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  1. Inaktiver User

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von Massashi Beitrag anzeigen
    Wenn dies das Kriterium ist: "Die große Liebe gibt es nur einmal" - dann entspricht das nicht meinen Erfahrungen.
    Würdest du dann sagen, die Intensität aller deiner Beziehungen war gleich?

    Ich bin überzeugt, dass man nicht nur einmal im Leben lieben kann. Aber genauso überzeugt bin ich eben auch, dass man nicht für alle Partner gleich stark empfindet auch wenn man jeden auf eine Art liebt, und manche Erinnerungen verblassen eben im Lauf der Zeit, und andere eben nicht.

    Und wer sich eben besonders stark eingeprägt hat, der war dann vielleicht rückblickend die eine Große Liebe, oder vielleicht eine von zwei oder drei - aber wer so wie viele heute mehr oder weniger in serieller Monogamie lebt, ob der hinterher von fünf oder sechs oder noch mehr Partnern sagen würde, die waren alle "große Lieben"?

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    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    In gewisser Weise hat diese "große Liebe" ja schon etwas (ab-)wertendes in sich.

    Warum muss man verschiedene Lieben überhaupt miteinander vergleichen?

    Insgesamt ist das Thema aber wohl einfach eins der persönlichsten überhaupt, das sich deshalb weder wirklich diskutieren noch in eine allgemeingültige Definition pressen lässt.

    Ich habe irgendwann die schöne Aussage von Oscar Wilde für mich entdeckt:

    "Sich selbst zu lieben, ist der Beginn einer lebenslagen Romanze."

    Das ist für mich eigentlich die größte, wichtigste Liebe ... denn sie ist die Wurzel aller äußeren Lieben.
    So empfinde ich es zumindest für mich selbst.

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    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    In gewisser Weise hat diese "große Liebe" ja schon etwas (ab-)wertendes in sich.

    Warum muss man verschiedene Lieben überhaupt miteinander vergleichen?

    Insgesamt ist das Thema aber wohl einfach eins der persönlichsten überhaupt, das sich deshalb weder wirklich diskutieren noch in eine allgemeingültige Definition pressen lässt.

    Ich habe irgendwann die schöne Aussage von Oscar Wilde für mich entdeckt:

    "Sich selbst zu lieben, ist der Beginn einer lebenslagen Romanze."

    Das ist für mich eigentlich die größte, wichtigste Liebe ... denn sie ist die Wurzel aller äußeren Lieben.
    So empfinde ich es zumindest für mich selbst.
    Ich sehe es (manchmal) genau anders herum: eine große Liebe kann uns die Möglichkeit geben, in unserer Selbstliebe zu wachsen. Niemand ist am Anfang einer Liebe völlig im Reinen mit sich, aber durch die Liebe kann man auch als ICH wachsen. Selbstliebe nicht die Wurzel aller äußerer Lieben, sondern es kann auch die Frucht einer äußeren Liebe sein. Liebe als Therapie.

    Sicher kann eine Liebe nicht funktionieren, wenn überhaupt keine Selbstliebe vorhanden ist. Aber sie kann uns ändern, uns mit uns selbst versöhnen, uns helfen, uns anzunehmen. Uns einfach gut tun.

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  4. Inaktiver User

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    In gewisser Weise hat diese "große Liebe" ja schon etwas (ab-)wertendes in sich.

    Warum muss man verschiedene Lieben überhaupt miteinander vergleichen?
    Hm, ich finde "werten" einen völlig normalen Vorgang um sich die Welt zu erklären, wir sortieren doch fortwährend alles irgendwie ein, ich kann mir nicht vorstellen wie man sich sonst zurechtfinden sollte? Aber das ist etwas anderes als "ab" werten, ich kann das jedenfalls überhaupt nicht negativ finden. Es geht doch darum etwas so zu benennen, dass man es verstehen kann.

    Das Leben ist halt bunt und unterschiedlich, und das war ja meine Frage: wenn es keine große Liebe gibt (und naturgemäß als Gegenstück dann auch die "kleine" Liebe) - dann wär ja alles gleich - und das ist mir wiederum eine furchtbare Vorstellung.

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    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Sicher kann eine Liebe nicht funktionieren, wenn überhaupt keine Selbstliebe vorhanden ist. Aber sie kann uns ändern, uns mit uns selbst versöhnen, uns helfen, uns anzunehmen. Uns einfach gut tun.
    Ja das kann ich mir sogar vorstellen
    Bei mir kam es nur nicht dazu ...

    Ich habe erst zu mir selbst finden müssen - inklusive Liebe und Akzeptanz, um eine funktionierende Beziehung/ Liebe leben zu können. Davor habe ich mich immer wieder in desktruktiven Mustern verfangen.

    Wobei mir die Superlative hier in der BriCom im allgemeinen schon manchmal Stiche versetzen.
    Wenn ein Partner nicht "funktioniert", der Sex nicht spitzenmäßig ist, die Schmetterlinge nicht täglich Tango tanzen usw. wie oft wird hier sofort das Abschießen-Schildchen gezückt.

    Meine jetzige Liebe ist auch kein großer Urknall gewesen ... und die Gefühle sind nicht so, wie vor 10 Jahren als ich besinnungslos verliebt war.
    Aber ist sie deswegen weniger groß?

    Dieser Mann hat mir mein(e) Kind(er) geschenkt.
    Wir sind auf eine Art untrennbar verbunden - wenn das nicht groß ist

  6. Inaktiver User

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Sicher kann eine Liebe nicht funktionieren, wenn überhaupt keine Selbstliebe vorhanden ist. Aber sie kann uns ändern, uns mit uns selbst versöhnen, uns helfen, uns anzunehmen. Uns einfach gut tun.

    Hans
    Das glaube ich auch! Auch wenn diese Meinung derzeit sehr unpopulär ist...

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    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Leben ist halt bunt und unterschiedlich, und das war ja meine Frage: wenn es keine große Liebe gibt (und naturgemäß als Gegenstück dann auch die "kleine" Liebe) - dann wär ja alles gleich - und das ist mir wiederum eine furchtbare Vorstellung.
    Es gibt doch viele andere Unterschiede als nur die in der Größe.
    Also gleich wäre es deshalb für mich nicht.

  8. Inaktiver User

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    Es gibt doch viele andere Unterschiede als nur die in der Größe.
    Also gleich wäre es deshalb für mich nicht.
    Wie meinst du das? Was wären dann deine "Unterscheidungskriterien"?

  9. Inaktiver User

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier im Strang wurde "Beziehungsarbeit" erwähnt. Für mich das Antwort - es klingt furchtbar.
    Ich bin für meine Beziehung dankbar - mit Arbeit hat das nichts zu tun. Es ist einfach ein GEschenk.
    Das sind auch meine Worte, wenn ich auf unserer glückliche Beziehung angesprochen werde.

    Wir lieben und achten uns auch nach 30 Jahren noch jeden Tag und sind glücklich uns gefunden zu haben.

  10. User Info Menu

    AW: Die große Liebe- Mythos oder Realität?

    So sehr ich mich fuer jeden freue, der einmal, mehrmals, kurz oder ewig die grosse Liebe gefunden hat - gibt es hier niemanden, bei dem eine urspruenglich als gross oder ueberwaeltigend empfundene Liebe sich nach einiger Zeit als nichts weiter als hormonell verblendete Wahrnehmung herausgestellt hat?

    Beeinflusst das Ende einer Liebe, in welche Kategorie man sie einordnet?

    So wie in diesem Song von Martina McBride:

    Strangers

    (bobby braddock)

    Two strangers passing on the sidewalk
    Barely brush each other’s hand
    He says I’m sorry
    She says don’t worry
    And that is how it all began

    A few short days and night together
    And it’s like they were meant to be
    Lying there with her he softly whispers
    Just think what we were so recently

    Strangers, strangers
    The world greatest lovers
    Last week we were strangers

    Two strangers passing in the hallway
    Barely touch each other’s heart
    Now they’re pretending
    Two shadows blending
    But they’re a million miles apart

    Soon she’ll be packing up her suitcase
    They’ll be dividing all the blame
    They know how they started
    Now empty hearted
    They don’t have a clue how they became

    Strangers, strangers
    The world greatest lovers
    And now they are strangers
    The world’s greatest lovers
    Have turned into strangers
    Strangers, strangers
    le gach beannacht

    Trautchen



    Das mit der Leiche ist zwar weniger schoen, doch muss das Leben ja weitergehen... (mehr oder weniger Hannes Wader)

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