Dann traue ich mich auch mal, was über mein persönliches Dilemma hier zu erzählen.
Auch ich bin ein Dauersingle. Ich war einige wenige Male verliebt, leider wurden meine Gefühle nicht erwidert. Also habe ich mich dann, wenn doch mal von einem Mann der Kontakt gehalten wurde, entschlossen, es wenigstens mal zu versuchen, auch wenn ich nicht wirklich verliebt war. In der Hoffnung, dass aus Sympathie und einigen Gemeinsamkeiten schon noch tiefere Gefühle wachsen würden. Ergebnis war, dass ich mich in diesen Beziehungsversuchen als Einzelkämpfer um tragfähige Kompromisse wiedergefunden habe. Der eine hat mich beständig spüren lassen, dass er keine Rücksicht auf mich nehmen wollte, in gar keiner Hinsicht. Ein anderer hat sich gar nicht erst auf mich festgelegt und ist die ganze Zeit mehrgleisig gefahren. In beiden Fällen habe ich für mich die Notbremse gezogen und die Sache beendet. In der Hoffnung: da muss doch einfach noch was kommen.
Inzwischen habe ich wohl schon so ziemlich alles durch, was man Dauersingles so zu raten pflegt: Aktivitäten in Vereinen, vhs-Kurse, Tanzkurse, Ausgehen, entspannen (Yoga, autogenes Trainig etc.), bewusst vom Beziehungswunsch ablenken mit Konzentration auf Beruf und Hobbies, daran arbeiten, mich mit meinem Leben alleine wohlzufühlen.
Dann gab es noch so eine Phase in der ich meine Sexualität ausgetestet habe. In dieser Zeit gab es so einige Männer in meinem Leben, aber ich habe festgestellt, dass ich letztlich trotz sexueller Lust und Neugierde doch nicht gut damit zurechtkam, dass es von deren Seite her wirklich völlig unverbindlich bis gleichgültig war. Außerdem hatte ich ja ausprobiert, was ich ausprobieren wollte. Daraufhin habe ich die Affären bzw. ONS sein lassen.
Es vergingen wieder ein paar Jahre in denen eigentlich gar nichts passierte. Männer erstmal in Ruhe kennen lernen, es langsam angehen lassen war der Plan. Tatsächlich hatte ich die nächste Zeit überhaupt keinen irgendwie intensiveren Kontakt zu Männern, weil die ganz schnell das Interesse verloren haben. Es war einfach gar nichts. War auch eine Weile OK, ich musste sowieso viel für mein Studium lernen.
Als ich dann nach Studienabschluss immer noch solo war, habe ich eine Psychotherapeutin aufgesucht. Ich wollte mir mal näher anschauen, ob da evtl. irgendwelche unbewussten Blockaden sind, die es mir unmöglich machen, eine Beziehung zu finden. Zwei Jahre wurde geredet und analysiert: viel über meine Kindheit, Familienaufstellung, Tiefenentspannung…Es war interessant, auch lehrreich in vielfältiger Hinsicht. Aber DEN einen großen Punkt, an dem es hapert, haben wir nicht gefunden. Meine Therapeutin hat mich dann mit den Worten entlassen, dass sie glaube, ich sei einfach ein Spätzünder, was Liebe beträfe, und sie sei sich sicher, da würde schon noch was kommen. Außerdem sei es gut, dass ich kein starres Bild von einem Traummann habe, denn dann sei ich ja offen für alles und das würde meine Chancen erhöhen.
Natürlich habe ich auch in meinem Freundeskreis gefragt, warum ich Dauersingle bin. Neben vielen, die keine Antwort wussten, kamen folgende Hinweise: ich würde vielleicht manche Männer abschrecken, Männer hätten vielleicht Angst vor mir, weil ich so selbstbewusst wäre und erfolgreich wirken würde. Ich sei intellektuell anspruchsvoll und schwer kompatibel, weil ich keine Discomaus bin und nie war und mich lieber mit Literatur und Jazz beschäftige – was ja tatsächlich nicht unbedingt Mainstream ist.
Da mir letzteres schon immer bewusst war, habe ich meine Freizeitaktivitäten so ausgerichtet, dass ich Menschen mit ähnlichen Interessen begegnen musste. Aus meinen vhs-Kursen oder aus Konzertbesuchen hat sich aber nie ein intensiverer Kontakt zu einem Mann entwickelt. Witzigerweise habe ich dabei, und auch bei meinen Tango-Kursen, einige Frauen kennen gelernt, die auch unter anderem in der Hoffnung dort waren, auf diesem Wege einen potentiellen Partner zu treffen.
Ich habe auch versucht, bewusst mehr meine weiche Seite zu zeigen, über meine Verletzlichkeit und auch meine Probleme zu sprechen – dies hatte mir auch meine Therapeutin geraten. Erlebt habe ich, dass das Männer eher zu irritieren oder abzuschrecken scheint. Jetzt lasse ich es meist sehr locker und auch etwas oberflächlich angehen, bzw. auf mich zukommen, was so von seiner Seite passiert. Meistens passiert einfach gar nichts.
Natürlich habe ich dann auch immer wieder mal Singlebörsen ausprobiert: Ganz, ganz selten hat sich mal ein wirklich interessanter Dialog ergeben. Meist sind die Herren nur darauf fixiert, mehr Fotos haben zu wollen oder über Sexuelles zu sprechen, während ich bestrebt bin, mehr über seine Persönlichkeit und gemeinsame Interessen herauszufinden. Ich finde, das hat schon eine ganz eigene Komik, wie man da manchmal aneinander vorbeiredet.
Wenn ich meine Beobachtungen der letzten Jahre Revue passieren lasse, drängt sich mir der Eindruck auf, dass sehr viele Männer, ganz unabhängig von ihrer Bildung, wohl doch vor allem auf das Äußere und die erotische Anziehungskraft einer Frau Wert legen und alles andere, wie gemeinsame Interessen, erst als "Sahnehäubchen" an zweiter Stelle kommt. Das Wichtigste ist, dass Frau gefällt und dass die Figur passt. Außerdem sollte man Spaß haben. Und das möglichst unverbindlich. Ich finde das eigentlich ziemlich traurig und oberflächlich, aber so beobachte ich das oft.
Mein Äußeres, das ist ein ambivalentes Thema: Ich habe einen BMI von 21, also nicht dick, nicht dünn, ich mache Sport, tanze gerne, schminke mich immer ein bisschen, habe lange Haare und viel Spaß an Mode. Ich bekomme auch Komplimente, aber meist von Frauen. Wenn ich mich anschaue, dann mag ich mich. Soweit so gut. Wenn ich mir überlege, wie ein Mann mich wohl sehen würde, dann bin ich voller Selbstzweifel. Plötzlich verwandelt sich mein Körper in eine einzige Problemzone. Ich denke, das liegt auch daran, dass ich keine wirklich liebevolle Resonanz von meinen „Beziehungsversuchen“ und Affären bekommen habe. Für mich allein fühle ich mich wunderbar mit meinem Körper, zufrieden, ich bin gesund und mir steht eigentlich alles, was ich gern anziehen würde. Alles OK. Aber wenn ich mich daran erinnere, wie das mit meinen Liebhabern war, dann finde ich es teilweise sehr verletzend und das verunsichert mich bis heute. Ich glaube, heute würde ich nicht mehr so locker mit jemandem ins Bett gehen, wie ich das so bis Mitte 20 gemacht habe.
Manchmal habe ich das Gefühl, als Frau langsam unsichtbar für Männer zu werden. Auf mich geht von sich aus keiner zu. Insgesamt habe ich mehr Kontakte zu Frauen, aber ich bin grundsätzlich jemand, der auf andere Menschen zugeht und habe daher inzwischen auch einen sehr netten, freundschaftlichen oder kollegialen Kontakt zu einigen Männern in meinem Umfeld. Aber die sind liiert oder ganz deutlich nicht an mir als Frau interessiert. Man mag mich, schätzt mich als Gesprächspartner oder guten Freund. Aber da ist keine erotische Spannung, weder von mir aus noch von diesen Männern. Alle paar Monate begegnet mir mal jemand, bei dem ich Herzklopfen spüre und merke, in den könnte ich mich verlieben. Ich versuche dann Gelegenheiten zu schaffen, dass man miteinander ins Gespräch kommen kann. Entwickelt hat sich daraus bisher nichts. Es blieb allgemein höflich, nett – und mehr nicht von seiner Seite.
Ich kann nicht mehr einschätzen, welchen „Marktwert“ ich habe und wer zu mir passen könnte. Hier wurde in einem anderen Strang geäußert, man müsse sein Selbstbild kritisch hinterfragen, wenn es dauerhaft mit der Partnersuche nicht klappt. Ich bemühe mich..was soll ich sagen: irgendwas scheint an mir ganz, ganz schlimm bzw. abschreckend für Männer zu sein. Ich kapiere es aber nicht. Meine Freunde konnten es mir nicht sagen und meine Familie auch nicht (klar, die mögen mich ja auch). Vielleicht bin ich zu analytisch, zu verkopft, zu unsexy, zu unerotisch, zu…keine Ahnung was. Und was dann?
Da Männer offenbar nicht auf mich zugehen, wäre es sinnvoll, wenn ich mehr die Initiative übernehmen würde. Aber ich habe inzwischen große Angst vor weiterer Ablehnung. Es ist ja Fakt, dass mich bisher keiner wirklich wollte. Wenn mir dann ein Mann gefällt, stellt sich mir automatisch die Frage, ob es nicht vollkommen vermessen ist, wenn ich meine, er könnte meine Gefühle erwidern. Und dann beobachte ich ihn nur aus der Ferne oder wage nur ganz diskret, Gelegenheiten für Gespräche zu schaffen. Und dann passiert wieder nix.
Es wäre wahrscheinlich besser, wenn ich einfach mit dem Thema Beziehungswunsch meinen Frieden machen würde. Aber das schaffe ich nicht. Selbst die zwei Jahre Therapie haben mir da nicht geholfen.
Danke, dass ich das mal hier abladen durfte. Über Gedanken, Tipps, Hinweise freue ich mich natürlich.
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25.06.2012, 05:23Inaktiver User
Der blinde Punkt bei der Partnersuche
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25.06.2012, 10:20Inaktiver User
AW: Der blinde Punkt bei der Partnersuche
Liebe Zirconia,
ich habe aus deinem laaangen ;) Bericht mal ein paar Stellen rauskopiert.
Deine Freunde halten dich für selbstbewusst und erfolgreich - sie kennen dich, bei ihnen bist du offen und ungezwungen. Da gibst du dich so wie du bist!
Aaaber: Du selbst bist zumindest gegenüber Fremden überhaupt nicht selbstbewusst und hast Selbstzweifel, hälst dich für unsichtbar. Versuchst dich teilweise sogar zu verstellen. Und genau das ist dann auch deine Wirkung auf Männer. So wie du dich selbst siehst, wirkst du auch. Es gibt sicherlich Menschen die Selbstzweifel erfolgreich (nach außen hin) überspielen können, du scheinst jedoch nicht dazu zu gehören und je mehr Zeit vergeht umso unsicherer wirst du.
Genau! Hänge diesen verzweifelten Wunsch an den Nagel, löse dich davon ständig darüber nachzudenken, was du falsch machst. Komme mit dir selbst ins Reine und versuche ohne Partner glücklich zu werden. Wenn du es schaffst irgendwann zu fühlen, dass du innerlich glücklich und zufrieden bist und dir egal ist, wie du auf andere wirkst, dann strahlst du das auch aus. Dann wirst du auch gegenüber Fremden so selbstbewusst wirken können, wie du gegenüber deinen Freunden wirkst.
Ich wünsche dir alles Gute.
Geändert von Inaktiver User (25.06.2012 um 10:25 Uhr)
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25.06.2012, 10:27Inaktiver User
AW: Der blinde Punkt bei der Partnersuche
Schließe mich an.
Fühl dich erstmal in dir selbst wohl....
Und dann noch ein Tipp von mir, den ich selbst so erlebt habe: bevor ich meinen 2. Mann kennen lernte, wollte ich nie wieder eine Beziehung. Ich war viel in Singlebörsen unterwegs, weil Männer wollte ich schon. Im Gegensatz zu dir kann ich das gut trennen.
Entsprechend sah mein Profil aus - KEINE Beziehung, nur Sex.....
Und rate was passierte? Die meisten Männer mit denen ich mich traf WOLLTEN genau das: eine Beziehung mit mir. Obwohl ich klar sagte, ich wollte nicht, fühlten sich meisten bemüßigt mich zu überreden es doch zu versuchen....
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25.06.2012, 10:44Inaktiver User
AW: Der blinde Punkt bei der Partnersuche
Ich halte das nicht für traurig und oberflächlich, sondern für normal. Wenn man jemanden NEU kennenlernt ist für eine gewisse Anziehung eben auch das Äußere, die Wirkung auf den anderen und eine gemeinsame Schnittmenge bei oberflächlichen Themen ausschlaggebend.
Man spricht eben in einer Bar nicht den an, der einem von vorne herein optisch nicht zusagt oder der nichts Positives ausstrahlt, deswegen muss derjenige ja objektiv nicht unattraktiv sein, aber Geschmäcker sind eben verschieden. Deswegen ist man aber noch nicht oberflächlich.
Genauso will man nicht mit jemandem gleich bei den ersten Treffen über Probleme und Verletztlichkeit sprechen. Das würde mich als Frau auch überfordern. Es gibt sicher Menschen, bei denen es gleich auf Anhieb so passt, mit denen man sich so gut versteht, dass man tatsächlich schon früh auch über schwierige Themen reden kann, aber das ist eben nur in einem von 1000 Fällen. Da muss die Chemie stimmen. Nur weil das nicht so ist, ist man auch noch nicht oberflächlich.
Ich denke, aus längeren Freundschaften oder wenn man jemanden zumindest schon länger kennt und man die gleichen Interessen hat, kann sich Liebe entwickeln, auch wenn man vielleicht am Anfang eher gesagt hätte: das ist nicht mein Typ.
Aber wenn man sich noch nicht kennt, sind gleiche Interesse kein Garant für Anziehungskraft. Auch das hat nichts mit Oberflächlichkeit zu tun. Es muss einfach bei beiden "boom" machen und dann ist auch die Optik nicht wichtig.
Eine Frage noch. Was machst du beruflich? Wie wirkst du da auf andere?
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25.06.2012, 10:54
AW: Der blinde Punkt bei der Partnersuche
Hallo Zirconia
bei mir haben sich folgende Fragen ergeben:
- lächelst du oft, bist du ein freundlicher, liebenswürdiger Mensch?
- kleidest/stylst du dich auf eine Art, die die männlichen Trigger in Bezug auf Weiblichkeit auslösen? also lange Haare, Röcke, fliessende Stoffe, etwas Parfum... halt alles das, was Männer NICHT tragen? (du musst dich darin nicht verleugnen, aber so ein paar solcher Trigger sind immer hilfreich, für den ersten Eindruck)
- bist du fähig zu Hingabe?
- wie wichtig ist Sex für dich?
- Hast du grössere muskuläre Verspannungen?
grüsse, barbara
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25.06.2012, 11:24
AW: Der blinde Punkt bei der Partnersuche
Hallo Zirconia!
Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Vor allem das Unsichtbarsein kenne ich. Es ist mir auch ein Rätsel geblieben, warum manche Frauen einfach nie einen Mann kennenlernen, der sich in sie verliebt. Ich selbst habe mich immer mit anderen Frauen verglichen und mich gefragt, was die denn nur haben, was ich nicht habe.
Das Gute an dir ist, dass du deinen Selbstwert nicht herabsetzt. Du findest dich attraktiv und scheinst mit dir einigermaßen im Reinen zu sein. Das solltest du dir unbedingt beibehalten. Andererseits solltest du vielleicht doch nochmal sehen, ob es nicht irgendwo Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Vielleicht könntest du mehr Sport treiben oder an deiner Ausstrahlung arbeiten. Es führt ja nunmal kein Weg daran vorbei: Männer achten definitiv zu Anfang mehr auf Optik als auf innere Werte. Wobei Optik sehr weit gefasst ist und sich nicht auf tolle Haare und eine sportliche Figur beschränkt.
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25.06.2012, 14:54Inaktiver User
AW: Der blinde Punkt bei der Partnersuche
Ich arbeite in einem Beruf, der gemeinhin mit Autorität assoziiert wird. Mehr möchte ich dazu hier nicht schreiben. Ich habe keinerlei Probleme mich da durchzusetzen und wirke definitiv SEHR selbstbewusst. Ich bin auch selbstbewusst, so lange es nicht um mich als Frau, sondern als intellektuelles Wesen geht. Da gibt es bei mir eine gelernte Diskrepanz. Früher war das anders, aber die vielen Male unglücklicher Verliebtheit haben da Spuren hinterlassen.
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25.06.2012, 14:55
AW: Der blinde Punkt bei der Partnersuche
Ich finde du hörst dich in Ordnung alles, alles ist o.k. mit dir. Liebe hat etwas mit Glück und geschehen lassen zu tun. Diese dauernden Versuche der Selbstoptimierung entspringen einem Leistungsgedanken, der nichts mit Liebe zu tun hat.
Möglicherweise hat es auch etwas mit dem aktuellen Zeitgeist zu tun, der vieles an Begegnung verhindert. Insgesamt finde ich vieles oberflächlicher als noch vor 10 oder 15 Jahren. Optik und mainstream scheinen bei vielen Männern im Vordergrund zu stehen. Die Singlebörsen verhindern vieles, weil Liebe zur Ökonomie verkommt.
Klar finden sich dort ab und zu Paare, ich glaube die meisten finden niemanden weil sie permanent auf der Suche sind. Außerdem glaube, dass viele Begegenungen im Alltag nicht mehr stattfinden, weil alle im Netz hängen und jemanden suchen.
Bleib so wie du bist, entspanne dich und lass dich nicht zu sehr irritieren. Mir gefällt dein Selbstbild.
Das mit der tollen Ausstrahlung stimmt nur bedingt, da es viele unangenehm erscheinende Personein gibt, die eine Beziehung haben bzw. beim anderen Geschlecht gut ankommen.
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25.06.2012, 15:02Inaktiver User
AW: Der blinde Punkt bei der Partnersuche
Ich lache viel, mehr als meine Freundinnen, ich habe viel Humor und engagiere mich auch für andere. Ich lache auch Männer oft an. Aber es ist schon so, dass ich sicher etwas unsicher und auch verspannt werde, wenn mir jemand wirklich sehr, sehr als Mann gefällt. Dann ist es mit der Lockerheit dahin.
Ich habe überschulterlange blonde Haare, die ich meist offen trage und ich trage privat sehr gerne Kleider. Beruflich muss man in meiner Branche meist Kostüm oder Hosenanzug tragen. Meine Freundinnen sagen, ich habe schon einen kleinen Mode-Tick..also Mode macht mir definitiv viel Spaß. Vor allem habe ich einen Schuh-Tick. Ich trage immer leichtes Make-up und etwas leichtes Parfume. Also "männlich" ist meine Erscheinung definitiv nicht.
Das würde ich bejahen: transzendiert, was Ziele und Begeisterung angeht. Aber auch sexuell. Die von mir angesprochene sexuelle Experimentierphase bewegte sich im Bereich BDSM. Was ich dabei aber gelernt habe: es lohnt sich schon genau hinzusehen, an WEN man sich hingibt und ob diese Hingabe dort auch auf Wertschätzung und Respekt trifft.
War früher sehr wichtig, ich habe auch eine ganze Zeit sehr darunter gelitten, dass es so wenig davon in meinem Leben gab. Als ich ihn mir dann geholt habe, habe ich gemerkt, dass ich psychisch nicht gut mit Sex ohne Nähe klarkomme. Also habe ich mich wieder mehr auf den menschlichen Bereich beim Kennenlernen konzentriert. Ich beobachte über die Jahre aber an mir, dass das Thema sexuelle Lust schon etwas einschläft, wenn man über mehrere Jahre keinen Partner hat.
Naja, die üblichen Stress-Verspannungen nach einem langen Arbeitstag. Ich mache viel Sport, vor allem Schwimmen und Yoga. Also krankhafte Verspannungen sind es zum Glück nicht. In einem anderen Strang wurde Ballett vorgeschlagen: ich habe von meinem 5. bis zum 18. Lebensjahr klassisches Ballett getanzt und danach viele Jahre diverse Tanzkurse besucht - Standard, Salsa, und viel, viel Tango Argentino, den ich sehr liebe. Ich tanze wirklich gerne und auch ganz gut, glaube ich.Geändert von Inaktiver User (25.06.2012 um 15:14 Uhr)
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25.06.2012, 15:56Inaktiver User
AW: Der blinde Punkt bei der Partnersuche
hmmm, deine Beiträge erinnern mich an eine sehr gute Freundin.
Jura studiert, selbstbewusst, kommunikativ, offen, ansprechendes Äußeres (keine Sexbombe, aber auch lange Haare, Modefan, durchschnittliches Gewicht), viele Freunde, unternehmungslustig etc.... aber nie Glück bei Männern. Alle Versuche endeten maximal in guten Freundschaften.
Nun ja, sie heiratet dieses Jahr :))) Letztendlich hat sie einen Mann kennengelernt, mit dem sie auch erst "nur" befreundet war, obwohl sie von Anfang an in ihn verschossen war. Aber er hat eben ihre inneren Werte zu schätzen gelernt und aus Freundschaft wurde dann nach gar nicht mal so langer Zeit Liebe
Sie hat irgendwann ihren zukünftigen Mann aber auch zwei gute Freunde von ihr (in die sie mal verliebt war aber woraus eben nichts außer Freundschaft wurde) gefragt, woran das gelegen hat. Alle haben ihr gesagt, sie sei toll, nett, liebenswert, aber irgendwie ein Kumpeltyp - nicht optisch, aber von ihrer Art her eben jemand, mit dem man stundenlang vor der Spielkonsole sitzen kann oder über Actionfilme quatschen kann - eben zum Pferdestehlen. Sie sei zu "unweiblich" und das trotz einer Vorliebe für rosa, glitzi und Schuhen!!! Uns ist das nie aufgefallen, da wir immer ein Weiberhaufen waren. Aber ich kann diese Einschätzung der Männer nachvollziehen, dennoch ich könnte dir nicht sagen, was sie hätte ändern sollen. Ich glaube es ist eine innere Haltung oder Ausstrahlung, die sich nicht (so einfach) ändern lässt. Warum auch. Sie ist so wie sie ist und hat letztlich ja nun doch IHREN Mann gefunden, der super zu ihr passt und sie so liebt wie sie ist.
Lieber keinen Mann, als ständig den Falschen
Nachtrag: ich will damit nicht sagen, dass du ein Kumpeltyp bist, es war nur ein Bsp. über die Wirkung auf Männer, die dir vielleicht nur Männer erklären können ;)))Geändert von Inaktiver User (25.06.2012 um 16:00 Uhr)


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