Hallo sina-lei,
toll, jetzt habe ich wieder das, was ich in Foren bisher immer irgendwann hatte. Ich fühl mich unverstanden, und zu Unrecht irgendwie schlecht dargestellt, als wäre ich hier die Schlechte mit den zu hohen Erwartungen, die alles falsch macht.
Ich fühle mich schnell kritisiert...und habe immer das gefühl, etwas nicht so gut darstellen zu können, dass man mich versteht...IMMER...ein Muster, auch im realen Leben!
und hier bei der letzten Aussage - da kriege ich zuviel. Das geht jetzt nicht an dich, Sina-Lei, nur merke ich, wie hier mein Muster angesprochen wird. Ich bin eben nie immer nur mit mir beschäftigt. Das absolute Gegenteil ist der Fall und da liegt auch meinProblem. Ich beschäftige mich IMMER nur mit dem, wie andere sich fühlen, gehts ihnen gut, wenn sie mit mir zusammen sind, was kann ich noch für sie tun, damit sie sich gut fühlen..Selbstaufgabe bis hin zur Aufopferung für andere...ich könnt kotzen echt...im wahrsten Sinne des Wortes...Ich bin immer für ihn da, ich Blöde...und JA, natürlich WEIß ich, dass ich nicht für ihn verantwortlich bin, aber ich habe schlichtweg Angst, authentisch zu sein..Damit kann er ja auch nicht umgehen. Von daher ist die Frage danach, ob ich beziehungsfähig sei, beantwortet: Ja und nein. Haha...ich muss lernen, mehr auf mich zu achten und ich denke, dass ich auch mal die Erfahrung machen muss, mit meinen Gefühlen angenommen zu werden.
Oh man, wie komm ich denn hier rüber???? Natürlich nicht! Es ist meine Krankheit und ich habe lange Probleme damit.. Ursache ist doch meist ein geringes Selbstwertgefühl, gepaart mit ein paar hormonellen, genetischen Einflüssen, der Erziehung, der Umgebung etc...ist schon klar...nur geht es im Hier und Jetzt darum, wie er damit umgeht und generell überhaupt mit 'negativen' gefühlen, wie Traurigkeit. Ich möchte über Probleme und Sorgen auch MAL sprechen können, nicht jeden Tag - nein, aber mal weinen dürfen und dann in den Armgenommen werden. Auch erwarte ich, dass er den Text, den ch ihm zum Umgang mit Depressiven gegeben habe, liest, weil es MIR wichtig ist und er mir damit zeigen würde, es liegt ihm etwas an mir.hat er nicht getan, und ich wusste es schon vorher. Andere werden jetzt auch sagen, du kannst das nicht erwarten und jeder ist so, wie er ist. ja, richtig, aber das erwarte ICH! Ich bin nicht die anderen. ich fühle mich nicht gesehen, nicht verstanden und ignoriert - mein Muster! Kommt von Papa.
Nein. Glücklicherweise nicht - dann würde ich völlig kaputt gehen und mich ganz verlieren. Tu ich ja so schon, wenn ich mit ihm zusammen bin. Ich bin nach den Treffen mit ihm völlig erschöpft und brauche Zeit für mich, die ich dann aber wiederum nicht nutzen kann, sondern mich durch die FAs runterbringe und alle anderen Gefühle, wie Schuldgefühle, Einsamkeit runterdränge...HIER muss bzw. sollte ich stark dran arbeiten.
Ja, danke, hier fühle ich mich jetzt mal bestätigt. Doof, dass ich das so brauche...:(
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18.10.2012, 12:07
AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen
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18.10.2012, 12:31
AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen
Hallo Nochmaler Mann,
oh, mann...auch in deinem Post fühlte ich mich mal wieder nicht verstanden, so wie bei Sina-Lei auch - kannst du ja auch mal durchlesen, wenn du willst. Es geht hier nicht um dich, leider mal wieder um mich, dass ich mich schnel nicht verstanden fühle, als ide Doofe, die alles falsch macht und schlecht / falsch handelt.
Ich fühle mich nie gut genug, mit meiner Krankheit schon gar nicht. Ich hatte in der Therapie ein Bild gemalt von mir und meinem Freund. Ich: klein, mickrig, traurig, zusammengekrümmt, mit den Attributen 'süchtig, krank, komm nicht weiter, Versager, bin nichts wert'; Er: groß, stark, immer gut drauf (wird von mir nicht positiv gesehen, da er meines Erachtens super viel verdrängt und eben alles andere als reflektiert ist), der tolle Held. Im Prinzip meinte mein Therapeut, dass ich mich auf meine Erwartungen, mit denen ich zeige, dass ich etwas wert bin, konzentrieren soll und nicht auf meine selbstabwertenden Gedanken.
Ich lese schon die Ironie und ich kenne auch mein Muster: Nicht anecken, sich nicht zeigen / authentisch sein, denn dann werde ich abgelehnt und bin irgendwann ganz alleine. Also, wie habe ich mich gefühlt: stolz, dass ich ihm gefalle, erleichtert, dass ich ihn jetzt nicht verärgert habe, dass wir nicht aneinander geraten sind und ich es geschafft habe, die vermeintliche Harmonie aufrecht zu erhalten. Aspekt 1. Auf der anderen Seite war ich ausgelaugt, klar, immer spielen und gleichzietig meine kleinen Sorgen intus lassen, wütend auf mich, dass ich so bin, wütend auf ihn, dass er nicht doch nochmal nach meinem Zustand fragt und mein Verhalten für bahre Münze nimmt...ja, ich bin jetzt einfach al ehrlich, auch wenn ich weiß, dass es doch meine Verantwortung ist, dass er etwas tut, was mir auch gut tun könnte und dafpr müsste ich ehrlich sein. Nur bin ich mit ihm meist so gefahren, dass ich mich danach noch verletzter fühlte.
Hier habe ich mal aus dem text 'Hunger nach Anerkennung' kopiert, einfach weil er es gut beschreibt, ich mich darin sehe und weiß, dass ich das doch bitte irgendwie lösen muss. Ich opfere mich für meinen Partner auf und bin absolut nicht mehr bei mir. Sieht man oben ein wenig an dem skizziertem, also wie ich verhalten habe und gefühlt habe...war auch im urlaub ganz schlimm mit ihm, denn danach konnt ich nichts mehr - so kaputt war ich - innerlich wie körperlich...er hat davon nichts gemerkt, auch später nicht verstanden, als ich ihm mein Verhalten und mein Muster erklärte...mit reden nämlich, dachte ich, kann man gemeinsam etwas dran arbeiten...so werde ich klarer und er auch, aber mit ihm geht das nicht..mit anderen hat es so schon funktioniert, aber hier mal der Ausschnitt:
"In der Beziehungsstörung zeigt sich also erneut der Konflikt zwischen Abhängigkeit und
Selbstständigkeit, der nur in den Extremen gelebt werden kann: Wieweit erlaubt sich die Frau
in der Beziehung sie selbst zu sein und wieweit wird von ihr gefordert bzw. fordert sie von
sich selbst Anpassung und Selbstaufgabe.
Bulimikerinnen haben große Angst vor Nähe und Bindung, da Nähe für sie gleichbedeutend
ist mit Verschmelzen bzw. Symbiose. Liebe ist für sie zum großen Teil mit Selbstaufgabe
verbunden, da sie gelernt haben, dass sie nur dann geliebt werden, wenn sie so sind, wie die
Umgebung sie haben möchte. Ab einem bestimmten Punkt setzt dann die Angst vor Nähe ein,
die Angst, sich wirklich auf einen anderen Menschen einzulassen. Sie befürchten
„aufgefressen“ oder verlassen zu werden, nicht mehr sie selbst sein zu können ..."
Naja, die Frage nur, was davon nach außen und wenn nicht, was soll wie innen bleiben bzw. bei mir? Wie geh ich damit um? Klar, das muss ich lernen, ist nicht so leicht zu beantworten und genau der Inhalt meiner Sucht.
Mein Muster, aber eben bei ihm gut so, sonst würde er das nicht mitmachen...weinen, Traurigkeit...das passt nicht zu ihm.
Tja, und hier greift eben die Frage, ob es wirklich so einen Partner für mich gibt, an dessen Seite ich an mir arbeiten kann, der mich mal unterstützt, zuhört...an dessen Seite ich echt sein darf.
Nein, ganz und gar nicht. Die sind viel älter, nur er schafft es, sie hochzuholen, sie zu aktivieren und das wird für einen Teil auch in meinen zukünftigen Beziehungen passieren, ist es auch in vergangenen und ich konnte, wie gesagt, in einigen Beziehungen daran arbeiten...
Ich setze hier mal den Link hinein vom text oben. Wenn du magst, lies oder überflieg ihn mal, denn vielleicht spricht er auch ein paar Punkte für dich an, auch wenn du vieles davon sicherlich schon weißt. Er beschreibt mich ganz gut, nicht überall, aber in einigem...
http://www.gestalttherapie.at/downlo..._wardetzki.pdf
LG an dich
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18.10.2012, 14:03
AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen
Hallo Freiheitsliebende,
was ich bei dir vor allem lese, ist, dass du viel kämpfst. Das kostet viel Energie und hinten kommt weniger bei rum, als du vorne hineinsteckst. Merkst du wenn du anfängst kurzatmig und angestrengt zu werden z.B. im Kampf ums Verstandenwerden? Du erkennst ja einige Muster, dein Problem scheint zu sein, dass du sie nicht verändert bekommst?
Eventuell versuchst du alte Muster durch die selben alten Muster zu bekämpfen und merkst es nicht. Dann liegt da der Hase im Pfeffer.
Wenn du früher auf die eine Art gekämpft hast und heute versuchst auf die andere Art zu kämpfen - nämlich jetzt Anerkennung übers Verstanden werden zu bekommen (das bedeutet für dich offensichtlich, du musst dich anstrengen um dich verständlich zu machen = Leistungsanspruch im Kommunizieren), kann das nicht klappen, denn an deinen Grundprinzipien 'Kampf und Leistung für Anerkennung' hat sich nichts verändert:
Und fatalerweise an deinem Grundprinzip der Abwertung auch nichts.
Mach kleine Schritte und fang besser in deinem Kopf und an deinen Gedanken über dich selbst an. Denk nicht über dich, dass du doof bist und alles falsch machst und dass jede Beziehung nur schief gehen kann, lass die Schimpferei über dich selbst, das ist überkommene Elternscheixxe, damit fühlt sich niemand gut, der das denkt.
Ziel kann nur sein, dass du dich grundsätzlich wohl fühlst in deiner Haut, dann kommt der authentisch-Kram von selbst. Mit Schimpferei kann das nicht funktionieren, dann fängt dein Unterbewusstsein an in den Widerstand zu gehen, du fühlst dich wie ferngesteuert und die Destruktivität gewinnt die Oberhand. Frag dich öfter ob das, was du gerade denkst und tust dazu dient, dass es DIR gut geht.
Ich fände ein paar kleinere Ansätze nacheinander hilfreicher als das komplette große Programm, das du lösen willst. Auch das riecht verdächtig nach latentem Perfektionismus.
Pass auf, wo dich die alten Muster in neuem Kleid durch die Hintertüre einholen. Wenn du verstehst, was ich meine, sprech mal mit deinem Therapeuten darüber. Und lach darüber - alte Muster sind einfallsreich, sich wieder einzuschleichen - atme durch, denk "tschakka, hab ich dich erwischt", keine Selbstbeschimpfung (!), es ist nur das alte Muster, es ist nicht gleichbedeutend mit deiner Person (!) und nimm besser diese Kampfenergie raus, die verleitet zum Tunnelblick. Such die Lösung in der Einfachheit und in der Ruhe. Immer wenn du dich im Schimpf- und Kampfmodus befindest, ist ein aM am Werk. Dann gilt es, es anders zu machen. Es ist meistens viel einfacher als man es sich zusammendenkt - vor allem wenn man gerade selbst im Loch sitzt.Geändert von kubus (18.10.2012 um 14:14 Uhr)
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18.10.2012, 17:51
AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen
Aber was bringt dir das ständige Beschäftigen mit anderen Personen? Ist das nicht eine Ablenkung von dir selbst? Und beschäftigst du dich dann nicht doch wieder mit dir - weil du dich ärgerst, dass du dich nicht mit dir beschäftigst?
Und: ist das Drehen um andere, nicht auch irgendwie eine Beschäftigung mit dir?
Ich habe mich gerne mit anderen beschäftigt - um mir zu beweisen, das letzendlich doch niemand zu mir und hinter mir steht. Das war (unter anderem) mein Nutzen, den ich daraus gezogen habe.
Wäre die Trennung eine Entscheidung für dich oder gegen ihn?Ja, danke, hier fühle ich mich jetzt mal bestätigt. Doof, dass ich das so brauche...:(
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18.10.2012, 17:56
AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen
Mmh, ich frage mich, woher dieses "nicht verstanden fühlen" kommt. Wird es wirklich nicht verstanden? Oder fühlst du dich nicht verstanden, weil einige dich "kritisieren"/ "hinterfragen".
Wir können hier nur auf dich und dein Schreiben Bezug nehmen und daher vielleicht dein Verhalten verstärkt betrachten. Wir können dir im Umgang mit den Situationen Ratschläge geben - aber nicht deinem Freund oder ähnlichem.
Fühle dich nicht unverstanden - sondern schaue für dich, welche Anregungen und Gedankengänge passen - und welche vielleicht völlig abwegig sind.
Merle
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20.10.2012, 17:15
AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen
Hallo Kubus,
Ja, gut erkannt. Ich kämpfe immer und strenge mich an, halte zurück und mache immer weiter. Wozu? Um ja zu gefallen, um nicht anzuecken, um etwas Bestätigung und Liebe zu erhalten, die vielleicht soagr ohne, dass ich Dinge zurückhalte (Aussagen, Gefühle etc.) bekommen würde. Aber ich kann es nicht abstellen...Warum? So genau kann ich es nciht sagen, nur dass ich in mir noch keine so große Stabilität gefunden habe, und sagen kann: Ich mag mich.
Und am Ende kommt dann die Kontrollaufgabe, die teilweise kurze Entspannung und die Verdrängung innerhalb der Essanfälle...
Daran arbeite ich immer und immer weiter...Geduld ist nicht meine Stärke..Ich hasse mich zutiefst - zumindest sehr oft - für meine Essstörung, dass ich sie immer noch habe, obwohl ich doch so viel weiß...:(
Aber nur ein bißchen...*ggg*

Ich vermeide es jetzt mal, direkt zu fragen, wie das gehen soll..es ist nicht einfach - häng so drin...manchmal denke ich, es wäre einfacher, ich hätte keinen Partner...der nimmt viel Energie und cih bin dadurch nie bei mir, nur bei ihm. Ist aber auch ein Problem (Autonomie vvs. Abhängigkeit).
LG an dich zurück
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20.10.2012, 17:18
AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen
Hallo Merle,
Das hört sich aber sehr pessimistisch an, ehrlich gesagt! Oder ist das Ironie? Es ist meine größte Angst, dass niemand hinter mir steht und ich alleine bin. Daher beschäftige ich mich ja vorwiegend mit dem, was andere gerade wollen könnte oder achte sehr darauf, wie ich bei anderen ankomme. Natürlich bin ich dann auch irgendwo bei mir, aber eben nicht bei meinen Bedürfnissen und Gefühlen.
Das erstere.
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20.10.2012, 17:24
AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen
Hallo nochmal,
ich weiß nicht, ob der Post von mir jetzt hier eh mit dem davor zusammengesetzt wird, aber auch egal...:)
Ich habe zumindest Angst, nicht richtig verstanden worden zu sein. Ich fühle mich dann wie einer, der anders / komisch ist, nicht normal und deshalb schief angeschaut, ja nicht akzeptiert wird. Wenn man also mich nur einfach richtig verstehen würde, könnte man ja so ncith denken! Auch ein Muster. Habe früher öfters gehört: "Ich versteh dich nciht, ist ja voll nicht normal, so wie du denkst." oder "Das ist falsch, was du fühlst." Deshalb wollte ich mich immer erklären, damit mich der andere versteht und so etwas nicht mehr sagen kann. Ich habe mich und mein Denken / Handeln / Fühlen immer in Frage gestellt - ein klappriges Selbstwertgefühl ist die Folge. Ich denke, ich bin unnormal und nciht ok so, wie ich bin. Alte Laier...
Ja, das stimmt wohl, auch wenn ich mich erst mal wieder angegriffen gefühlt habe...
Christine
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20.10.2012, 17:27
AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen
Hallo Nochmaler Mann,
habe ich dich jetzt etwa mit meinem Post vertrieben???

Ich hoffe und denke mal nicht...ich weiß ja auch nicht, ob du gesehen hast, dass ich dir geantwortet habe.
Tat immer gut, von dir zu lesen.
LG
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20.10.2012, 18:20Inaktiver User
AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen
Liebe Freiheitsliebende,
Du hast niemanden vertrieben. Mach Dir keinen Kopf.
Du tickst durchaus ne Menge an in den Menschen, die in Deiner Situation oder in ähnlichen waren.
Hab´ Geduld.
Ein Forum ist keine therapeutische Instant-Lösung - und das soll es auch nicht bieten. Hier sind Menschen wie Du unterwegs. Menschen auf dem Weg.
Bitte vergiss´nicht: In diesem Forum schreiben überwiegend Menschen, die Dir helfen wollen. Und viele nehmen Anteil, ohne jemals hier ein Wort zu schreiben.
Du bist nicht allein.
Und ich weiß wohl, dass eben diese spezielle Form von Sucht völlig andere Anforderungen an einen selbst stellt - und an die Umgebung. Und die einem selbst Angehörigen.



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