Na ja, die Leute waren ja schließlich Sportpädagogen und nicht bloß einfach Trainer. Trainer bin ich jetzt auch, für "meine" Sportart. Außerdem haben sie das bei uns immer so propagiert, vom Oberschulamt usw., dass es im Sportunterricht ja primär darum ginge, dass man Spaß an der Bewegung entwickle usw. Es wurde sogar immer mal wieder diskutiert, Sportnoten abzuschaffen.
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Thema: ehemals Außenseiter?
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15.07.2012, 19:15
AW: ehemals Außenseiter?
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15.07.2012, 19:17Inaktiver User
AW: ehemals Außenseiter?
Tja, vielleicht waren sie innen drin eigentlich Trainer (meine Sportlehrer waren so), und wollten sich mit den nervigen Spätentwicklern, Übergewichtigen usw. nicht abmühen...
Und wurden die Sportnoten abgeschafft?!
Ich fand z.b. im Sportunterricht immer schlimm, dass die Lehrer sich an den besten ausgerichtet haben. d.h. die verschiedenen Sportarten nicht vernünftig in der Basis vermittelt wurden. So kamen dann immer die weiter, die diesen Sport auch im privaten trieben. Komplett kontraproduktiv.Geändert von Inaktiver User (15.07.2012 um 19:21 Uhr)
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15.07.2012, 19:25
AW: ehemals Außenseiter?
Ja, das kann ich mir gut vorstellen, dass die in Wirklichkeit nur Trainer waren und keine echten Lehrer. Ich habe im Sportunterricht ganz selten motivierenden Aufbau erlebt, sondern meistens schlicht Frustration. Deswegen habe ich mich dann auch irgendwann gar nicht mehr angestrengt.
Oh je, ich befürchte schon, wenn ich mal selbst Kinder habe, werde ich zu den Lehrern extrem unangenehm werden...Avatar made by Betsi!
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15.07.2012, 19:30
AW: ehemals Außenseiter?
Auch ich möchte mich zu diesem Thema hinzugesellen.
Ich war in der Schulzeit ab der 6. Klasse eine Außenseiterin. Ich hatte zum Glück aber meist eine Freundin in meiner Schule, so dass ich zumindest etwas Kontakt hatte in den Pausen. Sonst war die Zeit schrecklich!!! Wie auch einige hier schon beschrieben haben, habe ich mich in eine Phantasiewelt geflüchtet, was mir geholfen hat, die Zeit zu überstehen. Und ich habe ganz viel Sport gemacht und dort viel Anerkennung erfahren.
Heute habe ich einen stabilen Freundeskreis - dies kam mit dem Ende der Schulzeit. Ich glaube trotz allem, dass das Außenseiterdasein, besonders in einer so sensiblen Phase wie der Pubertät, mich geprägt hat. In den vergangenen Jahren bin ich zweimal in Mobbing-Situationen gewesen und auch in meiner Beziehung habe ich Schwierigkeiten...
Und manchmal merke ich, dass ich mich in bestimmten Situationen (bei Kritik o.ä.) mich sehr schnell wieder fühle wie damals: klein und hilflos. Auch bin ich mit meiner "Entwicklung" später dran und das war schon immer so. Ich glaube, ich musste in den frühen Zwanzigern erstmal vieles nachholen, was andere in ihrer Peergroup mit 15/16 erleben...
Ich finde es sehr interessant, hier Gemeinsamkeiten zu lesen und etwas über die unterschiedlichen Strategien zu erfahren, wie Menschen damit umgehen. Danke!
MariabelGeändert von mariabel (15.07.2012 um 19:31 Uhr) Grund: tippfehler
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15.07.2012, 19:33
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15.07.2012, 19:34Inaktiver User
AW: ehemals Außenseiter?
Wenn du einen anerkannten akademischen Beruf hast, und positiv präsent bist, wird dich und dein Kind das weiter bringen als unangenehmes.
Mich wundert nur immer, wie klein die Welt vieler Lehrer ist, und wie wenig bewusst es vielen ist. An der nächsten Uni studiert, anderen lehrer geheiratet, früh verbeamtet, und dann wieder zurück an die alte Schule. Kein Wunder, wenn da Kinder die aus dem Raster fallen anecken.
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15.07.2012, 19:42Inaktiver User
AW: ehemals Außenseiter?
Ja, der Sportunterricht war bei mir auch schlimm.
Wobei ich zumindest, als ich eine besonders unpädagogische Sportlehrerin hatte (Alkoholikerin, starke Raucherin, unsportlich bis dorthinaus, wollte aber von uns Spitzenleistungen sehen
) in einer extrem unsportlichen und unmotivierten Klasse war. Dadurch hatte ich nicht das Gefühl, mich zu blamieren.
Ich habe lang gebraucht, bis ich wieder freiwillig Sport getrieben habe (geschätzte 15 Jahre
)
Und in meinem Sportverein habe ich dann erlebt, dass es auch anders geht als das unpädagogische Mannschaftenwählen: alle stellen sich nach dem Zufallsprinzip in einer Reihe auf und jeder zweite tritt einen Schritt vor. Fertig sind zwei ausgewogene Mannschaften.
Aber Sportlehrer sind halt meist die Supersportler, die überhaupt kein Verständnis für unsportliche SchülerInnen haben. Und fertig ist die unseelige Mischung, die vielen über Jahre den Spaß an Bewegung verdirbt.
LG
Lakritze
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15.07.2012, 19:56Inaktiver User
AW: ehemals Außenseiter?
Ja, Ihr habt Recht, auch ich habe gruselige Erinnerungen an schulische Sportveranstaltungen.
Mein Sohn hätte "beinahe" in Sport eine 4 erhalten, weil er Schwierigkeiten hat, Inliner zu fahren.... so ist das heutzutage. Zum Glück ist er selbst mittlerweile so weit, dass ihn das nicht mehr völlig aus der Bahn wirft wie zu jüngeren Zeiten.
Ich glaube auch nicht, dass Sport der auslösende Faktor ist, aber eine verstärkende Komponente hat.
Wichtig ist, am Selbstbewusstsein zu arbeiten.
Und da kann man als Eltern zwar auch nicht zaubern, aber stützend einwirken.
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15.07.2012, 21:21
AW: ehemals Außenseiter?
Ich hatte sogar mal eine 4 in Sport
Dabei kann ich noch nicht einmal sagen, dass ich nie Sport getrieben habe. Ich war im Schwimmverein, im Reitverein, habe Ballet gemacht, später dann Formationstanz etc..Avatar made by Betsi!
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15.07.2012, 21:28Inaktiver User



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