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  1. Inaktiver User

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    das Omadasein im Alter, von dem man vielleicht träumt, umgeben von sorgenden Kindern und niedlichen Enkeln. Natürlich: Wenn man keine Kinder hat, kriegt man das zu 100% nicht.
    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    ???

    Wer Kinder hat, hat Kinder. Egal, wo er oder sie sich die geholt hat. Ich gehe jetzt von einem Szenario aus, wo jemand *keine* Kinder hat.
    Und ich denke, die TE hat sich nicht dafür entschieden, keine leiblichen Kinder zu haben - aber sie entscheidet sich jetzt dafür, auch keine anderen Kinder in ihr Leben zu lassen. Und verbaut sich dadurch auch die letzte Chanxe auf das Oma Szenario - das sie auch ohne leibliche Kinder durchaus einmal haben könnte, wie viele andere auch. Teilweise über die Trennung vom leiblichen Elternteil hinaus, aufgrund der gewachsenen Beziehung nämlich.

    Irgendwann fragt nämlich keiner mehr nach der Blutsverwandschaft, sondern es geht darum, ob man sich gern hat oder nicht. Aber Menschen die man erst gar nicht in sein Leben lässt können einen schwerlich einmal lieb haben...

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    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von Antje73 Beitrag anzeigen
    Ich habe geredet und sie hörte nur zu. Dann stand ich auf und ging. Ich habe mich sehr geärgert, dass ich das überhaupt gemacht habe. Ich hätte genauso gut in eine Kirche gehen können oder dem Wind meine Geschichte erzählen können. Es hat mir absolut nichts gebracht, außer ein elendes Gefühl des Versagens.
    Ging mir auch so... kann also verstehen das du es ablehnst, was ich nämlich auch tue.. Mein Vater hat uns auch verlassen auf eine ziemlich miese Art und auch ich habe sehr grosse Angst davor von meinem Partner verlassen zu werden, auch wenn ich diese nicht haben muss.

    Du musst dich selbst anfangen zu lieben und stolz auf das zu sein was du geleistet hast, sonst kommst du aus diesem Loch nicht wieder heraus, ich weiss wovon ich spreche.. Ich bin zwar einige Jahre jünger als du, aber vor meinem jetztigen Partner war ich auch der Meinung, dass ich unfähig bin eine Beziehung zu führen...

    Mein Partner hat mir gezeigt was es heisst geliebt zu werden! Ob er der Partner fürs Leben ist, ich weiss es nicht... Ich bin eine sehr schwierige Person und ich kann mir gut vorstellen, das ich in deinem Alter evtl in der Gleichen Situation bin, was ich aber versuche zu vermeiden, weil ich in der Zukunft und nicht in der Vergangenheit leben möchte und das solltest du auch versuchen!

    Das mit dem Kinderwunsch: Willst du denn keine Kinder, oder hattest du Angst, sie mit dem falschen Mann zu bekommen? Ich finde überhaupt nicht, dass es zur Norm gehört Kinder zu haben und verheiratet zu sein! Alles im Leben hat Vor- und Nachteile. Du musst einfach für dich erkennen was du willst! Du musst mit dir im reinen und mit dir zufrieden sein, so kannst du dich auch wieder öffnen und glücklich werden.

    Meine Mutter hat sich bereits 2x scheiden lassen und mit 53 ihren jetztigen Partner kennengelernt und ist überglücklich, was ich ihr von Herzen gönnen mag! Denk nicht dein Leben ist ein hoffnungsloser Fall. 39 ist wirklich kein Alter und du kannst noch so viele schöne Dinge erleben, bitte steh dir nicht selbst im Weg und versuche die positiven Seiten deiner Person zu erkennen und sie zu zeigen. Dich zu öffnen ist ein grosser Bestandteil davon und du wirst sehen, das es dir gut tut und du mehr Anerkennung bekommst als du dir jetzt vielleicht denken kannst ;)

    Viel Glück
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

  3. Inaktiver User

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ein sehr extremes Beispiel, wie man mit Kind unglücklich werden kann. Aber es gibt auch andere Beispiele, die weniger extrem sind. Wenn man sich nämlich ganz einfach auch mit Menschen abgibt, die Kinder haben und mal hinschaut, welche Probleme DIE haben. Das ist auch nicht alles rosarot und - genau wie beim Alleinsein - kommt es auf die Einstellung an. Wenn man immer nur auf das schaut, was man nicht hat, wird man auch Kindern nicht glücklich werden
    Genau darum geht es mir. Es ist so leicht, sich dauerhaft in seiner Unglücklichkeit zu suhlen, weil man immer seinen eigenen Mangel im Blick hat. Dann führt man ein Leben mit Traurigsein und Bedauern - das würde ich als "Verschwendung" empfinden. Und es gibt ja auch das Phänomen der selektiven Wahrnehmung: man meint sich immer von seiner Umwelt bestätigt für seine eigene Sichtweise. Da hilft ein Perspektivenwechsel ungemein...

    Ich wohne zum Beispiel total ländlich und bin überall fast ausschließlich von Paaren, in der Regel mit Kindern umgeben. Heute kann ich offen dazu stehen, dass ich diese in vielerlei Hinsicht beneide. Wenn man selbst kein heiles Bild aufrechterhalten muss, das den anderen eine total starke, selbstbestimmte Singlefrau vorgaukelt, erlauben die auch eher einen Blick hinter die Kulissen und zeigen ihre Zweifel und Unzufriedenheiten beim Leben mit Kindern. Da ist auch oft etwas von Neid in die umgekehrte Richtung zu spüren. Und das hat auch seine Berechtigung bzw. Nachvollziehbarkeit. Wenn man Gründe für nachhaltige Unzufriedenheit sucht, wird man sie in allen Lebensmodellen finden. Alles auf einmal gibt es halt nicht, auch wenn maximale Freiheit und maximale Verbindlichkeit zugleich natürlich toll wären...

    Mein Beispiel war extrem, um es schnell eingängig zu machen. Aber man muss nicht vom Schrecklichsten ausgehen. Selbst wenn es allen gutgeht und alles ganz toll läuft, bedeutet Kinderhaben zwangsläufig (!), jemanden unheimlich zu lieben und loslassen zu müssen. Das ist in jedem Fall nicht leicht. Kinder leben heutzutage mehr denn je ihr eigenes Leben und es kann allein aufgrund der räumlichen Entfernung sehr gut sein, dass sie faktisch gar keinen großen Anteil am Leben der Eltern haben. Die Vorstellung, dann im Alter nicht alleine zu sein, ist insofern absolut trügerisch. Und wenn ich meine Eltern ansehe, die sich damit zwar reichlich Mühe geben aber trotzdem immer wieder zu kämpfen haben, dann weiß ich, dass dieses Loslassen der eigenen Kinder nie aufhört und eine permanente Aufgabe ist, die man nicht unterschätzen sollte.
    Geändert von Inaktiver User (11.09.2012 um 05:25 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Ohne dir zu nahe treten zu wollen, Antje.... aber wenn deine Verfassung tatsächlich so ist, wie sie in deinen postings erscheint, dann ist es besser, wenn du kein Kind bekommst. Besser für das Kind. Und für dich letztendlich auch. Kaum etwas ist schlimmer für ein Kind, als nicht so akzeptiert zu werden, wie es ist- und mir scheint, du hast sehr rigide Vorstellungen, wie es sein sollte.
    Ich könnte mir nicht vorstellen, meine Tochter fallenzulassen, wenn sie z.B. drogenabhängig würde oder HIV hätte - sie ist und bleibt mein Kind, und ich würde versuchen, ihr zu helfen. Sie muß auch nicht so sein oder das tun, was ich mir wünsche, sondern ihren eigenen Weg gehen. Auch wenn der mir nicht gefällt. Das gehört zum Elternsein dazu, neben dem Loslassen.
    Im übrigen wärst du mit 39 zwar sehr spät dran, aber noch nicht zu alt für eine Familiengründung. Aber du tust ja alles, um genau das zu verhindern. Die Gründe haben hier einige schon sehr gut erkannt.
    Alles Gute wünsche ich dir, und daß du einen Weg hinaus aus der Verbitterung findest !

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    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Die TE hat keine rigiden Vorstellungen, wie ein Kind zu sein hat und würde es auch nicht fallenlassen, wenn es krank wäre. Es ging doch nur darum, sich irgendwie klar zu machen, dass man auch mit Kind nicht unbedingt wunschlos glücklich ist. Dass die Liebe zu einem Kind eben auch viel Leid bereiten kann. Diese Gedanken sollen ihr doch nur helfen, mit der Kinderlosigkeit zurechtzukommen und das positive an ihrer Situation zu sehen.

    Wer ihr nun Herzlosigkeit vorwirft oder auch noch behauptet, es sei gut, dass sie keine Kinder hat, sollte vielleicht mal gründlicher lesen ...

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    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    öhm...STOP!

    Ding ist: keiner schrieb das bis dahin.
    Antje du beziehst dich schon mehrmals auf Posts von mir ohne jeden inhaltlichen Zusammenhang mit dem was ich schrieb.

    Fällt dir das auf? Ich bekomme das Gefühl du lässt das Geschriebene gar nicht an dich ran...
    Du musst ja nicht sofort antworten.

    Ich bin nicht Antje.

    Gut, anders: Man muss nicht generell Freude an Kindern anderer Menschen haben, um sich selbst eine eigene Familie zu wünschen. Geht mir so.

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    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Hallo Antje,

    mir scheint, Du hattest eine sehr fixe Vorstellung, wie Dein Leben idealerweise verlaufen sollte. Und nun, dass es in mancher, zentraler Hinsicht nicht so aussieht, als würde sich diese Vorstellung verwirklichen lassen, machst Du gleich komplett dicht.

    Es gibt im Leben keine Garantie für irgendwas. Manche Menschen haben mit 20 einen Unfall und sitzen im Rollstuhl, andere sterben mit 30 an Krebs. Wieder andere bleiben kinderlos. Und manche Menschen bekommen tatsächlich alles, was sie sie wünschen ganz mühelos. Das ist ein Geschenk, nichts, was man einfordern kann.

    Meiner Erfahrung nach geht man leichter durchs Leben, wenn man das Gute, was einem widerfährt, dankbar annehmen kann und nichts für selbstverständliches Anrecht hält, schon gar keinen kompletten Lebensentwurf.

    Auch ein Leben mit Kindern kann anders verlaufen, als man es sich erträumt hat. Und ein Leben ohne Kinder kann erfüllend sein. Aber man muss sich auch erfüllen lassen wollen. Wenn man nur einen einzigen Lebensentwurf als richtig ansieht, dann wird das sehr schwierig. Was Du aus Deinem Leben machst, welche Möglichkeiten Du zulässt, wie offen Du bist, Dich beschenken zu lassen, mit dem, was eben da ist, das liegt in Deiner Verantwortung.

    Gruß,

    Malina

  8. Inaktiver User

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ohne dir zu nahe treten zu wollen, Antje.... aber wenn deine Verfassung tatsächlich so ist, wie sie in deinen postings erscheint, dann ist es besser, wenn du kein Kind bekommst. Besser für das Kind. Und für dich letztendlich auch. Kaum etwas ist schlimmer für ein Kind, als nicht so akzeptiert zu werden, wie es ist- und mir scheint, du hast sehr rigide Vorstellungen, wie es sein sollte.
    Ich könnte mir nicht vorstellen, meine Tochter fallenzulassen, wenn sie z.B. drogenabhängig würde oder HIV hätte - sie ist und bleibt mein Kind, und ich würde versuchen, ihr zu helfen. Sie muß auch nicht so sein oder das tun, was ich mir wünsche, sondern ihren eigenen Weg gehen. Auch wenn der mir nicht gefällt. Das gehört zum Elternsein dazu, neben dem Loslassen.
    Vollste Zustimmung!!! Und das Beispiel mit dem Schulversagen... Das muss ja noch nichtmal bedeuten, dass ein Mensch unglücklich wird. Und wieso hänge ich mich als Eltern an formalen "Lebensergebnissen" auf, statt an der Frage, ob mein Kind glücklich ist??? Dass einem das allerdings wichtig ist, kann ich nachvollziehen. Man sollte sich bloß nicht anmaßen, selbst am besten zu wissen, auf welchem Weg das ein anderer Mensch erreicht.
    Geändert von Inaktiver User (11.09.2012 um 09:24 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ohne dir zu nahe treten zu wollen, Antje.... aber wenn deine Verfassung tatsächlich so ist, wie sie in deinen postings erscheint, dann ist es besser, wenn du kein Kind bekommst. Besser für das Kind. Und für dich letztendlich auch. Kaum etwas ist schlimmer für ein Kind, als nicht so akzeptiert zu werden, wie es ist- und mir scheint, du hast sehr rigide Vorstellungen, wie es sein sollte.
    Ich könnte mir nicht vorstellen, meine Tochter fallenzulassen, wenn sie z.B. drogenabhängig würde oder HIV hätte - sie ist und bleibt mein Kind, und ich würde versuchen, ihr zu helfen. Sie muß auch nicht so sein oder das tun, was ich mir wünsche, sondern ihren eigenen Weg gehen. Auch wenn der mir nicht gefällt. Das gehört zum Elternsein dazu, neben dem Loslassen.
    Im übrigen wärst du mit 39 zwar sehr spät dran, aber noch nicht zu alt für eine Familiengründung. Aber du tust ja alles, um genau das zu verhindern. Die Gründe haben hier einige schon sehr gut erkannt.
    Alles Gute wünsche ich dir, und daß du einen Weg hinaus aus der Verbitterung findest !
    Da kann ich nur voll zustimmen Das hört sich schrecklich an, schrecklich verbittert und passiv.

    Es gibt weder perfekte Kinder, noch Männer noch ein perfektes Leben. Und schon gar kein eigenes und schönes Leben, von dem andere Menschen dir ihren Lebensentwurf aufdrücken.

    Hast du nicht gesagt, dass dir die Zukunft wichtig ist? Dazu muss man einen Schritt nach vorne machen, nicht stehen bleiben.

    Willst du dir helfen lassen?

    Viel Glück!
    Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
    LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)

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    AW: Bedauernswert kinderlose Alleinstehende? - zweiter Versuch

    >Ich kann keinen Mann mit einem Kind lieben, so einfach ist das.

    damit ersparst du dir auch einiges an "patch-wuerg".
    ich hatte das 7 jahre lang - never again!

    ich bin ungewollt kinderlos, habe auch damit gehadert, aber inzwischen (bin 51) bin ich begeistere junggesellin und geniesse mein leben . . und werde von vielen frauen, die mutter sind, auch ab und an mal beneidet. kindererziehung ist nicht nur toll, sondern gerade fuer eine frau auch oft mit viel entbehrung und vernachlaessigung der eigenen wuensche verbunden. abgesehen davon wird eine ehe mit kindern auch nicht besser. dies nur nebenbei.

    uebrigens bin ich seit 4,5 jahren patentante bei der tochter von freunden und das ist richtig toll. ich kann der kleinen soviel mitgeben und mit ihr spass haben.

    es muessen nicht eigene kinder sein. (diese erkenntnis dauert halt etwas . .)

    alles liebe!
    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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