Antworten
Seite 14 von 50 ErsteErste ... 4121314151624 ... LetzteLetzte
Ergebnis 131 bis 140 von 494
  1. Inaktiver User

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Naja, aber mal ernsthaft: Hier schreibt jemand eine Handvoll Beiträge, lässt eine gewisse Bitterkeit und Groll erkennen, und schon leiten viele hier ab, dass eine Therapie unbedingt erforderlich sei und eine Ablehnung ein Zeichen von Beratungsresistenz. Das finde ich schon ganz schön vermessen.
    Es geht nicht um ein paar Beiträge, sondern um 14 Strangeröffnungen der TE in anderthalb Jahren,
    in denen immer wieder ähnliche Themen eine Rolle spielen und eine erstaunliche Erstarrung und Rigidität von Dir, Antje73, spürbar ist.

    Die Antwortenden tippten sich immer wieder auf ähnliche Weise die Fingerkuppen fusselig.

    Antje, es muss einen Grund geben für Deine Bitterkeit, sie scheint Dich vor etwas zu schützen, das Du glaubst wahnsinnig fürchten zu müssen.
    Was dieses so heftig Gefürchtete sein mag mit jemandem herauszufinden, der in keiner Weise persönlich involviert und aber seriös ist, kann wirklich ganz ungemein erleichtern und helfen.

  2. Inaktiver User

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    ich finde es auch etwas vermessen, jemanden aufgrund von solchen fragen in eine therapie drängen zu wollen.
    zumal ich genügend leute kenne, denen therapien nicht geholfen haben. manchmal läuft eben das leben nicht nach wunsch, und das tut halt weh und man leidet. das ist doch nichts "krankes", also therapiebedürftiges.

    sich ein kind zu wünschen, setzt keine generelle kinderliebe voraus meiner meinung nach, sondern den wunsch, etwas ganzheitliches zu tun, eine große aufgabe zu übernehmen, mehr zu machen als job und gelegentlich essen gehen. ich kann dieses gefühl gut verstehen. als ich damals vor dieser frage stand, hatte ich das glück, am ende ein kind bekommen zu können. das war aber eine zeitlang nicht klar, und in dieser zeit dachte ich, dass ich halt was anderes machen müsste, wenn ich kein kind bekäme. ich wäre vermutlich ins ausland gegangen. oder hätte mich irgendwie sehr massiv neben meinem beruf engagiert. vielleicht, antje, gibt es für dich auch da noch wege. ist aber nicht ganz das gleiche, klar...

    was ich dir dringend nahelegen möchte, ist zu überlegen, ob du eigentlich das richtige umfeld hast. es gibt vielleicht andernorts menschen, die besser zu dir passen. vielleicht ziehst du nochmal los?

  3. Inaktiver User

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um ein paar Beiträge, sondern um 14 Strangeröffnungen der TE in anderthalb Jahren,
    in denen immer wieder ähnliche Themen eine Rolle spielen und eine erstaunliche Erstarrung und Rigidität von Dir, Antje73, spürbar ist.

    Die Antwortenden tippten sich immer wieder auf ähnliche Weise die Fingerkuppen fusselig.

    Antje, es muss einen Grund geben für Deine Bitterkeit, sie scheint Dich vor etwas zu schützen, das Du glaubst wahnsinnig fürchten zu müssen.
    Was dieses so heftig Gefürchtete sein mag mit jemandem herauszufinden, der in keiner Weise persönlich involviert und aber seriös ist, kann wirklich ganz ungemein erleichtern und helfen.
    Hallo @all,
    aus meiner Sicht als auch langjährige Userin hier ist dies hier ein Grundproblem in diesem Forum: es besteht eine Grund-Erwartung, "dass sich was tun muss". Das ist auch aus meiner Sicht wünschenswert, man setzt sich hier mit den Problemen und Anliegen anderer Menschen auseinander und wünscht sich/der anderen, dass eine Besserung eintritt.
    Aber: es gibt ja keine Verpflichtung dazu.

    Für mich ist es ok, wenn Antje73 hier weiterhin und jahrelang mit ihrer Problemstellung postet und sich "nichts" ändert. Dann hat man selbst ja die Entscheidung zu sagen, dass man aus dem Thema aussteigt. Schwierig finde ich, wenn manche Userinnen sozusagen "um sich schlagen" und andere herabsetzen. Das passiert hier aus meiner Sicht nicht.

    Mir selbst hat es schon öfter geholfen, gedanklich in einem Thema weiterzukommen, wenn ich hier poste, ich habe aber auch schon die Erfahrung gemacht, dass ich "ganz tief durchatmen" musste.

    Liebe Antje73, zu deinem Kinderwunsch kann ich nur sagen, dass ich dich direkt verstehen kann. Ich hatte auch einen so tiefen und innigen Kinderwunsch, der sich zum Glück erfüllt hat. Das muss man gar nicht rational erklären. Es ist allerdings schrecklich zu lesen, dass es dir so schlecht geht und in der Tat schwer auszuhalten, dass du scheinbar in der Situation verharrst.

    Viele Grüße
    Birke

  4. Moderation

    User Info Menu

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich - das glaube ich ja überhaupt nicht ....
    Ich habe bei Psychologen schon die Vorstellung dass es sich um eine Profession handelt, die mit Freundschaft rein gar nichts zu tun hat.
    m.E. sollten sowohl Freunde wie auch Therapeuthen wohlwollend zuhören und sinnvollen Input geben.

    Allerdings ist aufgrund der unterschiedlichen Beziehung "sinnvoll" nicht immer das gleiche. Von einem Freund ist es im Zweifelsfall sinnvoller, "moralische" Unterstützung ansatt Erkenntnisuntersützung anzubieten. "Du bist wertvoll, du wirst gemocht" kann dem Problembeladenen die Kraft und Zuversicht geben, seine Probleme anzugehen. Ein Therapeut sollte das zwar auch ausstrahlen, aber den Fokus auf "Hast du mal darüber nachgedacht, daß..., was würde denn passieren, wenn..." Erkenntnisgewinne setzten. (Das ist jetzt vereinfacht, es sind natürlich nicht alle Situationen gleich geschaffen.)

    Außerdem wird ein Therapeut dafür bezahlt, einem Sachen zu sagen, die man nicht hören will, aber vielleicht hören sollte, und sich auch mal anschnauzen oder anbrüllen zu lassen (was unter Freunden nur sehr begrenzt geht)sich mit Dingen belasten zu lassen, die man Freunden nicht aufladen möchte, und gegenüber Dritten die Klappe zu halten (was bei Freunden nicht immer so gegeben ist, wie man es vielleicht gerne hätte).

    Ich kenne Leute, die stolz darauf sind, wie toll sie für ihre Freunde als Therapeut werken können. Ich sehe das immer mit Bedenken.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Inaktiver User

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Ein Therapeut übernimmt ausserdem für die Dauer der Behandlung, die Mitverantwortung für die seelische Gesundheit seiner Patienten. Als Freund möchte ich diese Verantwortung nicht tragen.

  6. Inaktiver User

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Liebe Antje,

    ich verstehe, wie hart es ist, den Lebenstraum von Familie und Kindern loslassen zu müssen und finde es auch verständlich, dass du in dieser Situation keinen Mann mit Kindern willst.

    Was mir aber ganz stark auffällt an deinen Posts, ist deine Hoffnungslosigkeit. Bei all diesen negativen Aussagen, Zukunftprognosen (die du ja gar nicht wissen kannst) und Glaubenssätzen lässt du völlig außer Acht, dass du an deinem Leben auch mitgestalten könntest. Du schreibt so, als würde dir alles nur von außen geschehen, du müsstest passiv dasitzen und es über dich ergehen lassen und kannst nur zusehen. Ich habe aus deinen Texten auch den Eindruck, dass das Verlassenwerden - bei dir und deiner Mutter - dich so tief geprägt hat, dass du nichts anderes mehr sehen kannst.

    Warum kannst du so gar nicht daran glauben, dass du dein Leben auch selbst mitgestalten kannst - und, würdest du nicht ganz so stark nur an das Negative glauben, dass sich vielleicht auch einiges ändern würde?

    Gruß
    Schnurrhaar

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich hab mal irgendwo gelesen, dass Therapie oft nichts anderes als professionelle Freundschaft sei. Und ich glaube, da ist schon was dran.

    Das ist nicht richtig. Natürlich muß ein Therapeut eine dem Menschen zugewandte, freundliche Grundhaltung haben, Empathie und Interesse für seinen Patienten.

    Aber mit Freundschaft hat das nichts zu tun, und es wäre fatal und dem therapeutischen Prozess gegenläufig, das zu vermischen.

    Als Therapeutin lerne ich meine Patienten mit der Zeit gut kennen und mag sie auch. Das hat aber nichts mit freundschaftlichen Gefühlen zu tun, sondern damit, daß ich mich in gewisser Weise für das So-Sein des Patienten öffne, als professionelle Grundlage für unsere therapeutische Arbeit. Die Aufgaben und Verantwortung sind klar verteilt, und die Grenzen sind klar gezogen, uns müssen es sein.

    Wie es kommt, daß ich meine Patienten mag? Das ist zum Teil wirklich Arbeit - aber es ist meine Erfahrung, daß ich, wenn ich versuche, den Patienten zu verstehen in seiner Art, wie er die Welt erlebt und in ihr lebt, ihn auch so sehen und mögen kann - wenn wir dann auch versuchen, an der Erlebens- und Lebensweise zu arbeiten.

    Ich hinwiderum darf nicht davon abhängig sein, daß der Patient mich mag - in vielen Therapien schaukelt das zwischen Idealisierung und Enttäuschung/Wut/Ablehnung hin- und her, und es bedarf hier wirklich der Professionalität, umd das einschätzen und gut für den Prozess nutzen zu können.

    Eine Therapie hat immer ein Verantwortungs- aber auch ein Machtgefälle, so schrecklich das vielleicht klingt, und als Therapeutin muß ich damit eben sehr verantwortungsvoll umgehen und darf das nie "für mich" nutzen, sondern muß es im besten Sinne des Patienten verwalten.



    Letztendlich ist Therapie die Möglichkeit, das, was in einem selbst und zwischen einem selbst und anderen Menschen vorgeht, ansehen und verstehen und dadurch verändern zu können, in einem geschützten Raum, in dem nur so viel aufgegriffen wird, wie ertragen werden kann.


    Freundschaft ist etwas ganz anderes, und ich spüre genau den Übergang von meiner beruflichen Haltung in mein privates Ich-Sein. Ich vermeide auch Freunden gegenüber eine therapeutische Haltung, das fände ich 1. unverschämt und 2. störend
    (...obwohl es manchmal schwer ist, wenn ich sehe, wie Freunde leiden, und ich Ideen hätte, wie sie weiterarbeiten könnten. Aber ich weiß, daß es nicht geht, und setzte mich nach Möglichkeit auf meine Hände und halte den Mund)




    p.s. @Antje: nachdem ich einige deiner Stränge ein bißchen mitverfolgt habe, würde ich auch denken, daß du dir in einer guten, regelmäßigen Psychotherapie (ich hätte auch eine Idee, welche Richtung, aber das würde ich, nur auf deinen Wunsch hin, per PN mitteilen) viel mehr Lebensqualität erarbeiten könntest.
    Geändert von maryquitecontrary (13.09.2012 um 10:27 Uhr)
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  8. User Info Menu

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich hatte die Bemerkung, dass Antje sich in der Freizeit nur noch zum Bäcker traut, ehrlich gesagt eher für eine Frustrations-Übertreibung gehalten.
    Ich nicht. Und ein paar andere sachen und die Grundstimmung, die man so aus den Beiträgen rauslesen kann, die lässt mich schon denken, daß sie da alleine nicht so einfach rauskommt:


    Zitat Zitat von Antje73 Beitrag anzeigen
    Meine Wohnung mag ich gern. Ich bin sehr oft und sehr viel alleine. Leute mit Kindern kann ich gar nicht mehr ertragen.
    Zitat Zitat von Antje73 Beitrag anzeigen
    Ich schaffe es nicht aus eigener Kraft Glück zu schöpfen. Am liebsten würde ich nur noch in meiner Wohnung sitzen, denn es ist der Ort an dem ich mich wohl und sicher aufgehoben fühle. Ich fühle mich einsam, weil ich immer wieder verlassen werde. Das Gefühl hatte ich auch in der Zeit, wo ich nicht alleine lebte,
    Zitat Zitat von Antje73 Beitrag anzeigen
    Ich muss aus dem Haus gehen, weil ich einen festen Job habe und mir niemand etwas zu Essen nach Hause trägt. Ich gehe nur zum Bäcker um die Ecke in meiner Freizeit. Viele Orte meide ich, weil mir da zu viele Kinder sind. Das vertrage ich nicht.


    Aber jeder muss selber entscheiden, wo er sich Hilfe sucht, was er als hilfreich empfindet, was für ihn in Frage kommt und was überhaupt nicht.
    .

    Segne die Gegenwart

    Vertraue Deinem Selbst

    Erwarte das Beste


  9. User Info Menu

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von Antje73 Beitrag anzeigen
    Ich denke schon, dass es stimmt, dass (kinderlose) Frauen ohne Partner etwas schief hinter dem Rücken von verheirateten bzw. gebundenen Frauen angesehen sind. Es ist bis heute ein gesellschaftlicher Makel geblieben, keinen Partner zu haben. Die Frauen, die das nicht hinbekommen, die entsprechen eben nicht der Norm, wenn es die überhaupt gibt. Der gesellschaftliche Maßstab ist und bleibt zu heiraten und ein bis zwei Kinder zu bekommen. Dann ist für die meisten alles richtig. Also strebt die Mehrheit der Menschen danach das Ziel zu erreichen, den Lebensentwurf umzusetzen. Klappt das nicht, obwohl der Wunsch da war bei einer Frau, fühlt sich jede der Frauen, die es betrifft zumindest zeitweise ein Stück minderwertig. Du tanzt aus der Reihe, obwohl du daran gar kein Interesse hast.
    So einen Schwachsinn habe ich ja noch nie irgendwo gelesen! Lebensentwürfe sind individuell, da gibt es keine Vorgaben. Das Problem ist, du stehst nicht zu dir. Du scheinst ein generelles Problem mit deinem Selbstbewußtsein zu haben! Das kann dir auch kein Partner und kein Kind geben. Die verlangen nämlich Zeit von dir, die möchten, dass du auch funktioniert. Ich habe mich durch deine Beiträge mal durchgelesen und ich möchte dich am liebsten mal wachrütteln. Du jammerst in einer Endlosschleife! Warum möchtest du überhaupt einen Partner und ein Kind? Das solltest du dir vielleicht erst mal überlegen. Und dann kannst du schauen, ob du deinem Leben neuen Inhalt gibst. Oftmals hilft auch Ablenkung und Konzentration auf etwas anderes!
    Geändert von Verwunderte (13.09.2012 um 12:29 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Das ist nicht richtig. Natürlich muß ein Therapeut eine dem Menschen zugewandte, freundliche Grundhaltung haben, Empathie und Interesse für seinen Patienten.
    Der Vergleich mit der professionellen Freundschaft kam tatsächlich von einer Therapeutin und es ging im Wesentlichen um das, was Wildwusel schrieb:

    m.E. sollten sowohl Freunde wie auch Therapeuthen wohlwollend zuhören und sinnvollen Input geben
    Ich glaube, was hier überlesen wird, ist das Wort professionell. Das beinhaltet ja genau eine gewisse Distanz und Verantwortung. Der freundschaftliche Teil besteht eben aus Empathie und einem gewissen Maß an Zuneigung. Von daher finde ich den Vergleich nach wie vor treffend, man darf eben nur nicht das Adjektiv überlesen .

    Wobei ich zugebe, dass ich tendenziell eher zu den Therapieskeptikern zähle auch nach dem, was ich diesbezüglich in meinem Umfeld so erlebe. Für mich selbst würde ich eine Therapie nur in einer extrem belastenden Situation in Betracht ziehen, die mich in meiner Lebensfähigkeit massiv einschränkt.

    Ob das bei Antje der Fall ist, oder ob sie sich nur, wenn es ihr mal wieder dicke kommt, hier mal auskotzen möchte, finde ich schwer zu beurteilen. Wir sehen hier so wenig von der gesamten Persönlichkeit und Lebenssituation eines Menschen, dass das meiste immer Spekulation bleibt.

    Gruß,

    Malina

Antworten
Seite 14 von 50 ErsteErste ... 4121314151624 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •