Du bist schlicht beratungs-resistent.
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11.09.2012, 20:20
AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch
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11.09.2012, 20:33Inaktiver User
AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch
Es führen ja immer einige Wege nach Rom, und nicht immer ist ein Psychologe vonnöten. Es ist mir sowieso ein Rätsel, wieso man aufgrund einer Ehekrise eine Einzelsitzung bei einem Psychologen bucht. Eine Paarberatung wäre sinnvoller gewesen, natürlich auch vorausgesetzt, dass beide ihre Ehe retten möchten (was eine zunächst Einzelberatung nicht ausschließt, aber auf Dauer sind das Perlen für die Säue).
Inzwischen konntest du deine Ehe gut verarbeiten durch Austausch und Zuspruch mit Menschen. Interessanterweise auch durch Bücher, die ja nun implizieren, dass da nur einer rezipiert (ähnlich wie bei deinem Psychologengespräch).
Dass du jetzt und heute einen Psychologen benötigst, um deine Ehe zu bearbeiten, hat hier ansonsten niemand angesprochen
Wenn du jedoch meinst, dass du dein Kind-Thema auch so bearbeiten kannst, dann melde ich an dieser Stelle meine heftigsten Zweifel an. Ganz geschauert hat es mich, als du dein totales Desinteresse an Kinder im Allgemeinen bekundetest und auch aufgeführt hast, welche Lebensumstände du diesbezüglich gar nicht gebrauchen könntest (Drogensucht u. ä.)
Mal ehrlich: Das klingt doch eher so nach einem Kind um des Status Willen
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12.09.2012, 00:50
AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch
Nein, gar nicht negativ, sondern differenziert.
Antje hatte geschrieben, dass ihr Kollegen und Bekannte diese Fragen nach Partner und
Kind stellen. Bei Kollegen ist eher Neugier wahrscheinlich, und nicht jeder möchte seine
ganz persönlichen Angelegenheiten in das berufliche Umfeld tragen.
Anteilnahme darf man von Freunden erwarten unter der Prämisse, dass man sich denen
im Vorfeld geöffnet hat.
Außerdem empfindet Antje die Fragerei als störend, und sie ist nicht verpflichtet, gute
Miene zum bösen Spiel zu machen.
Was die rigide Einstellung zum Kinder-Thema betrifft, da würde mich an Antjes Stelle
interessieren, woher diese rührt. Hier wäre eine psychologische Beratung sicher nicht
die schlechteste Empfehlung, um dem eingefahrenen Gedankengut auf die Spur zu kommen.
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12.09.2012, 10:48
AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch
Hm, Antje hat doch gesagt, daß sie mit Büchern besser ihre Themen aufarbeiten kann, und auch Freunde/Bekannte, die für lau machen wofür die Kasse den Therapeuten teuer Geld zahlen müßte. Wenn jemand hinreichend introspektiv ist und sehr gute soziale Kontakte hat, sollte man jetzt nicht alles an der Methode festmachen.
@Antje:
Mal ganz abstrakt, ich denke, wenn man unglücklich mit einer Situation ist, so wie du es bist, gibt es drei Möglichkeiten: Entwder man ändert die Situation, oder die eigene Einstellung zur Situation, oder man bleibt erst mal unglücklich und läßt Zeit vergehen. Du hast zwei Situationen liegen: Daß du keinen (kinderlosen) Mann hast, von dem du ein Kind möchtest (lese ich das richtig?), und daß es dich fertig macht, wie du deinen Single-Status in deiner Umgebung als wahrgenommen erlebst.
Das sind zwei ganz unterschiedliche Probleme, und sollten m.E. auch einzeln angegangen werden. Und das mit der Umgebung ist vermutlich leichter.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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12.09.2012, 11:57Inaktiver User
AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch
@Antje73,
ich glaube mit Bücherlesen kommst du nicht weiter.
Es klingt aus deinen Zeilen viel innerer Schmerz bis hin zur Verbitterung.
Ist es wirklich deine Umgebung, die mit Fragen nervt? Oder stellst du dich nicht eher selber an den Pranger?
Eine Frau ist nicht erst ein vollwertiger Mensch, wenn sie ein Kind geboren hat.
Du weist jede therapeutische Hilfe von dir, weil du einmal schlechte Erfahrungen gemacht hast.
Nach meinem Gefühl benötigst du aber dringend jemanden, der mit dir (auf)arbeitet, damit du wieder offen und gelöst nach vorn schauen kannst. Schau dich mal nach Heilpraktikern mit psychologischer Ausbildung um, die haben meist net so lange Wartezeiten und vielleicht einen anderen Ansatz. Sie kosten auch Geld, aber mir hats damals sehr geholfen.
Und ich wußte damals sofort als ich ihr gegenüberstand, das es passt.
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12.09.2012, 13:28
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12.09.2012, 15:07
AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch
Naja, aber mal ernsthaft: Hier schreibt jemand eine Handvoll Beiträge, lässt eine gewisse Bitterkeit und Groll erkennen, und schon leiten viele hier ab, dass eine Therapie unbedingt erforderlich sei und eine Ablehnung ein Zeichen von Beratungsresistenz. Das finde ich schon ganz schön vermessen.
Letztlich bin ich davon überzeugt, dass ich einer Therapie auch positiv gegenüberstehen muss, dass ich dem Therapeuten grundsätzlich zutrauen muss, mir weiterhelfen zu können, dass ich an den Nutzen von Therapien allgemein glaube, damit es überhaupt Sinn macht. Eine Therapie ist doch keine Pille, die ich schucke und die mir auch hilft, wenn ich der Wirkung skeptisch gegenüber stehe (wobei auch da die positive Einstellung viel ausmacht).
Ich sehe es eher wie wildwusel. Wenn man weder geneigt oder in der Lage ist, an der Situation als solcher etwas zu ändern und auch nicht an der eigenen Einstellung, dann muss man vielleicht einfach noch eine Weile unglücklich sein. Manchmal ändert sich ganz allmählich doch etwas, entweder an der Situation oder an der Einstellung. Oder man ist irgendwann an dem Punkt, wo man sich doch Hilfe holt, egal in welcher Form, weil der Leidensdruck zu groß ist.
Ich sehe das Forum hier als Möglichkeit, ein paar Denkanstöße zu geben, die manchmal auch erst später wirken. Ich hab nicht den Anspruch, Probleme hier final zu lösen oder einer finalen Lösung zuzuführen. Ich bin aber auch bei der hier oft vorherrschenden Therapiegläubigkeit etwas skeptisch. Mittlerweile wird ja jede mittlere Befindungsstörung schon als therapiebedürftig eingestuft.
Gruß,
Malina
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12.09.2012, 17:04Inaktiver User
AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch
@malina,
niemand muss zwingend eine Therapie machen. Und natürlich interpretieren wir hier sehr viel in einzelne Beiträge hinein.
Aber wenn etwas auf der Seele brennt und einen derartig beschäftigt, das man sich solche Fragen wie Antje73 stellt, um darüber zu "reden", dann ist m.E. was am kochen.
Statt eines Therapeuten kann sowas manchmal ein guter Freundeskreis leisten, aber auch den muss man erstmal haben.
Der Ratschlag mit einer Therapie ist schnell gegeben, einen Termin zu bekommen, dauert wesentlich länger.
Ich kann deinen Gedanken, es wird zu schnell in der Bricom zur Therapie geraten, schon nachvollziehen, aber dann nenn mir einen anderen Begriff, der umschreibt, wie jemand Unbeteiligtes von außen mal beim Gedanken sortieren hilft.
Wobei ich als Küchentischpsychologe schon glaube, das bei Antje73, das Problem tiefer sitzt.
Wenn du in deiner Freizeit nur noch zum Bäcker gehst und ansonsten dich nicht viel weiter traust, weil du glaubst alle erwarten, dass du Mutter und Ehegattin zu sein hast...
Mittlerweile bin ich ein halbes Jahrhundert alt, habe ne Menge gesehn und erlebt, weiß noch längst nicht alles vom Leben, aber wenn sich jemand solche Fragen stellt wie Antje, dann möchte man schon die Hand rüberreichen und sagen, hey komm, ich begleit dich ein Stück.
Deswegen von vielen hier sicher der Hinweis zum Therapeuten. Der kann beileibe keine guten Freunde ersetzen und sein Zuhören ist professionell und er verdient damit sein Geld, aber er kann aufgrund seiner gehörten und verarbeiteten Erfahrungen einen Knoten eher lösen helfen als Freunde, die einem nicht weh tun wollen.
Alles in allem finde ich, das Individualität in der heutigen Gesellschaft manchmal in Isolation führen kann.
Nu aber Schluß, sonst bin ich komplett ot.
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12.09.2012, 18:44
AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch
Ich hab mal irgendwo gelesen, dass Therapie oft nichts anderes als professionelle Freundschaft sei. Und ich glaube, da ist schon was dran. Nichtsdestotrotz muss man ebe auch den Wunsch nach so einem professionelle Freund haben, der einen auch mal mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert, das eigene Selbstbild hinterfragt, die eine oder andere Illusion raubt. Und um das zu wollen, braucht es erst mal einen gewissen Leidensdruck.
Ich hatte die Bemerkung, dass Antje sich in der Freizeit nur noch zum Bäcker traut, ehrlich gesagt eher für eine Frustrations-Übertreibung gehalten. Und ich glaube auch, dass der gefühlte Erwartungsdruck von außen viel mit dem eigenen Erwartungsdruck zu tun hat und für einen neutralen Beobachter vielleicht gar nicht so stark wahrnehmbar wäre.
Gruß,
Malina
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12.09.2012, 23:10Inaktiver User
AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch
Ganz ehrlich - das glaube ich ja überhaupt nicht ....
Ich habe bei Psychologen schon die Vorstellung dass es sich um eine Profession handelt, die mit Freundschaft rein gar nichts zu tun hat.
Aber es stimmt, dass die Bereitschaft da sein muss.Und Menschen wie Antje,die sich eher an Konventionen orientieren und vermutlich auch auf ne Weise recht streng aufgewachsen sind haben oft noch besondere Schwierigkeiten sich auf eine Therapie einzulassen ( kenne ich auch von mir
). Da "ist man stark, nimmt sich nicht so wichtig, schafft das allein , liegt der Krankenkasse nicht auf der Tasche und glaubt sowieso nicht an so nennt Quatsch..."


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