Liebe Hirschhornsalz,
vieles von dem, was Du schreibst, ist passiert, weil Du ein viel zu hohes Tempo fährst und für mein Empfinden auch sehr vorschnell handelst.
Angefangen mit der Abstandszahlung an Deinen Ex-Freund, auf die ich mich nicht eingelassen hätte, über Deine schnelle erste Verliebtheit nach der Trennung bis hin zu Deinem Schwangerschaftsverdacht.
Du kommst mir gerade vor, wie auf der Überholspur, doch Schnelligkeit ist ganz sicher nicht das, was Dich das Ende des Tunnels eher erreichen lässt.
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03.09.2012, 08:50Inaktiver User
AW: Wann geht es endlich wieder bergauf, wo ist das berühmte Licht am Ende des Tunnel
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03.09.2012, 10:54
AW: Wann geht es endlich wieder bergauf, wo ist das berühmte Licht am Ende des Tunnel
Hallo Hirschhornsalz,
ich habe auch den Eindruck, du bist überfordert. Und so wie ich dein Posting lese, gehst du damit um, indem du dich Problemen widmest oder Probleme schaffst, auf die du keine Einfluß hast. Du grübelst über Leben und Tod (der Katze), über Vergangenes (die Trennung), erzeugst potentielle Krisen (Schwangerschaft, Katze zur Freigängerin (!) machen), und handelst in Bereichen, wo du etwas sinnvolles tun könntest (Geld) überstürzt und unbedacht.
Das ist selbstdestruktives Verhalten! Sich mit nicht lösbaren Problemen die Zeit zu vertreiben, mag dich davor schützen, beim Versuch zu scheitern, deine lösbaren Probleme zu lösen -- aber um den Preis, daß du scheiterst, ohne es versucht zu haben!
Du kannst die Geldsituation lösen. Du kannst die Wohnungssituation lösen. Du kannst das "Katze ist einsam"-Problem lösen. Aber du mußt was dafür tun. Mach dir einen Finanzplan, bezahl die Schulden. Besorg dir eine zweite Katze oder gib die erste in Pflege. Guck nach einer anderen (billigeren) Wohnung, wenn an der jetzigen so viele schlechte Erinnerungen hängen (berücksichtige die Umzugs- und Pendelkosten!). Umgebe dich mit Leuten, die dir gut tun. Laß das los, an dem du nichts tun kannst. Erzeuge keine Krisen und Unsicherheiten.
Glück kommt dann, oder nicht. Aber so, wie du es jetzt machst, schickst du dem Unglück jede Woche eine Einladung.
Wenn du mit jemandem reden mußt, der kompetent und wohlwollend neutral ist, gucke nach anonymen Beratungen. Ich habe in der Vergangenheit ganz gute Erfahrungen mit der Telefonseelsorge gemacht. Aber Reden sollte Handeln nur ergänzen und nicht an seine Stelle treten. Das erleichterte Gefühl, "etwas getan zu haben", wenn man geredet und gute Vorsätze gefaßt hat, betrügt dich, wenn ihm keine Umsetzung folgt.
Glück ist, eine selbstbestimmte Entscheidung zu treffen und umzusetzen. Fang heute an.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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03.09.2012, 10:56Inaktiver User
AW: Wann geht es endlich wieder bergauf, wo ist das berühmte Licht am Ende des Tunnel
@wildwusel,
wunderbar geschrieben, sehe ich auch so :-)
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03.09.2012, 11:39
AW: Wann geht es endlich wieder bergauf, wo ist das berühmte Licht am Ende des Tunnel
Hi, liebe Hirschhornsalz!
Ich kann mich meinen Vorposterinnen nur anschließen - nicht warten, dass "es bergauf geht", sondern das Leben aktiv und wohlüberlegt selbst in die Hand nehmen!
Irgendwie kann ich dich ganz gut verstehen... meine letzten 2-3 Jahre waren nicht so massiv problembeladen, aber ähnlich turbulent.
Im Winter 2009 starb einer meiner beiden Hunde unter bis heute ungeklärten Umständen und bis heute gebe ich mir die Schuld dafür. Damals habe ich auch ernsthaft überlegt, den anderen Hund abzugeben, weil ich befürchtet habe, ihm in meiner Angst und übertriebenen Vorsicht kein gutes Leben mehr ermöglichen zu können.
Gleichzeitig war meine langjährige Beziehung bis zum Äußersten unter anderem durch die psychischen Probleme meines Freundes strapaziert, ich dachte an Trennung, konnte mich lange nicht dazu durchringen.
Im Jahr darauf starb meine Großmutter, zu der ich ein sehr enges Verhältnis hatte, überraschend.
Es war Winter damals und ich hatte das Gefühl, als würde mein gesamtes Leben einfach zerbröseln und alles was bleibt ist Dunkelheit und Kälte...
In dieser schweren Zeit habe ich mich schließlich in einen anderen Mann verliebt, und trotz aller Angst davor, wie ich ganz alleine mit Haushalt, Tieren, Studium und Job zurechtkommen soll, endlich den nötigen Schlussstrich gezogen. Anfangs war es harte Arbeit, das Leben auf eigenen Beinen zu bestreiten, aber ich habe im letzten Jahr so viel dazugelernt und bereue den Schritt keineswegs!
Was mir massiv geholfen hat:
Ich habe (durch schier übermenschliche Überwindung, da ich davor KEINEM Menschen dabei vertrauen konnte!) eine Hundesitterin organisiert, der ich meinen Hund anvertrauen kann, so dass ich auch mal ein paar Tage alleine verreisen konnte. Das hat mich ein wenig von der übertriebenen Angst und Verantwortung meinem Hund gegenüber befreit!
Ich bin in eine neue, kleinere Wohnung gezogen, die nur mir gehört (nicht gleich mit dem neuen Partner zusammen!) und die nicht mit negativen Erinnerungen behaftet ist.
Ich habe begonnen, mehr Sport zu machen, mir eigene Ziele und Projekte erarbeitet. Das macht Stolz, gute Laune und ne gute Figur
!
Also JA, man kann aus dem Sumpf wieder rauskommen, man darf nur nicht darauf warten, sondern muss es selber tun!
Alles Liebe und viel Glück!
RadisiDu bist ein lebender Mensch, eine Frau, und kannst irren und zweifeln und gut sein. (Erich Fried)
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03.09.2012, 20:10Inaktiver User
AW: Wann geht es endlich wieder bergauf, wo ist das berühmte Licht am Ende des Tunnel
hallo @Radisi,
ich hoffe Du klopfst Dir selbst auch mal kräftig anerkennend auf die Schulter !!
Danke, dass Du uns dies mitgeteilt hast, macht sicher auch einigen hier Mut!!!
Weiter so!!
Alles Gute Dir !!


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