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  1. User Info Menu

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das? Was wären dann deine "Unterscheidungskriterien"?
    Ich glaube, das ist schwer zu beschreiben.
    Meine Lieben waren alle anders.

    Die eine oder andere hat sich hinterher als Illussion herausgestellt.
    War sie deshalb keine?
    Naja doch, denn ich habe sie in diesem Moment ja als solche empfunden.

    Für mich hat jede große Liebe (und dazwischen gab es eine Reihe flüchtiger Begegnungen, teilweise auch nur sexuelle Leidenschaften … Potenziale, die nie ergründet werden konnten) ihre Bedeutung in meiner Lebensgeschichte und Persönlichkeitsentwicklung.

    Vielleicht würde ich sagen, eine große Liebe ist eine, die lebenslange Spuren in mir hinterlassen, die mich verändert und geprägt hat.

    DIE große Liebe empfinde ich dagegen auch als lebensverneinend und (wenn man ihr ewig nachtrauert) im Grunde traurig.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir lieben und achten uns auch nach 30 Jahren noch jeden Tag und sind glücklich uns gefunden zu haben.
    Das ist zum Beispiel etwas, was ich nie sagen könnte.
    Jeder Tag … oh Gott …bei mir ist jeder Tag anders.
    Manchmal empfinde ich Schmetterlinge für meinen Freund … manchmal ist da nur ein wohliges Gefühl, dass er irgendwo in meiner Nähe ist … und manchmal nervt er eben auch

    Ich bin nicht jeden Tag glücklich und ich liebe nicht jeden Tag gleich (stark).

    Vielleicht bin ich einfach instabiler.

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    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Einen interessanten Punkt finde ich auch:

    Muß eine große Liebe eine beidseitige Liebe sein?

  3. Inaktiver User

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von Trautchen Beitrag anzeigen
    gibt es hier niemanden, bei dem eine urspruenglich als gross oder ueberwaeltigend empfundene Liebe sich nach einiger Zeit als nichts weiter als hormonell verblendete Wahrnehmung herausgestellt hat?
    Also bei mir nicht. Und ich frage mich wirklich, wieso das so wichtig scheint, das nachzuweisen???


    Zitat Zitat von Trautchen Beitrag anzeigen
    Beeinflusst das Ende einer Liebe, in welche Kategorie man sie einordnet?
    Auch nein. Das wäre ja wirklich absurd, eine Liebe als umso größer zu empfinden je dramatischer die Trennung war... also ich zumindest bewerte das danach was jemand in mir berührt und was ich für jemanden empfinde. Und halt nicht unbedingt nach der Alltagstauglichkeit.

    Die ist vielleicht sogar oft größer, wenn man sich emotional gar nicht so nah ist.

  4. Inaktiver User

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    Muß eine große Liebe eine beidseitige Liebe sein?
    Für mich ja, ich sehe Liebe als das, was zwischen zwei Menschen geschieht, eben so ein gegenseitiges Erkennen, ein Nahsein.

    Das kann ich mir one-way nicht vorstellen, das wäre für mich dann eher Projektion.

  5. User Info Menu

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    @schnellschnell

    Es geht nicht um dramatisch Trennung, sondern darum, dass man einsehen muss, man hat das Gefuehl falsch wahrgenommen.
    le gach beannacht

    Trautchen



    Das mit der Leiche ist zwar weniger schoen, doch muss das Leben ja weitergehen... (mehr oder weniger Hannes Wader)

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    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die ist vielleicht sogar oft größer, wenn man sich emotional gar nicht so nah ist.
    Interessante Theorie.
    Würde ja aber letztlich heißen, daß besonders große Lieben eher nicht so alltagstauglich sind.

  7. Inaktiver User

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von Trautchen Beitrag anzeigen
    @schnellschnell

    Es geht nicht um dramatisch Trennung, sondern darum, dass man einsehen muss, man hat das Gefuehl falsch wahrgenommen.
    Man kann doch ein Gefühl nicht "falsch wahrnehmen"?? Was man fühlt ist doch immer richtig, die Frage ist doch erst, wie man das dann bewertet.

    Sicher vertut man sich vielleicht in jungen Jahren ein bisschen damit, einfach aus Mangel an Erfahrung, aber ich denke, im weiteren Leben lernt man sich doch selbst auch besser kennen und hat auch den Vergleich, so dass einem das nicht so leicht passiert.

    Von den wenigen Ausnahmen mal abgesehen, die ihr ganzes Leben lang von einer großen immer in die nächst größere Liebe taumeln... die steigern sich vielleicht wirklich jedesmal in irgendwas hinein. Ich kenne das von mir aber nicht, nicht in den letzten fünfundzwanzig Jahren jedenfalls.

  8. Inaktiver User

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja weißt du, aus deiner momentanen Komfortzone einer langjährigen Beziehung heraus findet sich sowas leicht dusselig.

    Ich persönlich würde mich eben hüten emotionale Reaktionen in der Theorie so zu bewerten.
    Dann könnte ich Dich genauso gut fragen, wie es denn mit der Demut dem Leben gegenüber aussieht, wenn man die Zeit, die einem geschenkt wird, damit verbringt, sich im Schmerz einzurichten.

    Wie kommst Du darauf, ich könnte emotionale Reaktionen auf Schmerz, sehr grossen Schmerz, nur in der Theorie bewerten? Da liegt Du gründlich daneben.

    Nicht jeder Mensch, der Schlimmes erlebt, wird deshalb so zynisch, anderen etwas Schlechtes zu wünschen. Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder versöhnlicher empfinden kannst.

  9. Inaktiver User

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Ach Leuts, es geht um die große Liebe, und ihr streitet euch...

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    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    Einen interessanten Punkt finde ich auch:

    Muß eine große Liebe eine beidseitige Liebe sein?
    Im Sinne von: für den einen ist es die große Liebe, für den anderen eine kleine?
    Oder: für den einen ist es die große Liebe und für den anderen gar keine?

    Ersteres kann es geben. Liebe ist ja nicht immer ausgewogen in ihrer Stärke.
    Zweiteres ist keine Liebe sondern bleibt zwangsläufig in Projektion und Verliebtheit stecken.

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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