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    AW: "Lebensmüde", des Lebens müde sein.

    Eine Geschichte von Anthony de Mello ...

    Liebst du mich auf diese Weise?

    Jahrelang war ich neurotisch. Ich war ängstlich und depressiv und selbstsüchtig.
    Und jeder sagte mit immer wieder, ich sollte mich ändern.
    Jeder sagte mir immer wieder, wie neurotisch ich sei.
    Sie waren mir zuwider, und ich pflichtete ihnen doch bei.
    Ich wollte mich ändern, aber ich brachte es nicht fertig, so sehr ich mich auch bemühte.

    Was mich am meisten schmerzte, war, dass mein bester Freund mir auch öfters sagte, wie neurotisch ich sei. Auch er wiederholte immer wieder, ich sollte mich ändern.
    Ich pflichtete ihm bei, aber zuwider wurde er mit nicht, das brachte ich nicht fertig.
    Ich fühlte mich so machtlos und gefangen.

    Dann sagte er eines Tages: „Ändere dich nicht. Bleib, wie du bist.
    Es ist wirklicht nicht wichtig, ob du dich änderst oder nicht.
    Ich liebe Dich so, wie du bist. So ist es nun einmal.“
    Diese Worte klangen wie Musik in meinen Ohren: „Ändere dich nicht, ändere dich nicht, … ich liebe dich!“
    Und ich entspannte mich, wurde lebendig, und Wunder über Wunder, ich änderte mich!
    Jetzt weiß ich, dass ich mich nicht wirklich ändern konnte, bis ich jemanden fand, der mich liebte,
    ob ich mich nun änderte oder nicht. Liebst du mich auf diese Weise, Gott?“


    Vielleicht passt es ein ganz klein wenig zu diesem Thema?
    Mein Empfinden sagt: JA.

    Lieben Gruss

    Lyanna

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    AW: "Lebensmüde", des Lebens müde sein.

    Hallo Ihr,
    ich habe die ganzen Bemerkungen hier nicht gelesen, ich will das auch nicht.

    Wie oft bin ich erschöpft, die Zukunft ist verschwommen, ein Ziel ist unerreichbar.
    Keiner mag mich. Usw.
    Wie sagte das kleine Arschloch aus dem gleichnamigen Film "aha, wenn das so ist, dann ist Suizid vielleicht doch eine Lösung".
    Ich bin mittlerweile den Weg so weit gegangen das ich rückblickend sagen kann, mein leben hat höhen und tiefen mit jedem hoch gibt es mehr tiefen.
    Ich sehe es als Sportler.
    Ich fange an zu laufen, den ich fühle mich Fett.
    Am Anfang laufe ich drei Kilometer, bin außer Atem, habe dennoch ein Ziel erreicht, ich fühle mich Gut
    1 Jahr später, ich habe einen Triathlon gemeistert aber die Laufleistung, 5 KM in 30 Min, unmöglich.
    Wenn man irgendwann gelernt hat mehrere Jahre zurück zu schauen. Dann lernt man auch sich und seine Erfolge neu einzuordnen.

    Lg Sven
    Geändert von topas1807 (05.03.2015 um 23:54 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: "Lebensmüde", des Lebens müde sein.

    1. Das Leben ist schön! Lebe es!
    2. Verhütest Du mit der Diane35 o. Aida? Setze die s o f o r t ab!
    3. Hatte genau das wie Du, zwischen 24 und 27 ganz schlimm, genau solche Gedanken / Einstellung zum Leben.
    4. Fang mit Joggen an oder geh spazieren.
    5. Körperliche anstrengende Arbeit im Freien (Garten) oder zuhause hilft Dir, wieder dich zu spüren.

    :-) Kopf hoch

    Jeden Tag aufschreiben, nachdenken, was war schön, hat gut geklappt, wofür bin ich dankbar?

    Hilf jemandem, der schwach oder krank ist, das gibt einen Sinn für das Leben.

    Soweit für heute, kleine Schritte, immer
    nur für heute leben.

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    AW: "Lebensmüde", des Lebens müde sein.

    Hallo,

    als ich die Eröffnung des Threads von dir gelesen habe, war ich wirklich erstaunt. Das hätte ich eins zu eins kopieren und auf mich beziehen können ! Ich empfinde ganz genau so nur heute.

    Auch fast alle Antworten habe ich gelesen.

    Nun meine Frage: Wie geht es dir heute ? Sollte man diese Einstellung ernst nehmen und einen Therapeuten aufsuchen? Kannst du schon auf diese Zeit zurückblicken und ggf. anderen (mir ) helfen oder einfach nur erzählen ? Es ist ja nun schon einige Zeit her !

    Es wäre wirklich toll, wenn du kurz was sagen könntest. Dein account besteht ja noch...

    Vielen Dank schon vorher.

    Herzlicher Gruß

    Mickschick

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    AW: "Lebensmüde", des Lebens müde sein.

    Liebe Nordosten,

    du denkst wahrscheinlich schon gar nicht mehr über dieses Forum nach, aber ich habe vor ein paar Tagen deinen Eintrag gelesen, als ich ein bisschen nach diesem Thema gegoogelt hab. Seitdem lassen mich deine Worte nicht los und mich würde es so sehr interessieren, wie es dir heute geht und wie du es aus dieser Zeit raus geschafft hast.
    Du sprichst mir nämlich wirklich aus der Seele und ich habe bis jetzt noch keine Motivation gefunden, anderen Menschen davon zu erzählen, die mich vermutlich sowieso nicht verstehen. Darum würde ich mich wahnsinnig gern mit dir unterhalten, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass du hier nach all den Jahren nochmal reinschaust sehr gering ist...

    Von Herzen liebe Grüße!

    Justthinking

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    AW: "Lebensmüde", des Lebens müde sein.

    Ist denn niemand mehr in diesem Beitrag aktiv?

    Ich schaue seit Monaten immer wieder nach und bei mir werden die Gedanken eher schlimmer als besser...

    Wenn irgendjemand Erfahrungstipps hat, wie er es aus einer eigentlich total sinnlosen und grundlosen, aber dennoch intensiven ich-will-nicht-mehr-weiter-Phase geschafft hat, wäre ich wirklich sehr dankbar.
    Bis heute denke ich fast täglich über den Gang zum Psychologen nach, es erscheint mir aber zu anstrengend und wenig sinnbringend...

    Viele Grüße,

    Justthinking

  7. Inaktiver User

    AW: "Lebensmüde", des Lebens müde sein.

    Liebe Justthinking,
    ich kann Dich verstehen. Habe es mit therapeutischer Hilfe aus der tiefsten Krise rausgeschafft, aber so ein Hurra-wir-leben-noch-Sonnenscheinchen bin ich nie gewesen und werde ich nie sein.
    Magst Du ein bißchen von Dir erzählen? Gab es einen Auslöser für Deinen Zustand?

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    AW: "Lebensmüde", des Lebens müde sein.

    Zitat Zitat von justthinking Beitrag anzeigen
    Ich schaue seit Monaten immer wieder nach und bei mir werden die Gedanken eher schlimmer als besser...

    Wenn irgendjemand Erfahrungstipps hat, wie er es aus einer eigentlich total sinnlosen und grundlosen, aber dennoch intensiven ich-will-nicht-mehr-weiter-Phase geschafft hat, wäre ich wirklich sehr dankbar.
    Bis heute denke ich fast täglich über den Gang zum Psychologen nach, es erscheint mir aber zu anstrengend und wenig sinnbringend...

    Viele Grüße,

    Justthinking

    Du "weisst" nur noch nicht, WIE sinnbringend der Gang zum Psychologen oder - noch besser - Therapeuten sein kann.
    Wenn du es wüsstest, würdest du nicht täglich drüber nachdenken, sondern den Weg dorthin machen.

    Es wurde bei mir nicht sofort besser, ich sah immer noch keinen Sinn in meinem Leben, ich war "satt vom Leben", des Lebens müde ...
    ohne therapeutische Unterstützung wäre es vielleicht heute noch so?

    Immer wieder falle ich mal in so ein "Loch", doch vieles löst sich heutzutage schneller und leichter auf,
    als zu der Zeit, als ich noch ganz allein aus dieser "Falle" kommen wollte.
    Im Nachhinein habe ich nur rumgewurschtelt und bin aus meiner ewigen Hamster- Gedankenspirale allein nicht mehr rausgekommen.
    Allerdings hat sich der Prozess des "leben wollens" hingezogen, es hat gedauert ...
    aber das hätte es bei der Alleinrumwurschtelei auch ...
    und ich wäre immer noch Gefangene in meinen eigenen negativen Gefühlen und meiner destruktiven Gedankenspirale.
    Ich bin wirklich sehr angenehm überrascht, was in einer Therapie so alles erweckt werden kann und möglich ist.
    Trau dich zu einem Therapeuten oder suche eine Klinik auf, die eine Kriseninterventionsabteilung hat.
    Das geht ohne grosse Probleme und viele Erklärungen ...jedenfalls habe ich das so erfahren.

    Alles Gute
    Lyanna
    Es ist immer JETZT

  9. User Info Menu

    AW: "Lebensmüde", des Lebens müde sein.

    Da kann ich Lyanna nur voll zustimmen.
    Es ist Teil der Krankheit (Depr.), daß alles und jedes als "zu anstrengend" und "bringt nix" eingestuft wird. Der Kranke kann eigentlich keine vernünftige Entscheidung treffen. Die Vernunft ist überlagert von ständigen "Bringt alles nix-Gefühlen".

    Auch ich kann berichten, daß man aus der Depression mit Hilfe von Fachleuten herauskommt. Und zwar recht schnell. Und du wirst sehen - wenn du das erst einmal getan hast, die Therapie (Medikamente/Gespräche) greift, dann kannst du rückblickend sehen, wie eingeschränkt du jetzt warst, und wie falsch deine Einschätzung.

    Bitte, wo wohnst du, wir können für die gugeln, wo in der Nähe es eine geeignete Klinik gibt?
    The original Karla
    est. 2006


  10. Inaktiver User

    AW: "Lebensmüde", des Lebens müde sein.

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    dann kannst du rückblickend sehen, wie eingeschränkt du jetzt warst, und wie falsch deine Einschätzung.
    Liebe Karla, Du meinst das sicher gut, aber ich finde diese Sätze gefährlich. Wenn ich in der Depression solche Dinge zu hören bekam wie "Deine Wahrnehmung ist verzerrt/eingeschränkt/falsch", habe ich sofort zugemacht und mich noch schlechter gefühlt. Ich hatte nämlich viel mehr den Eindruck, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind - ungeschönt - und daß all die Fröhlichen einem Selbstbetrug aufsitzen.

    Heute bin ich (meist) in der Lage, einen positiveren, optimistischeren Blick auf das Leben zu werfen. Ob der "richtiger" ist, weiß ich aber nicht. Ich weiß nur, daß er angenehmer ist, und das reicht mir.

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