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  1. Inaktiver User

    Wankelmut - Konsequenz

    Hallo!

    Ich hätte das ganze auch "Beeinflussung durch andere" nennen können. (Vor allem negative Beeinflussung!)

    Kennt ihr das auch, eigentlich seid ihr ganz gut gelaunt und dann kommt jemand und verdirbt einem durch ein blödes Argument oder einen dummen Kommentar den Tag?!

    Oder auch: man freut sich auf eine Sache total und kriegt von den anderen zu hören: ach ja, das kenn ich schon, sooo toll ist das gar nicht. - Und schwups freut man sich auch weniger.

    Oder auch: "Martin" erwies sich ein paar mal als unpünktlicher Freund. Und schon merkt man selbst, dass man es mit der Pünktlichtkeit Martin gegenüber auch nicht mehr so genau nimmt.

    Ich hoffe, diese Beispiele reichen aus, um zu verdeutlichen.

    Mir geht es um die Frage, wie man es schafft, sich in seinen Überzeugungen nicht ganz so "angreifbar" zu machen.
    Also nicht sofort "einzuknicken", wenn mal jemand etwas Gegenwind von sich gibt. --- Sondern "konsequent" seine eigene Freude oder wie auch immer geartete eigentlich positive Einstellung zu "behaupten".

    Was könnte dabei helfen?! Kennt jemand von euch das Problem und wie geht ihr damit um?!

  2. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Ich kenne das, leider.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hätte das ganze auch "Beeinflussung durch andere" nennen können. (Vor allem negative Beeinflussung!)
    Es gibt ja nicht nur meinen Spruch mit dem Kamel (s.u.), sondern noch diesen anderen, in dem das Kamel Gras frisst …
    Oder den mit der Laus und der Leber …
    Wir sind also nicht allein mit dieser Erfahrung.

    Kennt ihr das auch, eigentlich seid ihr ganz gut gelaunt und dann kommt jemand und verdirbt einem durch ein blödes Argument oder einen dummen Kommentar den Tag?!
    Da mir das immer passiert, wenn ich mal gute Laune habe, neige ich dann schon dazu, diese zu beschützen, wie eine sehr empfindliche Blume und allein zu bleiben und mich an meiner guten Laune allein zu freuen.
    Ich hoffe sehr, dass es bessere Lösungen gibt!
    Zu Deutsch: Das kann es doch nicht sein.

    Oder auch: man freut sich auf eine Sache total und kriegt von den anderen zu hören: ach ja, das kenn ich schon, sooo toll ist das gar nicht. - Und schwups freut man sich auch weniger.
    Das ärgert mich nur, wenn sie dabei unsanft mit meiner Person umgehen. Wenn sie sich kein Stück in mich hinein versetzen und in das, was für mich diese Sache in meiner Situation bedeutet.
    Wenn sie einfach nur anderer Meinung sind oder schon Erfahrungen mit der Sache gemacht haben, kann ich es akzeptieren.
    (Ich bin ja selbst so ein Typ, der anderen seine Erfahrung "zur Verfügung" stellt.
    Habe also selbst gewisse Neigungen zur Unke. )


    Oder auch: "Martin" erwies sich ein paar mal als unpünktlicher Freund. Und schon merkt man selbst, dass man es mit der Pünktlichtkeit Martin gegenüber auch nicht mehr so genau nimmt.
    Auch das kenne ich.
    Es ist allerdings eine Form von Trotz, Enttäuschung und Rache, mit der ich im reifen Alter versuche, anders umzugehen.

    Besser ist es, ich sage Martin:
    "Bitte sei beim nächsten Mal pünktlich!"
    Oder: "Du, wenn du zu spät kommst, nehme ich das gleiche Recht für mich in Anspruch. Nur damit du dich nicht wunderst. Aber ehrlich gesagt, fände ich es noch besser, du kämest pünktlich."

    Die Erfahrung zeigt allerdings, dass sich Menschen in solchen Dingen nur schwer ändern … Martin schafft es vielleicht, statt 20 min nur 10 min zu spät zu kommen, wenn er scih richtig anstrengt, aber mehr ist nicht drin.
    Also ist es gut, einen Weg zu finden, wie man damit klar kommt. "Wenn du nach 10 min nicht da bist, gehe ich." - "Hol mich zuhause ab, ich habe keine Lust an der Bushaltestelle (in der Kneipe), 15 min auf dich zu warten."

    Jemanden warten zu lassen, hat ja auch etwas mit dem Respekt vor ihm zu tun. Diesen Respekt erobert man sich nicht, wenn man trotzig reagiert oder frustriert schlechte Laune verbreitet.

    Mir geht es um die Frage, wie man es schafft, sich in seinen Überzeugungen nicht ganz so "angreifbar" zu machen.
    Also nicht sofort "einzuknicken", wenn mal jemand etwas Gegenwind von sich gibt. --- Sondern "konsequent" seine eigene Freude oder wie auch immer geartete eigentlich positive Einstellung zu "behaupten".
    Auch wenn du das Glück haben solltest, dich als Teil einer Gemeinschaft zu erleben: Selbst wenn ein Fisch in einem Schwarm Fische mit schwimmt und sie wundervoll aufeinander abgestimmte Bewegungen machen, letzten Endes ist jeder Fisch ein Einzelwesen.
    Du bist ein Mensch - und der andere ist ein anderer Mensch. (Die daraus resultierende Einsamkeit versuchen wir immer wieder zu überwinden.)
    Diese Grenzen zwischen den einzelnen Lebewesen zu akzeptieren, ist die erste Voraussetzung, damit es dir besser geht.

    Die gute Nachricht: Daraus resultieren auch Freiheiten!
    Wir können (dürfen) eine eigene Meinung haben und können dem anderen die seine lassen.

    Wir müssen nicht um jeden Preis gefallen.
    Denn selbst, wenn wir den andern zu Liebe alles Mögliche machen, heißt das nicht, dass sie uns verstehen, achten oder für uns da sind, wenn es uns schlecht geht.
    Im Gegenteil wird sogar der oft mehr geachtet und respektiert, der sich abgrenzen kann und selbstständig seinen Weg geht und auch mal "Nein" sagt. Eine Erkenntnis, die durchaus weh tun kann.

    Ich würde sagen, das Ziel ist, sich nicht zu verbiegen, sondern liebevoll zu seinen eigenen Bedürfnissen und Werten zu stehen und neugierig und offen für die der anderen zu sein. Man muss ja nicht alles gut finden und alles mitmachen.

    Viel Erfolg beim Abgrenzen!
    Und für heute erst einmal wenig Kamele unterwegs wünsche ich dir!
    Geändert von Inaktiver User (13.10.2012 um 12:12 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Hallo Fenimi!

    Vielen Dank für Deine Antwort!

    Mich hat irgendwie stutzig gemacht, dass Du geschrieben hast, wie Du Dein "Glück" ab und an beschützt. Irgendwie fand ich das sehr traurig... aber als ich dann darüber nachgedacht habe, fand ich es wiederum sehr einleuchtend.

    Mir ist das auch schon oft passiert, dass ich jemanden aufgeheitert habe, mein "Glück" irgendwie teilen wollte, aber das wurde dann gar nicht angenommen, sondern ist auf der Gegenseite "versackt" bzw. im schlimmsten Fall sogar in Neid -also negative Gefühle- ausgeartet.

    Insofern halte ich es für einen sehr guten Rat, sich genau zu überlegen, wem man seine glücklichen Gefühle zeigt, wer also damit umgehen kann und im besten Fall sogar noch dadurch gestärkt und beflügelt wird.


    Und sich nicht zu sehr auf die Stinkstiefel in dieser Welt einzulassen, an denen das Gute nur verpufft.

  4. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    @ Moderatorin

    könnte jemand meinen Titel ändern? Irgendwie passt der so gar nicht zum Inhalt. Also bitte Änderung (wenn möglich) in:


    Wie geht ihr mit "negativen Botschaften" anderer um?



    Danke!

  5. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Ich kenne das nicht.

    Weil meine Laune nicht abhängig ist von den Launen anderer - und mir schlechte Laune anderer ziemlich am Po vorbeigeht - zumal sie oft ja auch nur dazu dienen soll dem Gegenüber den Tag zu verderben und da spiele ich nicht mit....

  6. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    @ Dharma

    Ist das so?! Also vielleicht bin ich ja einfach "falsch" gepolt, aber ganz ehrlich: ICH möchte niemandem den Tag verderben!

    Vielleicht habe ich eine falsche Auffassung von schlechter Laune?!

    Ich denke halt, dass so ein Zustand nicht einmal selbstgewählt ist, geschweige denn, dass dieser schlechtgelaunte jemand möchte, dass andere auch schlecht gelaunt sind!


    Es gibt doch kaum Menschen, die den Tag mit dem "Plan" beginnen, möglichst vielen anderen Leuten den Tag zu verderben... oder doch?!

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    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Liebe Natascha,
    auch ich kenne das allzugut Noch gestern hatte ich wieder damit zu kämpfen. Manchmal ist man davor einfach nicht sicher, da kann man sich noch so bemühen. Ich bin da mittlerweile schon ähnlich gestrickt wie Fenimi...ich versuche, mein Glück ein bißchen zu beschützen...und das bedeutet, dass ich es für mich behalte, bevor es mir wieder einer zerreden kann. Nur bin ich leider auf der anderen Seite sehr mitteilsam... ist also auch nicht ganz so einfach, immer rechtzeitig auf die innerliche "Redebremse" zu drücken.

    Gestern habe ich 3 Anrufe von meiner Familie bekommen: Meine Schwester, meine Mutter, meine Tante. Sie sorgen regelmäßig für Unruhe, interessieren sich nur für sich und ihre Probleme... Ich war so wütend gestern Abend, dass ich mir geschworen habe, die nächsten Tage erstmal mein Telefon zu ignorieren!

    Aber auf Dauer ist das auch nicht die perfekte Lösung.

    Ich bin von daher gespannt, was noch für Tips kommen

    Liebe Grüße,
    Madeja
    Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens.
    Coco Chanel

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    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gibt doch kaum Menschen, die den Tag mit dem "Plan" beginnen, möglichst vielen anderen Leuten den Tag zu verderben... oder doch?!
    Meiner Meinung nach gibt es zu viele "Neider". Und Menschen, die immer und immer wieder Selbstbestätigung suchen...sie machen andere Menschen klein, um sich selber aufzuwerten.

    Und dann gibt es noch die Besserwisser. Beispiel: Ich möchte mich an den Augen lasern lassen und habe es (dummerweise) auf der Arbeit erzählt. Ein Kollege nach dem anderen kam mit negativ Beispielen...was er alles schlimmes gehört hat... bla bla.... Am Ende war ich regelrecht panisch.
    Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens.
    Coco Chanel

  9. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @ Dharma

    Ist das so?! Also vielleicht bin ich ja einfach "falsch" gepolt, aber ganz ehrlich: ICH möchte niemandem den Tag verderben!

    Vielleicht habe ich eine falsche Auffassung von schlechter Laune?!

    Ich denke halt, dass so ein Zustand nicht einmal selbstgewählt ist, geschweige denn, dass dieser schlechtgelaunte jemand möchte, dass andere auch schlecht gelaunt sind!


    Es gibt doch kaum Menschen, die den Tag mit dem "Plan" beginnen, möglichst vielen anderen Leuten den Tag zu verderben... oder doch?!
    Zunächst habe ich das so gelesen, als suchtest du den Grund dafür, dass du nicht so bist wie Dharma, als Mangel bei dir selbst? Oder meinst du eher, keiner verdirbt dem andern absichtlich den Tag? Ich fürchte, es gibt Menschen, die sind so unterwegs. In meinem Umfeld sind es zum Glück wenige.

    Mein "gute Laune vor anderen beschützen" ist auch alles andere als ein Ratschlag! Es ist eher eine Wahrnehmung bei mir selbst, über die ich gar nicht so glücklich bin.
    Sie bedeutet wohl, dass meine gute Laune extrem leicht zu erschüttern ist. Und dass ich die negativen Einflüsse von außen anders bewerte als die positiven. Wenn mir jemand meine gute Stimmung verdirbt, wiegt das gleich 1 bis 2 Tonnen. Ein freundliches Lächeln dagegen höchstens 500 kg.

    Heute sagte mir jemand, dass ich oft die anderen verantwortlich mache für etwas, das ich selbst tue - und zwar in verdrehter Form. Wenn mich jemand schlecht behandelt, denke ich, ich hätte etwas falsch gemacht und sei verantwortlich dafür.
    Und habe ich gute Laune, denke ich, der andere hat mich dazu gebracht, zu lachen. Es ist sein Werk. Als hätte er mir etwas Gutes getan, was ich in Wirklichkeit selbst für mich getan habe. Ein anderer Ausdruck dafür wäre: sich abhängig machen/ fühlen.

    In der anderen Richtung funktioniert das Ganze wohl auch Leider … D.h. es kommt wohl auch vor, dass ich etwas unterlasse und andere Menschen dafür verantwortlich mache. Muss ich mal drüber nachdenken. Fällt mir jetzt rein zufällig überhaupt kein Beispiel für ein.

    Unabhängigkeit, … Eigenverantwortlichkeit …, seine Entscheidungen treffen, sein Leben leben, auch wenn es den anderen nicht gefällt, das scheinen die Schlüsselworte zu sein.
    Nähe, Unterstützung und Gemeinschaft sind keine sicheren Gegengaben dafür, dass man sich abhängig und klein macht.

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    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Kenne ich auch, aber ich habe gelernt, negative Dinge nicht mehr an mich ranzulassen. Wer rumnöhlen will, der kann es tun. Ich schaue mir den Betreffenden an und laß den Menschen in Ruhe. Wenn es mir zu arg wird, kommt eine Antwort. Mittlerweile habe ich gelernt nicht mehr einzuknicken sondern auch Contra zu geben, wenn es genug ist.

    Gelernt habe ich auch, meine Glücksgefühle für mich zu behalten und mich selber daran zu erfreuen
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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