Liebe Bestagewomen,
Rat kann ich Dir auch nicht wirklich geben, wie man besser damit umgehen kann - nur mein Mitfühlen. Mir geht es im Moment manchmal haargenau wie von Dir beschrieben und hab auch noch keinen Ausweg gefunden. Ich war nach meiner Scheidung einige Zeit ganz bewusst und gerne Single, aber durch eine "unglückliche Verliebtheit" gerade wieder draufgekommen, wie schön eine Beziehung eigentlich wieder wäre. Da ich aber mit mir selbst noch nicht ganz im Reinen bin, hab ich mir mal eine Männerpause verordnet, so wie ich mich im Moment fühle, würde das nämlich sowieso nix werden mit einem Mann.
Meine kleinen Hilfsmittel gegen den akuten Blues: Mich pflegen, aufbrezeln, Friseur, Ganzkörperpeeling, cremen etc. und wenn es nur für einen Abend auf der Couch ist. Mir meine Wohnung schön machen, mal wieder richtig aufräumen, Kerzen, schöne Musik, für mich schön kochen. Kino gehen, da ist man nämlich mal für 2 Stunden in einer anderen Welt. Alles keine Wundermittel, aber ein bisschen besser geht's dann wieder.
Ich bin auch der Meinung, dass die Vorteile des Paarlebens die Vorteile des Singlelebens absolut aufheben. Gerade wenn man mal eine langjährige glückliche Partnerschaft hatte, ist es schwer, im Singleleben große Vorteile zu finden. Ich konnte auch in der Partnerschaft all das machen, was ich jetzt als Single kann - wir hatten eine sehr vertrauensvolle, fröhliche, offene Ehe mit viel gegenseitiger Freiheit und ohne Eifersucht. Eine der wenigen Vorteile, die ich auch so empfinde ist dieser hier, da kann ich voll zustimmen:
Man wird als Single auch wieder mutiger, weil niemand mehr da ist, auf den man zurückgreifen kann und der sowieso da ist. Im Nachhinein finde ich schon, dass ich während meiner Ehe nicht so offen, interessiert und flexibel war wie jetzt, man ist da eher in so einem "Zweier-Kosmos" unterwegs.
Vielleicht kannst Du Dir das als Vorteil vor Augen halten, ich nehme an, Du wirst während Deiner Single-Zeit auch sehr gewachsen sein was die Selbständigkeit und Offenheit betrifft? Dann klopf Dir dafür mal auf die Schulter und freu Dich über diese Errungenschaft, bestagewoman!
Und jemand, der so auf sich selbst achtet und sich nicht mit Kompromissen zufrieden gibt wie Du (sonst hättest Du aus Angst vorm Alleinsein an Deiner Ehe festgehalten), der findet ganz bestimmt wieder jemanden, der Dich auch verdient und den Du verdienst. Das finde ich nämlich toll, den Mut haben, eine langjährige Ehe zu beenden, wenn man diese nicht mehr leben kann.
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23.07.2012, 09:47
AW: ...und immer wieder das Gleiche......der Singelbues.......
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23.07.2012, 15:52
AW: ...und immer wieder das Gleiche......der Singelbues.......
@ Bestagewoman
Nachdem ich hie und da einige Beiträge von dir gelesen habe, bin ich der Meinung, dass du dir ganz konkret dein 'Projekt' vornehmen solltest: "Ich werde mir einen neuen Liebsten suchen".
Wie man ein solches Projekt planen, anlegen und dann ganz praktisch voranschreiten kann, dass ließe sich noch genauer formulieren.
Auf jeden Fall gibt es da eine Fülle von Ideen, die mir ad hoc einfallen - bzw. 'Maßnahmen', die du ins Auge fassen könntest für dich.
Projekt ist auch etwas aktives, wenn man daran 'arbeitet' macht das auch so einiges mit einem ...
Glück ist, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft - das habe ich einst gelesen.
Also bereite dich vor und suche und schaffe Gelegenheiten.
Als allererstes fällt mir dazu ein - gewissermaßen eine 'Vorstufe' zu dem Projekt, aber auch durchaus begleitend: du brauchst mehr 'Verbündete' ... und das bedeutet, du solltest dich auf die Suche machen nach Gleichgesinnten, also suchende Single-Frauen in deinem Alter.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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23.07.2012, 21:57
AW: ...und immer wieder das Gleiche......der Singelbues.......
....oh wie nüchtern das klingt. Verstehe mich bitte nicht falsch, aber seit wann kann man so strategisch vorgehen, das ist doch kein Feldzug den man gewinnen muss.
Natürlich klopft der Traummann selten an die Tür, man muss sich schon unter Menschen begeben um andere kennen zu lernen. Aber jedesmal mit dem Vorsatz, jetzt treffe ich IHN, da ist Zusatzfrust ja vorprogrammiert wenn man dann wieder alleine bleibt. Ich habe deinen Vorschlag in meiner Singelzeit mal probiert. Bin strategisch vorgegangen und habe mir noch mehr Frust durch Nichterfolge eingehandelt als ich schon hatte. Bis mir klar wurde, dass Erwartungshaltung auf Realität traf.
Ich glaube zu wissen was du meinst, aber es klingt so fürchterlich nüchtern, kalkuliert, strategisch und total verkrampft.
Sich dann auch noch mit anderen Singlefrauen umgeben, die alle das gleiche Problem und somit die gleiche Thematik haben, halte ich auch nicht für sinnvoll. Die schrauben sich ja dann u.U.kollektiv weiter in die Problematik hinein.
Aktivitäten ja, aber ohne die hohe Erwartungshaltung. Einfach nur unter Menschen gehen und Spass haben, müsste reichen.
Nix für ungut, du möchtest ja nur genauso helfen wie wir die wir uns in das Thema eingeklinkt haben.
LG SonjakatzeIn jedem Misthaufen ist ein Goldschatz,man muss nur wissen wie er aussieht.
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23.07.2012, 23:37
AW: ...und immer wieder das Gleiche......der Singelbues.......
hallo ihr lieben,
ich muss auch mal dazusenfen.
ich bin ja auch ein singleblues-mensch. in letzter zeit ergeben sich aber aus für mich nur bedingt nachvollziehbaren gründen alle naselang neue kontakte (zu interessanten männern), so dass ich vielleicht nicht ganz repräsentativ bin.
anyways.
liebe bestagewoman, ich kann dich (gut) verstehen. einerseits.
andererseits denke ich: warum zum teufel gibt es immer wieder frauen, die ihr gesamtes lebensglück vom dasein in einer ("schönen") partnerschaft abhängig machen?! denn darum geht es doch letztlich. dass der lebensplan nicht so verwirklicht wurde, wie man/ich/wir uns das jetzt so vorgestellt haben (wenn es danach gegangen wäre, hätte ich übrigens auch schon 2 kinder. die ich nicht habe.). wie sagt john lennon doch so schön: life is what happens while you're making other plans. es tut mir leid, wenn das zynisch rüberkommt, so ist es nicht gemeint.
was ich meine, ist das: partnerschaft wird häufig idealisiert. oder seid ihr euch hier alle im strang stillschweigend darüber einig, dass es um eine "schöne" partnerschaft geht? wenn ja: was ist das? und wie geht das, wenn man/frau/ihr/wir nicht auch (vermeintlich) "allein" ein schönes leben haben? es uns selbst schön machen können, das leben, den sommer (yay! endlich!) genießen können?
ja. ich vermisse ihn auch. den geliebten anderen. ich habe vor etwa 2 monaten eine affäre beendet - einerseits, weil ich mich halsüberkopf und in the long run nicht erfolgreich in einen anderen verschossen hatte (siehe meinen eigenen fred zum thema). andererseits aber, weil ich - und auch er! - das gefühl hatte: wääh... nee. dit isset nich. ich bin austauschbar, ICH bin mit den zärtlichkeiten gar nicht gemeint. ein schales gefühl, so wie - na, ihr kennt das, ihr haltet euch den ganzen abend an einem glas bier fest und trinkt wider besseren wissens auch den letzten schluck noch. bah pfui.
mein punkt ist: qualität vor quantität. wie ist das bei dir, bestagewoman - möchtest du irgendeinen kerl, der schnarcht, dem du die stinkigen socken wäschst, der abends beim wohnungsbetreten schon nach einem bier brüllt und dich annöhlt, dass deine schuhe in der diele rumfliegen? also das, was hier als BAN-beziehung bezeichnet wird? oder willst du "THE MÄN", dem du freiwillig den arsch nachträgst, weil er genauso dusslige sachen macht? und der dir einen stoffesel mitbringt, weil er findet, der guckt ganz exakt genauso wie du und da konnte er nicht einfach am schaufenster vorbeigehen? das wird für mich aus dem, was du schreibst, nicht ganz klar.
deswegen schätze ich die stimmen, die hier die vorteile des singlelebens preisen, ganz enorm. man/ich/wir tendieren schlicht dazu, vieles zu verdrängen und das zu idealisieren, was gerade nicht greifbar ist. (anekdote: ein befreundetes paar, gehört für mich im prinzip zur familie - und er erzählt mir seit über einem halben jahr, wie stressig das gerade alles ist- was objektiv auch richtig ist. eine zeitlang dachte ich huch, will der was von mir? bis ich kapiert habe, nee, der will seine frau und seinen sohn nicht eintauschen, der braucht bloß entlastung (psychischer natur), und will mir nur sagen, dass auch das paardasein seine schattenseiten hat.)
drum ein paar fragen: hat das für dich (und ja, ich projeziere jetzt) was mit identität zu tun? mit zugehörigkeit? "ich will zu jemandem gehören, ich will, dass jemand zu mir gehört?" mit "ich bin's leid, ständig dumme sprüche zu hören ob meines singledaseins", mit "ich will, dass sich jemand auch mal um mich kümmert?" hach... wie gesagt: been there, done that. der nächste blues kommt bestimmt. auch für mich. aber der hat - davon bin ich für mich mittlerweile fest überzeugt - nichts mit meinem beziehungsstatus zu tun.
das problem ist und bleibt aus meiner sicht: wir können weder das eine, noch das andere erzwingen. aber: wenn wir selbst die verantwortung für unser eigenes wohlergehen - wohlfühlen, schöne dinge tun, den fokus wegnehmen von all den anderen vermeintlich glücklichen paaren, merken, hey, nee, die sonne, die scheint auch für mich! - übernehmen, dann können wir erreichen, dass es uns auch allein besser geht, und sich ein gefühl einstellt, das wenigstens ein bisschen an zufriedenheit erinnert. denn: was, wenn "das schicksal" uns eben den einen nicht zugedacht hat? dann müssen wir auch allein klarkommen. und da feiern wir doch besser ne party (wenn auch nicht jeden tag), als dass wir wie die grauen herren (aus momo) ständig irgendetwas hinterherrennen, was wir ohnehin nicht einfach so kriegen können. (ha. erinnert ihr euch? rückwärts gehen in der niemandsgasse. dann geht's viel schneller.)
und trotzdem: ich finde, vanDyck hat da einen punkt. auch wenn es vielleicht, wie sonjakatze schreibt, sehr nüchtern klingt. ich bin der überzeugung, dass einer der mir nicht ganz luziden gründe für meine derzeitigen kontakte zum anderen geschlecht (übrigens alle völlig offline, d.h. im realen leben entstanden) darin liegt, dass ich es geschafft habe, loszulassen. ja, fucking cliché, ich weiß - aber so ein bisschen wie bei dante, "lasst alle hoffnung fahren"... der "richtige" war nicht dabei, aber irgendwie fühle ich mich wohl(er). meine wahlfamilie, sprich: freunde, spielen dabei eine große, entscheidende rolle. sich sein leben so organisieren, dass man keinen tag ohne umarmung leben muss zum beispiel. ja, klingt nach eiskalter berechnung, aber tut einfach unglaublich gut. zurück zum "projekt": ich denke, genau das ist der punkt. es gibt diesen spruch: who doesn't meet, doesn't mate. also: raus aus dem eigenen nest, ins kabarett, auf's straßenfest, in die kneipe - draußen sitzen, leute gucken, gespräche anfangen. in kontakt kommen. auch wenn's auf den ersten blick kein treffer ist. raus aus der (vermeintlichen) isolation. und wenn's sich scheiße anfühlt, nase hoch! und zu hause ein paar tränchen verdrücken, mit denen man/frau/wir unsere krone polieren, bevor wir sie wieder aufsetzen. raging. zu tom waits oder wem auch immer. leben! leben! leben!
- öhm. wenn das jemand komplett durchliest, vielen dank. der erguss ist dem wetter, dem sekt aperol und nachfolgenden lagavulin geschuldet. (und ich kann immer noch tippfehler erkennen. wenn auch vielleicht nicht alle... aber ich hab ja auch urlaub) -
sorry, falls das jetzt wie strangkaperung aussieht, aber ich wollte das hier mal loswerden.
liebe grüße und eine wunderbare sommersonnenwoche wünscht
die ratteich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer
tippfehler gibts von mobile devices gratis. wer sie findet, darf sie behalten.
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24.07.2012, 07:50
AW: ...und immer wieder das Gleiche......der Singelbues.......
@ bisamratte:
Ein toller Beitrag!
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24.07.2012, 18:23
AW: ...und immer wieder das Gleiche......der Singelbues.......
Hallo Bisamratte,

echt ein toller Beitrag 

Es ist schon so, dass ich mich total nach einer harmonischen Beziehung sehne und meine Gedanken ständig darum kreisen, endlich mal jemanden zu finden, der mich liebt (ich hatte einen lieben Ehemann der mich von ganzem Herzen geliebt hat) und den ich auch lieben kann. Ich bin schon seit so vielen Jahren unglücklich....erst lange Jahre in meiner Ehe (keine Ahnung warum ich nicht in der Lage war meinen Mann zu lieben) und bin einfach ausgehungert danach zu lieben und jemanden an meiner Seite zu haben, dem ich wichtig bin.
Ich weiß selber, dass ich erstmal bei mir selber anfangen sollte, mich zu lieben........dennoch der Blues ist nunmal da, und den abzustellen.......wo bitte ist der Knopf???? On/OFF....

Ich hasse es einfach alleine zu sein.......Geändert von Bestagewoman (24.07.2012 um 18:49 Uhr)
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24.07.2012, 22:54
AW: ...und immer wieder das Gleiche......der Singelbues.......
Ich finde auch alles toll, was Bisamratte so geschrieben hat.
Sehr ehrlich und überzeugend.
ABER, obwohl ich recht gut mit meinem Leben klarkomme, meist auch zufrieden bin oder sogar glücklich, Kinder habe, Freundinnen habe, ab und an ausgehen kann usw. - die Vorstellung nie mehr zu LIEBEN, zu küssen, leidenschaftlich zu sein....
finde ich (wie Bestagewoman wohl auch), doch erschreckend!
Ich mag mich und mein Leben wirklich- und definiere mich bestimmt nicht (mehr) darüber, ob ich einen Partenr habe, oder nicht.
Aber in mir ist eben so ein Gefühl, als ob doch etwas fehlen würde. Als wäre ich nicht dazu bestimmt, alleine zu sein.
Ich wollte schon seit der Pubertät immer gerne eine (natürlich gute) Beziehung und war alleine (trotz vieler Hobbys und Freundinnen) nicht so glücklich, wie in einer festen Partnerschaft.
Natürlich kann man nichts erzwingen.....aber mein Gott - da draußen muss es doch auch tausende von Single-Männer geben und das sind ganz normale Menschen, wie wir "Mädels" eben auch. Da wird ja wohl jemand zu finden sein - auch, wenn es etwas dauert. Bin mir da ziemlich sicher!
Ein Träumer hat vielleicht keinen Plan;
Aber ein Realist hat keine Visionen !!!
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25.07.2012, 12:25
AW: ...und immer wieder das Gleiche......der Singelbues.......
Hast Du denn keine Hobbies oder sonstige Interessen, denen Du in Deiner Freizeit nachgehen kannst?
Als Singlefrau ist es für Dich sehr schlecht, wenn Du nur Ehefrauen oder Mütter als Freundinnen hast. Du solltest mindestens eine, besser noch zwei Freundinnen haben, die ebenfalls kinderlose Singles sind, und mit denen Du gemeinsame Unternehmungen in Deiner Freizeit machen kannst. Und es sollten Frauen sein, die ebenfalls noch andere Interessen in ihrem Leben haben, als ihr Single-Dasein zu beenden. Es ist ungut für Dich, wenn Dich andere Frauen auch noch ständig mit ihrem Single-Frust belasten.
Das Single-Dasein bietet viele Vorteile, die Du für Dich nutzen solltest: Jetzt oder nie kannst Du endlich mal machen, was Du willst, ohne Rücksicht auf einen Partner nehmen zu müssen.
Wenn Du aktiv Deinen Interessen und Hobbies nachgehst, dann ist das gut für Dein Selbstwertgefühl, denn es verschafft Dir Befriedigung und Erfolgserlebnisse. Dabei triffst Du automatisch auf andere Menschen, die ähnliche bzw. dieselben Interessen oder Hobbies haben. So lernst Du neue Leute kennen - und wenn Deine Interessen nicht zu frauenspezifisch sind, dann lernst Du auch Männer kennen.
Es gibt im Internet übrigens kein Thema, zu dem es nicht irgendein Forum gäbe, wo sich Interessierte austauschen.
Ach übrigens: Mit Freizeitinteressen meine ich nicht das passive auf der Couch rumhocken und sich vom TV-Angebot konsumativ berieseln zu lassen ... Was anderes ist es, wenn Du gezielt DVDs schaust von bestimmten Regisseuren, mit bestimmten Schauspielern, Themen usw.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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25.07.2012, 12:33
AW: ...und immer wieder das Gleiche......der Singelbues.......
@ Bestagewoman
Nun, Du hattest sicher Deine Gründe, Deinen Ex zu verlassen, und die werden heute wohl noch gelten. Irgendwas in der Beziehung fandest Du für Dich nicht ausreichend, um mit ihm glücklich zu sein.Ich hab echt so eine Art Torschlusspanik, in meinem Alter einfach niemanden mehr zu finden. Manchmal denke ich, dass ist die gerechte Strafe für mich, weil ich meinen Mann verlassen habe, obwohl er mir ncihts getan hat. Er war ein liebevoller, fürsorglicher Ehemann, der mich auf Händen getragen hat.....nur ich habe keine Liebe mehr für ihn empfunden. Vielleicht hätte ich mich mehr anstrengen sollen, diese Gefühle wieder aufleben zu lassen........
Du hast nun zwei Möglichkeiten: Entweder, Du kommst zu dem Schluss, dass Du das, womit Du unzufrieden warst, überbewertet hast, und versuchst wieder eine Annäherung an ihn. Oder Du findest nach wie vor, dass Du so eine Beziehung trotzdem nicht mehr haben willst, und hoffst auf was Besseres. Nur gibt es leider keine Garantie, dass Du was Besseres findet - es gibt lediglich eine Chance.
Und es ist besser, wenn Du für diese Chance offen bist, als wenn Du verkrampft Dein ganzes aktuelles Leben darauf ausrichtest. Dann kommt sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.
Die Frage, die Du Dir stellen solltest, ist auch: Angenommen, es gelingt mir nicht mehr, einen passenden Mann zu finden, was kann ich sonst noch mit meinem Leben anfangen, um glücklich zu sein?
Was habe ich sonst noch für Lebensziele?
Wie könnte ich mein Bedürfnis nach Nähe auch ohne Mann erfüllen? Wer kommt dafür noch in Frage?
Freundinnen, die nur wenig Zeit für Dich haben, sind dafür nicht die ersten Ansprechpartnerinnen.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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25.07.2012, 21:04
AW: ...und immer wieder das Gleiche......der Singelbues.......
@Latona
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Liebe Bestagewoman,
Idealisier in deinem Interesse eine Partnerschaft nicht so sehr. Partnerschaft ist tägl. Arbeit, Akzeptanz,sich zurück nehmen können, Verständnis, Anpassung und manchmal auch das begraben von Träumen und Illusionen ohne Bitterkeit und Groll. Partnerschaft bedeutet auch das jeder in sich selber Platz machen muss damit der andere einen Platz hat. Das geht alles am besten wenn man ( Frau ) mit sich selber leben gelernt hat.
Wenn man eine Partnerschaft so sehr will wie du, kann man vor lauter Kompromissen schnell an den falschen geraten. Das macht mir so ein bißchen Angst um dich.
Ich weiß 10000 Ratschläge ändern nicht deine Situation, eventuell geben sie dir aber eine andere Sichtweise auf die Situation. Ich denke darum bemühen wir uns alle.
Ganz liebe Grüße
Sonjakatze :
In jedem Misthaufen ist ein Goldschatz,man muss nur wissen wie er aussieht.



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