@Kraaf:
Ich lese / interpretiere das etwas anders. Ich kann einen anderen Menschen begehren, ohne dass die Gefühle zu meinem (Beziehungs-)Partner beeinträchtigt werden. Ohne dass ich meine Beziehung oder meine Liebe zum Partner in Frage stelle. Er immer noch "der eine" für mich ist. Daher bleibt "die Beziehung davon unberührt". Hmmm, schwierig zu erklären...
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22.06.2012, 13:28Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
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22.06.2012, 13:32Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
DAS meine ich. Wenn die Beziehung von einem selbst plötzlich in Frage gestellt wird, muss der Partner involviert werden. Ansonsten nicht. Ich habe es auch so erlebt, dass es mich glücklich gemacht hat und die Beziehung dadurch besser wurde.
Und wenn es diese Absprache in der Beziehung gibt und beide damit leben können ist es (für mich) ein tolles Modell.
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22.06.2012, 13:41
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Ich denke, man kann das vielleicht tatsächlich so empfinden.
Aber wie es das denn sonst? Nehmen wir mal Stress am Arbeitsplatz. Man möchte den Partner damit nicht belasten. Aber im eigenen Kopf schwirrt es herum. Wie offen, wie freudig, wie unbelastet wird man dem Partner in dieser Zeit also begegnen können?
Berüht das Beziehung also nicht doch bereits?
Aber ich wollte es wirklich nur bei einer Randbemerkung belassen! *schwör*
Kraaf
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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22.06.2012, 13:47
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Kraaf, also ein ONS oder eine kurze Affäre kann man aussen vor lassen, aber bei einer 3jährigen Nebenbeziehung im geheimen gibt es den einen oder anderen Tag wo es auch die Hauptbeziehung belastet, denn auch in einer langjährigen Nebenbeziehung ist nicht immer eitel Sonnenschein.... Klar und dann ist es auch mir passiert, dass ich meinem Mann gegenüber verschlossen und ja auch ungerecht gegenüber war... Bin ja auch nur ein Mensch und kein höheres Wesen....
Das Leben macht was es will und ich auch!
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22.06.2012, 13:55Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Bei Euch hört sich das super an, dachte sich mein Mann bestimmt auch so. Das Problem war, das ich nach Jahren zufälltig auf sein Geheimnis gestoßen bin. Mir wäre es auch lieber ich hätte nichts davon erfahren oder nicht SO. Hätte ER mir irgendwann davon erzählt, als er merkte das er damit unsere Beziehung kaputt macht oder nie ein Geheimnis daraus gemacht, wäre sicher alles ganz anders gelaufen.
Nur durch seine Heimlichtuerei hat er das Vertrauen zwischen uns zerstört.
Was ich aus dieser schlimmen Sache gelernt hab ist, von Anfang an über die eigenen Grenzen und Tabus offen zu reden!
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22.06.2012, 16:33Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Der Threadtitel läßt erwarten, daß es um ethische und moralische Aspekte im weiteren, also nicht nur persönlichen, sondern auch gesellschaftlichen Sinne geht - letztendlich läuft es aber wieder auf eine Monogamie-Debatte hinaus.... irgendwie schon seltsam, daß es immer nur darum geht.
Denn gerade Untreue hat ja nun wirklich nichts mit einem wachsenden moralischen Verfall zu tun. Es gab sie schon immer. Manche Gesellschaften vor uns waren sogar klüger als wir, die haben die Gleichung Ehe=lebenslange Liebe/Treue gar nicht gekannt. Man heiratete, um den Besitz zu mehren und an die legitimen Nachkommen weiterzugeben. Ich bin sicher, daß manche dieser Ehen "trotzdem" recht glücklich und produktiv waren.
Die lebenslange treue Liebe ist eine romantische Erfindung des 19. Jahrhunderts und wir hängen immer noch dran...
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22.06.2012, 17:47
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
was mir dazu einfällt, obwohl ich da sehr konform gehe...
wie schaut es mit dem/der Dritten im Bunde aus...wird die nur "gebraucht" im Sinne von, sie belebt meine Beziehung, erotisiert sie meine Beziehung wieder oder mehr als vorher, gibt der/die dritte wieder den Kick...
da steht ja nun auch mal ein Mensch, der eine "Beziehung" oder Verbindung eingeht....hat dieser einen Wert auf menschlicher Basis...oder gehts hier nur um Begehren......
und um Nutzen bringen, bzw. ist dies nicht hochgradiges Ausnutzen eines anderen Menschen und sehr egoistisch?.......
also ich fühle mich schon verantwortlich auch ausserhalb der zweier-Kiste meine Bindungen verantwortungsvoll zu gestalten, und wenn Emotionen im Spiel sind, und der andere, wenn auch dritte mit involviert ist, wo bleibt da die Wertschätzung...
sofern ich die ganze "Affäre" oder sonstiges nur auf sexueller, erotischer Basis gestalte und da mit offenen Karten spiele, ok, aber wenn man gleichzeitig eine Freundschaft aufbaut, sich nahe kommt, na ja...I believe everything happens for a reason! People change so you can learn to let go,things go wrong so that you can appreciate them when they're right,you believe lies so that you will eventually learn to trust no one but yourself,and sometimes, good things fall apart,so better things can fall together.
(Marilyn Monroe)
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22.06.2012, 19:18Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Soweit ich von mir sprechen kann: Ja es geht mir nur um Begehren, um Nutzen. ABER ich mache daraus auch keinen Hehl gegenüber dem Dritten und stelle das auch immer klar, dass ich die Affäre nur auf sexueller Basis gestalten möchte. Bisher haben meine Affären auch nicht länger als 3-9 Monate "überlebt". Wenn es zu "beziehungsmäßig" wurde oder Gefühle ins Spiel gekommen sind habe ich es auch wieder beendet. Ich lege dies also gegenüber dem Partner und dem Dritten offen.
@Honessuckle-Rose
Du hast recht, dies ist kein Thread um schon wieder über Monogamie zu diskutieren, bei diesem Thema gehen die Ansichten seltsamer Weise aber immer weit auseinander, die breite Masse lebt eben noch mit einer bestimmten Moralvorstellung diesbezüglich. Warum eigentlich?
Bzgl. sonstigen Handlungsmuster herrscht selten so eine Uneinigkeit bei der breiten Masse. Viele Menschen sind mittlerweile erfreulicherweise so tolerant, unterschiedliche Moralvorstellungen, sei es aus religiösen, kulturellen oder sonstigen Hintergründen zu akzeptieren, sofern es nicht um böse Absichten geht, andere verletzt werden oder ein Willen aufgezwängt wird. Jeder sollte mMn seine Grenzen selbst ziehen und sich nicht Wert-/Moralvorstellungen anderer unterordnen müssen.Geändert von Inaktiver User (22.06.2012 um 19:36 Uhr)
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22.06.2012, 19:35Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Da es der Threadstarterin ja nun doch hauptsächlich um Verhalten innerhalbt Beziehungen geht (habe den ersten Beitrag eben nochmal gelesen): Ich bin schon der Meinung, dass jeder sich das aussuchen darf, was ihm am meisten liegt und ihm am meisten Freiheiten lässt, WENN er dies offen kommuniziert und dem anderen die Möglichkeit gibt eine Wahl zu treffen.
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22.06.2012, 20:34Inaktiver User
AW: Moral, Ethik, Vertrauen.......????
Hm, tja, mir ist das hier ein wenig zu kopflastig. Wo bleibt die Liebe, die Verliebtheit? Ich meine, anfangs ist man doch in den Erwählten total verknallt und er wohl doch auch in die Erwählte. Und dann kommt man sich näher und lernt sich langsam kennen und sieht den anderen rosarot und unbeschreiblich, engelsgleich und wunderbar, ein Geschenk, ein Gott, ein Wesen NichtVONDIESERWELT, großartig, unvergleichlich, schön, gut, klug. Irgendwann erwacht man, spürt, dass da etwas nicht so ganz den eigenen Vorstellungen und Wünschen entspricht, dass manches ganz fremd ist, was dieses Wunder von Mann als normal empfindet. Da hakt es plötzlich. Und genau in diesem Moment muß das Gespräch her, da zeigt sich, ob es ein Gleichgewicht gibt in der Partnerschaft, nämlich dann, wenn beide miteinander angstfrei sprechen können über ihre unterschiedlichen Erwartungen, über ihre möglicherweise verschiedenen Moralvorstellungen und ihre Ethik, um dann vielleicht noch enger zueinander zu finden oder sich ihre Wege wieder trennen.


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