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    AW: "Mehr Wollen" vs. "Glücklichsein mit dem was man hat"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe Tutsi,
    "mehr wollen" und "glücklich sein mit dem, was man hat" widerspricht sich für mich überhaupt nicht. Glücklich sein ist ein Gefühl des Augenblicks: Jetzt, hier, im Moment bin ich glücklich. Deswegen kann ich trotzdem Pläne und Träume haben. Ebenso kann ich empfinden, dass ich zufrieden bin mit dem, was bereits erreicht ist, und trotzdem vor mir sehen, was ich als nächstes erreichen möchte. Wenn du es schaffst, diesen vermeintlichen Widerspruch aufzulösen, wirst du einen großen Schritt weiter sein, glaube ich.

    Ansetzen würde ich an deiner Stelle hier:



    Offenbar stehen dir da ein paar tiefe Überzeugung im Weg. Du musst. Warum musst du? Was passiert, wenn du das nicht tust? Jeder von uns hat solche Überzeugungen, aber es ist an uns, zu entscheiden, wann sie uns weiterbringen und wann sie uns behindern. Ich hab dieses "Du musst perfekt sein" auch im Blut ... Heute weiß ich, dass das einerseits eine tolle Sache ist, weil es Energie verleiht, den Ehrgeiz anstachelt und man sich selbst damit ein besseres Leben ermöglicht. Aber ich weiß auch, dass ich mir selbst verzeihen kann, wenn ich diesen Grundsatz mal loslasse, und dass er außerdem nicht in allen Lebensbereichen gilt.

    Musst du perfekt sein, um geliebt zu werden? Die meisten Menschen lieben einen mehr, wenn man nicht perfekt ist.

    Grüße, Cariad
    Tolles Posting! Kann ich mich anschließen!


    @ Tutsi

    Deine Angst, nicht perfekt zu sein bedeutet, dass Du Angst hast, in diesem Fall unangenehm oder als Mängelwesen aufzufallen. Du verbringst Dein Leben damit, fremde Normen von Perfektion zu erfüllen, wenn Du nicht anfängst, selbst mal zu hinterfragen, in welchen Bereichen Perfektion für Dich Sinn macht - von der Sache her - und in welchen Bereichen Du selbst lieber lässiger wärst, aber glaubst, von anderen verachtet zu werden, wenn Du Dich nicht um Perfektion bemühst.

    Überleg Dir, was für Dich verzichtbar ist, wo Du nicht mehr soviel Zeit & Energie reinstecken willst - und dann lass es!
    Weder muss man in Deinem Haushalt vom Boden essen können, denn Du besitzt vermutlich Geschirr, noch musst Du eine Traumfigur wie Models haben, um als attraktiv zu gelten.

    Und wenn Dein Chef mit Dir zufrieden ist, dann solltest Du es selbst auch sein.
    Setz Dich nicht selbst immer noch zusätzlich unter Druck.

    Es wird Dich niemand abwerten, wenn Du nicht rundum perfekt bist - außer Nörglern, denen man es eh nie recht machen kann. Von denen solltest Du Dich nicht verrückt machen lassen, die können Dir in der Regel gepflegt am A... vorbei gehen. Menschen, die Dir wohlgesonnen sind, sehen das Positive an Dir, auch ohne, dass Du Dich ständig für Perfektion abstrampeln musst.

    Die rundum perfekte Frau - schlanke Schönheit, hingebungsvolle Partnerin, fürsorgliche Mutter, ordentliche und kreative Hausfrau und nicht zu vergessen die ehrgeizige Karrierefrau, die alle ihre Chancen optimal nutzt - die gibt es im realen Leben nicht. Uns wird nur ständig eingebleut, wir müssten sie uns zum Vorbild nehmen. Und darüber vergessen wir, dass wir selbst die Prioritäten in unserem Leben setzen. Wir sind nicht auf der Welt, um die Erwartungen der anderen zu erfüllen, sondern um unseren eigenen Weg zu finden und zu gehen.
    Geändert von Latona (05.07.2012 um 17:43 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: "Mehr Wollen" vs. "Glücklichsein mit dem was man hat"

    hallo latona,

    danke für dein posting - das trifft es ziemlich gut....genau so ist es...
    Früher wurde mir teilweise "vorgehalten" (das war nicht so gemeint und es war nicht ständig, aber es blieb immer in meinen Gedanken), wie die anderen sind....ich war ein sehr sehr stilles und zurückgezogenes Kind, aber es ging mir nie schlecht damit...ich wollte eben nicht mit den anderen in den Schulpausen spielen, ich wollte in Ruhe mein Vesper essen und zuschauen ;-) Meine Mutter quälte das sehr - wollte mich in allen möglichen Vereinen unterbringen und schau doch mal da usw...ich hatte aber trotzdem Anschluss - hatte Freundinnen - nur wollte ich nicht bei allem mitmachen - ich wurde immer gefragt, immer hatte ich die Wahl und ich habe mich eben für etwas anderes entschieden, was aber eben nicht der Norm entsprach - das war sehr schwer für meine Mutter...

    Jetzt bin ich erwachesen und bin immer noch anders als andere...Bin aber auch heute nicht DER typische Aussenseiter in neuen Gruppen - ich brauche einfach meine Zeit und jeder akzeptiert mich so wie ich bin und doch habe ich oft das Gefühl, ich sollte doch eigentlich so sein, wie die anderen....

    Ich weiß in welchen Bereichen ich nicht perfekt bin und es von mir selbst an für sich auch nicht erwarte...Die kleinen Seitenhiebe von außen...vielleicht auch nur vermeintlichen Seitenhiebe? - lassen mich dann wieder anfangen zu zweifeln...du solltest also doch das und jenes tun...vielleicht ist es auch dann wieder nur mein innerer Anspruch an mich selbst, der mich dann selbst anfängt zu quälen...

    Ganz langsam mit vielen vielen Gedanken zu diesem Thema sehe ich manchmal etwas Licht in meinem Wirrwarr und erkenne ganz vorsichtig, was es heissen könnte, sich selbst so anzunehmen, wie man ist...sich selbst zu akzeptieren...irgendwie scheint mir das eine "Lösung" zu sein...endlich anzufangen mich selbst einmal anzuschauen und mich selbst anfangen zu mögen...ich werde mich weiter damit auseinandersetzen....

    Ich freue mich weiterhin auf Gedanken von euch dazu....
    Du bist da
    Ich sehe Dich nicht.
    Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
    Ich höre Dich nicht,
    Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
    Und greifen ins Leere.
    Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.

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    AW: "Mehr Wollen" vs. "Glücklichsein mit dem was man hat"

    @ Tutsi

    Offenbar bist Du eine eher introvertierte Persönlichkeit.

    Die werden in der heutigen Zeit, die von Hektik und dem Druck zur Selbstoptimierung bzw. optimalen Selbstdarstellung beherrscht ist, oft abgewertet und dazu gezwungen, mehr aus sich heraus zu gehen.
    Ihnen wird nahegelegt, sie seien weniger wert, weil sie nicht so viele Freunde und Bekannte haben, weil es ihnen an Popularität fehlt. Das ist völliger Quatsch.

    Unsere Welt braucht introvertierte Menschen! Lies dazu mal das Buch "Still" von Susan Cain.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: "Mehr Wollen" vs. "Glücklichsein mit dem was man hat"

    @latona:

    ja, da gehöre ich mit Sicherheit eher dazu...
    habe auch gerade das Buch direkt bestellt :-) wieso hast du das Buch gelesen?

    Dass ich mich nicht so darstellen kann wie andere, obwohl ich evtl. genauso viel kann, damit habe ich mich mehr oder weniger abgefunden...ich versuche in kleinen Schritten etwas entgegen zuwirken, in dem ich meine Arbeit vor Vorgesetzten, die mich loben, abwerte...früher habe ich nach einer erfolgreichen Arbeit immer erklärt, warum es gar nicht schwer war usw...(wie blöd) - das versuche ich zu lassen und das lob auch mal anzunehmen...

    wie ich schon schrieb, habe ich manchmal das Gefühl, dass mir Ziele fehlen - teilweise fühle ich mich aber auch einfach überfordert mit den Möglichkeiten, die man heutzutage hat...früher war es viel "einfacher" - das muss nicht besser gewesen sein - es ist ja klasse, dass so viel mehr jedem einzelnen geboten werden kann - aber mir ist es so oft einfach zu viel....
    Du bist da
    Ich sehe Dich nicht.
    Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
    Ich höre Dich nicht,
    Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
    Und greifen ins Leere.
    Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.

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    smile AW: "Mehr Wollen" vs. "Glücklichsein mit dem was man hat"

    Hallo Tutsi,

    der Beitrag könnte von mir sein...
    Ich habe auch einen Job der mich total unterfordert. Ich wollte aus diesem Job raus(Buchhaltung) was ganz
    neues anfangen. Wieder mal... Vor ca. 7 Jahren Ausbildung zur Kosmetikerin, konnte da irgendwie aber nicht Fuß fassen auch aus Angst ich kann das alles gar nicht...
    Und jetzt...wollte mich weiterbilden, im Wellness-Bereich um nebenbei als Masseurin zu arbeiten. Die Ausbildung scheiterte, da das Institut was ich ausgesucht habe keine Struktur hatte und ständig die Kurse verschoben wurde. Also hab ich das abgebrochen. So nun sitze ich wieder da...und weiß nicht weiter...
    Soll es der Berufszweig gar nicht sein? Oder einen dritten Anlauf starten?
    Ich weiß es momentan nicht...aber ich gebe mir die Zeit...und genieße mein Leben so wie es nun ist, auch
    wenn der Job öde ist. Das einzige was ich dadurch erreicht habe ist ab Oktober nur noch Teilzeit zu arbeiten.
    Ich werde den Tag nutzen um mehr zu mir zu kommen, nicht gehetzt wieder was neues suchen und wenn ich den ganzen Tag nur Nägel lackiere. wurscht...einfach mal so dahin leben...vielleicht kommen da eher Gedanken die mich weiter bringen als ewig dieser Druck...
    Ich geb jetzt erst mal Ruhe...Mein Körper hat mir das nun oft gezeigt das ich einen Gang runter schalten soll.

    Oft genug...

    ...und müssen mußt Du nicht immer alles...


    LG
    Biene

  6. Inaktiver User

    AW: "Mehr Wollen" vs. "Glücklichsein mit dem was man hat"

    Zitat Zitat von Tutsi Beitrag anzeigen

    Jetzt bin ich erwachesen und bin immer noch anders als andere...Bin aber auch heute nicht DER typische Aussenseiter in neuen Gruppen - ich brauche einfach meine Zeit und jeder akzeptiert mich so wie ich bin und doch habe ich oft das Gefühl, ich sollte doch eigentlich so sein, wie die anderen....

    Ich weiß in welchen Bereichen ich nicht perfekt bin und es von mir selbst an für sich auch nicht erwarte...Die kleinen Seitenhiebe von außen...vielleicht auch nur vermeintlichen Seitenhiebe? - lassen mich dann wieder anfangen zu zweifeln...du solltest also doch das und jenes tun...vielleicht ist es auch dann wieder nur mein innerer Anspruch an mich selbst, der mich dann selbst anfängt zu quälen...

    Ganz langsam mit vielen vielen Gedanken zu diesem Thema sehe ich manchmal etwas Licht in meinem Wirrwarr und erkenne ganz vorsichtig, was es heissen könnte, sich selbst so anzunehmen, wie man ist...sich selbst zu akzeptieren...irgendwie scheint mir das eine "Lösung" zu sein...endlich anzufangen mich selbst einmal anzuschauen und mich selbst anfangen zu mögen...ich werde mich weiter damit auseinandersetzen....
    durch deinen post bei mir, hab ich mal in deinen strang geschaut und das was du hier formuliert hast, trifft tatsächlich genau auf mich zu.

    ich habe auch nicht wirklich den anspruch all den erwartungen von außen zu erfüllen, weil viele sachen nicht meins sind oder nicht mein ziel, aber durch diese ganzen seitenhiebe von außen fühle ich mich so, als wäre es standard mit ende 20 und studium, eine familie, ein haus, 1-2 kinder und natürlich noch 5 jahre berufserfahrung zu haben und fühle mich abnorm, weil ich das nicht habe. heute hatte ich erst wieder ein total belangloses erlebnis das mich zum nachdenken gebracht hat. ich wurde auf der arbeit von einem patienten gefragt, ob ich kinder habe und dann ging sofort wieder dieses schema in mir los:
    " du bist bald 30, und hast immer noch keinen kinder-,heirats-,hausbauwunsch, obwohl das doch alle haben.
    das muss man doch haben."

    stattdessen hab ich den wunsch viel im urlaub zu reisen (soweit das beruflich geht, da ich das im studium immer gerne gemacht habe und da viel erfahrungen sammeln konnte) bzw. wenn ich das hier nicht mehr so kann eben auch mich an ort und stelle interkulturell zu interessieren, neue sprachen zu lernen oder eben auch im austausch zu bleiben mit leuten aus anderen ländern. und dann hab ich noch den wunsch im beruf fuß zu fassen in dem was ich tute gut zu sein und professionell zu handeln, damit sich auch mein zweites studium irgendwann mit berufserfahrung auszahlt. einfach weil ich ja zwei studiengänge abgeschlossen habe und dementsprechen erst seit knapp zwei jahren arbeite und mir es spaß macht mein wissen zu erweitern und anzuwenden.

    anstatt mir meine wünsche anzuschauen, fühle ich mich dann immer in der rechtfertigungsposition, weil ich doch die vorgegaukelten gesellschaftswünsche nicht erfülle oder auch nur zum teil erfüllen mag.

    und anstatt mir mal anzuschauen, dass das einfach ne andere person als ich ist, die einfach selbst schon recht früh kinder bekommen hat (mit 20) und vor allem das alles nicht so auf mich zu beziehen, läuft das ganze gedankenwirrwarr in mir ab. allerdings werd ich mir dem immer mehr bewusst und dann macht mir das alles immer weniger aus. ist so ne hoffnung von mir, wenn ich mich akzeptiere und meine wünsche genauso wichtig wie die der anderen ansehe, ergibt sich das bestimmt von selbst.

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    AW: "Mehr Wollen" vs. "Glücklichsein mit dem was man hat"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und dann ging sofort wieder dieses schema in mir los:
    " du bist bald 30, und hast immer noch keinen kinder-,heirats-,hausbauwunsch, obwohl das doch alle haben.
    das muss man doch haben."
    ich bin 47 und habe immer noch keine kinder *kicher*
    und meine großtante ist sogar 84 geworden, ganz ohne kinder.
    sie war ziemlich zufrieden, muss ich sagen.

    30 ist ein schreckliches alter.
    später wirds entspannter.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

  8. Inaktiver User

    AW: "Mehr Wollen" vs. "Glücklichsein mit dem was man hat"

    Zitat Zitat von Coco-Lores Beitrag anzeigen
    ich bin 47 und habe immer noch keine kinder *kicher*
    und meine großtante ist sogar 84 geworden, ganz ohne kinder.
    sie war ziemlich zufrieden, muss ich sagen.

    30 ist ein schreckliches alter.
    später wirds entspannter.
    na ich will tutsi's strang jetzt nicht als menen missbrauchen, aber ich bin ja noch nicht mal 30. so alt werd ich erst in 2 jahren mich graust schon jetzt davor dabei find ich das alter nicht schlimm, aber ich habe den eindruck jeder erwartet man hat sich dann in dem alter selbst gefunden und natürlich alles für die nächsten jahren komplett geplant. hat. das hab ich bei tutsi auch ein wenig rausgelesen.

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    AW: "Mehr Wollen" vs. "Glücklichsein mit dem was man hat"

    @ Tutsi
    Zitat Zitat von Tutsi Beitrag anzeigen
    @latona:

    ja, da gehöre ich mit Sicherheit eher dazu...
    habe auch gerade das Buch direkt bestellt :-) wieso hast du das Buch gelesen?
    Dreimal darfst Du raten ...

    Mir wurde als Kind immer vorgeworfen, ich sei so kontaktarm - was überhaupt nicht stimmte, ich hatte durchaus Freundinnen, aber eben nicht so viele, und ich hab mich etwas schwer damit getan, auf andere zuzugehen. Ich habe sehr gerne alleine gespielt und bin praktisch auch als Einzelkind aufgewachsen.

    Ich hab zwar auch extrovertierte Anteile, bin im Grunde jedoch introvertiert: Ich habe auch heute eher weniger Freunde, kann mich sehr gut alleine beschäftigen, kann mich sehr gut auf eine Sache konzentrieren und bin eher durch eine innere Motivation zu motivieren als durch äußere Anreize. Ich bin nicht sehr spontan und habe gerne alles unter Kontrolle, soweit das geht. Multitasking kann ich überhaupt nicht.

    Es hat lange gedauert, bis ich das erkannt habe, und vor allem, dass das auch was wert ist! Es macht mich wütend, wie eine immer oberflächlicher werdende Welt die Introvertierten ständig als Mängelwesen abqualifiziert: Gefragt sind nur noch extrovertierte Selbstdarstellertypen (vulgo Rampensäue), Aktionisten und Zweck-Optimisten. Wer zu Recht Bedenken äußert, wird als Bedenkenträger abqualifiziert.

    Das Buch von Susan Cain hat mich darin von A bis Z bestätigt.

    Dass es die Welt heute noch gibt, verdanken wir übrigens einem introvertierten russischen Militär:

    Im kalten Krieg in den 80ern sah er auf dem Frühwarnsystem ein paar amerikanische Interkontinentalraketen auf die UdSSR zusteuern. Wäre er ein extrovertierter Aktionist gewesen, hätte er den Roten Knopf gedrückt. Der Mann gehörte jedoch zu denen, die in so einer Situation lieber zweimal überlegen und genau hingucken. Dafür riskierte er auch eine Bestrafung. Und dann stellte sich raus, dass es sich bei den angeblichen US-Raketen nur um eine ungünstig beleuchtete Wolkenformation handelte ...
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: "Mehr Wollen" vs. "Glücklichsein mit dem was man hat"

    hallo latona,

    hab ich mir schon so gedacht - wollte aber nur nochmal fragen, ob es nicht vielleicht berufliche Gründe sind...

    Hab jetzt schon einige Seiten von "Still" gelesen und erkenne mich schon in sehr vielem wieder....
    Das was du von deiner Zeit als Kind schreibst, war bei mir auch so...wobei ich es eben nie als Belastung damals gesehen habe, wie es meiner Mutter tat...ich fand mein Verhalten nicht falsch oder ungewöhnlich...ich habe mich damals eben "noch nicht" verleugnet, sondern stand zu dem was ICH wollte....vielleicht einfach noch die Naivität eines Kindes...

    Der richtige Druck fing dann erst beim Wechsel aufs Gymnasium an...da hat mich in der 4. Klasse meine Lehrerin vor einigen anderen Schülern angesprochen und mir sehr ans Herz gelegt auf dem Gymnasium anders zu sein...mich mehr am Unterricht zu beteiligen usw...ich könnte ja alles, aber durch meine Art hätte ich mir dieses Jahr auch einen Buchpreis verpasst....tja und dann fing es an, dass ich mich falsch fühlte...
    Bei Fragen von Lehrern wurde wie wild gestreckt, wirre Geschichten erzählt,d ie mit der Frage nichts zu tun hatte und da kam das Lob vom Lehrer...ich habe es nicht verstanden - war es doch keine Antwort auf die Frage, sondern nur Blabla...aber das zählt(e) eben...
    Im Matheunterricht konnte ich mündlich viel mehr punkten, gab es doch ein klares Richtig oder Falsch...wenn ich die Antwort wusste, konnte ich ohne überlegen, strecken....während bei Buchbesprechungen die Antwort wohl überlegt sein sollte....zack...da war es schon zu spät

    Ich lese parallel gerade auch noch ein Buch "Harmonie in dir" - das ist auch sehr interessant...auch wenn ich es konzentrierter lesen müsste....es wird zwischen dem "Selbst" dem "eigenen ICH" und dem "Ego" unterschieden....
    Das "Loslassen" von Gefühlen wird sehr herausgestellt, was in mir sehr viel auslöst...

    Dieses Wort "loslassen" beinhaltet für mich wahnsinnig viel und klingt so nach "Erlösung" - das sollte ich in Angriff nehmen, bzw. es wäre schön, wenn ich einen Weg dahin finde...

    Loslassen von schlechten Gefühlen...das heisst nicht, sie nicht durchzu"arbeiten", sie nur zu übergehen, sondern sie zuzulassen, aber sie dann auch wieder loslassen...

    Es arbeitet sehr in mir...
    Du bist da
    Ich sehe Dich nicht.
    Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
    Ich höre Dich nicht,
    Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
    Und greifen ins Leere.
    Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.

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