Sehe ich auch so, darüber hinaus stelle ich infrage, dass es einen "wachsenden moralischen Verfall" geben soll. Tatsächlich ist der Mensch, seit er weniger unter sozialer Kontrolle steht und weniger unter der Fuchtel der Kirche, mehr vor sich selbst verantwortlich, aber die Sitten waren früher wohl rauer als jetzt und die Moral nur unter Druck vorhanden. Es gilt jetzt eben alle Regeln für sich selbst und sein Umfeld zu hinterfragen, das mag manchem kompliziert erscheinen, aber es bedeutet immerhin einen gewaltigen Zugewinn an Freiheit und Selbstverantwortung.
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22.06.2012, 20:36
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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22.06.2012, 20:37
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22.06.2012, 20:39Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Was heißt nö? Sag`s doch, wenn du anderer Meinung bist. Mit einem nö kann ich nicht viel anfangen.
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22.06.2012, 20:53
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Ich dachte das "nö" wäre aussagekräftig...
Ich finde das "und sieht den anderen rosarot und unbeschreiblich, engelsgleich und wunderbar, ein Geschenk, ein Gott, ein Wesen NichtVONDIESERWELT, großartig, unvergleichlich, schön, gut, klug" unglaublich übertrieben, es entspricht nicht meiner Wahrnehmung. Es ist mir immer gelungen etwas kritische Distanz zu wahren, bei gleichzeitiger Verliebtheit.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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22.06.2012, 21:36Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Du hast Recht!
Ich war in den letzten Wochen in einer intensiven Therapie und da wurde mir gesagt, dass ich mehr an mich denken soll, das machen was mir gut tut und das es mir gut geht, wenn ich in meiner Ehe die Liebe die ich brauche nicht bekomme, mir die guten Gewissens anderweitig holen kann und sogar soll........ich halt zuerst an mich denken soll, dann soll lange nichts mehr kommen und dann erst die anderen.
Das war mir einfach zu hart und da fragte ich mich was mit Moral, Ethik und Vertrauen ist.
Mir fällt es einfach schwer zu glauben, dass das was mein Mann gemacht hat dann menschlich zwar nicht so toll war, aber auch nichts schlimmes war und ich nicht rumjammern soll, sondern es genauso zu machen soll........
.....so in etwa schreiben es auch sehr viele.....????
......ich weiß nicht......ich hätte diese Liebe und dieses Vertrauen usw. einfach lieber in meiner jetzigen Beziehung.......
Mir fällt es schwer zu glauben, dass es moralisch völlig okay ist, mir dieses fehlende, dringende Bedürfniss woanders zu holen.
Ich habe immer gedacht und auch jetzt noch, dass man sich trennt und dann.........
.....aber nein, alle diese Therapeuten sagen mir, dass das völlig unnötig ist.........
Hmmmmmm.........tja deshalb dieser Thread........und ich sehe auch hier, dass ich wirklich die ganze Zeit auf dem Holzweg war........Geändert von Inaktiver User (23.06.2012 um 09:38 Uhr)
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23.06.2012, 09:13
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
mich würde dabei eher interessieren, ob das spielzeug seinerseits ebenfalls gebunden ist. singles sexuell auszubeuten, kurz zu halten und wenn unbequem werdend, abzuschießen, finde ich nämlich noch eine ecke abstoßender und der verweis darauf, dass sie sich (wohl in einem anfall geistiger umnachtung) mit den konditionen einverstanden erklärten, ist in meinen augen keine legitimation.
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24.06.2012, 04:53
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
also hat der Mohr seine Schuldigkeit getan und wird abserviert.....tja....für mich nicht nachzuvollziehen..
wenn ich mit einem Menschen eine Verbindung eingehe, kann ich doch nicht die Gefühlsebene ausblenden, wo ist da Respekt, Wertschätzung dem Menschen gegenüber...
auch wenn ich nur eine sexuelle Beziehung habe......ich finde das alles sehr achtungslos.....
und zeigt für mich eigentlich nur Narzissmus pur...
aber ich glaube ich schreib hier am Thema vorbei...I believe everything happens for a reason! People change so you can learn to let go,things go wrong so that you can appreciate them when they're right,you believe lies so that you will eventually learn to trust no one but yourself,and sometimes, good things fall apart,so better things can fall together.
(Marilyn Monroe)
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24.06.2012, 11:26Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Ich hab es jetzt nicht verstanden, belinda, bist du noch in einer Ehe gebunden, also verheiratet? Hast du außerdem eine andere Beziehung?
Ich lese heraus, weiß aber nicht, ob es so ist, dass du verheiratet bist, aber in deiner Ehe nicht das bekommst, was du dir wünschst. In deiner Therapie wurde dir erklärt, du kannst dir diese Wünsche auch zusammen mit einem anderen Partner erfüllen, bräuchtest dich deswegen aber auch nicht aus deiner Ehe zu verabschieden. Nach dem Motto: nimm 2. Und hab kein schlechtes Gewissen dabei.
Nun stehst du da und weißt nicht, was du davon halten sollst. Von einem Therapeuten hättest du nicht erwartet, dass er dir einen Weg aufzeigt, der mit deinen Wertvorstellungen absolut nicht zusammen paßt. Du bist schockiert. Denn du möchtest deine Ehe erhalten und wieder mit deinem Mann zusammenfinden, du möchtest dich mit ihm aussöhnen, mit ihm deine Wünsche vertrauensvoll leben.
Wechsle sofort den Therapeuten. Sofortiger Abbruch dieser therapeutischen Beziehung und einen neuen suchen. Eine andere Empfehlung kann ich dir nicht geben. Der jetzige ist für dich schädlich, seine Glaubenssätze entsprechen nicht deinen Wertvorstellungen. Wie findest du jetzt einen neuen, der zu dir paßt? Das würde ich in deiner Situation überlegen, mich vorrangig im Moment daran abarbeiten. Dann geht dein Weg der Beziehungsarbeit wieder weiter.
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24.06.2012, 11:50
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Was wir hier schreiben ist aber etwas völlig anderes: ich meine, dass du das tun musst, was für dich richtig ist und nicht das, was dir Therapeuten oder sonstwer raten. Das nennt sich aber nicht Moral oder so, sondern Selbstbestimmung. Ich glaube, du gehst zu Therapeuten, um dir bestätigen zu lassen, dass dein Mann falsch gehandelt hat. Egal ob sie das tun oder nicht, die Konsequenzen wirst du selbst ziehen müssen und wenn du dich nicht trennen willst, aber trotzdem Liebe haben willst, die dir dein Mann nicht gibt, dann ist eben die einzige logische Konsequenz die, dir die Lieb woanders zu holen. So verstehe ich das, nur leider bist du selbst gerade weder zu dem einen noch zu dem anderen in der Lage. Dafür stellst du hier die Moral+Ethik-Frage, die aber gar nichts mit dem Problem zu tun hat.
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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24.06.2012, 12:05Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Bei wievielen Therapeuten warst du denn schon? Wenn sie dir alle zu verstehen geben, du sollst deine Liebe woanders leben, dich nicht trennen, dann kann es auch sein, dass sie dich provozieren wollen. Dass du in dich gehen mußt und dich selbst fragen mußt ob du wirklich deine Ehe aufrecht erhalten willst . Gerade weil du es mit deine moralischen Ansichten nicht vereinbaren kannst zusätzlich zur Ehe einen Liebhaber zu haben. Du sollst dich bewegen, du sollst eine Entscheidung treffen. Die könnte für dich bedeuten, deine Ehe fortzuführen, dann aber zusammen mit deinem Partner eine Therapie zu wagen oder sie zu beenden und dich auf die Suche nach deinem Traumprinzen zu begeben. Beides ist schmerzlich, beides erfordert Energien, psychische und auch körperliche, beides ist risikobehaftet. Aber so wie es momentan bei dir aussieht, kann es nicht weitergehen. Außerdem ist Leben immer Risiko. Auch wenn du nichts machst, kann etwas schmerzhaftes passieren.



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