Diese Reaktion höre ich auch oft. Allerdings mit zunehmendem Alter immer seltener. Ich mag keinen Alkohol, mir schmeckt er nicht. Wo man sich früher auf Parties, Familienfeiern etc rechtfertigen musste, wird es jetzt einfach hingenommen. Das liegt sicher zum einen daran, dass die meisten Leute dort mich inzwischen kennen und daher nicht mehr diskutieren, aber auch daran, dass Ü40-jährige diesbezüglich offenbar toleranter sind als die Generation U30. Außerdem steigt die Zahl der anderen, die ebenfalls keinen oder wenig Alkohol trinken, mit zunehmendem Alter in meinem Freundeskreis an (Fahrenmüssen, Schwangerschaften, Medikamenteneinnahme, trockener Alkoholiker, muss früh raus wegen der Kinder usw).
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21.02.2013, 17:22Inaktiver User
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
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27.02.2013, 06:11
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Ich bin allergisch gegen Wein und Champagner geworden (und alles andere schmeckt mir nicht). Das kam ziemlich ploetzlich aber ich bekomme dann keine Luft mehr. Also trinke ich schon seit 4 Jahren keinen Alkohol mehr und lebe damit ganz gut, eigentlich besser. Ich muss mir nie uberlegen, ob ich noch fahren kann, Ausgehen ist viel billiger....Und bloed angesprochen darauf werde ich selten. Meist garnicht aber wenn jemand fragt sage ich, ich bin allergisch und damit hat sich die Situation.
Mein Vater vertrug keinen Alkohol wegen seinem empfindlichem Magen und wurde auf Parties immer wieder gefragt und bedraengt bis er sagte, er waere Alkoholiker. Das war mir soooooo peinlich als Kind aber er fand es lustig.
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06.05.2013, 15:03Inaktiver User
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Ich bin eigentlich kein Antialkoholiker, sondern habe mit dem Alkohol aufgehoert, da er mich muede macht, und gleichzeitig Schlafstoerungen verursacht. (Die extra Kalorien brauche ich auch nicht.)
Nun habe ich jahrelang bei gesellschaftlichen Anlaessen Alkohol getrunken, und das Umfeld reagiert, als haette ich ein Suchtproblem. Zudem wird es immer schwerer, Feiern etwas abzugewoehnen, sobald die Mehrzahl der Gaeste etwas getrunken hat. Das geht z.T dahin, dass ich mit den Kindern der Gastgeber spaetabends Videospiele spiele.
Ich muss sagen, dass ich die soziale Komponente arg unterschaetzt hatte.
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09.05.2013, 01:29
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Manchmal frage ich mich schon, ob Nichttrinker sich da nicht ein bisschen was einbilden.
Ein Beispiel: Ich mag keinen Mais, esse ihn daher nicht.
Und oft, ich das erwähne (etwa, weil ich mich über den Mais im Mensasalat ärgere): "Wie, Du isst echt keinen Mais? aber der ist doch voll lecker!", manchmal auch noch: "Wie jetzt, nur Dosenmais oder auch keinen frischen?"
Quasi meist dann, wenn das jemand noch nicht weiß.
Sorry, aber wo ist da jetzt der Unterschied zu den Reaktionen, die hier auf "Ich trinke keinen Alkohol" geschildert werden?
Bei Mais ist das völlig ok, aber bei Alkohol muss man da ein Problem reininterpretieren.
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09.05.2013, 03:24
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Bei Männern scheint Alk-Abstinenz fast ein Stigma zu sein. Der Freund meines Mannes muss sich nicht nur ständig rechtfertigen - auch immer wieder vor Leuten, die längst wissen, dass er nicht trinkt: (es schmeckt ihm einfach nicht. Das kann aber offenbar keiner glauben, also wird ihm unterstellt, er sei Ex-Alkoholiker.
Mein Sohn fand Alk auch nie so besonders toll; während der Pubertätsjahre, in denen die Kumpels das Kampftrinken trainierten, war es für ihn verdammt schwierig, sich an ein, zwei Alibi-Bieren festzuhalten. Um Ex-Rituale u.ä. nicht oder nur halbherzig mitzumachen braucht man in dem Alter schon ein ziemlich gutes standing - das er eigentlich nicht hatte. Er hat sich durchlaviert - und trinkt jetzt schon mal was beim Weggehen.
Der soziale Druck war/ist einfach zu stark...
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09.05.2013, 10:54
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Das liegt in der Natur der Sache. Alkohol haut einen zwar schon mal um aber die Schlafqualitaet verringert sich deutlich. Ist also voellig normal.
Ich trinke nur sehr selten Alkohol. Ich mag gelegentlich mal einen Prosecco oder einen fruchtigen Cocktail oder so kleine suess-klebrige Likoere wie Amaretto oder Sambuca. Alles in ueberschaubaren Mengen und so richtig betrunken war ich eigentlich noch nie, hoechstens mal ein bisschen angeschickert. Besonders toll und erstrebenswert finde ich diesen Zustand nicht.
Was mich jedoch am meisten abhaelt, ist die Tatsache, dass bei jedem Schluck Sprit sofort ganze Heerscharen von Hirnzellen kapeister gehen. Ich habe schon von fruehester Jugend an die Finger von geistigen Getraenken gelassen, weil ich Angst hatte, dass ich davon bloed werde. Fuer mich eine entsetzliche Vorstellung. Inzwischen weiss ich, dass es gar nicht so schlimm ist und Hirnzellen auch nachwachsen. Trotzdem bin ich mit Alk sehr zurueckhaltend geblieben.
Frueher war es schon ein Problem, wenn man abstinent lebte aber mittlerweile ist die Gesellschaft doch deutlich toleranter geworden. Ich bekam zwar gelegentlich mal verwunderte Blicke und der eine oder andere Mensch hatte sogar Mitleid mit mir, wenn ich auf einer Feier nur Cola im Glas hatte aber das finde ich alles eher zum Schmunzeln. Wenn mich jemand unbedingt ueberreden will, lasse ich den eben stehen.Ich muss sagen, dass ich die soziale Komponente arg unterschaetzt hatte.
Inzwischen kenne ich auch eh nur noch Leute, die selber wenig bis nichts trinken oder damit wenigstens kein Problem haben. Mein bester Kumpel will mir zwar immer gern die Kultur des Weintrinkens beibringen aber er sieht auch ein, dass es pure Verschwendung ist, jemandem einen besonders edlen (und teuren) Tropfen einzuschenken und der sagt dann nur "Schmeckt wie Wein.".
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10.05.2013, 22:42Inaktiver User
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Bei mir ist das Problem, dass die Umstellung noch nicht so lange her ist, und sich in meinem Freundeskreis weitgehend Menschen befinden, die gerne mal einen trinken. An sich ist das fuer mich kein Problem, nur nuechtern zwischen angetrunkenen Menschen zu sitzen, ist wirklich recht gruselig.
Ich nehme an, dass ich auch langsam meinen Freundeskreis umstellen werde, denn Alkohol ist doch staerker in viele kulturelle Ereignisse eingebunden, als mir frueher bewusst war.
Auch ist es umstaendlich zu erklaeren, dass man jetzt nicht mehr trinkt. Man starrt mich an, als beduerfe er einer grossartigen Erklaerung. Dabei sind meine Gruende eher banal.
Es wird auf jeden Fall interessant werden.
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30.04.2014, 17:46
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Halli Hallo, :-)
dieser Thread scheint zwar schon etwas älter zu sein dennoch wollte ich gern meine Erfahrungen aus einem für Sie eventuell neuem Bilckpunkt schildern.
Ich bin nun 17 Jahre alt und habe bisher 2-3 Biere getrunken, was nun 2 Jahre zurückliegt.
Ich habe so meine Prinzipien und eine dieser Regeln ist künftig auf jede Art des Trinkakohols komplett zu verzichten. Nicht aus gesundheitlichen, geschmacklichen oder Kostengründen sondern einfach aus Prinzip. Ich bleibe standhaft, ob Weihnachten, Silvester,Geburtstag oder ob Klassenkammeraden mir in der Mittagspause ein Bierchen offerieren. Ich lehne stehts ab.
Dieses Verhalten scheint übrigens gerade zu abartig. In der heutigen Gesellschaft werden Alkoholabhängige eher tollierert als Alkoholverweigerer. Es wird immer schwieriger dem Druck nicht nachzugeben.
Das für mich bisher verletzende war der eher harmlos klingende Spruch "Du Lusche! " , den mir meine (Ex-) Freundin entgegnete nachdem ich ihr erzählt hatte, dass ich noch nie angetrunken war und mein letzter Alkoholkonsom eine Weile zurücklag.
Zugegeben hört sich Lusche nicht gerade schlimm an , doch hat es mein Bild von ihr für immer verändert.
Nunja ich bin sicher ich finde früher oder später meine süße Antialkoholikerin oder zumindest eine dich mich versteht und vor der ich mich nicht mit meiner abartigen Marotte rechtfertigen muss.
Liebe Grüße
Lukas - Lusche und stolz drauf
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30.04.2014, 18:06
AW: Vom Leben als Antialkoholiker
Muss es eine Antialkoholikerin sein? mir schmeckt (gelegentlich) Wein, Sekt, ein Aperitiv...; Bier nicht. Mein Mann trinkt keinen Alkohol, hat ihm nie geschmeckt, also lehnt er es seit ..immer ab. Klar, eindeutig, nicht anders als Blutwurst und Sellerie oder Austern; gern wiederholt er es nochmal: nein, nicht für ihn, er möchte eine Cola oder Apfelsaftschorle.
Mach kein Thema draus
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30.04.2014, 18:33



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Normale Menschen machen mir Angst!!! 


