Das würde ich mal unterschreiben, zumindest aus meiner Erfahrung heraus.
Die gemeinsame Schnittmenge würde ich mal als "WIR" bezeichnen, die außen liegenden Bereiche als "ICH". Für verhältnissmäßig viele Frauen scheint eine Verschmelzung von ICH und WIR erstrebenswert zu sein.
Männer empfinden es häufig als Verlust ihrer eigenen Identität, wenn der ICH-Anteil zu klein wird. Die Reaktion darauf ist häufig Flucht oder Abgrenzung.
Allerdings glaube ich, dass auch für Frauen zunehmend der ICH-Anteil an Bedeutung gewinnt.
Für eine stabile Beziehung müssen diese Bereiche eine gesunde Balance haben.
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09.10.2012, 10:47Inaktiver User
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
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09.10.2012, 10:51
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09.10.2012, 10:55Inaktiver User
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09.10.2012, 11:00
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
Ich wüsste gerne mal von welchen Frauen ihr sprecht, die gerne eine symbiotische Beziehung wollen? Sind das 20%, 40% oder 60% der Frauen...
Ich kenn nur eine, die so was will...dafür kenne ich allerdings 5 Männer, die die Symbiose anstrebten...
Verzwackt alles...
Also was meint ihr über welche "Frauen" redet ihr...wieviele....in welchem Bereich sind die anzutreffen...
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09.10.2012, 11:02
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
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"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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09.10.2012, 11:02Inaktiver User
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
Ich gehöre zu den Frauen, die es schnell als Verlust der eigenen Identität empfinden, wenn der ICH-Anteil zu klein wird, habe auf der anderen Seite aber auch den Wunsch nach "Verschmelzung". Es ist in der Tat nicht leicht, da die richtige Balance zu finden, irgednwie schwankt das auch immer...bei mir jedenfalls
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09.10.2012, 11:04Inaktiver User
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
Okay, dann nochmal: Für Jungs bedeutet, die eigene sexuelle Identität zu finden, zugleich das Ende der Symbiose mit der primären Bezugsperson. Er ist nicht wie die Mutter, also muss (bzw darf) er sich von ihr lösen und einer männlichen Person zuwenden. Für Mädchen ist das nicht nötig/möglich, da sie ja in der Mutter gleichzeitig ihr erstes Geschlechtsvorbild haben.
Da Mütter ihre Söhne aber nicht einfach als Kinder in die Welt hinausmarschieren lassen können, ist die männliche Suche nach Identität immer irgendwie mit einem Kampf gegen die Einvernehmung durch eine beschütztende und "festhaltende" Mutter geprägt. Deshalb denke ich, dass Männer auf Klammern sehr stark mit Fluchtreflexen reagieren, während Frauen sich durch das Herstellen von Nähe weniger leicht bedroht fühlen. Frauen haben aber öfter Probleme mit dem Alleinsein und fühlen sich als Person eher durch das Fehlen oder den Abbruch von Beziehungen bedroht. Deshalb fällt es ihnen, wenn sie dann selbst Mütter sind, vielleicht wieder schwerer, wenn ihre Söhne sich von ihnen ablösen wollen, vor allem, wenn sich vorher vielleicht schon der Vater und der Kindsvater von ihnen getrennt haben. Und so geht es dann wieder von vorn los.
Für mich persönlich ist das einleuchtend, ich würde aber nicht sagen, dass es für alle Menschen zutrifft. Es kommt ja immer noch auf das einzelne Verhalten der Eltern an. Aber ich würde schon sagen, dass ich diese Konstellation "dominante, klammernde Mutter, schwacher oder nicht vorhandender Vater" öfter gesehen habe, als ich selbst Kind war. Ich kannte allerdings auch die Variante, wo die Mutter eine eiskalte Sadistin war und der Vater in erster Linie durch "Sich-Raushalten" aufgefallen ist. Oder die Variante "dominanter, narzisstischer Vater und liebevolle, aber wenig selbstbewusste Mutter".
Deshalb würde ich menschliches Verhalten auch nicht rein auf ihr Geschlecht zurückführen. Aber darum geht's ja hier, und da gibt es vielleicht schon gewisse Trends. Das ist aber eine nicht-fachfrauische Meinung ... ich finde sowas nur spannend und habe bei mir selbst ja genügend neurotisches Anschauungsmaterial.
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09.10.2012, 11:11
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
Jetzt komm, was ist denn an einer liebevollen Partnerschaft über fast 30 Jahre so abschreckend, daß Du die Flucht ergreifst? Die Umschreibung als Reservat war nur eine Reminiszenz an eine geschätzte ehemalige Userin hier.

Fabulieren und Gallopieren: ist es nicht das, was wir in der Bricom tun. Spekulieren und uns dabei Vergallopieren.
Karl Marx sah in der manuellen Arbeit der Männer (Steinwerkzeuge und so) die Quelle des sozialen Fortschritts. Steven Pinker die Kommunikation ( und dabei sicher nicht die schweigenden Männer ums Lagerfeuer), Sarah Blaffer Hrdy die Versorgung der Kinder. Es steht sozusagen 1:2 für die Frauen, und inzwischen sind sie sogar für die Arbeit mitverantwortlich. Arme Männer.
hehe...ne: naheliegend & wahrscheinlich zutreffend...
....und außerdem auch lustig. Komm schon!

Ist doch biologisch bekannt, dass Frauen für die Fortentwicklung einer Gesellschaft zuständig sind und der eigentliche Evolutionsmotor während die Jungs dafür sorgen, dass währendessen nicht die Welt auseinanderfliegt. Vielleicht sind ja viele so unzufrieden, weil die Gesellschaft einfach nicht aus dem Quark kommt und feststeckt in der Zwirbeldrüse des Steinzeit-Savannengehirns?
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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09.10.2012, 11:17Inaktiver User
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09.10.2012, 11:18
AW: Frauen wollen Bindung und Männer Sex?
"Diese" Frauen sind erstmal die, die die Grafiken mit den gemeinsamen Schnittmengen gezeichnet haben. Die waren in der Paartherapie mit ihren Partnern. Das Buch war - glaube ich - von Michael Lukas Moeller.
Aber mir ist diese Schnittmengensache so in Erinnerung geblieben, wohl auch, weil ich mich ertappt gefühlt hatte. Wohl glaube ich, dass ich mehr die emotionale Nähe und "Verschmelzung" meine und das muss mit Zeit und Einengung von Freiräumen überhaupt nichts zu tun haben. Aber ich finde schon, dass mein Partner mehr - auch emotionalen - Abstand braucht/wünscht und ich glaube, dass das schon eher für Männer typisch ist. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es sich hier auch noch um ein Generationending handeln kann (wir sind Ü50), wenngleich sich derartiges ja auch nicht innerhalb 1 Generation grundlegend ändern dürfte. Ich muss darüber hinaus sagen, dass sicher mein Beuteschema auch beteiligt ist ... also objektiv ist hier wohl nix, mehr so ein Eindruck.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)



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