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    AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen

    Liebe Freiheitsliebende,

    auch ich stelle mich mal als "von Dauer - Kotzer zur Gelegenheits - Kotzerin" vor.

    Als ich deionen Beitrag gelesen habe, ist bei mir gerade die Frage aufgekommen:

    Warum schämst du dich für deine Gefühle (die Wut deinem Freund) gegenüber. Warum ist das schlecht?

    Du hast in deiner Wut ihm gegenüber nicht überreagiert, du hast nicht irgendwelche Dinge zerstört, weil du sauber bist - sondern du hast uns gegenüber deine Wut geäußert.

    Was ist schlecht an dieser Wut?
    Was ist falsch daran?


    Es ist DEIN Gefühl. Und dein Gefühl ist in Ordnung - es ist nicht nur das: es ist richtig!


    Ich hoffe, es ist okay, hier so mit dieser Frage reingeplatzt zu sein...

    Merle

  2. User Info Menu

    AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen

    Hallo Merle,

    platze hier hinein - ist doch vollkommen ok - ich freu mich über alle meldungen. Die können mich voran bringen.

    Zitat Zitat von Merle77 Beitrag anzeigen

    Warum schämst du dich für deine Gefühle (die Wut deinem Freund) gegenüber. Warum ist das schlecht?

    Du hast in deiner Wut ihm gegenüber nicht überreagiert, du hast nicht irgendwelche Dinge zerstört, weil du sauber bist - sondern du hast uns gegenüber deine Wut geäußert.
    Hmm, ich weiß nicht. So lange sie verborgen bleibt, ist es ja mein gefühl und ok. Ich habe aber zumindest gerade das Bedürfnis, ihm auch mal zu sagen, wie er mich verletzt hat und dass er Einsicht zeigt. Und wenn ich ehrlich bin, brauch ich das als bestätigung dafür, dass die Wut richtig und angemnessen ist. Das ist aber nicht ok, sondern schwach. Punkt 1. Punkt 2: Ich übertreibe, diese Wut ist nicht angemessen und dafür schäme ich mich. Es ist kindisch und nicht erwachsen und reif. So denke ich von mir - meist. Ab und zu aber denke ich auch, dass es berechtigt ist.

    Ich hoffe, ich habs verständlich gemacht ;)

    LG

  3. Inaktiver User

    AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen

    Liebe Freiheitsliebende,
    als ebenfalls Depressiver, wenn auch nicht Bulimie-Kranker, hier meine Ideen.

    Du möchtest hoffen, und das kannst Du.
    Ich kenne diesen Widerstreit Gefühl gegen rationale Bewertung (eigene und äußere).
    Anders als Du komme ich an meine Gefühle aber kaum heran.
    Ich habe sie so lange verdrängt und rationalisiert (meine Gefühle innerlich wegargumentiert), bis ich "nichts mehr gefühlt" habe.
    Das hat ca. 35 Jahre mit einigen Einbrüchen funktioniert.
    Vor etwa 18 Monaten war ich am Ende meiner Kräfte.
    Verdrängen und rationalisieren funktioniert nicht mehr.
    Also will ich wieder fühlen, aber das schwierig und langwierig.

    Du aber fühlst jetzt etwas, klar und deutlich.
    Gefühle sind grundsätzlich gut, denn sie lügen nicht.
    Gefühle sind da, um Dir etwas mitzuteilen.
    Gefühle sind ein Kompass, geben Dir eine Richtung.
    Es ist erst einmal egal, ob diese Gefühle "gerecht" oder "angemessen" sind.
    Sie sind einfach da.
    Insofern mag ich Dir gern Hoffnung machen, dass Du nicht ewig leiden musst.
    Dein innerer Kompass ist intakt.
    Jetzt kommt es darauf an, ihn lesen zu lernen und dann das Ruder in die für Dich richtige Richtung zu bewegen.
    Das ist nicht einfach, geht auch nicht schnell, aber es Du kannst es schaffen.

    Du fühlst Wut.
    Du fühlst Angst davor, verlassen zu werden.
    Davor, nicht (mehr) geliebt zu werden, wennjawennjawenn Du nicht so bist, wie jemand anderes (Dein Freund, Deine Eltern, Deine Kommilitonen etc.) Dich gern hätte.

    Du schreibst, Du seist in Therapie.
    Was sagt denn Dein/e Therapeut/in zu diesen Gefühlen?
    Kennt er/sie die und wenn nicht, warum nicht?

    Soweit erst mal.
    Bei Fragen oder Einwänden bitte fragen oder einwänden.

    Alles Gute,

    NM

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    AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen

    Hallo Nochmaler Mann,

    danke auch für deinen beitrag. Direkt zu Anfang eine Frage, weil es mir auf dem Herzen brennt: Hast du eine Partnerin und wenn ja, wie hast du von deiner Depression erzählt? Mein Freund - wenn auch Noch-Freund - kommt Sa wieder und So treffen wir uns. Ich möchte ihm schon erzählem, bzw die Wahrheit sagen , wenn er mich fragt, wie es mir geht. Ich habe es ihm mal vor seinem Urlaub gesagt, dass ich wieder depressive Symptome habe. Er hat nichts gesagt und nimmt es wahrscheinlich nicht ernst. Er will jemanden, der gut drauf ist und ihn nicht runterzieht. Das hat er so mal gesagt...ich kann und will aber nicht mehr spielen, es ginge mir gut. >Das habe ich monatelang, als er mich so besch***** behandelt hat, getan - nun habe ich das Resultat.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe sie so lange verdrängt und rationalisiert (meine Gefühle innerlich wegargumentiert), bis ich "nichts mehr gefühlt" habe.
    Das hat ca. 35 Jahre mit einigen Einbrüchen funktioniert.
    Vor etwa 18 Monaten war ich am Ende meiner Kräfte.
    Verdrängen und rationalisieren funktioniert nicht mehr.
    Also will ich wieder fühlen, aber das schwierig und langwierig.

    Ich weiß, ich kenne das tatsächlich auch. Ich kann dir Hoffnung machen, denn auch ich habe nichts mehr gefühlt, aber in meinem 3. Klinikaufenthalt kam ich wieder dran...war komisch, denn ich konnte die körperebene nicht mit dem Kopf zusammen bringen und habe mich ständig gefragt: was ist denn das jetzt?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du aber fühlst jetzt etwas, klar und deutlich.
    Nicht mehr Wut irgendwie - jetzt kommt eher eine große Traurigkeit hoch und Sehnsucht nach Geborgenheit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gefühle sind grundsätzlich gut, denn sie lügen nicht.
    Gefühle sind da, um Dir etwas mitzuteilen.
    Gefühle sind ein Kompass, geben Dir eine Richtung.
    Es ist erst einmal egal, ob diese Gefühle "gerecht" oder "angemessen" sind.
    Sie sind einfach da.
    Insofern mag ich Dir gern Hoffnung machen, dass Du nicht ewig leiden musst.
    Dein innerer Kompass ist intakt.
    Jetzt kommt es darauf an, ihn lesen zu lernen und dann das Ruder in die für Dich richtige Richtung zu bewegen.
    Hast du ganz wunderschön formuliert, vor allem als Jemand, der so lange alles wegrationalisiert hat. Aber Wissen bedeutet nicht Handeln / Fühlen können...




    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du schreibst, Du seist in Therapie.
    Was sagt denn Dein/e Therapeut/in zu diesen Gefühlen?
    Kennt er/sie die und wenn nicht, warum nicht?
    Doch, er kennt sie. Am wenigsten allerdings die Wut. Aber gerade solche sind ja wichtig, denn sie rummoren in einem. Naja, was sagt wohl ein therapeut zu Gefühlen? Rauslassen und sie nicht unterdrücken...ist schwer, denn rauslassen schön und gut, aber wie und was tun, wenn man sich oft nicht traut, weil es einfach weh tut? ich muss lernen,a nders als mit der Bulimie mit Gefühlen umzugehen...

    LG an dich und ich freue mich auf Antwort!

  5. Inaktiver User

    AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen

    Hallo Freiheitsliebende,
    danke für's Hoffnung-machen, ich bin auch gar nicht hoffnungslos.
    Aber das Ganze ist so unendlich zäh und langsam, gar nicht meine Tasse Tee.
    Und was das schön beschreiben angeht, ja, das kann ich.
    Ich kann auch wunderschön von einem Konzertflügel schreiben, aber nicht einmal den Flohwalzer darauf spielen.
    Genau das ist es ja: intellektuell und kognitiv ist alles klar, emotional und intuitiv kann ich damit aber noch nicht viel anfangen nicht.

    Was Dich und Deinen Freund angeht, so rate ich Dir:
    Bleib bei Dir.
    Erzähl ihm einfach, wie es Dir geht, ohne ihm Vorwürfe zu machen oder ihm Mitverantwortung für Deinen Zustand zu geben.
    Ob er die nun hat oder nicht, sei mal dahingstellt.
    Aber selbst wenn, wird es Dir vermutlich nicht helfen, ihn damit zu konfrontieren.
    Deine Gefühle sind eben zunächst mal Deine allein.

    Er will jemanden, der gut drauf ist und ihn nicht runterzieht.
    Das ist ja sein gutes Recht, so jemanden zu wollen.
    Du bist aber nicht so.
    Insofern ist es nicht anzunehmen, dass Du bei ihm Geborgenheit finden kannst, dass er mit Deiner Traurigkeit umgehen können (wollen) wird.
    Im Gegenteil, so wie Du es beschreibst, führt sein "Anspruch auf Leichtigkeit" Dich von Dir und Deinen Gefühlen, von Deinem Wesen weg.
    Um mit ihm zusammen sein zu können, musst Du ihm etwas vorspielen.

    Das tut Dir nicht gut, wie Du ja selbst spürst.
    Also lass es und wenn er Dich dann verlässt, wird es Dich zwar traurig machen. Aber letztlich ist es gut, weil Du damit jemanden verlierst, der Dir eben nicht gut tut.
    Das ist einer der harten Züge einer solchen Erkrankung und ihrer Therapie:
    Man verliert Menschen.
    Meist jedoch solche, die einem eh nicht gut getan haben oder eigentlich unwichtig waren.
    Man kann dann aber auch Menschen begegnen, die einem gut tun.
    Ich würde an Deiner Stelle sogar überlegen, ob Du die Beziehung nicht von Dir aus beendest.

    Meine letzte Partnerin hat sich von mir getrennt, unter anderem, weil sie mit meiner Depression nicht umgehen konnte.
    Es war nicht erforderlich, ihr meine Krankheit zu offenbaren, weil sie von Anfang an wusste, dass ich eine depressive Disposition habe.
    Entsprechend hat sie natürlch selbst gemerkt, was mit mir los ist.
    Es war also nicht schwer, darüber zu sprechen.
    Sie hat darauf dann in einer Weise reagiert hat, die ich als starken Druck empfunden habe (Du musst dieses tun, jenes lassen, warum hast Du nicht längst ...? etc.).
    Ich habe ihr gegenüber dicht gemacht, weil ich erst befürchtete und dann merkte, dass die Depression sie und unsere Beziehung belastet.
    Wie auch immer ...
    ich war traurig, als sie sich getrennt hat.
    Es hat sich wie ein weiteres Nicht-gut-genug-sein, wie ein weiteres Versagen angefühlt.
    Aber letztlich hat mir diese Beziehung eben nicht gut getan - ihr wohl auch nicht.
    Ihre Bedürfnisse, Wünsche und Schwäche passen nicht zu meinen.
    Gut also, dass es vorbei ist.

    Was Deinen Therapeuten angeht, dem würde ich Deine Gefühle ganz klar kommunizieren.
    Gerade auch die Wut.
    Wut ist gut.
    Sie ist Energie, mit der Du etwas verändern kannst.
    Du wirst noch mehr Energie haben, wenn Du aufhörst, Energie auf den Versuch zu verwenden, die Wut zu unterdrücken oder zu kontrollieren.
    Der Versuch wird niemals auf Dauer funktionieren.
    Darum ist es völlig ok, den Versuch aufzugeben.

    Dein Therapeut wird Dir Möglichkeiten anbieten, mit Deiner Wut zu arbeiten - eine davon hast Du hier bereits genutzt (Deine Gefühle möglichst ungefiltert aufschreiben, ohne das dies jemals an den oder die Betroffenen gelangen muss oder sollte).

    Ich würde Dir abraten, Deinen Freund mit Deiner ungefilterten Wut zu konfrontieren.
    Zum einen, weil es dann um ihn, und nicht um Dich geht (allein dazu könnte ich hier noch viel mehr schreiben).
    Zum Zweiten, weil ich stark vermute, dass diese Wut gar nicht ihm allein gebührt (darüber wird Dir Deine Wut alles erzählen, wenn Du anfängst, ihr zuzuhören).
    Zum Dritten, weil ich aus Deinen Schilderungen und meiner Lebenserfahrung schließe, dass aus eine solchen Konfrontation nichts Gutes für Dich erwachsen wird.
    Du kannst nicht mit Deiner Wut umgehen, wie sollte Dein Freund es dann können?

    Soweit erst einmal, schönen Abend Dir.

    NM

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    AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen

    Hallo du,

    ich hatte am Sonntag das Gespräch und habe da doch erstmal etwas Dampf abgelassen. DARAUF hat er erstaunlich gut reagiert und hat sich nochmal entschuldigt. Jedoch der Teil der Traurigkeit, der depressiven Stimmung etc. - das tat nicht gut. Er meinte, er weiß nicht, ob er das so will...Ja, es ist sein Recht, es nicht zu wollen..und ja, ich kann das eigentlich auch nicht bieten, also eine Frau, die nicht mal weint etc. ABER: Mein Therapeut meinte:

    "Sie müssen sich auch auf das konzentrieren (damit sie sich besser fühlen und Ihren Selbstwert schützen / erhöhen etc.), was Sie eigentlich von einem Partner erwarten (ich hatte genannt:

    - etwas mehr Empathie und Einfühlungsvermögen, Wärme
    - Selbstreflektion und Entwicklung, EIngestehen von Fehlern, Kritikfähigkeit
    - 'gleiche Wellenlänge', so ewas wie 'Meta'Kommunikation, nicht ganz so, das habe ich dann mit Freundinnen, aber etwas mehr als ein Aha oder so auf meine Aussagen)

    und sich nicht immer klein machen. Denn auch mit Ihrer Krankheit dürfen Sie Erwartungen haben. Schließlich sei er nicht umsonst mit Ihnen zusammen."

    Naja, die letzten beiden Tage ging es mir gut genug, um nicht über meine Sorgen zu sprechen. Sorgen ist vielleicht übertrieben, aber ich würde eigentlich auch mal gene über meine Wünsche und Ängste bzgl. der Zukunft sprechen, vielleicht doch mal Hoffnung bekommen in Form eines netten Wortes, einer Umarmung...Das trau ich mich aber nicht mehr anzusprechen, weil es eigentlich meist weh getan hat, wie er reagierte...tja, was soll ich tun? Ich lebe mal so weiter...
    Vielleicht eben auch so:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Um mit ihm zusammen sein zu können, musst Du ihm etwas vorspielen.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es hat sich wie ein weiteres Nicht-gut-genug-sein, wie ein weiteres Versagen angefühlt.
    Aber letztlich hat mir diese Beziehung eben nicht gut getan - ihr wohl auch nicht.
    Ihre Bedürfnisse, Wünsche und Schwäche passen nicht zu meinen.
    Gut also, dass es vorbei ist.
    Ja, das stimmt, aber wird es je jemanden geben, der mit dieser Schwäche umgehen kann?? Ich habe das auch mit meinem Thera besprochen und meinte, ich müsse doch bitte erst mal stabil und gesund werden, bevor ich eben beziehungsfähig bin...wie dumm, aber im ersten Moment mein Gedanke. Dumm warum? Weil eben psychische Krankheiten auch Ausdruck einer 'Beziehngsstörung' sind.
    [/QUOTE]

    LG

  7. User Info Menu

    weiblicher Narzissmus

    Ich stoße auch immer mal wieder auf diesen Artikel (google: Hunger nach Anerkennung, Bärbel Wardetzki, zweiter Link in pdf) und sehe mich darin sehr. Nur die Frage, wie soll ich mit den Baustellen umgehen?

    Aktuell: Was darf ich von meinen Gefühlen zeigen? Was soll ich mit mir ausmachen? Wie soll ich damit umgehen, dass ich mich sooft von ihm verletzt fühle? Bisher war es Rückzug und Distanz, oder aber, ich habe mich selbst beschuldigt, zu sensibel zu sein und habe versucht, mein Ego aufzubauen...klappt alles nicht so wirklich...ich wünsch mir anderes und frage mich, ob es so etwas überhaupt gibt in einer Beziehung, ob es Menschen gibt, die passen und wo es leichter ist oder ob ICH hier einfach beziehungsunfähig bin und erst alles bewältigen muss, was da falsch in mir ist...

    bin traurig gerade...:(

    Gehts vielleicht noch wem da draußen so?

    Ich grüße euch mal ganz lieb

    Freiheitsliebende

  8. Inaktiver User

    AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen

    Siehst du dich denn als beziehungsfähig?
    Mit der Krankheit? Mit den Baustellen?
    Wenn du überwiegend mit dir selbst beschäftigt bist?

    Dein Freund ist nicht verantwortlich dafür,
    wenn du depressiv bist.

    Wohnt ihr zusammen?

    Ein Mann, der sich selbst reflektiert, auf der
    Suche ist, sein Verhalten analysiert, das
    würde passen.

    Der dir emotional was geben kann.
    Insofern fände ich ne Trennung besser.
    Dein Freund sucht das Leichte.
    So wie du ihn beschreibst.
    Ich mach dir mal Mut zur Trennung.
    Du bist doch in der Beziehung eh alleine.

  9. Inaktiver User

    AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen

    Zu #9 :
    Kritik nur in Ich-Botschaften.

    Nicht schlimm, dass du heute nicht in der Lerngruppe warst.
    Wichtig ist nur, dass du dir das vorgenommen hast.

    Finde symphatisch wie du dich auseinandersetzt mit allem.
    LG von: sina-lei

  10. Inaktiver User

    AW: Verzweifelt, depressiv - will wieder Hoffnung schöpfen

    Zitat Zitat von Freiheitsliebende86
    Mein Therapeut meinte:
    "Sie müssen sich auch auf das konzentrieren (damit sie sich besser fühlen und Ihren Selbstwert schützen / erhöhen etc.), was Sie eigentlich von einem Partner erwarten
    ...
    und sich nicht immer klein machen. Denn auch mit Ihrer Krankheit dürfen Sie Erwartungen haben. Schließlich sei er nicht umsonst mit Ihnen zusammen."
    Und was meinst Du?
    Worauf bezog sich das "auch", das ich oben fett gesetzt habe - was ist das Andere, worauf Du Dich Deinem Therapeuten zufolge konzentrieren musst (mal nebenbei, Du musst übrigens garnix. Du kannst aber.)?

    Kein Vorwurf meinerseits, aber habe ich Dich richtig verstanden: Die letzten beiden Tage ging es Dir gut genug, Deinem Freund letztlich wieder etwas vorzuspielen?
    Wie hat sich das angefühlt?

    aber wird es je jemanden geben, der mit dieser Schwäche umgehen kann?? Ich habe das auch mit meinem Thera besprochen und meinte, ich müsse doch bitte erst mal stabil und gesund werden, bevor ich eben beziehungsfähig bin...wie dumm, aber im ersten Moment mein Gedanke. Dumm warum? Weil eben psychische Krankheiten auch Ausdruck einer 'Beziehngsstörung' sind.
    Ich kenne den Gedanken, erst gesund werden zu müssen, bevor ...
    Ich halte den nicht für dumm, sondern für selbstschädigend.

    Nicht, weil "psychische Krankheiten auch Ausdruck einer 'Beziehungsstörung' sind". Das kann so sein.
    Kann aber eben auch sein, dass eine psychische Erkrankung die Beziehung stört. Die alte Frage danach, was zuerst da war: die Henne oder das Ei.

    Ich finde den Gedanken selbstschädigend, weil er Dich in jedem Fall von Dir weg führt.
    Nicht mehr Du stehst im Fokus mit Deinen Gefühlen, auf die Du mit Krankheit reagierst.
    Sondern die Frage, ob jemand anders eine Beziehung mit Dir führen mag/kann/will, also mit Deinen Gefühlen und Deiner aktuell pathologischen Umgangsweise mit Deinen Gefühlen.

    Ich finde den Gedanken auch deshalb selbstschädigend, weil es wieder nur darum geht, etwas nicht zu sein (krank), etwas nicht zu haben (bestimmte Gefühle, mit denen Du nur in Form einer Krankeit umgehen kannst). Behalte doch Deine Gefühle, lass sie leben, wertschätze sie, denn sie haben Dir etwas über Dich zu sagen. Die existieren nicht zufällig.

    Ich kann verstehen, dass Du nach einem anderen Umgang mit Deine Gefühlen, nach Gesundung hungerst.
    Aber solange Du Deine aktuelle Beziehung, deren Erhaltung oder Beziehung überhaupt und die Frage, wie attraktiv Du als Beziehungspartnerin bist, in den Mittelpunkt stellst, besteht erstens die Gefahr, dass Du immer wieder in die "Gefallen wollen und dafür leisten bzw. vorspielen"-Falle tappst.
    Und zweitens gibt es soviele Menschen, die trotz nachweislicher Schwächen, Macken und Krankheiten geliebt werden und lieben können.
    Warum also nicht auch Du?

    Fokussiere doch mal Dich, Deine Gefühle und das, was sie Dir sagen wollen.
    Ich glaube nach wie vor nicht, dass die allein aus Deiner aktuellen Beziehung herrühren.

    Alles Gute für Dich.

    NM

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