebenswichtig. Und auch, wenn ich mich an solchen Tagen schlecht fühle - am nächsten Tag bin ich entspannter.
Schwierig wird's, wenn die allgemeine Lebensmotivation fehlt - aber das ist es doch bei Dir nicht, oder? Es geht Dir doch nur an freien Tagen so? (Kann es übrigens sein, dass Du insgesamt etwas überlastet bist? Denk doch mal andersrum...)
Alles Gute!
Sin
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25.10.2012, 20:26
AW: Sich selbst ins Aus schiessen
Ich - und ich bilde mir ein, jedem Menschen geht es so - kenne diese Phasen.
Kränklich, schwach, voller Selbstmitleid, alles furchtbar und man selbst am schlimmsten, in meiner Stadt heißt dieser Zustand "et ärme Dier".
Schöner wäre es natürlich ohne, aber ich finde diese Erwartung eher befremdlich. Ups and downs.
Ich finde den Rat, ganz diszipliniert völlig undiszipliniert zu sein, ziemlich gut
und schließe mich all meinen Vorschreiberinnen
an.
flying is the art of falling to the ground without touching
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26.10.2012, 11:37Inaktiver User
AW: Sich selbst ins Aus schiessen
Ich finde, gerade in Zusammenhang mit der Essstörung klingt das nach mehr als "jedem Menschen geht das so". Für mich hat das System - Phasen extremer Selbstdisziplin mit regelmäßigen Phasen des Ausbrechens (das ist es, was ich mit Selbstsabotage meinte).



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