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  1. Inaktiver User

    AW: Motivation aus sich heraus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso ist denn nicht das GEfühl da, daß Du an den "völlig unbefriedigenden" Projekten mal tiefer
    einsteigst?
    Hallo Kenzia,

    meinen "völlig unbefriedigenden" Lebensbereichen habe ich mich jetzt ein Jahr lang intensiv gewidmet und bin diesbezüglich im Moment ziemlich ausgebrannt. Ich habe diese Themen IMMER im Hinterkopf und werde mich ihnen auch wieder aktiv zuwenden, wenn ich mich stark genug dafür fühle. Im Moment ist das nicht der Fall.

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    AW: Motivation aus sich heraus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Kenzia,

    meinen "völlig unbefriedigenden" Lebensbereichen habe ich mich jetzt ein Jahr lang intensiv gewidmet und bin diesbezüglich im Moment ziemlich ausgebrannt. Ich habe diese Themen IMMER im Hinterkopf und werde mich ihnen auch wieder aktiv zuwenden, wenn ich mich stark genug dafür fühle. Im Moment ist das nicht der Fall.
    Dann wäre es doch SINNvoller, dich jetzt mehr deinen SOWIESO-Leidenschaften zu widmen und so Kraft zu schöpfen, anstelle dir ein neues Projekt aufzuzwingen, das dich "anstrengen muss".

    Vielleicht ist dein Thema auch "das Leben darf nicht nur enstpannt sein"?

  3. Inaktiver User

    AW: Motivation aus sich heraus

    Zitat Zitat von kubus Beitrag anzeigen
    Dann wäre es doch SINNvoller, dich jetzt mehr deinen SOWIESO-Leidenschaften zu widmen und so Kraft zu schöpfen, anstelle dir ein neues Projekt aufzuzwingen, das dich "anstrengen muss".

    Vielleicht ist dein Thema auch "das Leben darf nicht nur enstpannt sein"?
    Ja, auf diesen Gedanken hast du mich mit deinem vorherigen Beitrag schon gebracht. Soll ich es mir erlauben, einfach nur Spaß zu haben? Das entspricht tatsächlich irgendwie nicht meiner Vorstellung vom Leben...

    Ähnlich bin ich auch zu meinem Studienfach gekommen... Eigentlich hätte ich gerne Sport studiert oder Ökotrophologie. Nur dachte ich: Das machst du doch eh gerne, heb es dir als Hobby auf und mach lieber was Geisteswissenschaftliches, das kannst du doch auch gut. Auch da hab ich die Themen, die mich wirklich interessieren, rundweg ausgeschlossen. Keine Ahnung, warum ich so denke...

    Aber eigentlich könnte ich es jetzt wenigstens in meiner Freizeitgestaltung anders halten!

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    AW: Motivation aus sich heraus

    Ich bin in der Regel sehr intrinsisch motiviert, d.h. von innen raus.

    Das kommt daher, dass ich in meinem Leben so viel wie möglich an Dingeb mache, die mir Spaß machen und für die ich mich interessiere. Ich lasse mir von anderen nicht aufdrücken, was man in seiner Freizeit zu machen hat und wofür man sich zu interessieren hat (irgendwelche In-Sportarten, irgendwelche Kult-Bücher, Kult-Filme oder sonstige angebliche Must haves, die man angeblich erlebt haben muss, um mitzureden, der ganze kurzlebige Mode-Hype etc.).

    Wenn Du nach intrinischer Motivation strebst, dann kommst Du um die Frage, was Dich wirklich interessiert, was Dich wirklich berührt und wofür Du Dich wirklich begeistern kannst, - und zwar unabhängig davon, wie andere das finden - nicht herum.

    Schau mal in Deine Kindheit:
    Was hat Dir da besonders viel Spaß gemacht? Wofür konntest Du Dich damals begeistern?
    Was konntest Du schon damals besonders gut?

    Ich gebe zu, dass ich bei meiner Erwerbsarbeit nicht allein intrinsisch motiviert bin, weil meine Arbeit nur einen kleinen Teil meiner intellektuellen Fähigkeiten fordert. Hier reicht es jedoch, mir zu sagen, dass ich es mit der Arbeit in dieser Firma sehr gut getroffen habe, und dass ich diesen Job behalten will.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  5. Inaktiver User

    AW: Motivation aus sich heraus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ähnlich bin ich auch zu meinem Studienfach gekommen... Eigentlich hätte ich gerne Sport studiert oder Ökotrophologie. Nur dachte ich: Das machst du doch eh gerne, heb es dir als Hobby auf und mach lieber was Geisteswissenschaftliches, das kannst du doch auch gut. Auch da hab ich die Themen, die mich wirklich interessieren, rundweg ausgeschlossen. Keine Ahnung, warum ich so denke...
    Warum vertreibst du mit aller Macht die Leichtigkeit aus deinem Leben???

    LG Lotterle

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    AW: Motivation aus sich heraus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    LaRimbecca,

    das ist mir durchaus klar. Deswegen schrieb ich ja auch: "solange es positive Ergebnisse zeitigt". Sprich: ein gutes Abi, weil man Anerkennung von den Lehrern will/bekommt, ist ja nix Schlimmes. So, wie Wolkendunst sich beschreibt, sehe ich die Gefahr nicht, die Du benennst.
    Ich schon. Weil Wolkendunst sich in ihrer Motivation sehr danach ausrichtet, etwas für andere zu tun, und weil auch "private Projekte" anstrengend sein "müssen" (sonst sind sie nichts wert?) und zielorientiert sind. Etwas nur aus Spaß an der Freude zu machen, scheint sie für sich abzuwerten.

    Ich schließe mich Lotterles Frage an.
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  7. Inaktiver User

    AW: Motivation aus sich heraus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum vertreibst du mit aller Macht die Leichtigkeit aus deinem Leben???
    Hmm, das nimmt ja jetzt eine ganz andere Wendung als ich dachte... Mir ging's darum, Disziplin zu finden und jetzt geht es um die Frage, warum ich die Leichtigkeit nicht zulasse.

    Dass an dieser Frage etwas dran ist, erkenne ich auch irgendwie. Aber mit einer Antwort darauf tue ich mich schwer....

    Vielleicht weil ich es nie gelernt habe, das Leben leicht zu nehmen? Vielleicht weil das einfach nicht in meinem Charakter liegt? Meine Eltern haben mir zumindest eher Disziplin und hohe Ansprüche an sich selbst vorgelebt. Meine Lust am Essen, Faulsein usw. an mir zu akzeptieren, ist deswegen gar nicht so leicht gewesen. Ich fand eigentlich eher immer, dass ich einen Hang zum Genuss habe. Deswegen bin ich der Leichtigkeit gegenüber vielleicht eher misstrauisch...

    Eigentlich habe ich eher das Gefühl, ich müsste mich kontrollieren und in geordnete Bahnen zwingen, als mehr Leichtigkeit zuzulassen?!? Auf der anderen Seite muss ich sagen, fehlt mir mittlerweile echt der schnöde oberflächliche Spaß am Leben. Vielleicht muss ich doch mal meine eigenen Grundsätze überdenken...

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    AW: Motivation aus sich heraus

    Liebe Wolkendunst,

    Disziplin scheinst Du doch zu haben. Du engagierst Dich so weit für den Job, dass es reicht und Du damit Deinen Lebensunterhalt finanzieren kannst. Wahrscheinlich hast Du die notwendigen Versicherungen abgeschlossen, zahlst pünktlich Deine Miete und hast Dir Gedanken über Deine Altersvorsorge gemacht, oder?

    Die "Basics" sind also im grünen Bereich. Der Rest - das ist Lebensgestaltung nach individuellem Gusto.

    Es ist doch wunderbar, dass Du ein Genussmensch bist. Ich kann mir vorstellen, dass dies ein wunderbarer Gegenpol ist zu den Bereichen in Deinem Leben, in denen Du Dich disziplinieren musst. Der Genuss am Schlafen, an gutem Essen, am Faulenzen bringt damit ein wenig Leichtigkeit hinein.

    Ich finde mich in vielem wieder, was Du schreibst, habe ähnliche Veranlagungen. Der Versuch, mich mehr zu disziplinieren, hat mich vor einigen Jahren zunehmend von dem abgeschnitten, was meinem Leben Energie und Kraft gegeben hat. Nur noch zu funktionieren, alles zielgerichtet und zweckorientiert auszurichten, das war ein Panzer, der mir jede Lebensfreude genommen hat. Sogar die Bücher, die ich gelesen und die Filme, die ich angesehen habe, habe ich ausgewählt unter dem Aspekt der Bildung, der Nützlichkeit usw..

    Ich bin der Meinung, dass der Mensch mehr ist als ein Wesen, das einem Zweck dient. Dass es "sinn-voll" ist, alle Aspekte auszuleben, die in einem angelegt sind. Nicht nur die, die "nützlich" sind. Für wem nützlich sind? Auch das ist ja eine Frage. Darauf wollte ich schon gestern hinaus. Wer bestimmt, was nützlich und gut ist? Tust Du das für Dich? Oder lässt Du Dir von anderen aufdrängen, was sie nützlich und gut finden? Das birgt die Gefahr, manipuliert zu werden. Wenn Du selbstbestimmt leben willst, kannst nur Du die Maßstäbe setzen, die für Dein Leben wichtig sind. Und die können auch heißen: Zeit für Genuss zu haben/zu finden. Einfach nur, weil es Dir Spaß macht. Spaß zu haben, ohne tieferen Sinn. Einfach nur, um Spaß zu haben.
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  9. Inaktiver User

    AW: Motivation aus sich heraus

    Zitat Zitat von LaRimbecca Beitrag anzeigen
    Ich bin der Meinung, dass der Mensch mehr ist als ein Wesen, das einem Zweck dient. Dass es "sinn-voll" ist, alle Aspekte auszuleben, die in einem angelegt sind. Nicht nur die, die "nützlich" sind.
    Liebe LaRimbecca,

    es gefällt mir sehr, was du schreibst. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund habe ich diesen Blickwinkel auf mein Leben bislang nie gehabt. Ich hab mich ganz aufs Optimieren und Funktionieren konzentriert. Und darauf, meine unproduktive Seite zu disziplinieren. Selbst in meiner Freizeit meine ich noch, ich muss mal Sachbücher statt Romane lesen, besser ins Museum statt in die Sauna gehen, zielgerichtet die Partnersuche angehen und mich um Freundschaften zu Leuten bemühen, die im Prinzip gar nicht zu mir passen. Ich bin total erfolglos in diesen Dingen und das Schlimmste ist: Es macht mir auf diese Art einfach keinen Spaß und das zieht wirklich alle Kraft und Lebensfreude ab.

    Es ist ein ungewohnter Gedanke, seine Zeit nicht für etwas zu "nutzen", sondern einfach auf seinen inneren Antrieb zu hören, aber er ist mir überaus sympathisch! Ich werde keine weitere Pflichtübung anfangen, um irgendein Defizit in meinem Leben in den Griff zu bekommen, sondern einfach mal mich so sein lassen, wie ich gerne bin. Dann bekomme ich vielleicht auch wieder einen Zugang zu meiner eigenen Motivation. Das ist zumindest schon mal ein Vorhaben, das ich nicht mit innerem Widerstand anfange...

    Danke

  10. User Info Menu

    AW: Motivation aus sich heraus

    also wenn du eigentlich ein gesussmensch bist und bis jetzt dagegen gelebt hat, dann wird es zeit dass du dein genuss zulässt.
    das kannst du ja mal im kleinen machen, zb. anstatt einen sinnstiftenden film ansehen, mal einen sogenannten popcornfilm sehen, oder kein sachbuch sondern einen trivialen roman.
    irgendwann fällt es dir viel leichter einfach auf genuss umzuschalten

    für mich persönlich ist sinnstiftendes ein genuss, alles wo ich nicht weiter komme in meinem Wissensdurst ist für mich verlorene zeit, darum strengt es mich nicht an. aber ev. habe ich doch mehr balance als ich denke muss mal nachdenken.
    ich weiss nicht, aber alles was ich mache, sei es ein konzert, museum, film, theater, buch, kurs etc. ist doch was zum lernen, ich erweitere meinen horizont bei allem was ich ansehe oder mache, anders gehts doch nicht oder???

    es gibt doch nichts was man tun kann ohne dass man was dabei begreift, lernt etc. oder irre ich mich da??
    "Die Hoffnung ist das Übelste aller Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert"

    Friedrich Nietzsche

    "Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein"!

    "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt"!

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