Das eben sah man damals ganz anders.
Nur weil du hier einen Punkt machst ist das aber nicht in Stein gemeißelt, sondern eben deine Meinung, ich glaube auch nicht an eine Idealisierung von Künstlern, sondern es sind eher Berührungsängste zwischen Künstler und Publikum. Solche gibt es immer wenn ich nicht verstehe,was der andere macht, würde mir also auch mit einem Atomphysiker so gehen etc..
Das hat nix mit verquerer Romantik zu tun, sondern mit meiner Beobachtung. Sicher gibt es auch andere Künstler, die sehr gut mit dem Leben klar kommen, aber ich will eigtl. gerade sagen, dass ein Leben als Künstler nichts beneidenswertes und romantisches ist, sondern viele scheitern an sich oder sind zumindest ihr Leben lang in finanzieller Not. Finanziell am Besten geht es oft jenen, die sich dem Mainstream anpassen können und da bin ich mir ja auch nicht sicher, ob ich einen Dieter Bohlen überhaupt als Künstler bezeichnen möchte.
Dass jeder künstlerische Anteile in sich trägt darüber möchte ich nicht streiten, obwohl ich wirklich manche so interesselose Menschen kenne, dass ich es auch nicht für bewiesen halte, so wie ich generell nicht jeden, der ein Instrument spielen oder ein fotorealistisches Bild malen kann als Künstler bezeichnen möchte. Das ist für mich noch grundsätzlich Handwerk das jeder erlernen kann...
Nochmal zu deinem Kommentar über Kunst:So wurde vor hundert Jahren über das geurteilt, was heute als etabliert und anerkannt gilt:Ausnahmen sind jene Formen von Kunst, die Hässlichkeit und Zerrissenheit zelebrieren. ....
Quelle"Das ist keine Kunst!"
Am 25. Mai 1912 eröffnete in Köln eine Kunstausstellung, die die Gemüter der konservativen Kunstfreunde erregte. Tradierte Kunstvorstellungen prallten auf neue Ideen und Konzepte, und wie so oft war heftige Ablehnung die erste Reaktion. Als "Exzentrizitäten" oder "Tapetenmuster" bezeichnete die Presse die Werke, die in der Kunsthalle am Aachener Tor gezeigt wurden, als "schädliche Erscheinung" die ganze Veranstaltung. Von der Idee, "nicht das Gültige, Bekannte, Abgestempelte, sondern das Suchende, Ringende und Kommende der Malerei" zu zeigen, hielt das Publikum nichts: "Keime, Werdendes, selbst Fachleuten noch nicht ganz Klares gehört nicht in eine Ausstellung, in der das Publikum Ehrfurcht vor dem Können gewinnen soll."
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Ergebnis 31 bis 37 von 37
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22.09.2012, 11:35
AW: Künstlerisch-persönliche Offenheit
Der Blick über`n Tellerrand war ein Blick in´s Zauberland ... (Keimzeit)
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22.09.2012, 22:51
AW: Künstlerisch-persönliche Offenheit
Da gebe ich Dir recht.
Ich denke aber, dass es wahrscheinlich doch eine gewisse, andere Offenheit gibt, durch die sich viele Künstler von anderen Menschen unterscheiden, nämlich die Offenheit für Eindrücke von außen. Dass sie stärker Stimmungen, Bilder, Szenen, Farben, Formen usw. aufnehmen. Weit offen für Eindrücke von außen bedeutet aber nicht automatisch sehr offen beim Mitteilen von persönlichen Dingen.
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22.09.2012, 22:53
AW: Künstlerisch-persönliche Offenheit
das hast du wundervoll ausgedrückt, bertrande!
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22.09.2012, 22:55
AW: Künstlerisch-persönliche Offenheit
@Lizzie
Danke.
War auch schwer.
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22.09.2012, 23:09Inaktiver User
AW: Künstlerisch-persönliche Offenheit
Die Frage: "Wo bin ich?"

Man könnte noch hinzufügen: "Was ist das eigentlich hier? Was nehme ich wahr? Und was löst es in mir aus?"
Und ein Teil davon findet über das künstlerische Werk ja wieder seinen Weg zurück in die Welt, wird also offen (da öffentlich) mitgeteilt. Deshalb ist es ein Diskurs.
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22.09.2012, 23:22
AW: Künstlerisch-persönliche Offenheit
@Fenimi
Ein Teil sicher, aber vielleicht auch verfremdet oder in einen anderen Zusammenhang gebracht.
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22.09.2012, 23:31Inaktiver User
AW: Künstlerisch-persönliche Offenheit
Schwierig in welchem Sinn meinst du?
Ich persönlich finde es wahnsinnig anstrengend nicht ehrlich zu sein, und sinnlos noch dazu. Nähe und Beziehung kann ja nur entstehen wenn ich mich öffne und zeige wie ich bin. Und nur dann kann ich auch wissen ob man wirklich mich meint - und nicht eine Fassade die jemanden zeigt der ich ja gar nicht bin.



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