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  1. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Es sind ja nicht nur Leute, die rumnöhlen, die einem die Laune verderben können. Sie sind vielleicht "ganz normal" unterwegs und bei mir kippt die Stimmung, weil ich enttäuscht bin, weil sie nicht mit mir lachen wollen, nur von sich reden oder ich mich nicht wahrgenommen fühle.
    Wie reagiert man da am Besten? Meist ist die Laune dann ja schon im Keller …

    Zunge rausstrecken und "Du bist blöd!" wäre eine Möglichkeit.

    Niemalsnienicht Erwartungen an andere haben eine andere. Sicher eine gute. Ich weiß nur nicht, wie das geht.
    Ich könnte mir auch ein Schild um machen: "Lass mich sein, wie ich bin."
    Und wenn ich schlechte Laune habe, mache ich mir eines mit "Bitte ändere mich!" um.
    Aber die anderen wollen ja auch so genommen werden, wie sie sind … und nicht zur Gemütsaufhellung (oder als Ja-Sager und Mutmacher) benutzt werden.

  2. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Zitat Zitat von Madeja Beitrag anzeigen
    Und dann gibt es noch die Besserwisser. Beispiel: Ich möchte mich an den Augen lasern lassen und habe es (dummerweise) auf der Arbeit erzählt. Ein Kollege nach dem anderen kam mit negativ Beispielen...was er alles schlimmes gehört hat... bla bla.... Am Ende war ich regelrecht panisch.
    Das ist doch ein gutes Beispiel!
    Es sind sicherlich einige dabei, die meinen es gut mit dir und wollen dich informieren oder eben warnen. Ich persönlich finde das eher nett.
    Klar kommt es auf den Tonfall an.

    Das wäre so ein Fall, in dem ich mir wünschen würde, dass der andere an meine Person und meine Situation denkt und berücksichtigt, was mein Vorhaben für mich bedeutet.
    Beispiel: Wenn ich zwei Jahre aus Geldmangel nicht im Urlaub war und nun einen Wochenendtrip in Deutschland plane, fände ich es netter, wenn jemand sagt, "Das ist eine gute Idee! Das wird dir sicher gut tun", als wenn jemand erwidert: "Nur ein Wochenendtrip? Das würde ich nicht machen! Das lohnt sich doch gar nicht. Fahr doch lieber mal für 2 Wochen nach Italien." Öhhh …

    Aber ich kann niemandem vorschreiben, was er zu sagen hat!!! Die Menschen sind, wie sie sind.

    Es gibt auch Miesmacher, die immer sagen: "Ach, … das kann doch gar nicht gut gehen …" und meinen damit "…, weil bei dir nie was gut geht" oder "…, weil im Leben nie etwas gut geht".

    Es bringt vermutlich auch nicht viel, im Falle der Laserbehandlung zu fragen: "Willst du mir Angst machen? Das hast du nämlich gerade erreicht."
    Wer ist da der Urheber der Angst? Man selbst, weil man mit den Informationen nicht klar kommt, oder der andere?
    Ich weiß es nicht.
    Geändert von Inaktiver User (16.10.2012 um 21:16 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer ist da der Urheber der Angst? Man selbst, weil man mit den Informationen nicht klar kommt, oder der andere?
    Ich weiß es nicht.
    Das ist eine gute Frage.

    Vielleicht ist es die eigene Angst des Anderen, die sich einfach so einen Weg zu einem selbst sucht. --- Also der andere macht uns Angst, er ist damit auch der Auslöser, aber nicht bewusst.

    Angenommen es ist so...

    Ich finde es trotzdem "verantwortungslos", wie manche Menschen mit ihrer Umwelt umgehen. Also einfach alles raushauen ohne mal drüber nachzudenken, was das bei anderen anrichten könnte.

    Andererseits... es wäre auch sehr kompliziert, wenn man sich immer nur mit Glaceehandschuhen anfassen würde.

    Und sicherheitshalber sollte man wohl am besten versuchen irgendwie "mit allem" klarzukommen.

  4. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es die eigene Angst des Anderen, die sich einfach so einen Weg zu einem selbst sucht. --- Also der andere macht uns Angst, er ist damit auch der Auslöser, aber nicht bewusst.
    Wenn man sich wirklich sicher wäre, würde man sich doch wahrscheinlich keine Angst machen lassen, sondern unbeirrt und voller Vorfreude bleiben. Was meint ihr???

    Ich finde es trotzdem "verantwortungslos", wie manche Menschen mit ihrer Umwelt umgehen. Also einfach alles raushauen ohne mal drüber nachzudenken, was das bei anderen anrichten könnte.

    Andererseits... es wäre auch sehr kompliziert, wenn man sich immer nur mit Glaceehandschuhen anfassen würde.
    Man würde ganz wuschig im Kopf werden, wenn man ständig alle eventuellen Reaktionen des anderen mitbedenken und vorausahnen wollen würde. Man hätte auch zu nichts anderem mehr Zeit.

    Und man kann nicht erwarten, dass die andern einen immer nur bestätigen. Wenn ich mich selbst zitieren darf?

    Aber die anderen wollen ja auch so genommen werden, wie sie sind … und nicht zur Gemütsaufhellung (oder als Ja-Sager und Mutmacher) benutzt werden.

    Und sicherheitshalber sollte man wohl am besten versuchen irgendwie "mit allem" klarzukommen.
    Mist … das geht auch nicht …, denn das wäre nicht menschlich. Vielleicht gibt es den einen oder anderen Erleuchteten, der das schafft. Und mal wütend zu werden und zu sagen, "Ne, das höre ich mir nicht an!", ist ja auch wichtig. So ganz ohne Gefühl wäre das Leben doch auch fad.

    Was nun?
    - Nix erzählen, wobei man sich nicht reinreden lassen will?
    - Nichts auf die Meinung der anderen geben?
    - Sich 7 mal am Tag vorsagen: "Du kannst mir meine Pläne gar nicht vermiesen, da ich genau weiß, was ich will!"?
    - Damit leben, dass die anderen Menschen einen mal glücklich und mal unglücklich machen können und daran arbeiten, dass man gelassener und sicher wird?

    Ich glaube, ich bin für's Letzte.
    Geändert von Inaktiver User (16.10.2012 um 22:32 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Wenn man sich wirklich sicher wäre, würde man sich doch wahrscheinlich keine Angst machen lassen, sondern unbeirrt und voller Vorfreude bleiben. Was meint ihr???
    Aber wann ist man sich schon mal "wirklich sicher"? Und dann kommt es auch noch auf die Person an, die einem etwas sagt. Wohlmöglich gibt man auf die Worte von Liselotte Müller nicht ganz so viel wie auf die vom Chef, der Chefin, einer Expertin ... usw.

    Was nun?
    - Nix erzählen, wobei man sich nicht reinreden lassen will?
    - Nichts auf die Meinung der anderen geben?
    - Sich 7 mal am Tag vorsagen: "Du kannst mir meine Pläne gar nicht vermiesen, da ich genau weiß, was ich will!"?
    - Damit leben, dass die anderen Menschen einen mal glücklich und mal unglücklich machen können und daran arbeiten, dass man gelassener und sicher wird?
    Ich glaube, es ist schon gut, wenn man sich dessen bewusst ist.

    Ich habe gerade mal nachgedacht und musste feststellen, dass ich oft, wenn ich wirklich gut gelaunt bin, sehr mit meiner guten Laune "rumprotze" --- oder anders gesagt, alle Menschen um mich herum auch glücklich machen und haben will. Dabei neige ich, glaube ich, zu exorbitanter Selbstüberschätzung... in meinem Können. Vielleicht gehe ich sogar manchen (tendenziell eher miesepetrigen) Menschen mit meiner guten Laune auf die Nerven.
    Tja...
    Ich kann einfach nicht jeden retten... - welch große Erkenntnis!

    Genauso ist es eine wichtige Erkenntnis, dass einem manche Menschen an manchen Tagen gehörig die Laune vermiesen können.
    Man selber ist nicht so "stark", wie man sich gerne hätte.

    Wie gesagt, das erstmal zu erkennen und zu akzeptieren ist sehr wichtig, denn nur so lernen wir unsere Grenzen kennen...

    In den letzten Jahren habe ich beispielsweise schon "gelernt", wem ich was erzählen kann... zumindest die "großen" Sachen. Wahrscheinlich ist es mit den "kleinen" Dingen ebenfalls so. Nicht jeder Mensch eignet sich für jedes Gespräch. Mit manchen redet man am besten einfach nur übers Wetter.

  6. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wann ist man sich schon mal "wirklich sicher"?
    Soll schon vorgekommen sein
    Wenn frau u n b e d i n g t die blauen Schuhe will.
    Oder in den coolen Leander verknallt ist.
    Oder das Studium im 6.Semester hinschmeißen will. (Nur Beispiele! Ich kenne keinen Leander! ;)

    Und was ist u.U. die Folge, wenn man sich so sicher war? Oft war es eine Entscheidung, getroffen im Überschwang, die nicht hielt, was sie versprach. Und die Sicherheit war in Wirklichkeit ein Dickkopf, der alle Warnungen in den Wind schoss.

    Ich habe gerade mal nachgedacht und musste feststellen, dass ich oft, wenn ich wirklich gut gelaunt bin, sehr mit meiner guten Laune "rumprotze" --- oder anders gesagt, alle Menschen um mich herum auch glücklich machen und haben will. Dabei neige ich, glaube ich, zu exorbitanter Selbstüberschätzung... in meinem Können. Vielleicht gehe ich sogar manchen (tendenziell eher miesepetrigen) Menschen mit meiner guten Laune auf die Nerven.
    Tja...
    Ich kann einfach nicht jeden retten... - welch große Erkenntnis!

    Genauso ist es eine wichtige Erkenntnis, dass einem manche Menschen an manchen Tagen gehörig die Laune vermiesen können.
    Man selber ist nicht so "stark", wie man sich gerne hätte.

    (...)
    In den letzten Jahren habe ich beispielsweise schon "gelernt", wem ich was erzählen kann... zumindest die "großen" Sachen. Wahrscheinlich ist es mit den "kleinen" Dingen ebenfalls so. Nicht jeder Mensch eignet sich für jedes Gespräch. Mit manchen redet man am besten einfach nur übers Wetter.
    Ich finde, dass sind keine unbedeutenden Erkenntnisse! Im Gegenteil!

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    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Hey zusammen!

    Dazu nur ganz kurz ein Zitat, das ich heute las:


    "I will not let anyone walk through my mind with their dirty feet."
    Ghandi



    Unbeschreiblich gut, oder?!
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  8. Inaktiver User

    AW: Wankelmut - Konsequenz

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    "I will not let anyone walk through my mind with their dirty feet."
    Ghandi
    "Ich werde es nicht zulassen …"

    Ich fürchte, die Bereitschaft, sich von anderen schnell die Laune verderben oder sich ein Vorhaben madig mach zu lassen, hängt mit der Bereitschaft zusammen, Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen.

    Wenn ich selbst entscheide, muss ich auch dafür gerade stehen, wenn mal was nicht klappt. Vielleicht kriegt der unabhängige Mensch trotzdem Unterstützung, aber er muss erst einmal bereit sein, für sich selbst zu sorgen, sonst geht das nicht gut, schon wegen der Ausstrahlung.

    Wer Angst hat, Fehler zu machen, lässt sich vielleicht eher von anderen beeinflussen, in der Hoffnung, so auf der sicheren Seite zu sein. Oder zumindest ein gern gesehenes Mitglied in einer Gemeinschaft zu sein.
    Leider bietet das auch keine vollkommene Sicherheit.

    Dieses Für-sich-selbst-verantwortlich-sein ist erst ein mal erschreckend, wenn man es mit Alleine-sein verbindet.
    Geändert von Inaktiver User (18.10.2012 um 14:25 Uhr)

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