ganz einfach, weil es nicht honoriert wird.
ich habe auch mal ein ganz tolles kuchenrezept weiter gegeben, das dann wochen danach in der hiesigen zeitung stand mit dem namen der frau, der ich dieses rezept gab.
klar, den kuchen kennen viele, aber ICH hatte ihn so abgewandelt - eben auch wegen meiner erfahrung, dass er so den letzten kick hatte. dieses i-tüpfelchen gab ich weiter. nun ist das kein i-tüpfelchen mehr.
nee, muss nicht sein.
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Thema: Wissen weitergeben
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11.07.2012, 18:56Inaktiver User
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12.07.2012, 17:18
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An mich ist neulich auch so ein Problem herangetreten. Eine Organisation, die bei uns im Viertel spezielle Führungen macht, wollte von mir Infos über die historischen Gebäude und Besonderheiten.
Da ich mich auf dem Gebiet Geschichte des Viertels profilieren und später einmal - aber eben noch nicht jetzt - dazu Führungen anbieten möchte, hab ich denen nur eine Linkliste von den Infos gegeben, die bereits leicht zugänglich im Netz stehen. Das ist für deren Zwecke ausreichend. Ich hätte nicht eingesehen, warum diese Leute mein ganzes mühselig in Büchern und im Netz recherchiertes Material zum Thema einfach so verwenden können sollten. Schließlich sollen auch noch Leute zu meinen Veranstaltungen und Führungen zur Geschichte des Viertels kommen.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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12.07.2012, 20:22
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kann ich total gut verstehen, linedance!
genau das ist der grund, warum ich auch so gut wie nie eigenen rezepte weitergebe. und ich meine halt wirklich eigene, selbstentwickelte rezepte. diese zu veröffentlichen, behalte ich mir ganz allein vor.
das unverständnis vieler menschen für so ein für-sich-behalten ist eine mischung aus respektlosigkeit vor dem ideellen eigentum anderer (weil sie sich schlicht nicht vorstellen können, dass jemand, den sie kennen, das gleiche kann wie kochbuchautoren - nämlich rezepte entwickeln) und der damit direkt verbundenen phantasielosigkeit (rezepte gibts nur in büchern und zeitschriften - jemand, den ich persönlich kenne, kann sowas tolles unmöglich können).
und auf dieser basis ist es dann ganz leicht, das ideelle eigentum anderer an eine ignorante öffentlichkeit zu bringen und die lorbeeren dafür zu ernten.
ich möchte das nicht.
übrigens auch der grund, warum ich meine wirklich allein entwickelten rezepte nie hier im forum poste.
irgendwann sicher mal in meinem eigenen blog, aber dann steht auch mein name dran
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12.07.2012, 21:11Inaktiver User
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Das mit den Führungen kann ich gut verstehen- möglicherweise kann man damit ja auch mal Geld verdienen- und da sind wir auch wieder beim -finanziellen- Nachteil.
Was Kuchen angeht.....stell ich doch mal die provokante Frage einer Freundin dazu:
"Muss man denn seinen Selbstwert aus einem Kuchen holen??"
kenzia
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12.07.2012, 22:12
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12.07.2012, 22:55
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Also zwischen dem nicht abgesprochenen Veröffentlichen eines "Geheim"-Rezeptes, welches ganz klar das geistige Eigentum des Verfassers ist - und zwischen dem bloßen Weitergeben ist doch ein großer Unterschied.
Meine Mama hat mir fein säuberlich ihre Rezepte meiner Lieblingsgerichte aufgeschrieben.
Ich koche/backe diese nach - doch sie erreichen nie das Original (wie Bae schon schrieb). Im Laufe der Zeit werden die Rezepturen dann von mir geringfügig abwandelt, verfeinert, manchmal auch gewollt verfremdet ;-)
Diese neuen Versionen halte ich wiederum schriftlich fest - und gebe sie gerne (zB an meine Kinder) weiter. So entsteht eine Art Tradition, deren Ursprung zurückverfolgbar bleibt.
Allerdings ... wenn ich den Gedanken von kenzia jetzt weiterspinne ... ganz hypothetisch ... sollte jemand mit meinen Rezepten zB ein florierendes Catering-Service aufbauen, dann sähe es mit meiner Gelassenheit wahrscheinlich anders aus
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12.07.2012, 23:25
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Gibt halt auch bei dieser Frage 2 Seiten.
Vor Jahren war ich sehr unangenehm berührt, als mir eine Frau im Krankenhaus nicht den Namen ihres Parfums sagen wollte....obwohl klar war, wir sehn uns wohl nie wieder.
Spontan fühlte ich beim Lesen hier, dass es doof ist, nichts weiterzugeben, aber dann...
Ich selbst habe meins immer weiter gegeben(wurde da sehr oft positiv drauf angesprochen)und dann erlebt, dass es jemand es bei einer Bekannten roch und meinte...."das find ich echt unangenehm und duuu(also ich)magst das??
Das piekste ein bisschen
Dann.....es gibt gaanz wenige Bücher und Filme, die inn meiner Bewertung eine 1 bekommen und diese erwähne ich einfach nicht bei anderen - ich weiß dass alles Geschmackssache ist !!!!aber es tut mir weh, wenn andere GENAU dieses Buch/Film abwertend beurteilen und bei mir sehr viel Herzens/Seelenblut drinsteckt
Dann Urlaubstips.....ich gebe jedem gerne weiter, was ich wo erlebt/gegessen.....habe!
Mit 2 Ausnahmen....ein Ort, der mich so dermaßen zum Weinen bringt und ich es nicht ertrage, wenn er abgewertet wird.
Und ...."meine" Insel.....ich habe meine engsten Freundinnen mitgenommen und das mach ich nie wieder!!!
Aus dem gl.Grund...für sie ist es "nett" oder auch nichtmal das
Für mich bedeutet sie ganz viel!
Ansonsten glaub ich jetzt mal, bin ich sehr großzügig im Weitergeben von Tips, Erfahrungen,m eigenen Klamotten, Adressen
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13.07.2012, 07:57
AW: Wissen weitergeben
Hallo zusammen,
also Dinge, in deren Entwicklung, Erfindung, Ausarbeitung ich viel Zeit und Mühe gesteckt habe, würde ich auch nicht so mir nichts, dir nichts weitergeben. Ich habe vor Jahren mal literarische Stadtführungen in Prag ausgearbeitet (immer mit passenden Zitaten zu den einzelnen Orten) und in kleinem Kreis durchgeführt. Wenn jemand die Unterlagen für eine kleine private Führung hätte haben wollen, kein Problem. Wenni ich aber den Verdacht gehabt hätte, dass derjenige das größer aufziehen und womöglich noch Geld damit verdienen will, hätte ich nix weitergegeben. Das hätte mich dann schon geärgert, ohne dass ich selbst jetzt hätte finanziell davon profitieren wollen.
Bei Rezepten denke ich zugegebenermaßen meistens, dass die Leute die selbst auch von jemandem haben und Weitergabe kein Problem ist. Wenn jemand aber sagt, er wolle aus den Rezepten mal was Größeres machen und sie deshalb vorher nicht alle schon unter die Leute bringen, könnte ich das schon verstehen.
Was ich in dem Ausgangsposting blöd fand, war halt die reine Rezeptweitergabe ohne die zugehörigen Tricks. Dann kann man es auch gleich lassen, finde ich. Das hatte für mich was von, Du kriegst es, aber es wird Dir nie so gut gelingen wie mir. Das finde ich armselig.
Gruß,
Malina
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13.07.2012, 08:29
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nein, das würde mich auch nicht weiter stören. Schliesslich ist Catering deutlich mehr, als ein paar tolle Rezepte zu sammeln, da muss man ziemlich viel Geld in die Hand nehmen und jeden Tag viel arbeiten. Wenn ich durch ein Rezept jemandem helfen kann, sich selbständig zu machen, und dann womöglich meine Kreation bei vielen Kunden gut ankommt, so ist doch das für mich ein Grund zur Freude.
Was Führungen oder sowas betrifft, so hab ich als Unterlagen eh nur ein paar Kärtchen mit Stichworten, und der Rest wird dann während der Führung freihändig und auswendig formuliert. Da kann jemand gern meine Kärtchen kopieren, daraus folgt noch längst nicht, dass es auch nur eine annährend ähnliche Führung geben wird, wie ich sie mache.
grüsse, barbara
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16.07.2012, 13:39
AW: Wissen weitergeben
Mir geht es dabei auch nicht um das Finanzielle, sondern darum, dass ich möchte, dass historische Führungen in unserem Viertel mit meinem Namen verbunden wahrgenommen werden - und nicht mit dem Namen dieser Organisation, die mit Geschichte nur ganz am Rande zu tun hat. Die sollen nicht so einfach von meiner Arbeit profitieren können, ohne dass ich was davon hätte.
Es gibt noch zwei andere Leute, die z. T. historische Führungen anbieten, aber auch die haben sich ihren Infos selbst zusammen gesucht. Mit denen bin ich grundsätzlich zu einem Austausch von Informationen bereit. Das ist dann eine Sache auf Gegenseitigkeit.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!



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