Da der Verlauf einer Operation und der anschließende Heilungsprozess nicht unwesentlich von dem Vertrauen in den behandelnden Arzt und der eigenen Zuversichtlichkeit abhängt, würde ich vielleicht doch noch einmal das persönliche Gespräch mit ihr suchen.
Du kannst ihr ja sagen, dass es dir heute unangenehm ist, so viel preis gegeben zu haben.
Kann sein, dass sie dir deine Angst nimmt. Kann sein, dass sie so ruppig wie beim ersten Mal begegnet. Und dann?
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05.08.2012, 21:35Inaktiver User
AW: Peinlich, peinlich - dumm gelaufen
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31.08.2012, 18:27
AW: Peinlich, peinlich - dumm gelaufen
Ich kam nun nochmal mit der Ärztin in Kontakt. Mir ist inzwischen auch klar, warum ich mich so leicht öffne bei ihr, was ich eigentlich gar nicht will. Ja, sie ist psychologisch geschult, denn sie lebt mit einem schon viele Jahre zusammen. Sie scheint einiges von ihm in der Gesprächsführung gelernt zu haben. Ihr Stil mir auf eine Frage zu antworten, ist von ihr so klug gewählt, dass es mich veranlasst, über sich zu reden. Sie spitzt eine Sache derart zu, dass es mich pickst und sie bekommt mich soweit, tiefgreifende persönliche Geschichten meines Lebens mitzuteilen. Ich bin über mich selbst schockiert. Sie bot mir nun an, dass sie bereit wäre, sich mit mir zu treffen. Eigentlich teilen Ärzte doch stets sachlich mit, dass die Patientin / der Patient die Möglichkeit eines Gesprächstermins gern mit ihnen nutzen kann. Es bleibt immer ausgesprochen sachlich und unpersönlich zwischen Arzt und Patient. Bei ihr nicht! Ich würde mich schon mit ihr treffen (fragt sich nur wo), aber ich befürchte, dass ich dann vollkommen verwirrt bin. Kennt jemand Ärzte, die die persönliche Ebene wählen, um mit ihren Patienten Nähe, die sicher dann und wann sehr wichtig für eine erfolgreiche Behandlung ist, wählen?
Geändert von Antje73 (31.08.2012 um 18:42 Uhr)
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31.08.2012, 18:51Inaktiver User
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31.08.2012, 19:02
AW: Peinlich, peinlich - dumm gelaufen
Ich habe geschrieben, dass ich mich mit ihr treffen würde, weil ich es erstaunlich finde, dass eine Oberärztin sich derart viel Zeit für eine Patientin wie mich nehmen kann, und ich durchaus noch weitere Fragen an sie speziell hätte. Ich frage mich nur, was ich dann nebenbei noch alles über mich erzähle. Das lässt mich zurückschrecken. Bei der OP bekomme ich eine Vollnarkose und im Zimmer werden später immer irgendwelche Schwestern oder Mitpatientinnen sein. Peinlich kann das für mich nicht werden.
Ach ja, das Angebot zum Treffen zwecks Klärung weiterer Fragen ging alleine von ihr aus.Geändert von Antje73 (31.08.2012 um 19:06 Uhr)
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31.08.2012, 19:09Inaktiver User
AW: Peinlich, peinlich - dumm gelaufen
sorry, aber ich kann dir nicht folgen.
welche op? sie will dich vorher treffen um über die op zu sprechen?
äm, sie hat schweigepflicht. du kannst ihr ALLES erzählen.
und du willst sie treffen, weil du es erstaunlich findest, dass sie dir viel zeit widmen will
dann triff dich doch.... dann bist du schlauer...
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31.08.2012, 19:10Inaktiver User
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01.09.2012, 16:30Inaktiver User
AW: Peinlich, peinlich - dumm gelaufen
Also ich hab ja hier beim Lesen jetzt eher das Gefühl, dass es geradezu dein sehnlichster Wunsch ist, dass Du mal reden kannst mit irgendwem und hoffst, dass sie Dich dazu bringen kann (da ja so "psychologisch geschult", was aber doch noch etwas anderes ist, als bloß nen Therapeuten als Partner zu haben?) .
Die Gründe, die Du anführst für dieses persönliche Treffen, kommen mir da fadenscheinig vor.
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01.09.2012, 17:48
AW: Peinlich, peinlich - dumm gelaufen
Hi, Antje!
Als Tochter eines Arztes möchte ich dir nur sagen, dass es vermutlich NICHTS gibt, was du der guten Frau erzählen könntest, das sie noch nich gehört hat oder sie irgendwie schockieren würde!
Als Medizinerin ist es ihr Job, über dich und deinen Gesundheitszustand bescheidzuwissen und je mehr sie darüber weiß, desto besser kann sie dir helfen! Peinlich muss dir da garnichts sein!
lg RadisiDu bist ein lebender Mensch, eine Frau, und kannst irren und zweifeln und gut sein. (Erich Fried)


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