Ich finde 5 Tage schon ganz schön präzise - bei einem normalen Zyklus bedeutet das 23 Tage Sicherheit NICHT schwanger zu werden ohne ein 2. Verhütungsmittel. Und auch da gibt es noch natürliche Methoden sich sexuell näher zu kommen und eine Befruchtung zu vermeiden. Und wenn man schwanger werden will, kann man diesen Zeitraum ja auch ein wenig abpassen.
@Hans
Stimmt, das mit dem Stillen ist natürlich eine gute Einrichtung der Natur.
Ob die alle wirklich 3 Jahre gestillt haben, würde ich jetzt nicht unbedingt unterschreiben, aber in jedem Fall schränkte das die Fortpflanzung ein.
Ich glaube auch nicht, dass es in der Steinzeit eine Geburtenregelung gab - eher im Mittelalter und später.
Ich glaube aber auch, dass es in der sogenannten Steinzeit schon sehr viele unterschiedliche Kulturen gab und sogar sehr unterschiedliche Individuen.
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09.11.2012, 17:52Inaktiver User
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
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09.11.2012, 18:05Inaktiver User
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
Bitteschön, z.B. hier:
Ok ... jetzt sehe ich dass ich Dich vielleicht falsch verstanden habe.
Ich hatte gelesen Du meinst Frauen wurden von "unterlegenen Menschen (=Männern) zu Sklaven gemacht."
Vielleicht hast Du gemeint es wurden "(körperlich) unterlegenen Menschen zu Sklaven gemacht[/B].????
leider vermischst Du grammatikalisch manchmal einiges, so das ich durchnander komme, beim Lesen, wie zum Beispiel hier
Die Kulturen haben die Frauen dem Manne untertan gemacht. Er hat die Reproduktion in seine Macht gestellt, dazu mußte er seine Stärke, die eigentlich für die Jagd, die Verteidigung und gegen den Rivalen gedacht war, gegen die eigenen Frauen richten.
Die Kulturen und "er" ja, wer ist denn nun gemeint?
Ich habe schon den Eindruck dass da manches kreuz und quer geht und am Ende kommt aber immer die Meinung durch, dass der Mann der aktive Übeltäter ist und die Frau das passive Opfer.
Ich glaube anders als Du, dass auch Frauen selbst Kulturen mitgestalten, selbst zum Teil patriachale Kulturen und diese mittragen.
Genau wie auch matriachale Strukturen (die es ja auch gibt) von den Männern dieser Kulturen mitgestaltet und akzeptiert werden. In der Moderne gibt es wieder viele andere Möglichkeiten, und möglicherweise kann man neue Wege leben, die nicht mehr in diesen alten Strukturen hängen. Das ist eine Chance, aber ich finde deshalb nicht alles "Scheiße" was unsere Ahnen so veranstaltet haben ... (Manches schon, aber nicht alles). Da war auch ganz schön vieles dabei, was für diese jeweilige Zeit und Lebensweise vernünftig war.Geändert von Inaktiver User (09.11.2012 um 18:11 Uhr)
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09.11.2012, 20:21Inaktiver User
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
In der Tat, da habe ich ein "n" zu viel geschrieben. Ich meinte damit, dass z.B. besiegte Völker zu Sklaven gemacht wurden.
Mit "er" ist der Mann gemeint. Ganz generell.
Wie sehr man es Männern übelnehmen kann, dass sie kulturell bedingt ihre Frauen unterdrücken, sei dahin gestellt. Bestimmt kann man sie nicht als "Täter" bezeichnen, wenn sie nur das tun, was sie als ihre Pflicht ansehen.
Frauen, die sich mit ihrer Rolle identifizieren, sind auch keine Opfer.
Sie werden es nur in dem Moment, in dem sie aus ihrer Rolle ausbrechen wollen und daran gehindert werden.
Die Konflikte zwischen Mann und Frau sind nun einmal da. Das läßt sich auch nicht schön reden.
Wenn denn alles durch die Natur so vorgesehen ist, dass z.B. die Frau schwach ist und sich von dem Mann beschützen lassen muß, sie den größten Teil ihres Lebens mit Schwangerschaft und Stillzeit verbringt und sie es auf den Status des Mannes abgesehen hat, dann frage ich mich, weshalb sie (die Frau) nicht endlich Ruhe gibt und mit ihrer Rolle zufrieden ist.
Weshalb strebt sie nach eigenem Einkommen, politischem Einfluß und Selbstbestimmung?
Weshalb kämpft sie immer wieder für gleiche Rechte? Und warum kämpft sie immer wieder gegen den Mann (Emanzipation und Gleichberechtigung)? Warum ist der Mann (natürlich nicht alle!!) nicht bereit, seine Macht zu teilen?
Hier und heute in Mitteleuropa hat sich schon viel geändert. Wenn auch noch nicht alles.
Weshalb ich dem "Naturgegebenen" nicht so traue, versuche ich mal mit einem nahen Beispiel zu erklären:
Nach dem 1. Weltkrieg, in den 20er Jahren, hatten die Frauen ihr Wahlrecht erkämpft, konnten studieren, ihre Haare abschneiden usw., bei den Nazis wurden sie zu Gebärmaschinen degradiert, noch während des 2. Weltkrieges konnten die "Hausmütterchen" plötzlich schwer arbeiten, die Männer teilweise ersetzen, trotzdem Kinder kriegen usw., nach Kriegsende konnten sie trecken, Kinder kriegen, Trümmer räumen, ihre Kinder ernähren, kurz unter schwersten Bedingungen überleben.
Sie konnten ohne männlichen Schutz und Hilfe sich in einer sehr rauen Umgebung behaupten.
In dem Moment aber, in dem die Männer heimkehrten, wurden sie wieder zu hilflosen "Heimchen am Herd".
Die 50er und 60er waren für die Frauen geradezu ein Rückschritt ins Mittelalter (u. a. auch eine Ursachen für die 68er Revolution).
Was ist daran nun "Natur" ?
Können Frauen ohne männlichen Schutz auskommen? In einer Katastrophe (wie ein Krieg) ja. Und in geruhsamen Zeiten nein?
Mich irritiert dieser "Naturglaube" außerordentlich.
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09.11.2012, 21:34
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
Es ist ja auch ein GLAUBE. Da ist Zweifel angebracht. Jeder für sich kann ja glauben, was er mag, dadurch hat das nur noch lange keine Allgemeingültigkeit. Das lustigste ist, dass diese Theorien sich unter wissenschaftlichen Ausdrücken verstecken, nur leider kann keiner die von dir angeführten Beispiele unter der Prämisse dieser angeblichen Naturgläubigkeit widerlegen.

Das einzige, das die Natur wahrscheinlich so gewollt hat, ist das es möglichst viele verschiedene Variationen gibt. Es ist wahrscheinlich das unnatürlichste überhaupt für einzelne Dinge, Phenomene allgemeingültigkeiten festschreiben zu wollen. Vor allen Dingen, wenn es um 50% der Menscheit geht.
Die liebe Natur denkt sich wahrscheinlich: "super, jetzt haben die Menschen ein paar Jahrtausende gebraucht um wenigstens einen Kontinent 10 Jahre lang kriegsfrei zu halten, erst im 14 Jahrhundert kamen sie drauf, dass die Welt keine Scheibe ist, bis dahin liefen allerlei Götter am Himmelszelt umher, jeder für sich reklamierte, dass er der einzige sei... erst kürzlich veranstalten die Menschen einen Zorres, weil ein paar Honkitonkies meinen, sie müssen die halbe Welt verzocken...usw usw...
Die Natur... die sitzt wahrscheinlich kopfschüttelnd vor solchen halb-religiösen Aussagen, die sich meistens versuchen unter wissenschaftlichen Ausdrücken zu verstecken. Es geht es um Macht, Besitzanspruch und viel individuelle Unsicherheit: Angst. Würden die Menschen wirklich der Natur vertrauen, dann hätten sie nicht so viel Angst vor "anderen", unter "andere" fallen auch Frauen, die sich nicht so verhalten, wie einzelne es von ihnen erwarten.
Es ist im Grunde genommen Rassismus anderen vorzuschreiben, welche Rechte und Pflichten sie haben und wie sie sich zu verhalten haben aufgrund ihrer biologischen Natur. Nichts weiter. Altbekannte Methode.
aus Wikipedia "Rassismus"Rassismus ist eine Ideologie, die „Rasse“ in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlichen bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften deutet.
...ich bin mir nicht sicher, ob die Natur jemals aus dem Kopfschütteln raus kommen wird. Das letzte Jahrhundert hat wohl noch nicht gereicht.
Go on rocking girls & boys ...mit Angst vor Veränderung hat man garantiert keinen Spaß!
Geändert von _Farmelli (09.11.2012 um 23:06 Uhr)
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09.11.2012, 23:02
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
Im übrigen gestehen die weniger populärwissenschaftlich geprägten megaseller durchaus ein, dass es Prägungen gibt, das Überleben dieser Prägungen allerdings von der jeweiligen Kultur abhängig ist.
Es heißt also nicht Natur schließt Kultur aus, sondern Natur überlebt in der Kultur und reziprok. Ansonsten würden wir ja immer noch in der hier viel zitierten Steinzeit leben. Tun wir allerdings nunmal nicht. Die Steinzeitler hätten uns wahrscheinlich auch ausgelacht, was sich einige Gruppen an Menschen (egal wer oder welche) so alles an unnützen Verhaltensregeln ausgedacht hat, nur damit er seine angeblichen Vorteile durchsetzen kann.
Richard Dawkins: The Selfish Gene, seinerseits der Evolutionspsychologie zugeordnet, die ihrerseits umstritten istWhat this astonishing variety suggests is that man's way of life is largely determined by culture rather than by genes. However, it is still possible that human males in general have a tendency towards promiscuity, and females a tendency towards monogamy, as we would predict on evolutionary grounds. Which of these two tendencies wins in particular societies depends on details of cultural circumstance, just as in different animal species it depends on ecological details.
...wie die Evolution schon sagt: derjenige überlebt, der spezielle Mutationen zur Verfügung hat, die ihm in der jeweiligen Umwelt/Kultur den entscheidenen Vorteil verschafft hat. Als die Giraffe noch einen kurzen Hals hatte...als der Mensch noch in der Steinzeit lebte...
...vieles was damals ein Vorteil war, ist heute ein Nachteil. Die Kurzhalsgiraffe ist sogar meines Wissens ausgestorben.. Den Steinzeitmensch ...den gibts auch nicht mehr. Warum wohl?
...Evolution. D.h. Veränderung, Mutation und Weiterentwicklung und nicht Beibehaltung des Status Quo.
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10.11.2012, 00:44Inaktiver User
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
Evolution bedeutet im Falle des Menschen, dass er (sehr gut und vorallem zahlreich) überlebt hat, weil er durch die Entwicklung seines Gehirns seinen Lebensraum (überaus gründlich) erobert hat.
Sein Gehirn ist die Mutation, die beispiellos im Säugetierreich ist. Da ist nichts mehr vom Steinzeitmenschen übrig geblieben.
Wie sieht es aber mit seiner Gefühlswelt aus? Mit seiner Sexualität? Mit seinen animalischen Instinkten?
Ist da vielleicht noch was vom Steinzeitmenschen übrig?
Ich denke ja.
Nur denke ich nicht, dass es die "naturgegebene" Unterlegenheit der Frau ist, sondern die natürliche Gleichheit der Geschlechter.
Die Frauen haben ihre natürlichen Stärken nicht freiwillig abgegeben, sondern sie sind dazu gezwungen worden.
So wie in meinem Beispiel aus der Nachkriegszeit und den 50er Jahren.
Und so war es in allen Kulturen, in denen das Menschenbild so vorgegeben wurde.
Die griechische Mythologie ist eine interessant Quelle, wie dort schon Frauen gegen Männer um Macht kämpfen.
Der Geschlechterkampf ist einer der überflüssigsten Kämpfe der Menschheit.
Aber der Mensch ignoriert den Steinzeitmenschen in sich, indem er Macht und Gewalt gegen seinesgleichen ausübt. Damit meine ich nicht Konkurrenten, sondern seine Anvertrauten.
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10.11.2012, 11:55
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
Ergänzend zu deinem Beitrag:
"umstritten" ist zurückhaltend formuliert. Joachim Bauer setzt sich in seinem Buch "das kooperative Gen" mit den Thesen von Dawkins an mehreren Stellen auseinander. Aus meiner Sicht überzeugend.
Man kann in dem ein oder anderen Punkt sicher unterschiedlicher Auffassung sein.
Ich wollte hiermit nur auf einen Wissenschaftler hinweisen, der mit den Feststellungen bzw. Schlussfolgerungen von Dawkins zumeist nicht einverstanden ist.
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10.11.2012, 12:01
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
Ich meinte mit meinem umstritten, dass eben genau diese "Evolutionspsychologen" von denen du redest weitläufig umstritten sind und gewaltige Probleme haben sich vom Biologismus und seinen ideologischen Freunden abzugrenzen.
Dawkins und der Kognitionswissenschaftler Chomsky sind für mich die einzig lesbaren und logisch nachvollziehbaren von den durchgängig männlichen Populärwissenschaftlern der so frisch erfundenen Evolutionspsychologie.
Die meisten haben das Problem der Steinzeit: "EY da Mammut, ey wirf stein".
Auf gut Deutsch: Reduktionismus zugunsten gut verkäuflicher einfacher Argumente. Wenn die Welt doch nur so einfach wäre.
Geändert von _Farmelli (10.11.2012 um 12:07 Uhr)
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10.11.2012, 12:27
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
Die Savanne ist auch nicht mehr da...(obwohl ich manchmal wünschte dass ich einfach mein Pferdle nehmen könnte und los galoppieren könnte...das wäre so schön!)
Wie sieht es aber mit seiner Gefühlswelt aus? Mit seiner Sexualität? Mit seinen animalischen Instinkten?
Ist da vielleicht noch was vom Steinzeitmenschen übrig?
Ich verstehe nicht ganz, das Neurologische System bzw. Gehirn ist doch die Gefühlswelt. Die kompletten Drüsen sind engmaschigst mit dem Gehirn rückgekoppelt, die Hauptdrüsen sitzen sogar drinnen.
Jetzt soll die graue Gehirnmasse sich fortentwickelt haben so dass sie es sogar schafft die Quantentheorie zumindest aufzustellen und der komplette Rest des Hirns hat sich nicht entwickelt und sitzt noch in der Savanne.
Warum?
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10.11.2012, 12:38



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