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  1. User Info Menu

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Uh, das hört sich ja schon ganz schön festgefahren an...


    Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden, also Dich nicht angreifen oder so, aber ich fürchte, dass es immer schwieriger wird, ein NEIN zu sagen und durchzusetzen, je länger man wartet.

    Sprich, die Familie Deines Mannes kannte Dich lange als Menschen, der mit sich so einiges machen ließ... und nun soll das auch einmal nicht mehr so sein?!

    Außerdem könnte ich mir auch vorstellen, dass evtl. ein paar Deiner Reaktionen sehr "drastisch" waren, d.h. ich kenne sowas von mir, wenn ich zu lange warte, um "NEIN" zu sagen... und bei Dir hört sich das für mich nach einer jahrelangen "Unterdrückung" an.

    Trotzdem: es ist der richtige Weg! Weiter so!

    Nur vielleicht könntest Du noch mal in Dich gehen und überlegen, wo Du vielleicht doch ein "Ja" zulassen könntest, z.B. Deinem Mann zuliebe?! --- Nicht, um seiner Familie zu gefallen, sondern um IHN zu unterstützen. ?!

    Ansonsten: ein Nein ist ein Nein. Geh den anderen aus dem Weg, so gut Du kannst, steh dazu, erklärte es, wenn es nicht anders geht, rechtfertige Dich aber nicht. Bleib konsequent.

    Schwierig. Aber es lohnt sich!

    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  2. Inaktiver User

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Zitat Zitat von Kenga Beitrag anzeigen


    Dann wurde nur noch mein Mann in die Kommunikation einbezogen und das Streitthema wurde nur noch ich. ER hat zu mir gehalten und sie weggejagt, sie sind kurze Zeit später immer wieder da.

    Dass es soweit kommen konnte, hatte auch ganz viel mit mir zu tun, aber ich übe.


    Kenga,
    das respektlose Verhalten seiner Familie hat weniger mit Dir, als mit Deinem Mann zu tun.
    Sie verhalten sich ihm gegenüber respektlos.
    Ich hoffe für Dich und ihn, dass er das erkennt. Aber er scheint ja zu üben. Toll

    Übe nur fleißig weiter, Du bist auf einem guten Wege. Ich drücke Dir die Daumen.

    Es ist immer traurig, wenn man Menschen verliert, in die man viel Geduld und Zuwendung investiert hat.
    Aber manche wollen nicht deine Liebe, sondern deine Gleichgültigkeit.
    Und es ist gut, wenn man es schafft, dahin zu kommen. Wut und Haß beschädigen einen nur selbst.
    Es ist nie zu spät, nein zu sagen.
    Lieben Gruß,
    mushunt

  3. User Info Menu

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Danke Euch beiden, dass Ihr Euch um mein Befinden mit dem ausgesprochenen "Nein" Gedanken macht.

    Dazu muss ich sagen, dass ich keine drastischen Reaktionen gezeigt habe, bin trotz Angriffen, verletzenden Worten und Demütigungen freundlich geblieben oder habe mich zurückgezogen.
    Verbal habe ich mich gewehrt und den Versuch der Abgrenzung unternommen.

    Erst jetzt tritt von meiner Seite der Kontaktabbruch ein, fast 6 J. habe ich dem Kennenlernen zweier Familien Chancen gegeben.

    Ich wurde nicht unterdrückt, sondern geduldet.

    Auf dem "Nein"-Weg bleibe ich, ein "ja" gebe ich zeitlich begrenzt, um sie an seinem Geb. auszuhalten.
    Das tue ich für meinen Mann, es ist seine Familie.

    Er erkennt Ausnutzung und Übergriffigkeiten, dann gibt es auch von ihm ein "nein".

    Im Nachhinein betrachtet ist es eigentlich wie ein Ballspiel.

    Bin ein sehr impulsives Mensch - habe Monate mit Gefühlchaos hinter mir und mir das "nein" errungen-
    und kriege meine negativen Emotionen, die sich in Wut über die bisherige Ablehnung der Frau an seiner Seite manifestiert haben, nicht so gut abgelegt.

    Das tut mir nicht gut körperlich.
    So haben für mich "ja- freundlich bleiben" und "nein" spürbar Auswirkungen nicht nur seelisch, sondern auch körperlich.

    Ich kann nicht verstehen, was dies mit NichtRespekt mit meinem Mann zu tun haben soll, der Adressat der Verletzungen bin und war ich.
    Denn niemand aus der Familie hat ein Problem- nur ich. Da sind sie sich einig.

    Also ist es kleingeistig, wenn sie zukünftig an unserem Tisch Kaffee wollen, zu sagen. "Nö, ihr wollt mich hier nicht, ich koch Euch auch keinen Kaffee mehr!" ?
    Zu meinem "Nein" stehen und ihn Kaffee kochen schicken?
    Dann ist der nächste Streit wegen meinem "Nein" vorprogrammiert.
    Lieber Staub aufwirbeln als Staub ansetzen ...

  4. Inaktiver User

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Leider glaube ich, dass man in seiner Umwelt, bei Freunden und Bekannten und Familie irgendwann in einer Rolle ist.

    Und, daraus wird man nicht entlassen.

    Also ist Nein-Sagen auch oft mit Veränderung des Umfeldes verbunden.

  5. Inaktiver User

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Hallo an alle!
    Ich kann mich nur allen hier anschließen, die immer wieder betonen, dass Übung den Meister macht. Es ist nicht einfach, NEIN zu sagen, aber mit jedem NEIN wird es leichter. Und selbst erfährt man eine Befreiung und endlich auch Respekt sich selbst gegenüber. Da gibt es zwei Bücher auf dem Markt, die ich nur empfehlen kann: "Sag nicht Ja, wenn du Nein sagen willst!" von Herbert Fensterheim und "Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest." von Eva-Maria Zurhorst. Diese Bücher eignen sich zum mehrmaligen Lesen und Nachschlagen.
    Wenn man nicht lernt, endlich NEIN zu sagen und sich immer mehr Sachen aufbürdet, läuft man Gefahr, sich selbst aufzugeben und zu überfordern. Dies führt im schlimmsten Fall zum Burn-Out.

  6. Inaktiver User

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Zitat Zitat von Kenga Beitrag anzeigen
    [I]
    Ich wurde nicht unterdrückt, sondern geduldet.

    Auf dem "Nein"-Weg bleibe ich, ein "ja" gebe ich zeitlich begrenzt, um sie an seinem Geb. auszuhalten.
    Das tue ich für meinen Mann, es ist seine Familie.

    Er erkennt Ausnutzung und Übergriffigkeiten, dann gibt es auch von ihm ein "nein".

    Ich kann nicht verstehen, was dies mit NichtRespekt mit meinem Mann zu tun haben soll, der Adressat der Verletzungen bin und war ich.
    Denn niemand aus der Familie hat ein Problem- nur ich. Da sind sie sich einig.

    Also ist es kleingeistig, wenn sie zukünftig an unserem Tisch Kaffee wollen, zu sagen. "Nö, ihr wollt mich hier nicht, ich koch Euch auch keinen Kaffee mehr!" ?
    Zu meinem "Nein" stehen und ihn Kaffee kochen schicken?
    I]
    "Unterdrückt" würde von Deinem Mann auch nicht gestattet werden.
    Aber "geduldet" ist im Prinzip das Gleiche, nur auf eine passive Art. Dagegen kann sich Dein Mann nicht wehren, weil er die Mißachtung Dir gegenüber auch nicht erkennt.
    Vielleicht ist das in seiner Familie auch so üblich. Das ist ein Machtgerangel.
    Wenn Du das Gefühl hast, der Adressat von Verletzungen seitens seiner Familie zu sein, dann ist es an ihm, da für Klarheiten zu sorgen. Es ist, wie Du schon richtig sagst, seine Familie.
    Du stehst für Dich selbst ein, indem Du zu einem "Nein" gefunden hast. Zieh`das auch durch. Wenn Du für einige Leute aus gutem Grund keinen Kaffee mehr kochen willst, dann tu es auch nicht.
    Laß`Deinen Mann Kaffee kochen oder ziehe Dich zurück.
    Warum setzt Dich Dein Mann dieser Situation überhaupt aus? Weiß er nicht, wie Du Dich dabei fühlst?
    Oder heißt es "tu es mir zu liebe"?
    Ich sehe das Problem nicht zwischen den Verwandten und Dir, sondern zwischen Deinem Mann und Dir.
    Vielleicht bin ich da aber auch voreingenommen, da ich das sehr gut kenne, dass die Verwandtschaft platzhirschig ist und sich ein Spielchen daraus macht.
    Geändert von Inaktiver User (16.11.2012 um 18:28 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Also ist Nein-Sagen auch oft mit Veränderung des Umfeldes verbunden.

    Auf gar keinen Fall hat das etwas mit der Veränderung des Umfeldes zu tun.

    Das wäre dann nur ein weglaufen aber bestimmt nicht die die Lösung des Problems an sich.
    Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann sind es diese 4 Worte:
    DAS LEBEN GEHT WEITER!

    Setze kein Fragezeichen,
    wo das Schicksal schon längst einen Punkt gemacht hat.

    © unbekannt

  8. User Info Menu

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Zitat Zitat von Fanta01 Beitrag anzeigen

    Auf gar keinen Fall hat das etwas mit der Veränderung des Umfeldes zu tun.

    Das wäre dann nur ein weglaufen aber bestimmt nicht die die Lösung des Problems an sich.
    Ganz so pauschal würde ich das nicht unterschreiben. Wenn jemand "plötzlich" öfter da "nein" sagt, wo bisher ein "ja" erwartet wurde und auch gegeben wurde, kommt es auf das Gegenüber an: Wenn da keine Bereitschaft da ist, sich mit dem nunmehr drastisch veränderten Verhalten abzufinden, weil er nicht mit "nein" umgehen kann, kann ein Wechsel dieses Umfeldes angebracht sein.

    Merke: Zusätzlich kann der Wechsel des Umfeldes durchaus auch vom Umfeld ausgehen.
    - Nie rechtfertigen -

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