ein Partner, der vor meinen Dämonen davonrennt, ist nicht einer, mit dem ich langfristig ein Leben gestalten kann. Da ist es gut, wenn er weg ist, dann habe ich Zeit und Platz, jemanden zu suchen, der mir besser entspricht.
Es gibt einfach Dinge, für die ist eigentlich nie der passende Moment, sie auszusprechen, und sie sind wichtig genug, um sie so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Inklusive zeitweiliger Überforderung.
in einer Beziehung zwischen erwachsenen Personen kann es auch nicht sein, dass man den Partner "schonen" will oder irgendwelche bösen Dinge von ihm fernhalten will - denn das ist dann nicht mehr ein gleichberechtigtes Verhältnis, sondern eins, das dem von Eltern und Kind gleicht.
@Werte: ja, die muss jeder für sich selbst definieren. Abgesehen von ein paar Eckpunkten (zB es ist nicht akzeptiert, Leute umzubringen) sind die Grenzen des Möglichen sehr weit und von Mensch zu Mensch je nachdem sehr verschieden. Wichtig ist, sich selbst über die eigenen Grenzen klar zu werden und sie mit einem Partner früh und eindeutig zu kommunizieren, und bei eventuellen Unterschieden einen guten Kompromiss zu finden. Partnerschaft heisst auch immer, die eigenen Grenzen ein bisschen (nicht: sehr viel) zu verschieben, von beiden Seiten.
grüsse, barbara
Antworten
Ergebnis 71 bis 80 von 164
-
21.06.2012, 07:25
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
-
21.06.2012, 09:12Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
So jung bin ich nicht mehr, eher sehr naiv.
Ich hab mir nie große Gedanken um Moral usw. gemacht, da für mich das alles ganz klar war. Ich dachte wirklich, das es für bestimmte Wörter bestimmte eindeutige definationen gibt, wie z.B. Liebe, Treue, Moral, Vertrauen....
Nie im Leben wäre ich darauf gekommen, dass es da so einen enormen Spielraum gibt.
Ich bin auch nie auf die Idee gekommen, das Andere was von einem verlangen, was sie selber nicht tun.
Das ist nicht nur naiv, sondern dumm und diese Erkenntnis hat mich wohl so aus der Bahn geworfen.
-
21.06.2012, 10:13Inaktiver User
-
21.06.2012, 10:15Inaktiver User
-
21.06.2012, 10:16
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Nein, das hat nicht etwas mit Eltern-Kind Verhalten zu tun, sondern auch ganz viel mit Liebe und Respekt.
Liebe - ich möchte ihn nicht verletzen, denn ich möchte dass es ihm gut geht, sonst wäre es mir egal und ich würde schonungslos ehrlich sein damit es mir gut geht, aber das tue ich nich weil ich ihn liebe....
Respekt - ich respektiere Deine Grenzen und diese gelten für Dich, aber ich habe andere Grenzen mit denen Du nicht umgehen kannst/willst, somit lasse ich es Dich nicht wissen dass ich meine Grenzen auch auslaube von denen Du weist...
So oderDas Leben macht was es will und ich auch!
-
21.06.2012, 10:31Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
in einer beziehung wie sie für mich passt nehme ich auch rücksicht auf die ereignisse in seinem leben und er auf das was bei mir gerade läuft------------------ da muss nicht mit dem holzhammer immer alles direkt und gleich.
wenn ich aus dienstlichen gründen völlig desolat und fertig nach dem 4. nachtdienst zuhause bin- gibt es durchaus angelegenheiten: die können da noch ein paar stunden warten- bis ich mich einigermassen ausgeschlafen habe und wieder ich bin. und das hat nichts mit eltern-kind zu tun- sondern mit liebevoller fürsorge und sich um den andern auch kümmern und sorgen machen.
-
21.06.2012, 10:57
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Liebe Bricom, interessantes Thema
Ich denke, dass es durchaus allgemeingültige Massstäbe gibt, was Ethik und Moral anbelangt.
wie wäres mti "was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderem zu"
Nach dieser Devise wäre die Welt aber schon längt ein Paradies.
Grundsätzlich finde ich auch die Bergpredigt oder die 10 Gebote eine Leitlinie, denn genauer betrachtet bringt es uns Gewinn, sich an gewisse ethlische Richtlinien zu halten. Man darf sich natürlich auch darüber hinwegsetzen, soll sich aber nicht beklagen, wenn man die Quittung dafür bekommt.
-
21.06.2012, 11:06Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Nein, diese Erfahrung habe ich nicht gemacht!
Mir werden oder wurden bestimmte Dinge nicht gesagt, damit ich in die Irre geführt wurde, mir sowas nicht auch erlaube, aus Unfähigkeit seine Wünsche zu äusseren........
Nichts zu sagen ist einfach einfacher, als sich mit dem Partner auseinanderzusetzen.
"Was er/sie nicht weiß, macht ihn/sie nicht heiß!"
Hier ging es immer um den eigenen Vorteil und das hat mit Rücksichtnahme oder Liebe nichts zu tun.
Das es tatsächlich Menschen gibt die einen schonen wollen und deshalb nichts sagen gibt es ganz bestimmt, da bin ich mir sicher, ich habe aber andere Erfahrungen damit.
-
21.06.2012, 11:11Inaktiver User
-
21.06.2012, 11:32Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Was so schlimm daran ist?
Alles!!
Für mich ist die Klarheit der Kommunikation wichtig.
Es geht nicht um Verurteilen, Verdammen oder was weiß ich.
Und: den Kategorischen Imperativ als beste Wahl hinzustellen empfinde ich als Anarchie.
Man stelle sich einen Menschen vor Gericht vor: ach, Herr Richter, ich sehe das nicht so eng.....
Und, ich glaube denen die meinen vor Gericht wären sie anders nicht.
Ohne so große Begriffe wie Schuld oder Recht oder was weiß ich bemühen. Ich mag mir nicht die ganz spezielle Lebensweisheit eines Menschen schildern lassen.
Mag jeder so leben wie er will.
Ich liebe Klarheit.
Und ich finde das weder besonders mutig noch radikal oder brachial.



Zitieren
