Antworten
Seite 4 von 7 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 70
  1. User Info Menu

    AW: Vom Leben als Antialkoholiker

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dass ich grundsätzlich keinen Alk trinke sage ich meistens nur bei gezielter Nachfrage bzw. wenn mir als Ersatz das dritte alkoholhaltige Getränk in Folge angeboten wurde. Auch dann sage ich es aber möglichst neutral und betone höchstens, dass er mir "leider" nicht schmeckt.
    Hallo Perikope,

    wieso eigentlich "leider"?? Sagst Du das wirklich? Warum denn so defensiv? Dir schmeckt es nicht - und aus. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Da gibt es gar nichts zu begründen und da gibt es auch gar nichts zu "akzeptieren" (wie Du über Deinen Freund schreibst). Das ist mir auch eher zu defensiv ausgedrückt.

    Ich trinke z.B. gar keinen Kaffee. Ich mag das nicht, genau wie Du den Alkohol nicht magst. Natürlich bekomme ich ständig welchen angeboten, aber ich lehne dankend ab mit der Begründung, dass es mir nicht schmeckt und bestelle statt dessen ein "Kindergetränk" ;-) Ganz neutral.

    Noch NIE gab es seltsame Blicke oder Bemerkungen und noch NIE hat jemand versucht, mich zu überreden. Eher im Gegenteil: wenn ich überhaupt Reaktionen bekomme, dann positive. Vllt. trittst Du in Deiner Alkoholablehung etwas zu defensiv auf, und bietest dadurch Angriffsfläche für Diskussionen?

    Viele Grüße
    falbala
    Geändert von falbala7 (30.08.2012 um 09:58 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Vom Leben als Antialkoholiker

    @falbala7: Kaffee mag ich auch nicht... Das kommt noch erschwerend hinzu. "Oh, keinen Sekt? Kann ich dir stattdessen einen Cappuchino anbieten?" - Herrje... %-)

    Hm, in dem von dir zitierten Beitrag habe ich das Wort "leider" in Gänsefüßchen gesetzt, weil ich es ironisch gemeint habe. Aber tatsächlich denke ich manchmal irgendwie schon, dass es schade ist, dass ich ständig eine Extrawurst verlangen muss. Der Gastgeber gibt sich ja Mühe, es dem Gast Recht zu machen, aber ich will als Gast auch nicht ständig eine Sonderbehandlung bekommen müssen. Außerdem steht ja z.B. hinter Wein durchaus eine lange Kulturleistung, die ich irgendwie schon schätze. Da empfinde ich es tatsächlich manchmal - trotz meiner generellen Überzeugung, dass es der Menschheit insgesamt besser ginge, wenn sie Alkohol nur zur Wunddesinfektion einsetzen würde - als Verlust, dass ich daran nicht teilhaben kann.

  3. User Info Menu

    AW: Vom Leben als Antialkoholiker

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm, in dem von dir zitierten Beitrag habe ich das Wort "leider" in Gänsefüßchen gesetzt, weil ich es ironisch gemeint habe.
    Sprichst Du das dann auch so ironisch aus? Ich finde, in so einem Fall kommt Deine Ironie als versteckte Aggression an und provoziert eine Abwehr-Reaktion.

    Das mit der Extrawurstmag unangenehm sein, aber kein wohlmeinender Gastgeber wird Dir etwas anbieten wollen, das Du gar nicht magst. Dass es O-Saft zum Sekt gibt, ist ja mittlerweile üblich, und ein Glas Wasser (notfalls aus der Leitung) ist ja kein anspruchsvoller Wunsch von Dir.

  4. Inaktiver User

    AW: Vom Leben als Antialkoholiker

    Nein, ich spreche das nicht ironisch aus, sondern höflich-bedauernd, dass ich das Angebot des Gastgebers ablehnen muss.

  5. Inaktiver User

    AW: Vom Leben als Antialkoholiker

    Zitat Zitat von falbala7 Beitrag anzeigen

    Ich trinke z.B. gar keinen Kaffee. Ich mag das nicht, genau wie Du den Alkohol nicht magst. Natürlich bekomme ich ständig welchen angeboten, aber ich lehne dankend ab mit der Begründung, dass es mir nicht schmeckt und bestelle statt dessen ein "Kindergetränk" ;-) Ganz neutral.

    Noch NIE gab es seltsame Blicke oder Bemerkungen und noch NIE hat jemand versucht, mich zu überreden. Eher im Gegenteil: wenn ich überhaupt Reaktionen bekomme, dann positive. Vllt. trittst Du in Deiner Alkoholablehung etwas zu defensiv auf, und bietest dadurch Angriffsfläche für Diskussionen?
    Ich habe auch jahrelang keinen Kaffee getrunken und die gleichen Erfahrungen wie du damit gemacht - war völlig okay und wurde widerspruchslos hingenommen.
    Völliger Alkoholverzicht dagegen scheint noch mal ein anderes Kaliber zu sein, zumindest kenne ich auch dieses ungläubige Nachfragen nur zu gut: "Was, überhaupt nicht? Nicht mal zum Geburtstag? Nicht mal ein Glas Sekt zu Silvester? Wirklich nie?"
    Natürlich ist das nicht immer so, und es kommt wahrscheinlich auch auf das Umfeld an. Ich bin in einer dörflichen, sehr ländlichen Umgebung großgeworden, mit Scheunenfeten und Schützenfesten - da stand ich dann ziemlich alleine da mit meinem Glas Cola in der Hand. Man muss sich einfach nur mal "Fleisch ist mein Gemüse" anschauen (bzw. das Buch lesen, das ist noch um einiges deprimierender), um eine vage Vorstellung zu bekommen.

    Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf die Weihnachtsfeier im neuen Kollegenkreis - da kann ich mir wahrscheinlich erst mal wieder ein Schild umhängen mit der Antwort auf die oben genannten, gängigen Fragen.

  6. Inaktiver User

    AW: Vom Leben als Antialkoholiker

    Kann ich nachvollziehen. Wenig toppt den ungläubigen Blick des Glühwein-Kochs, wenn man sich nach dem Kinderpunsch erkundigt.

  7. Inaktiver User

    AW: Vom Leben als Antialkoholiker

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kann ich nachvollziehen. Wenig toppt den ungläubigen Blick des Glühwein-Kochs, wenn man sich nach dem Kinderpunsch erkundigt.
    Perikope, du hast vorhin von der Kulturleistung gesprochen, die hinter dem Wein steckt. Den Hinweis merke ich mir - für den Moment, in dem ich in den nächsten Wochen wieder Glühwein ablehnen muss.
    Keinen Wein zu trinken, ist nicht unbedingt eine Missachtung der winzerischen Leistung. Aber Glühwein zu trinken - mit Sicherheit. Dieses pappsüße Gepansche, das üblicherweise als Glühwein bezeichnet wird, versaut jeden vernünftigen Wein...
    Deswegen verweigere ich das Zeug seit Jahren. Nur ab und zu gibt's einen selbstgebrauten, ohne Zucker, mit nur einem Hauch von Gewürz.

  8. User Info Menu

    AW: Vom Leben als Antialkoholiker

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kann ich nachvollziehen. Wenig toppt den ungläubigen Blick des Glühwein-Kochs, wenn man sich nach dem Kinderpunsch erkundigt.
    Hihi,
    mache ich aber auch immer!

    Sekt mag ich übrigens auch nicht! Wenn es gar keinen O-Saft gibt, lasse ich mir zum Anstoßen immer eine homöpatische Menge einschenken und nehme dann einen wänzigen Schlock. Und wenn das Glas zu voll ist, weil der Gastgeber beim besten Willen nicht so wenig einschenken kann, lasse ich den Rest eben stehen. Beim nächsten mal wissen alle, dass ich es ernst meine.

    Wahrscheinlich bin da einfacher schmerzfreier als Ihr!

  9. User Info Menu

    AW: Vom Leben als Antialkoholiker

    Ich bin 17 und trinke auch keinen Alkohol aus dem selben Grund: Es schmeckt mir nicht! (Ich kann nicht mal die Schwarzwälder-Kirschtorte bei einem Café in meiner Nähe genießen...) Ich werde auch immer ganz schief angeguckt und muss mich dauernd erklären, warum ich denn keinen Alkohol trinke und bla bla bla...
    Ist manchmal schon ganz schön nervig, aber ich bin ehrlich gesagt stolz darauf, dass ich mich nach Partys auch noch an alles Erlebte erinnern kann und keiner dieser Teenies bin, die damit angeben, wie dicht sie denn jedes Wochenende sind. Ich bin zufrieden, so wie ich bin!

  10. Inaktiver User

    AW: Vom Leben als Antialkoholiker

    Gefällt mir. :)

Antworten
Seite 4 von 7 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •