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  1. User Info Menu

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Hallo, liebe Susisa,

    Ein Bisschen von allen Deinen guten Eigenschaften: Wenn man freundlich und hilfsbereit ist, und es einen nicht kalt lässt, wie es anderen geht, dann kann das passieren.

    Mit der Diagnose tue ich mich schwer, aber ich selbst habe schon zu diesem verbreiteten Thema geschrieben und auch anderes gefunden.

    Guckst Du hier:
    Immer wieder "benutzt" werden...
    Posting #16 vom 11.02.2012, 09:36 Isambard

    Darin gibt es zusätzlich einen externen Link
    Wie lernen sich nicht mehr selbst aufzuopfern?
    Posting #5, dessen Ansichten ich teile,
    und dann geht es immer weiter.

    NB.: Bei Elitepartner geht es nicht so zivilisiert zu, wie hier, und die Meinungen können sehr von unseren abweichen.


    Man kann etwas tun. Es ist aber eine Schule über Jahre hinweg, das Nein-Sagen zu lernen. Es gibt viele verschiedene Dinge, die einem dabei helfen. Hier nur einige wenige ausgewählte Beispiele als Appetithäppchen auf die Links:

    - Ist das mein Problem?
    - Wem nützt es?
    - Nein, nein, nicht der Mammi-sag-schnell-Trick!
    - Fühle ich mich danach besser?
    - etc., etc.


    Es gibt viel zu tun, packe es an! Alle Gute dabei wünscht Dir Isambard

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    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Hallo, liebe Brunhilde99, hallo zusammen,

    Dazu wüsste ich auch noch etwas:

    Zitat Zitat von Brunhilde99 Beitrag anzeigen
    Fall 1: unser Chef ignoriert schlicht und einfach, wenn man NEIN sagt.
    Ist voll easy für ihn, dann haben Andere das Problem und er nicht. Ich hatte mal einen, der noch einen drauf setzte und einfach immer sagte:“Ist mir egal.“ Da hilft nur Flucht, oder entlassen werden, also meine Lösung :-(


    Zitat Zitat von Brunhilde99 Beitrag anzeigen
    Fall 2: eine Freundin fragt an, ob ich am Samstag mit in die Großstadt fahre. Ich sage NEIN. Warum? - kommt zurück. Weil ich nicht will, weil mir das zu viel ist, ich antworte ehrlich. Und dann fängt die Diskussion an.
    Was meint ihr, was mach ich da falsch, ich hab doch nein gesagt?
    Dazu gibt es einen Absteller, den ich an meinen Söhnen Isus und Isaak entwickelt habe:

    “Wenn Du 10 Minuten Zeit hast erkläre ich Dir gerne, warum, aber es ist so. (eventuell auch: Ich will es so und ich verhandle es nicht.“

    Sie hatten äusserst sehr selten 10 Minuten Zeit, dann war es Ihnen aber wirklich wichtig.
    Die zu Grunde liegende Erkenntnis war, dass eine Erklärung von sehr vielen Leuten als Zeichen zur Verhandlungsbereitschaft missverstanden wird. Es muss also ganz klar sein, dass die Erklärung auf Wunsch und als Dienstleistung erfolgt und nicht als Diskussionsbeitrag.


    Ach ja, und Brunhilde99: Deine Namensvetterin aus der Siegfried-Sage wollte sich nicht mit einem Mann einlassen, es sei denn, er besiegte sie vorher im Schwertkampf, was fast unmöglich war. Du siehst, sogar Sie hat nicht „Nein, Punkt“ sagen können, sondern nur „Nein, Aber ...“ und dies, obwohl sie ein ziemlich zähes Häppchen gewesen sein muss.


    Grüsse und Beileid von einem, der es wusste und trotzdem nicht immer im Griff hatte, Isambard

  3. Inaktiver User

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Zitat Zitat von Brunhilde99 Beitrag anzeigen

    Fall 1: unser Chef ignoriert schlicht und einfach, wenn man NEIN sagt. Drückt einem die Unterlagen in die Hand und am allerbesten ist, wenn nach einem Nein der Spruch kommt "oder können Sie das nicht....?" Wie kann man mit so was umgehen? Das passiert nicht nur mir, sondern auch anderen Mitarbeitern, die sich sonst bestens zur Wehr setzen können.

    Fall 2: eine Freundin fragt an, ob ich am Samstag mit in die Großstadt fahre. Ich sage NEIN. Warum? - kommt zurück. Weil ich nicht will, weil mir das zu viel ist, ich antworte ehrlich. Und dann fängt die Diskussion an. Wofür? Irgendwann bin ich nur noch stinkig und werde richtig sauer...
    Bei Fall 1 würde ich dann sagen, ich habe Projekt xy und bin damit ausgelastet. Wenn jetzt noch was dazukommt, wird Projekt xy ein paar Tage später fertig. Was ist ihm wichtiger?

    Bei Fall 2 würde ich wahrscheinlich den Kontakt mit der Person abbrechen. So etwas ist mir zu mühsam.

    LG
    Lakritze

  4. User Info Menu

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Also die Freundin würde ich glatt fragen ob ich Chinesisch spreche und was an einem "nein" unverständlich ist.

    Bei Chefe: Sie wollen doch, dass ich vernünftig arbeite, also eins nach dem anderen und jetzt mach ich erstmal das andere fertig. Bzw. nach dem Nein sofort umdrehen und Chef stehen lassen, ihm gar nicht erst die Gelegenheit geben dass er einem was in die Hand drückt.

    Ich hab das Problem auch, im Freundeskreis sag ich schon öfter "nein" und das wird ohne Diskussionen akzeptiert, die, die es nicht akzeptierten, habe ich inzwischen aussortiert. Ist stressfreier.

    Chefe... kommt auf den Chef an, ich hatte schon viele Chefs und einige richtig auflaufen lassen, da hab ich schon "nein" gesagt, weil ich den Knaben einfach nicht leiden konnte.
    Normale Menschen machen mir Angst!!!

    **Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**

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    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Fall 2: eine Freundin fragt an, ob ich am Samstag mit in die Großstadt fahre. Ich sage NEIN. Warum? - kommt zurück. Weil ich nicht will, weil mir das zu viel ist, ich antworte ehrlich. Und dann fängt die Diskussion an.
    Was meint ihr, was mach ich da falsch, ich hab doch nein gesagt?
    Nach dem weil ich nicht will hätte ich nen Punkt gemacht

    Wäre sie an mich geraten hätte sie alleine diskutieren können, ein nein ist genauso zu akzeptieren wie ein wohl lieber gehörtes ja!
    Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann sind es diese 4 Worte:
    DAS LEBEN GEHT WEITER!

    Setze kein Fragezeichen,
    wo das Schicksal schon längst einen Punkt gemacht hat.

    © unbekannt

  6. Inaktiver User

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Zitat Zitat von Fanta01 Beitrag anzeigen
    Nach dem weil ich nicht will hätte ich nen Punkt gemacht

    Wäre sie an mich geraten hätte sie alleine diskutieren können, ein nein ist genauso zu akzeptieren wie ein wohl lieber gehörtes ja!
    Ich auch *g*

    Aber das ist auch ein Prozeß - zu lernen, dass man auch (oder gerades deswegen!) gemocht wird, wenn man mal nein sagt. Mit Mangel an Hilfsbereitschaft hat das gar nichts zu tun ... ich helfe gern, aber ich lasse mich nicht ausnutzen, ich habe da ein ganz gutes Gespür, und auf Dauer gebe ich mich solchen Menschen auch nicht ab.

    Und zum Chef? Tja mein Chef fragt immer ob ich kurz Zeit für ihn habe. Ich bin doch ein wichtiger Mitarbeiter in der Firma und nicht jemand dem man mal so über den Mund fährt. Respekt muß man sich zwar verdienen, aber Achtung vor jemanden zu haben lernt man schon als Kind.

    Meine Freunde wissen wie ich bin und mögen mich gerade deswegen, ich lüge nicht, und ich heuchle nicht, wenn ich nein sage, dann meine ich nein.

    Aber wenn ich ja sage - dann stehe ich 1000% dazu und man kann sich auf mich verlassen selbst wenn an dem Tag die Welt unterginge

  7. Inaktiver User

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Freunde wissen wie ich bin und mögen mich gerade deswegen, ich lüge nicht, und ich heuchle nicht, wenn ich nein sage, dann meine ich nein.

    Aber wenn ich ja sage - dann stehe ich 1000% dazu und man kann sich auf mich verlassen selbst wenn an dem Tag die Welt unterginge

    redest du gerade über mich????

    nee, ernsthaft, so bin ICH und es hat mir noch nie geschadet.

    NEIN ist eines meiner lieblingswörter.

  8. Inaktiver User

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Geändert von Inaktiver User (10.11.2012 um 16:39 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    "Ich wünschte, ich könnte dir helfen,
    aber ich will nicht."


    aus der TV Serie "Friends"

  10. User Info Menu

    AW: Nein sagen - warum ist das so schwierig?

    Auf diese Frage suchte ich auch lange eine Antwort.
    Kurz:

    ich habe angefangen zu üben, nachdem ich mich hier durchgelesen habe.

    Ich kann nicht mal sagen, dass mich die zu erwartende Ablehnung geschockt hätte, denn die habe ich ja seit Monaten bereits zu spüren bekommen- hinterrücks und dann auch unverblümt offen, auch vor Publikum.
    Also mußte ich was tun, denn mir ging es trotz gezwungener Freundlichkeit immer schlechter.

    Nur die Konsequenzen vom "Nein", die sind oft diffus und nicht berechenbar, wie der jeweilige Gegenüber.

    Ich unterscheide auch zwischen Freunden, Familie, Bekannten oder Mitarbeitern.

    Schwerste Übung war für mich Familie.
    In meiner Familie kein Problem zu üben und zu formulieren, in der angeheirateten schon sehr.

    Da sind Erwartungen an mich geknüpft, die ich nicht mehr erfüllen wollte:
    es haben sich unzählige Begebenheiten zugetragen, dass drei weibliche Angehörige meines Mannes in sein Haus kamen und mich nicht respektierten, sich aber zum Kaffee setzten oder die jährlichen Geb.-feiern oder Festtage bewußt mit Befindlichkeiten störten oder wir in der "Festung der Mißgunst" (so nenn ich das mal) zum Kaffee eingeladen waren und ich wohl ne Tarnkappe aufgehabt habe.

    Mein Mantra "sei freundlich und lass es abprallen" hat nicht mehr geholfen und die betreffenden Personen haben sich immer dreister benommen.
    Aussprachen halfen nix oder es war im Nachhinein nicht so, wie dargestellt.

    Dann wurde nur noch mein Mann in die Kommunikation einbezogen und das Streitthema wurde nur noch ich. ER hat zu mir gehalten und sie weggejagt, sie sind kurze Zeit später immer wieder da.

    Es trat für mich keine Entspannung ein. Ich fing an, körperlich zu reagieren.

    Der Übungsteil begann:

    vor Wochen war ich noch einmal mit in der Festung, um in persönlichen Worten mein Nein zu überbringen und keinen Feierkontkt mehr wünsche, nicht dort und nicht mehr zu meinem Geb.

    Diskussionen !!!


    Ich spüre gerade auch, dass nicht das bloße Neinsagen, sondern bei der Haltung zu bleiben, wenn alle Register gezogen werden, der schwierigere Teil ist.

    Seine Mutter hat sich gerade ins Krankenhaus gelegt, um meine Sorge mit einem Besuch zu erzwingen.
    Ich geh nicht mit.

    Mein Mann kritisiert an mir fehlenden Anstand und akzeptiert es schweren Herzens.

    Er soll seine Familie gern hegen und pflegen, bitteschön in Zukunft ohne mich.
    Ich will nicht mehr. Das wird nicht akzeptiert.



    Sie behalten sich vor, zu seinen Geb. einzufallen und sich breit zu machen. Was kann ich tun?

    Ich hätte nie gedacht, dass mir das mal so passiert. Ich finde es traurig, aber ich muss auch auf mich achten.
    Dass es soweit kommen konnte, hatte auch ganz viel mit mir zu tun, aber ich übe.


    Geändert von Kenga (15.11.2012 um 12:10 Uhr)
    Lieber Staub aufwirbeln als Staub ansetzen ...

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