Hallo liebe BriCom!
Alle reden darüber. Viele suchen sie.
Gibt es sie wirklich, die große Liebe?
Und wenn, ist sie einmalig oder kann man mehrere große Lieben in seinem Leben haben?
Wann begegnet sie einem? Eher in der Jugend oder auch später?
Wer war/ist eure große Liebe?
Seid ihr noch zusammen oder findet jede große Liebe ein dramatisches Ende?
Denkt ihr noch oft daran?
Die große Liebe- Mythos oder Realität.
Ich freue mich auf Eure Antworten.
Beste Grüße.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 181
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28.05.2012, 13:20
Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
Johann Wolfgang von Goethe
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28.05.2012, 13:25
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Ich glaube, es gibt die große Liebe oder auch große Lieben (für einmalig im Leben halte ich sie nicht), aber ich denke da nicht an diese kitschige "der/die Eine" Version.
Jede Liebe ist anders, in jungen Jahren neigt man zu mehr Pathos und "Größe" in der Liebe.
Ich hatte eine sehr große (unglückliche und nie wirklich gelebte) Liebe in meinen 20ern.
An die denke ich auch heute immer mal wieder.
Mein Leben heute ist eine sehr reale Liebe, mit der ich jetzt das zweite Kind bekomme.
Das hat nichts von dem damalig hysterischen, (fast) abhängigen.
Aber ich weiß es zu schätzen und es hat trotz, dass es ganz anders ist, diese große Liebe ein großes Stück weit verblassen lassen.
Mehr kann ich gerade nicht schreiben.
Aber ich finde das Thema interessant
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28.05.2012, 13:31
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
..ja, die große liebe, oder lieben gibt es und sie kann einem immer begegnen, egal, ob 15 oder 50..

..mir ist sie bis jetzt 3x begegnet, einmal mit 19, das war eine alles verzehrende und abhängige liebe
...die trennung hat mich fast umgehaun, habe lange gebraucht, bis ich drüber weg war
...aber...frau wird ja älter und trotzdem nicht weiser...
...eine kurze, heftige im reifen alter, aber nicht realisierbar...
...und jetzt eine tiefe, relativ reife und sehr schöne liebe...
..und ich hab noch eine vergessen, mit der war ich über 20 jahre verheiratet
Geändert von Luzie (28.05.2012 um 20:49 Uhr)
...da geht sie ab, die Luzie..
...would you offer your throat to the wolf with the red roses???.....YES !
Meine kleine Mutti, ich werd dich dolle vermissen
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28.05.2012, 13:32
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Hallo,
also bei diesem Wort scheiden sich ja die Geister. Es gibt keine einheitliche Definition.
Die Konstellation von zwei Menschen birgt immer Potential, im Guten wie im Schlechten. Was ich unter der "großen Liebe" verstehen würde: zwei Menschen, die sich im Kern ihres Wesens so ergänzen, dass die Konstellation schon von Anfang an quasi perfekt ist.Die wissen, dass sie zusammen gehören. Keine aufreibende "Beziehungsarbeit" nötig.
Wenn man sich allerdings mal in der Realität so umschaut...wie oft passiert das denn schon. Ach, es ist doch immer dasselbe. Mal ein paar Monate hormonumnebelt, und dann geht's los mit den Problemen. Anstatt das Leben schöner zu machen, zerren Beziehungen an den Nerven.
Und trotzdem jagen wir diesem Ideal der großen Liebe hinterher, und mit jeder neuen Beziehung wächst der Anpruch, es dieses Mal unbedingt gefunden zu haben. Na, und wenn es nicht die große Liebe ist, machen wir sie halt dazu.
Ich halte uns in dieser Hinsicht für verblendet.Ich zeige dir die Angst in einer Handvoll Staub.
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28.05.2012, 13:37
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Danke für deine Antwort, FriendofAlwin.
Ich finde das Thema auch interessant.
Neulich kam das Thema bei einem gemeinsamen Abendessen im kleinen Kreis auf und es war recht spannend, weil wir 4 alle anders darüber denken.
Eine Person in der Runde hat von seiner großen Liebe berichtet- die Frau seines Lebens. Seine Gefühle für diese Frau waren so groß...er hat das nie wieder für eine andere Frau empfunden. Nicht diese großen Gefühle.
Nur mal so als Beispiel.Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
Johann Wolfgang von Goethe
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28.05.2012, 13:40
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Wohl auch oft unbewußt, aber mit der rosaroten Brille übersieht man manches und hält später an einer "großen Liebe" fest, die ihre Größe längst verloren hat.Na, und wenn es nicht die große Liebe ist, machen wir sie halt dazu.
Für mich gibt es die große Liebe : in den Gesten und Augen von alten Paaren, die immer noch händchenhaltend Spazierengehen - sich den Respekt voreinander bewahrt haben und auch die Schmetterlinge füreinander....----------------------------------------------------------------------------
...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
Dass andere ganz anders als wir glauben...(Ringelnatz)
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28.05.2012, 13:41
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
giftgrün...dein Beitrag gefällt mir. Danke.
Luzie, ich freue mich sehr für dich.
Neulich sagte eine ältere Freundin (62 Jahre alt) zu mir:"Wer meine große Liebe war, weiß ich erst wenn men letztes Stündlein geschlagen hat."
Ich finde es spannend, wie unterschiedlich die Menschen dazu eingestellt sind.Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
Johann Wolfgang von Goethe
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28.05.2012, 14:12
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Ich glaube, dass da viele Menschen Liebe mit Verliebtheit verwechseln.
Ich habe das selbst sicher oft getan.
Wahrscheinlich auch bei der oben genannten "großen Liebe".
Aber das war eben so ein totales Kawumm ... mit Zittern, wenn ich ihn gesehen habe uns so.
Und sich einfach total wohl fühlen in seiner Gegenwart (wenn die erste Nervosität mal verfolgen war
)
Leider teilte er diese Gefühle nicht.
War angeblich (?) noch blockiert von einer Verletzung.
Ich habe lange keinen Mann mehr emotional an mich herangelassen, weil ich auch dieses Ideal im Kopf/ Herz hatte.
Als dann mein jetziger Freund kam, war das alles ganz anders.
Fühlt sich anders an.
Und manchmal habe ich auch ein Teufelchen auf der Schulter, das mir sagt:
Ist es das wirklich? Liebst du ihn WIRKLICH?
Bei dem anderen war ich mir ganz sicher ... obwohl (weil!) ich nie Alltag mit ihm gelebt habe.
Und wie oft kommt es bei den Traumpaaren (nach außen) dann doch ganz überraschend zu ganz plötzlichen und teilweise richtig fiesen Trennungen.
Das kann man dann irgendwie auch nicht mehr ernst nehmen.
Süss
Dein Bekannter kann einem ja eigentlich nur leid tun, oder?
Ich halte es für falsch und auf eine Weise unreif, Gefühle/Menschen auf diese Art miteinander zu vergleichen.
Man selbst ist ja auch nicht mehr der Mensch, der man war, als man diese Person geliebt hat.
Bei mir gab es übrigens noch einen Mann, von dem ich dachte, ihn wahnsinnig zu lieben.
Das war eine sehr destruktive Beziehung.
Heute ist davon nichts mehr übrig.
So kann es auch gehen.
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28.05.2012, 14:42
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Mhh...wenn ich meinen Bekannten richtig verstanden habe, dann ist er der Typ Mensch, der davon überzeugt ist, dass einem "sowas" nur einmal im Leben passiert.
Und das soll ja auch vorkommen, dass diese großen Gefühle vielleicht nur ein einziger Mensch in uns auslöst.
Das bedeutet ja nicht, dass die anderen Lieben die man erlebt dadurch abgewertet werden. Sie sind halt eben nur anders.
Oder?
Ich glaube, es ging ihm um das "Es hat einfach von hinten bis vorne gepasst.".
Ich überlege die ganze Zeit wie ich zu dem Thema stehe.
Rückblickend stellt es sich aber oft anders dar als zu dem damaligen Zeitpunkt.
Ja, und da verwechselt man oft bestimmt Verliebtsein mit Liebe.
Bei weiterem nachdenken bemerke ich, wie sehr sich meine Einstellung in den letzten zwei Jahren geändert hat.
Zum Glück.
Heute gehe ich viel vorsichtiger mit mir um.
Ich hinterfrage mehr, was ich in jungen Jahren sicher nicht getan habe.
Da fliegen einem die Herzen zu und man verschenkt das seine doch oft viel zu leichtfertig.Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
Johann Wolfgang von Goethe
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28.05.2012, 14:46
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Hat es das wirklich?
Warum wurde die Liebe dann nicht gelebt bzw. besteht immer noch?
Ist das nicht häufig Projektion oder so ein Bauchding (Hormone, Gerüche, Optik keine Ahnung ...).
Den Alltag miteinander zu meistern ist dann eben doch etwas ganz anderes.
Vielleicht bin ich auch zu zynisch und unpathetisch geworden



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