Ich glaube, das ist schwer zu beschreiben.
Meine Lieben waren alle anders.
Die eine oder andere hat sich hinterher als Illussion herausgestellt.
War sie deshalb keine?
Naja doch, denn ich habe sie in diesem Moment ja als solche empfunden.
Für mich hat jede große Liebe (und dazwischen gab es eine Reihe flüchtiger Begegnungen, teilweise auch nur sexuelle Leidenschaften … Potenziale, die nie ergründet werden konnten) ihre Bedeutung in meiner Lebensgeschichte und Persönlichkeitsentwicklung.
Vielleicht würde ich sagen, eine große Liebe ist eine, die lebenslange Spuren in mir hinterlassen, die mich verändert und geprägt hat.
DIE große Liebe empfinde ich dagegen auch als lebensverneinend und (wenn man ihr ewig nachtrauert) im Grunde traurig.
Das ist zum Beispiel etwas, was ich nie sagen könnte.
Jeder Tag … oh Gott …bei mir ist jeder Tag anders.
Manchmal empfinde ich Schmetterlinge für meinen Freund … manchmal ist da nur ein wohliges Gefühl, dass er irgendwo in meiner Nähe ist … und manchmal nervt er eben auch
Ich bin nicht jeden Tag glücklich und ich liebe nicht jeden Tag gleich (stark).
Vielleicht bin ich einfach instabiler.
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30.05.2012, 11:17
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
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30.05.2012, 11:18
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Einen interessanten Punkt finde ich auch:
Muß eine große Liebe eine beidseitige Liebe sein?
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30.05.2012, 11:22Inaktiver User
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Also bei mir nicht. Und ich frage mich wirklich, wieso das so wichtig scheint, das nachzuweisen???
Auch nein. Das wäre ja wirklich absurd, eine Liebe als umso größer zu empfinden je dramatischer die Trennung war... also ich zumindest bewerte das danach was jemand in mir berührt und was ich für jemanden empfinde. Und halt nicht unbedingt nach der Alltagstauglichkeit.
Die ist vielleicht sogar oft größer, wenn man sich emotional gar nicht so nah ist.
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30.05.2012, 11:26Inaktiver User
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30.05.2012, 11:36
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
@schnellschnell
Es geht nicht um dramatisch Trennung, sondern darum, dass man einsehen muss, man hat das Gefuehl falsch wahrgenommen.le gach beannacht
Trautchen
Das mit der Leiche ist zwar weniger schoen, doch muss das Leben ja weitergehen... (mehr oder weniger Hannes Wader)
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30.05.2012, 11:40
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30.05.2012, 11:46Inaktiver User
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Man kann doch ein Gefühl nicht "falsch wahrnehmen"?? Was man fühlt ist doch immer richtig, die Frage ist doch erst, wie man das dann bewertet.
Sicher vertut man sich vielleicht in jungen Jahren ein bisschen damit, einfach aus Mangel an Erfahrung, aber ich denke, im weiteren Leben lernt man sich doch selbst auch besser kennen und hat auch den Vergleich, so dass einem das nicht so leicht passiert.
Von den wenigen Ausnahmen mal abgesehen, die ihr ganzes Leben lang von einer großen immer in die nächst größere Liebe taumeln... die steigern sich vielleicht wirklich jedesmal in irgendwas hinein. Ich kenne das von mir aber nicht, nicht in den letzten fünfundzwanzig Jahren jedenfalls.
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30.05.2012, 12:16Inaktiver User
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Dann könnte ich Dich genauso gut fragen, wie es denn mit der Demut dem Leben gegenüber aussieht, wenn man die Zeit, die einem geschenkt wird, damit verbringt, sich im Schmerz einzurichten.
Wie kommst Du darauf, ich könnte emotionale Reaktionen auf Schmerz, sehr grossen Schmerz, nur in der Theorie bewerten? Da liegt Du gründlich daneben.
Nicht jeder Mensch, der Schlimmes erlebt, wird deshalb so zynisch, anderen etwas Schlechtes zu wünschen. Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder versöhnlicher empfinden kannst.
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30.05.2012, 12:20Inaktiver User
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Ach Leuts, es geht um die große Liebe, und ihr streitet euch...
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30.05.2012, 12:20
AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?
Im Sinne von: für den einen ist es die große Liebe, für den anderen eine kleine?
Oder: für den einen ist es die große Liebe und für den anderen gar keine?
Ersteres kann es geben. Liebe ist ja nicht immer ausgewogen in ihrer Stärke.
Zweiteres ist keine Liebe sondern bleibt zwangsläufig in Projektion und Verliebtheit stecken.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.




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