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  1. Inaktiver User

    Ich nerve mich, träume von Veränderung, aber setze sie nicht um

    Ich bin unzufrieden mit mir. Im Laufe der Jahre habe ich unschön zugenommen, sollte mir auch langsam mal das Rauchen abgewöhnen und Wochenendentspannung sieht so aus, dass ich mir ein paar Bier gönne. Meine Fehler sind mir bewusst, ich habe ca. 5.000 Tipps darüber gelesen, wie man blöde Angewohnheiten wieder verlernen kann. Ich könnte Vorträge über ein gesundes und zufriedenes Leben halten, schaffe es aber nicht, sie selbst umzusetzen. Immer wieder nehme ich mir vor, etwas zu ändern, aber es klappt nicht. In meiner Zukunftsvision bin ich wieder schlank, attraktiv und Herrin meiner Wünsche und diese Vorstellung kickt mich - bis es um die konkrete Umsetzung geht. Daran scheitere ich jedes Mal, mittlerweile glaube ich, dass ich Angst vor dieser Zukunft habe, die doch eigentlich so schön und verlockend ist. Warum zögere ich, ein neues Leben zu beginnen, wenn das alte doch so nervt? Warum träume ich immer nur, anstatt etwas in die Tat umzusetzen? Ich habe doch nichts zu verlieren, oder doch?
    Das klingt für die meisten hier bestimmt völlig abstrakt, aber vielleicht erkennt sich auch jemand wieder und sagt mir, wie man aus diesem Kreislauf rauskommt?

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    AW: Ich nerve mich, träume von Veränderung, aber setze sie nicht um

    Hallo Lanadu,

    der Mensch ist ein Gewohnheitstier und das Ändern von Verhaltensweisen ist richtiger Streß. Man braucht Zeit und Geduld und muss sich darüber im Klaren sein, dass es in der ersten Zeit anstrengend und verunsichernd wird, bis quasi die neuen Verhaltensweisen Gewohnheit geworden sind.

    Warum es Dir so schwer fällt, den ersten Schritt zu tun? Ich kann mir mehreres vorstellen.

    Zum Einen: Hast Du die Ressourcen für die Veränderungen? Siehe oben, hast Du Zeit, Geduld und Kraft? Wie sieht Dein sonstiges Lebensumfeld aus, ist es stabil und unterstützt Dich? Wenn Du schon einiges investieren musst, um beispielsweise einen schwierigen Job, eine unsichere Partnerschaft oder andere Belastungen zu wuppen, dann bleibt nur noch wenig Energie für Anderes übrig. Und dann solltest Du erst mal schauen, dass Du dort klar Schiff machst.

    Zum Anderen, und das klingt vielleicht erst mal provozierend: Welche Vorteile hast Du von Deiner jetzigen Verhaltensweise? Schützt sie Dich vor irgendetwas? Beispiel: Trinkst Du Dir am Wochenende Frust weg? Manchmal ist es erhellend sich anzuschauen, welchen möglicherweise auch versteckten Sinn destruktive Verhaltensweisen machen, weil auch das kompensiert werden muss. Sowohl bei den alten als auch bei den angestrebten neuen Verhaltensweisen solltest Du Dir vielleicht mal anschauen, welche Bedürfnisse Deinerseits dahinter stehen.
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  3. Inaktiver User

    AW: Ich nerve mich, träume von Veränderung, aber setze sie nicht um

    hallo lanadu,

    hier für Dich und ein Buchtipp :-)

    Hans-Werner Rückert, Entdecke des Glück den Handelns, Überwinden was das Leben blockiert

    viele liebe grüße von Monika

  4. Inaktiver User

    AW: Ich nerve mich, träume von Veränderung, aber setze sie nicht um

    hallo lanadu,

    mir ging es vor nicht allzulanger Zeit ähnlich. Über Jahre ging es mir genau wie dir: Ich fand mich selbst nervig und schrecklich, habe mir immer vorgestellt, wie es wäre, anders zu sein (schlank - hatte vorher auch zugenommen, besser angezogen, endlich aufgehört Fingernägel zu kaufen, erfolgreicher, nicht so nervig) und es hat mich total frustriert, dass ich es nie hinbekommen habe. Ich habe mehrere Anläufe gestartet, ging maximal zwei Wochen, dann ging es mir noch schlechter als vorher.

    Ich habe lange daran gearbeitet. Ich habe mehrere Therapien gemacht, und meine Vergangenheit (warum bin ich heute, wie ich bin) aufgearbeitet. Ich habe meine Ängste verstanden, die ich habe (und warum ich sie habe). Ich habe dann einen Mann gefunden, der mich genau so liebt, wie ich bin. Und dann war auf einmal der Ehrgeiz da und ich habe es durchgezogen. 17 Kilo abgenommen, gleichzeitig aufgehört, Fingernägel zu kaufen (nach 18 (!!!) Jahren). Von dem Geld, das ich durch die Diät gespart habe, habe ich mir schöne Anziehsachen gekauft. Und durch die Sicherheit, die mein Freund mir gegeben hat, konnte ich auch einige unliebsame Charaktereigenschaften ändern. Das war so viel einfacher, weil ich einen "Hafen" hatte - wenn ich "rückfällig" wurde, war mein Partner für mich da. Heute geht es mir viel viel besser :) Weißt du denn, wovor du Angst hast? Welche Sicherheiten du brauchst? Gibt es vielleicht Situationen aus deiner Vergangenheit, die dich blockieren?

  5. User Info Menu

    AW: Ich nerve mich, träume von Veränderung, aber setze sie nicht um

    Hmmm...vielleicht ist es noch zu früh?
    Oder vielleicht ist es zuviel auf einmal- Rauchen abewöhnen, kein Bier trinken, dann auch noch abnehmen....

    Vielleicht hilft es dir, eher eins nach dem anderen zu machen?

    Manchmal hilft es, in kleinen Schritten loszugehen, statt direkt auf das Ziel zu blicken-?!

    Keine Ahnung, ob ich dir helfen konnte, aber es fiel mir spontan dazu ein....

  6. Inaktiver User

    AW: Ich nerve mich, träume von Veränderung, aber setze sie nicht um

    Rauchen aufhören und abnehmen...? mhmm...

    Ich stimme meiner Vorschreiberin zu: mach erstmal eins, meine Erfahrung ist außerdem, dass man fast automatisch abnimmt, sobald man zufrieden mit sich ist. (kommt natürlich darauf an, wieviel KG du runter bekommen willst).


    Irgendwie hört sich das nach Nebenschauplätzen an, was ist denn im Rest deines Lebens los?

  7. Inaktiver User

    AW: Ich nerve mich, träume von Veränderung, aber setze sie nicht um

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... gleichzeitig aufgehört, Fingernägel zu kaufen ...
    Zu kaufen??? War das ein Verschreiber und Du meintest "Fingernägel zu kauen"?

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