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02.08.2015, 00:05
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
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02.08.2015, 11:20Inaktiver User
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Ich habe eine Freundin, die trockene Alkoholikerin ist und auf das kleineste bißchen Alk mit neuen Süchteleien reagieren würde.
Insofern fragt sie immer im Restaurant nach, ob in irgendwelchen Desserts o.ä. Alkohol drin ist.
Antwort ist dann oft: nee, höchstens nur ein ganz kleines bißchen....
Da muß man bei manchen Servicekräften schon mal recht deutlich werden, dass doch bitte beim Koch explizit nachgefragt werden soll.
Das finde ich persönlich ehrlich gesagt noch schlimmer als diese blöden überflüssigen Nachfragen, warum man sich keinen Alk ins Gesicht gießen will.
Ich bin auch Nichttrinkerin, werde aber zum Glück da nicht groß nach Gründen gefragt. In meinem Umfeld wissen es eh alle und ich lerne offenbar selten Menschen kennen, die überhaupt Alkohol trinken. *schulterzuck*
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02.08.2015, 11:24Inaktiver User
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02.08.2015, 13:07
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Man muss sich nicht rechtfertigen, warum man etwas macht oder nicht macht. Ein einfaches "Will ich nicht." sollte ausreichen. Es ist aber nicht ganz einfach, sich das abzugewöhnen, dass man erstmal in Verteidigungsstellung geht und anfängt, sich zu rechtfertigen. Dabei bringt das nichts, denn das Gegenüber ist gar nicht an einer Erklärung interessiert. Da ist jemand, der etwas ablehnt, was er selber recht gern macht (nämlich Alkohol trinken). Manch einer fühlt sich dadurch perslönlich abgewertet und will das nicht auf sich sitzen lassen.
Geändert von Letho (02.08.2015 um 16:39 Uhr) Grund: Ausdrucksfehler beseitigt
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03.08.2015, 15:01Inaktiver User
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
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03.08.2015, 15:12Inaktiver User
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Wenn ich etwas nicht will, dann sage ich das, und gut ist es.
Wenn ich nichts trinken will... es gibt genug Getränke ohne Alkohol, musste ich noch nie erklären.
Ich esse kein Fleisch - auch das musste ich noch nie erklären. Würde ich auch nicht. Wozu auch!
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03.08.2015, 15:23
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Hmm, ich habe das in 25 Jahren noch nie erlebt, dass ein "Nein danke, für mich nicht." nicht ausreicht. Ebenso dringe ich auch nicht in andere Leute, doch einen Wein/Bier/wasauchimmer zu trinken, wenn ich selbst was trinke. Ich erkläre aber auch nicht groß, warum ich keinen Grünkohl esse. Mag ich halt nicht. Punkt.
Ach doch, eine Ausnahme fällt mir ein: Mein Schatzi will mir öfter mal einen Obstschnaps schmackhaft machen, weil er denn halt selber so gerne mag. Da mein mehrmaliges Erklären "Mir schmeckt das halt nicht, ich finde das nur scharfbrennend im Mund." in dem Fall nicht erhöhrt wird, sage ich halt nur noch "Nöö. laß mal." Aber in dem Fall ist es mehr so ein Ich-will-Dir-was-Gutes-tun
.
Das mit dem Fleisch ist auch so was. Warum soll ich denn jemanden, der kein Fleisch isst, bedrängen??
Ihr kennt ja echt komische Leute...
Alles zu seiner Zeit.
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03.08.2015, 23:02
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Letho, sehe ich auch so.
Manche Leute sind unsicher -- fühlen sich z.B. als Gastgeber kritisiert, wenn jemand nicht mag, was auf den Tisch kommt, oder haben ein schlechtes Gewissen über ihren eigenen Geschmack, und rechtfertigen sich reflexartig -- manchmal mit minimalem Anlaß, damit der andere gar nicht zum Zuge kommt mit was immer sie denken, was er sagen will. (Hinter solchen Gewohnheiten stecken oft langjährige unangenehme Erfahrungen.)
Oder sie nehmen das als Anlaß, über Geschmack zu diskutieren, entweder, weil sie nicht gut im Smalltalk sind, oder weil sie es spannend finden.
Deswegen, nach meiner Erfahrung, so freundlich und sachlich wie möglich bleiben, wenn man keinen Anlaß zur Diskussion geben möchte.
Ich kenne fürchterlich viele Leute, die sagen, "aber wenn *ich* Rosenkohl/Mehlschwitze/Graupen/Natto/saure Lunge mache, dann mußt du es doch mögen!" Ich könnte mir vorstellen, daß es Leute gibt, die das gleiche sagen über das Bier, das sie ausgesucht, oder über den Met den sie gebraut haben.
Es ist zum Haareraufen. Da erfindet man dann schon mal Allergien.
Geändert von wildwusel (03.08.2015 um 23:07 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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04.08.2015, 10:02
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Aus Unsicherheit? Echt jetzt?? Puh, dann scheine ich zumindest in dieser Hinsicht ein geradezu himmelstrotzendes Selbstbewußtsein zu haben
. Ich zähle auf, was wir so haben und überlasse dann meinen Gästen die Auswahl. Alles andere finde ich unhöflich.
Aber siehe da: Es hat sich auch schon mal jemand dran gestoßen, dass wir kein Mineralwasser haben. Bei uns gibt's nur Kranenburger. Hätte ich das gewußt (und dabei kenne ich den schon 10 Jahre!!), hätte ich einen Kasten geholt. Na ja, nächstes Mal...Geändert von Lscp (04.08.2015 um 10:03 Uhr) Grund: Tippfehler korrigiert
Alles zu seiner Zeit.
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04.08.2015, 12:07



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