Fenimi, lässt Du denn zu, dass Deine Freunde Dir helfen?
Schilderst Du Deine Verzweiflung?
An der Stelle, wo Du schreibst, dass Du auf die mitfühlende Bemerkung hin die Probleme der Freundin besprochen hast, kamen mir Zweifel... Kann es sein, dass Du lieber die Starke gibst?
- Ich spreche aus eigener Erfahrung: Ich neige dazu, meine Probleme zwar zu schildern, diese Schilderung aber immer mit einem Lösungsansatz nach dem Motto "bitte kein Mitleid" und "ich schaff das" zu versehen.
Nur so ein Gedanke... wenn Deine Freunde Dir helfen sollen, müssen sie Deine Schwäche auch sehen dürfen. Und sie brauchen das Feedback, dass ihre Hilfe was bringt und Du Dich freust.
Vielleicht hast Du da ja noch Spielraum? Bei mir konnte ich jedenfalls viel verändern.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 129
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11.06.2012, 16:10Inaktiver User
AW: Erwartungen in einer Freundschaft
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11.06.2012, 16:11Inaktiver User
AW: Erwartungen in einer Freundschaft
Okay …
Sehr gut möglich.
Ich werde mir das noch ein paar Mal durchlesen und "verdauen"/ annehmen …

Ebenso richtig …
Hihi.
Da sein? Das Problem ernst nehmen? Etwas Anteilnahme zeigen? Auch seine Grenzen aufzeigen ("Ich glaub, ich kann dir da gar nicht helfen, aber ich würde dir wünschen, dass …")? Kurzfristig ein echtes Interesse aufbringen? Den anderen nicht ändern, retten oder reparieren wollen?
Das fände ich schön.
Absolut! Das ist auch meine Erfahrung.
In meinem Fall ist es mir nun prompt mit zwei engen Freundinnen passiert, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dass gerade diese ausgewichen sind. Das kann auch passieren.
Vielleicht muss ich mir nur eingestehen, wie wütend ich bin, dass ich das alles total blöde finde und jetzt auch meine Ruhe will? Jetzt geht es mal nur um mich.
Gleichzeitig liebe ich es, mich hier in der BriCom mit den Problemen anderer zu beschäftigen.
Seltsame Frau, die Fenimi … Aber da habe ich wenigstens noch das Gefühl, jemandem etwas Gutes tun zu können (zu etwas nütze zu sein
) und ich selbst sein zu dürfen (!).
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11.06.2012, 16:18Inaktiver User
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11.06.2012, 16:21Inaktiver User
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11.06.2012, 16:29Inaktiver User
AW: Erwartungen in einer Freundschaft
Schwierig, schwierig, schwierig … vielleicht nicht so, wie sie es gern wollen.
- Ich will nicht auf ein Stadtteilfest, ich will ins Grüne.
- Ich will nicht zum Lachen gebracht werden, indem jemand rumalbert und sich eine Perücke aufsetzt (so jemanden habe ich im Freundeskreis), ich will traurig sein dürfen, wenn ich traurig bin und fröhlich, wenn ich fröhlich bin.
Mir dem Annehmen von wirklicher Akzeptanz und Anteilnahme hakt es bei mir manchmal noch
, das muss ich noch üben. (Aber davor bewahren mich meine engsten Nächsten ja ganz gut.
Bin ich bös'?)
Sachlich, ruhig …Schilderst Du Deine Verzweiflung?
Die Kontrollierte, die sich im Griff hat. Ich weine auch mal, auch vor anderen, aber selten. Wenn dann jemand mit einem Taschentuch käme!An der Stelle, wo Du schreibst, dass Du auf die mitfühlende Bemerkung hin die Probleme der Freundin besprochen hast, kamen mir Zweifel... Kann es sein, dass Du lieber die Starke gibst?
Au Backe, schlimme Sache das. 
Joh … Irgendwie schränke ich das Gesagte dann wieder ein, wenn ich Sorgen habe, zu viel Raum zu beanspruchen. "Schaun mir mal …" - "Anderen haben ja auch Sorgen." - "Vielleicht klappt es ja mit xy." - "Wie geht es eigentlich deiner Schwiegermutter?"- Ich spreche aus eigener Erfahrung: Ich neige dazu, meine Probleme zwar zu schildern, diese Schilderung aber immer mit einem Lösungsansatz nach dem Motto "bitte kein Mitleid" und "ich schaff das" zu versehen.
UUiih, Schwäche?Nur so ein Gedanke... wenn Deine Freunde Dir helfen sollen, müssen sie Deine Schwäche auch sehen dürfen.
Schwäche? Warum nicht? Uih, ich glaube, ich zeige nicht gern zu viel Gefühl im Sinne von Zähneklappern und "Ich weiß nicht weiter …, ich bin hilflos, ich brauche dich …" Uh, das geht nicht.
Auch das noch.Und sie brauchen das Feedback, dass ihre Hilfe was bringt und Du Dich freust.
Manchmal kann ich das. Ich bedanke mich oft, sehr oft, sachlich versteht sich.
Was meinst du, dass ich mich dahingehend ändere?Vielleicht hast Du da ja noch Spielraum?
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11.06.2012, 16:31Inaktiver User
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11.06.2012, 16:37Inaktiver User
AW: Erwartungen in einer Freundschaft
Naja, Du sagst es doch schon selbst: Du bist sachlich und magst keine Schwächen zugeben und relativierst Deine Not.
Die abfällige Art, wie Du Dich in Bezug auf das Äußern von Verzweiflung und Schwäche äußerst, spricht schon Bände.
Warum verachtest Du das so?
Wovor fürchtest Du Dich?
Du gibst Deinen Freunden eigentlich keine echte Chance.
Wenn ich nach einer Problemschilderung den Satz höre: "naja, andere haben auch Sorgen", dann verstehe ich das so, dass derjenige mich auf Abstand hält und ich bitte nicht schließen soll, dass er Fürsorge oder Mitleid braucht.
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11.06.2012, 16:39
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11.06.2012, 16:46Inaktiver User
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11.06.2012, 17:07Inaktiver User
AW: Erwartungen in einer Freundschaft
Aber im Normalfall sind die andern schon gut informiert, darüber wie es mir geht …
Nur zur Zeit geize ich gelegentlich mit Informationen, da ich mir manche frustrierende Reaktion ersparen möchte oder gar nicht weiß, wie und wo ich anfangen soll, wenn jemand gar nichts von dem, was in den letzten 2 Monaten war, mitbekommen hat, an sich aber zu den engen Vertrauten zählt. Das ist mir dann unangenehm, obwohl sie nicht ansprechbar oder nicht interessiert waren. Seltsam.
Abfällig? Du meinst das?Die abfällige Art, wie Du Dich in Bezug auf das Äußern von Verzweiflung und Schwäche äußerst, spricht schon Bände.Das sollte gar nicht abfällig sein."Ich weiß nicht weiter …, ich bin hilflos, ich brauche dich …" Uh, das geht nicht.
Mich selbst so vorzustellen, ist mir ganz unangenehm. Und es stimmt schon: Das hat etwas mit dem Zulassen von Nähe zu tun. Ich kenne das vielleicht einfach nicht, dass einem dann auch beigestanden wird. (Ja, ich lasse mich ungern trösten. *Haarezubergesteh*)
Weil das wie Sich-klein-machen aussehen kann? "Ich bin ja sooo schutzbedürftig …" An wen wendet man sich denn mit so etwas? Als erwachsene Frau? Wäre das da noch angemessen? Bei einem kleinen Kind wäre es zutreffend.Warum verachtest Du das so?
Ausgeliefert sein? Manipulierbar sein? Abhängig?Wovor fürchtest Du Dich?
Du gibst Deinen Freunden eigentlich keine echte Chance.
Ich wusste es doch, dass am Ende wieder ich Schuld bin.

Aber es ist etwas dran!!
Das es an sich nicht so wichtig ist?Wenn ich nach einer Problemschilderung den Satz höre: "naja, andere haben auch Sorgen", dann verstehe ich das so, dass derjenige mich auf Abstand hält und ich bitte nicht schließen soll, dass er Fürsorge oder Mitleid braucht.
Ich fürchte, das signalisiere ich: Ich bin nicht wichtig, nehme mich aber furchtbar wichtig. Unangenehm … Für mich und für den anderen.
Mit "naja, andere haben auch Sorgen" will ich an sich sagen, dass ich noch in der Lage bin, mein Problem zu relativieren und zu bedenken, das ich nicht der einzige Mensch auf der Welt bin.
Nehme ich mich am Ende selbst nicht so wichtig?
Und erwarte, dass es andere tun?
Die merkten meine Erwartung und sind genervt und behalten vor allem "An sich ist es nicht wichtig" im Kopf. Vor allem haben sie sich an diesen Satz gewöhnt!
Na prima.
Übrignes: Danke!


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