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    AW: ehemals Außenseiter?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich wundere mich ein bißchen über all das "Ich war Außenseiter, weil ich gute Noten hatte". Ist das eine Altersfrage? Nach dem, was ich in der Schule beobachtet habe, gab's bei uns (bei den Mädchen) die Gruppe der In-Mädchen, die schlechte Noten in Mathe hatten, die Gruppe der Braven Mädchen, die generell gute Noten hatten aber nicht als intelligent galten, und die Gruppe der Überflieger, die respektiert wurden (gelegetlich sogar mit einer Art von Ehrfurcht), und ihe Ökosystem meist weniger in der Klasse hatten, und mehr in AGs und Projekten. Die Außenseiter waren die, die aufgrund von Problemen im privaten Umfeld nicht mithalten konnten.
    In meinem Umfeld waren auch weniger die guten Noten ausgrenzend als mangelnde Sportlichkeit. Beliebte Schüler waren meistens keine schlechten Schüler, sondern überwiegend recht gut. Allerdings waren sie auch durch die Bank einigermaßen sportlich. Die Außenseiter waren bei uns vor allem die mit technischem Interesse und mangelnder Sportlichkeit. Der klassische spätere Physik-Student .

    Ich glaube auch, dass Deutungshoheit da eine Rolle spielt. Ich war auf einem Gymnasium mit hoher Dichte an Akademikereltern, das den Ruf einer Eliteschule hatte. Keine Ahnung, ob es tatsächlich so war, da fehlen mir die Vergleichsmöglichkeiten, aber ich glaube, dass aus diesen Gründen bei uns gute Noten nie ein Ausgrenzungsgrund waren. Kann gut sein, dass das an anderen Schulen anders war und ist.

    Beim Sport ist es halt so, dass die Leistungen sofort für alle sichtbar sind und - Stichwor Mannschaftssport - auch Auswirkungen auf andere haben. Von daher laufen mässig begabte Kinder da schnell Gefahr, sich unbelieb zu machen, ausgelacht zu werden und zum Außenseiter zu werden. Das kann sich auf zwei Stunden in der Woche beschränken. Aber dazu muss man dann in sonstiger Hinsicht schon fest im Sattel sitzen. Wenn dann noch andere Mankos dazu kommen, wie z.B. Interessen, die nicht mit dem Mainstream kompatibel sind, dann steht man schnell am Rand.

    Gruß,

    Malina

  2. Inaktiver User

    AW: ehemals Außenseiter?

    Ja die mangelnde Sportlichkeit war bei mir auch vorhanden.
    Ich war in Sport grottenschlecht und habe es gehasst. Noch heute hasse ich gruppendynamische Aktivitäten, die Sport beinhalten.

    Technisches Interesse und mangelnde Sportlichkeit und das noch als Mädchen, da war man schnell merkwürdig.
    Habe auch ein physiknahes Fach studiert

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    AW: ehemals Außenseiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Klar ist jeder ein Individuum, und das zu wissen, ist ein Stück Reife, trotzdem kannst du schon bei kleinen Kindern beobachten, dass die Mehrheit sich genauso verhalten will wie die anderen.
    Das Nachmachen. Ja. Von mir wird erzählt, dass ich als Kleinkind immer meiner unternehmungslustigen Schwester hinterhergelaufen bin.

    Zu meinen frühesten Kindheitserinnerungen gehört, wie mich meine Schwester vollgequasselt hat. Ich wollte das nicht hören und kam auf die grandiose Idee, ich müsste nur einfach weggehen. Das war für mich eine bahnbrechende Entdeckung. Ich kann mich noch erinnern, dass meine Schwester weinte und sich bei unserer Mutter beschwerte.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    ich glaube nicht, dass wir im Grunde alle Außenseiter sind. Sobald der Mensch auf der Welt ist, möchte er zugehörig sein.
    Da liegt vielleicht der Unterschied. Zugehörig fühlte ich mich immer: zur Familie, zur Schulklasse, zur Dorfgemeinschaft, als Mädchen, als Frau ...
    Beliebt fühlte ich mich außerhalb der Familie nicht und manchmal wurde ich bewußt ausgeschlossen. Das hat mich aber nicht sehr gestört, wenn ich ein stilles Eckchen und Lesestoff hatte.

    In einer Gruppe, wo ich die Menschen kenne und sie mich, stehe ich gerne etwas abseits und beobachte. Das ist oft irritierend für andere und man wird meistens schnell ins Gespräch gezogen ...
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

  4. Inaktiver User

    AW: ehemals Außenseiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja die mangelnde Sportlichkeit war bei mir auch vorhanden.
    Ich war in Sport grottenschlecht und habe es gehasst. Noch heute hasse ich gruppendynamische Aktivitäten, die Sport beinhalten.

    Technisches Interesse und mangelnde Sportlichkeit und das noch als Mädchen, da war man schnell merkwürdig.
    Habe auch ein physiknahes Fach studiert
    Bei mir hat sich das komplett verändert.
    Ich war ein ausgesprochen unsportliches Kind, wurde im Sportunterricht von Mitschülern und leider auch den Sportlehrern gnadenlos gehändelt. Ich ging nur noch heulend zum Sportunterricht und hatte am Abend vorher Magenkrämpfe- besonders gräßlich sind mir die Mannschaftausfstellungen in Erinnerung, bei denen ich als "Ausschußware" biszuletzt stehen blieb und einer (nörgenden) Gruppe zugeteilt wurde.
    Aber die Zeiten haben sich verändert: heute bin ich sportlicher/schlanker und durchtrainierter als die meisten meiner damaligen Klassen"kameraden" ;-) und geniesse das gemeinerweise :-))
    Schönes Erlebnis für mich - auch noch nach Jahrzehnten: ich entdecke eine, die mich in der Schule ziemlich massiv gemobbt hat, beim Stadtlauf vor 2 Jahren...und spreche sie an, ob sie sich an mich erinnert. Nein, tut sie nicht, erst als ich meinen Mädchennamen sage, versteigt sie sich zu der Bemerkung "was??!! Duuu???"
    Dick ist sie geworden und sie kann üüüberhaupt nicht verstehen, das ausgerechnet ich beim Stadtlauf mitmache. Sie merke, wie sie mich mustert..."wir können ja mal telefonieren" sagt sie .Ich merke, dass sie das nicht ernst meint.
    Sie wirkt unsicher..erinnert sie sich etwa an den unsäglichen Spitznamen, den sie mir damals verpasste...
    Ich lächele und sage ihr, dass sich die Zeiten geändert haben....und gehe wieder zu meiner Gruppe zurück.
    Wir haben viel Spaß unserem Stadtlauf, lachen und feuern uns gegenseitig an - welch ein Unterschied zu meinen verkrampften und unglücklichen Bemühungen, in der Schule beim Sport mithalten zu können und von den anderen akzeptiert zu werden. Hätte es doch nur damals eine verständnisvolle Seele gegeben, dann hätte ich meine Sportlichkeit eher entdeckt. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ausgerechnet ich nochmal sportlich werde.
    Andere anscheinend auch nicht ;-)

  5. Inaktiver User

    AW: ehemals Außenseiter?

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch, dass Deutungshoheit da eine Rolle spielt. Ich war auf einem Gymnasium mit hoher Dichte an Akademikereltern, das den Ruf einer Eliteschule hatte. Keine Ahnung, ob es tatsächlich so war, da fehlen mir die Vergleichsmöglichkeiten, aber ich glaube, dass aus diesen Gründen bei uns gute Noten nie ein Ausgrenzungsgrund waren.
    Ich war auf einer Schule mit ähnlichem Profil und bei uns waren "nur" gute Noten auch kein Ausgrenzungsgrund, es sei denn, die waren durch exzessives Strebertum begleitet. Aber ich habe zumindest gehört, dass das an anderen Schule zum Teil deutlich anders gelagert ist.

    Sportlichkeit war bei uns aber auch nicht so ein Riesenthema, solange man halbwegs bei den beliebten Mannschaftsspielen mittun konnte (konnte ich leider garnicht ).

  6. Inaktiver User

    AW: ehemals Außenseiter?

    Ich war lange Zeit Außenseiterin, und zwar aus mehreren Gründen:

    - wir sind umgezogen, als ich 7 war, also zu Beginn der 2. Klasse Grundschule (kam also in eine fixe Klassengemeinschaft)
    - ich sprach familiär bedingt absolut reines Hochdeutsch - in einer Gegend mit dem mMn ärgsten Dialekt in ganz Ö.
    - meine Mutter war beruflich erfolgreiche Alleinerzieherin - in den tiefen 80ern am Land arbeiteten Frauen überhaupt nicht außerhalb des Haushalts, bestenfalls gingen sie putzen oder arbeiteten ein paar Stunden im Handel.
    - ich war (und bin) Brillenträgerin, war sehr klein, dünn und unscheinbar

    Alles zusammen hat mich zur Außenseiterin gemacht. Einige Jahre später ist es etwas besser geworden.

    Als ich dann aufs Gymnasium gekommen bin, war ich deshalb Außenseiterin, weil ich nicht der "Elite" derjenigen angehörte, die aus der Stadt kamen, sondern vom Land.

    Ich habe von diesem Außenseiterdasein vieles mitgenommen, unter anderem die Dinge, die Wolken_schaf schon genannt hat:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Sehr früh stellte ich fest, dass ich kein Gruppenmensch bin. In Gruppen, du nicht zu mir passten fühlte ich mich einsamer als alleine. Ich versuchte dann aber auch nicht krampfhaft, dazuzugehören, sondern hielt mich eher von Gruppen fern, die nicht zu mir passten.

    ... und wieder ein bisschen Außenseiter, aber eher selbst gewählt. Ich bin zwar durchaus kommunikativ und lerne auch leicht Leute kennen, aber selten welche, die mir wirklich liegen.
    ...
    Was mir wohl aus meiner Außenseiterzeit erhalten geblieben ist, ist ein gewisses Mistrauen. Ich wirke auf den ersten Blick durchaus kontaktfreudig und kommunikativ, ich kann auch durchaus mal im Mittelpunkt stehen.
    Aber ich brauche sehr lange bevor ich Menschen an mich ranlasse und z.B. persönliche Dinge preisgebe.
    Ich mache viel mit mir selber aus.
    LG
    Lakritze

  7. Moderation

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    AW: ehemals Außenseiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sportlichkeit war bei uns aber auch nicht so ein Riesenthema, solange man halbwegs bei den beliebten Mannschaftsspielen mittun konnte (konnte ich leider garnicht ).
    Die Bedeutung von Sportlichkeit hing bei uns stark davon ab, in welcher "Kategorie" man war. Die Tussen und die Nerds waren allesamt enthusiastisch unsportlich: Die Tussen, weil man sich ja einen Fingernagel abbrechen oder unästhetisch ins Schwitzen geraden könnte, die Nerds weil sie völlig unkoordiniert waren.

    Insgesamt hatte ich eine Dauerfehde mit allen Sportlehrern, aber selten mit den Mitschülern was meine Unsportlichkeit anging, da beide Parteien annahmen, ich würde den Klassenclown spielen... Wieder das Thema des (in diesem Fall scheinbar) selbstgewählten Außenseitertums.

    @Ruby: Auf dem Schulchortreffen letztes Wochenende fragte mich doch einer "wer bist du eigentlich". Und auf dem Abitreffen zwei Wochen zuvor (eine Veranstaltung, die ich seit 25 Jahren boykottiere) hielten sie wieder meine ehemals beste Freundin für mich. Sie ist zwar 5 Zentimeter größer als ich, hat eine komplett andere Statur, ist schwarzhaarig und braun wie ein Indianer (im Unterschied zu meiner, um, vornehmen Blässe), und geht zu *jedem* Abitreffen, weil ihr das Spaß macht, aber irgendwie...

    @Lakritze: Da sagst du was mit dem familiären Hintergrund. Ich habe den Eindruck, daß der Status der Familie eine Riesenrolle spielt darin, wie man als Schüler wahrgenommen wird. In der Hinsicht war ich extrem privilegiert, was wahrscheinlich stark dazu beigetragen hat, daß ich es mir in meiner "ich bin nicht wie ihr und lege da auch keinen Wert drauf"-Rolle so gemütlich einrichten konnte.

    Was heißt das für die Änderung eines Außenseiterstatus? Hm.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: ehemals Außenseiter?

    Ich klinke mich mal ein

    ich war eigentlich keine direkte Außenseiterin, hatte in der Schule aber immer eine beste Freundin, die eine Außenseiterin war (ist in ihrere Klasse auch sehr gemobbt worden) und somit bin ich mit "abgestiegen". Davor war ich unteres Mittelfeld würd ich mal sagen mit oberflächlichen Freundschaften.

    Bei mir waren es auch nicht die guten Noten (ich war Mittelmaß) sondern meine ruhige unsichere Art und eben meine beste Freundin, die wiederum sehr verschlossen war aus verschiedenen Gründen. Unsportlich war ich aber auch und wurde in Teams immer als letzte reingewählt (wuäh wie ich diese Erinnerung als letzte auf der Sportbank noch heute hasse). Ich hatte auch kein Hobby aus welchem ich ein besonderes Selbstbewusstsein ziehen hätte können.

    Und ich merke, dass mich das heute noch verfolgt auch wenn ich ein gesundes Selbstwertgefühl habe. Gerade haben wir im Freundeskreis Streitereien und ich merke wie ich so blöd es klinkt - von beiden Parteien "gemocht" werden möchte weil ich niemanden verlieren will. Ich lüge nicht rum, ich bin schon ehrlich, versuche mich auch rauszuhalten und neutral zu sein und doch, da ich auch beide Seiten verstehen kann habe ich das Gefühl unloyal und unehrlich zu sein - zu beiden Parteien. Und richtig schlichten oder eben klar Stellung zu beziehen, das schaffe ich nicht. Versteht jemand was ich meine? Ich bin mehr so der "Everybodys Darling is Everybodys Arschloch" - Typ und gerate damit erst recht zwischen die Fronten (und wenns dumm läuft verliert man beide)... und da hab ich das Gefühl dass dieses Verhalten ein Überbleibsel aus meiner "Außenseiter"- Zeit ist - die Angst alleine verlassen zu sein... wie damals (obwohl ich doch jemanden hatte) und auch weiß dass ich alleine jetzt nicht untergehe....
    Die Bricom bildet mich immer noch - formerly known as marimekko


    _clementine_
    fruchtig süß & kernarm

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    AW: ehemals Außenseiter?

    Hallo Unnah,

    auch ich war in meiner Zeit als älteres Kind/Jugendlicher eine Außenseiterin.

    Das lag daran, dass ich zich Dinge im Kopf hatte, nur nicht Sachen wie Schminken, Alkohol, Beine rasieren, Rauchen, Sex.
    Klar hat mich das auch irgendwie beschäftigt, aber nicht im Sinne von "man MUSS das mitmachen, sonst ist man "uncool".
    Ich hatte neben den ganz normalen Höhen und Tiefen eines Teenagers eben auch noch familiäre Dinge zu verarbeiten, war oft verträumt- und passte nicht ins System.

    Meinen ersten Alkohol habe ich mit 16 getrunken, be-trunken war ich allerdings das erste Mal vor einer Woche, und jetzt bin ich 30.
    Und mit betrunken meine ich den Zustand leichten Angeheiterndseins, nicht den Pegel, in dem man nicht mehr weiß was man tut, sich übergeben muss oder nicht mehr weiß, wieso man in einer fremden Wohnung aufwacht!
    "Komasaufen" stand für mich nie zur Debatte, rauchen wollte ich nie, und Schminken fand ich zwar nett, hatte aber keine Lust, es auszuprobieren.
    Dass frau sich die Beine zu rasieren hat, ist irgendwie an mir vorbei gegangen.

    Als die Jungs mich nicht mehr mitmischen lassen wollten, "musste" ich mich plötzlich mit den Mädels beschäftigen statt mit den Jungs durch die Gegend zu toben.

    Dennoch hatte ich in all diesen Zeiten immer sehr gute Freunde, und die meisten davon habe ich heute noch. Wir waren einfach die, die nirgendwo sonst reinpassen, und irgendwie ging es dann trotzdem...

    Klar habe ich davon einiges mitgenommen.
    Erstmal bin ich stets sehr vorsichtig, wenn es um Betriebsausflüge geht oder früher, als es um Schulwochenausflüge geht.
    Sobald es darum geht, dass wieder "gesoffen werden muss", gehe ich.

    Bis heute mag ich Aussagen wie "ja das gehört halt dazu, das muss man so und so machen" nicht.
    Sie erinnern mich immer an diese sinnlosen Zwänge aus meiner Jugend.

    Heute, doppelt so alt und schon jahrelang im Berufsleben, sehe ich einiges etwas anders, da man ja im Beruf doch meist unabhängiger ist als in einer Schulklasse.
    Ich gehe wieder auf Betriebsfeiern, aber wenn dem Alkohol zu sehr zugesprochen wird, bleibe ich nur wenn es nicht zu sehr unter die Gürtellinie geht mit den Sprüchen/Witzen.
    Ich selber kann nie was trinken, weil ich weiter weg von der Arbeit wohne und immer mit dem AUto komme, da meist in der Nähe gefeiert wird.
    Davon abgeseben trinke ich wenn überhaupt nur wenig und nur in Gesellschaft, in der ich mich absolut wohl fühle. Mit meinen Freunden zum Beispiel.


    Von damals bis heute bin ich froh, dass ich weiß, wer meine echten Freunde sind und auf wen ich mich verlassen kann.
    Falsche, oberflächliche Freunde kann ich nicht brauchen und will ich auch nicht.

    Nette Kollegen habe ich viele, Freunde nur wenige.

    Ich passe nicht in den "Mainstream", und das ist gut so, denn ich möchte meine Zeit nicht für oberflächliche Dinge verschwenden.
    Wenn ich Lust habe, etwas zu tragen was unmodern ist, dann tue ich das.
    Wenn ich Musik höre, die anderen nicht gefällt, stehe ich trotzdem dazu.

    Was ich als Kind/Jugendlicher geschafft habe, gegen alle Oberflächlichkeiten, das hat mich gestärkt darin, zu mir selber zu stehen.
    Ich muss mich nicht verbiegen.
    Anpassen ja, an gesellschaftliche Regeln, Höflichkeiten, allgemeines Benehmen- aber nicht an Modevorschriften, angebliche Mengen die man zu trinken hat, Witze, die man zu reißen hat.

    Ich bin wie ich bin, und ich fühle mich meistens gut so.

  10. User Info Menu

    AW: ehemals Außenseiter?

    Wenn ich an meine Karriere als Schul-Freak denke, frage ich mich ob und wie man als Eltern das Aussenseitertum seines Nachwuchses abmildern kann oder soll.

    Nehmen wir mal das Chaoskasierische Beispiel: Klamotten und Schminken: hatte meine Pubertätsakne nach dem Motto "Viel hilft viel" mit Abdeckdcreme zugespachtelt. Bin munter in Jeans und Sweat-Shirts herumgedackelt, und trug jahrelang, weil ich kürzere Haare, aber keinen Jungssschnitt wollte, eine Prinz Eisenherz Gedächtnis Frisur. Und Mama Chaos hat mich, weil mir die superdünnen Jeans nicht gepasst haben, ohne viel Widerstand in altmodische Frauenjeans für die Best-Ager gepackt. Argh.

    Sprich: mein Aussehen war mir sowas von wurscht :) Aber wenn ich heute Photos seh, dann sträuben sich mir die Haare, und es ist mir heute auch total klar, warum ich damals schon beim Erstkontakt mit einer neuen Gruppe als schräger Vogel abgestempelt war.
    Da kommt dann schon mal die Frage: Dad, Mum, warum habt ihr mich eigentlich nicht daran gehindert, so freakig auszusehen? Mal gesagt, dass die Klamotten total schräg sind?

    Antwort der Eltern: Na, du wollstet dich doch gar nicht verändern, oder? Was ja auch stimmt, aber ich war mir meines Aussehens halt auch gar nicht bewusst.

    Was meint ihr, sollten Eltern ihren aussenseiterischen Nachwuchs ein bisschen in den Normalbereich stuppsen, oder das als Marotte gelten lassen? Und oft ist es ja nicht nur das Aussehen, sondern andere Verhaltensweisen, die einen zum Aussenseiter machen.

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