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    verwirrt Warum sind manche Menschen ungewollt lange allein?

    Liebe Community,

    in letzter Zeit habe ich mehrere Menschen kennengelernt, die schon lange alleine leben. Manche 10, manche sogar 15 Jahre ohne Partner. Ein Mann für den ich mich interessiere ist 32 und seit 12 Jahren alleine, bei mir sind es 4 Jahre, im Vergleich zu anderen zwar nicht so lange, aber es gibt Tage, da kommt es mir vor wie eine Ewigkeit.
    Es gibt Tage da fragt man sich, was mit einem nicht stimmt, und man will es wissen, um es ändern zu können.
    Da diese Menschen so verschieden sind und ich wirklich keine Gemeinsamkeit finden kann, frage ich mich, wie das möglich ist? Vor allem, wenn man sich doch einen Partner wünscht und unter diesem Alleinsein leidet?
    Gibt es da etwas, was mir nicht auffällt, was ich vielleicht übersehe, da ich selber betroffen bin?
    Wie seht ihr das?

    LG, Juli
    Frei ist, wer in Ketten tanzen kann.
    Friedrich Nietzsche

  2. User Info Menu

    AW: Warum sind manche Menschen ungewollt lange allein?

    Liebe Juli,

    mmhh, das ist keine einfache Frage.
    Ich kenne auch zwei Menschen, die beide jeweils über 10 Jahre alleine sind.
    Wenn du die siehst, wirst du aber keine isolierten, vielleicht etwas zu ruhigen Leute sehen, die ihre persönlichen Gründe fürs Alleinsein auf der Stirn herumtragen.
    Nein, das sind zwei Frauen, die hübsch sind, ihre Fan-Gemeinde haben und im Leben stehen.

    Ist die vermeindliche Auswahl zu groß? Die Erwartungen? Die Bereitschaft, wirklich auch zu investieren, ohne gleich alles hinzuschmeißen?

    Ich glaube, dass es manchen extrem schwer fällt, sich mit Haut und Haaren (und z. b. auch Geld) auf jemanden einzulassen.
    Vertrauen, es mal laufen zu lassen...

    Lieben Gruß!

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    AW: Warum sind manche Menschen ungewollt lange allein?

    Hallo,


    finde das Thema sehr spannend. Möglicherweise mögen manche Menschen im Grunde ihres Herzens ja lieber alleine leben. Ich kenne in meinem Umfeld auch jemanden der schon sehr lange alleine lebt. Ich habe aber auch nicht den Eindruck, das das für diese Person besonders schwierig ist. Hat jetzt auch keine Attribute die abstoßend sind oder so.
    Ich habe mich nach dem Tod meines Mannes auch entschieden alleine zu bleiben.
    Ich könnte mir garnicht vorstellen, noch mal einen Menschen zu finden, den ich so sehr lieben würde.
    Das alleine leben finde ich, abgesehen davon das ich meinen Mann sehr vermisse, nicht schlimm.
    Mein Mann hat, bevor wir zusammen gekommen sind, auch sehr lange alleine gelebt. Und er war ein recht attraktiver und intelligenter Kerl. Daran kann es also nicht immer liegen.

    Gruß von boomkid

  4. Inaktiver User

    AW: Warum sind manche Menschen ungewollt lange allein?

    Zitat Zitat von Juli37 Beitrag anzeigen
    Vor allem, wenn man sich doch einen Partner wünscht und unter diesem Alleinsein leidet?
    Das ist jetzt aber bestenfalls die Beschreibung deines Zustandes. Dass die anderen sich erstens dringend einen Partner wünschen und zweitens ohne diesen "leiden", ist nur eine Vermutung. Mitnichten wünscht sich jeder einen Partner und mitnichten leidet man automatisch, wenn man allein ist bzw. das mehrere Jahre. Im Gegenteil...ich denke nach einer individuellen Zeitspanne ist Alleinsein Alltag, von Leid kann da keine Rede sein. Sicher gibts die sentimentalen Momente, aber ich habe angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen immer mehr den Eindruck, dass Alleinsein künftig die Hauptlebensform sein wird, in Großstädten und Ballungsräumen ist sie das überraschenderweise (überraschend, weil ja theoretisch Unmengen an potentiellen Single Partnern) schon.

    Zudem ist auch klar, dass je länger man allein ist, die Bereitschaft liebgewonnene Single Gewohnheiten zugunsten einer Kompromisslebensgemeinschaft aufzugeben, proportional sinkt. Heißt...je wertvoller die aufzugebende Gewohnheit, desto mehr muss der potentielle Partner diese mit eigenen Krachereigenschaften kompensieren, womit wir schnell wieder bei den immer voller werdenden To-Do Listen bei der Partnersuche werden, die irgendwann jede Vorstellungskraft sprengen und sich dann keiner wundern muss, warum er niemanden findet, der die eigenen Ansprüche abdeckt. Singleleben mit Lebenspartner gibts nunmal nicht.

    Singlesein/Alleinsein ist keine Krankheit und nicht behandlungsbedürftig, auch wenn einem das mancher einreden will. Insofern musst Du dir da keine Gedanken über deine Aussendarstellung dahingehend machen. Und wenn man sich überlegt, wie viele Paare nur nach aussen heile Welt machen und daheim getrennte Schlafzimmer haben und sich bestenfalls versehentlich über den Weg laufen, ist das auch kein seelisches Allheilmittel.

  5. User Info Menu

    AW: Warum sind manche Menschen ungewollt lange allein?

    Besonders gering ist der Anteil der Haushalte mit drei oder mehr Mitgliedern in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. Bereits 2009 lebte dort in jedem zweiten Haushalt nur eine Person. Bis 2030 steigt voraussichtlich der Anteil der Single-Haushalte in Bremen auf 54, in Hamburg auf 55 und in Berlin sogar auf 58 Prozent.
    aus Spiegel online
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Inaktiver User

    AW: Warum sind manche Menschen ungewollt lange allein?

    Diese Statistik ist nicht so wirklich brauchbar, Ein-Personen-Haushalt ist nicht gleich Single-Haushalt. "Gemeldet" ist eine Person beim Amt, daraus machen die die Statistik. Es können aber faktisch 2 drin wohnen oder das Paar hat zwei getrennte (2 Ein-Personen) Wohnungen.

    Allerdings sind die echten Zahlen, also echte Singles ohne die o.g. Konstrukte, nur wenig drunter.

    Und der Trend zur Ein-Mann/Frau Gesellschaft ist aber trotzdem mehr als deutlich.

  7. Inaktiver User

    AW: Warum sind manche Menschen ungewollt lange allein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diese Statistik ist nicht so wirklich brauchbar, Ein-Personen-Haushalt ist nicht gleich Single-Haushalt..
    Zumal solche Statistiken die Alterung und somit das Verwitwen der Bevölkerung widerspiegeln.

  8. Moderation

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    AW: Warum sind manche Menschen ungewollt lange allein?

    Meine Hypothese ist, daß für eine erfolgreiche Verpartnerung mehere Faktoren zusammenkommen müssen, und manchmal kommen sie einfach ums Verrecken nicht zusammen. Das heißt, es gibt keine Gemeinsamkeiten, denn es gibt nie nur einen Grund, sondern unterschiedliche, die sich abwechseln.

    Ein Grund, der mir einfällt, ist: Je älter man wird, desto weniger hat man Lust, seine Kreise stören zu lassen und sich mit anderer Leuts Marotten zu arrangieren...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Inaktiver User

    AW: Warum sind manche Menschen ungewollt lange allein?

    Eine (von vielen möglichen) Erklärungen könnte ja auch sein, dass diejenigen sich lieber vorher überlegen ob jemand wirklich zu ihnen passt als sich auf jeden möglichen Partner einzulassen und sich dann auch schnell wieder zu trennen.

    Ich glaube nicht, dass es für jeden unzählige wirklich gut passende Partner gibt, und bei denen die sich von einer Beziehung in die nächste zu stürzen, und keine hält längere Zeit, kann man ja auch mal drüber nachdenken, ob die dann wirklich soviel beziehungsfähiger sind als jene, die das eben lieber nicht tun und in Ruhe warten, bis sie sich aus ganzem Herzen für jemanden entscheiden können.

  10. Inaktiver User

    AW: Warum sind manche Menschen ungewollt lange allein?

    Älter wurden wir bisher auch und damit ggf. Eigenbrötlerischer. Irgendwo muss sich entweder was Tiefgreifendes getan haben oder bestimmte Faktoren haben an Bedeutung gewonnen. Es ist doch erstaunlich, dass in Großstädten und Ballungsgebieten der Allein-Faktor am höchsten ist, da wo das Angebot an Singles am Größten ist. Nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung müssten dann doch selbst Schwervermittelbare bei dem riesen Angebot irgendwann Jemanden finden und damit muss doch irgendwo eine Grenze sein, wo sich mehr Paare finden als Singles dazukommen. Ist aber nicht. Ergo denke ich haben wir hier es eher mit einem "Nicht-Wollen" statt "Nicht-Können" zu tun, die Zahl derer die lieber allein bleiben statt sich einem kompromissbehafteten und eher unruhigerem Leben auszusetzen stetig steigt. Warum das so ist weiß ich auch nicht, aber es ist kein dt. Problem, sondern mindestens ein europaweites, denn die steigenden Singlezahlen kann man auch auf Paris oder Wien umlegen.

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