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    Traumatische Beziehung und die Folgen

    Hallo,

    Ich bin hier schon eine Weile unterwegs, lese viel und nun will ich heute gerne einmal meine Geschichte erzählen. Dazu muss ich sagen, dass ich bisher niemandem überhaupt davon erzählt habe und mir das alles auch erst in den letzten Monaten klar geworden ist.

    Fangen wir vorne an: ich bin mit 19 zu Hause ausgezogen und habe ein Studium in einer anderen Stadt angefangen. Wahrscheinlich kennen das viele: erste eigene Bude, ständig "sturmfrei", viele neue Freunde und das neue, aufregende Studentenleben. Etwa nach dem ersten Semester fingen die Zweifel an. Ich hatte keine einzige Klausur bestanden, mein Leben war total chaotisch und traf dann einen Mann wieder, der 2-3 Jahre vorher einmal in mich verliebt war. Er gab sich sehr erfahren, intelligent und das erschien mir auch sehr glaubwürdig. Zumal er auch einige Jahre älter als ich war. Er hatte das, woran ich gerade zu scheitern drohte, schon hinter sich. Er hatte das gleiche Fach studiert, dass ich damals begonnen hatte und gab sich allwissend. Damals habe ich es geglaubt. Mittlerweile kann ich nur darüber lachen.

    Schon nach wenigen Begegnungen gab es die ersten Körperkontakte (von ihm aus) und ich ließ ihn gewähren. Im Rückblick denke ich, dass ich zu dieser Zeit einfach Zuneigung, Wärme und das alles gebraucht habe. Es lief weiter und weiter und wir hatten schließlich das, was man als Beziehung bezeichnen würde.
    Ich habe nie hinterfragt, ob ich den Mann liebe oder überhaupt verliebt bin - er war da, wir haben viel zusammen gemacht, ich konnte mit ihm meine sexuellen Wünsche ausprobieren und ausleben.
    Ich war komplett auf ihn fixiert. Entscheidungen habe ich durchaus noch allein getroffen (so glaubte ich zumindest), stand aber immer in seinem Einfluss. Das führte u.a. auch dazu, dass ich eingeredet bekam, dass meine damaligen Freunde dumm sind, nicht die Richtigen für mich, etc. und ich mich dann immer weiter von ihnen zurückgezogen habe. Ich habe mich ihm immer mehr angepasst. Was er "cool" fand, habe ich auch gemocht. Es wäre übertrieben, wenn ich sagen würde dass ich ihm blind alles geglaubt habe, aber es ging schon in diese Richtung.
    Die Folge davon ist klar: ich wurde immer mehr abhängig von ihm, weil ich sonst niemanden hatte. Der Kontakt zu meinen Eltern war noch da und mittlerweile weiß ich, dass sie die Beziehung auch sehr kritisch gesehen haben, aber sie wollten sich nicht einmischen. Nach 2 Jahren bin ich mit ihm auch zusammen gezogen.

    Ich habe mich in der Beziehung nie wohl gefühlt, habe es aber so hingenommen, weil ich mich selbst minderwertig, hässlich und unattraktiv gefühlt habe. Also lieber bei dem Mann bleiben, als alleine zu sein.
    Mit den Jahren fing es an zu kriseln. Ich hatte keine Lust mehr auf dieses Leben: schlafen, fressen, fernsehen, keine Regelmässigkeit, keine sozialen Kontakte. Heute würde ich sagen: kein Leben.
    Alles in der Beziehung wurde zum Zwang. Sonntags haben wir immer etwas unternommen. Da wurde dann panisch danach gesucht, was man machen könnte. Manchmal sind wir (auf seinen Wunsch hin) einfach stundenlang bei strahlendem Sonnenschein durch die Gegend gefahren. Ich habe es so gehasst.
    Der Sex war zu diesem Zeitpunkt auch nur noch nach dem Kalender. Ich habe es über mich ergehen lassen und war dann froh, meine Ruhe zu haben. Die Würgereflexe, die ich hatte, wenn er mich geküsst hat, habe ich einfach überspielt. Der ganze Mann hat mich angeekelt. Sein behaarter, schwitzender Körper, sein kleiner Schwanz, mit dem er offensichtlich selbst das größte Problem hatte, da er nicht aufhören konnte mir zu erzählen, dass es nicht auf die Größe ankommt, sondern auf die Technik. Ich fand es widerlich, ein Bad mit ihm zu teilen. Egal ob die Bartstoppeln im Waschbecken, die Toilette, auf der er kurz zuvor gesessen hatte oder der Duschvorhang, von dem er einmal erzählt hatte, dass er ihm beim Duschen ständig am Hintern klebt ...

    An dieser Stelle mag man sich dann fragen, warum ich mich nicht einfach getrennt habe. Ich habe in den letzten Monaten viel verstanden, was in der Beziehung geschehen ist, aber darauf weiß ich keine endgültige Antwort.
    Wie schon gesagt war ich isoliert, hatte keine Freunde, selbst in meinem Studium kannte ich höchstens 2-3 Kommilitonen namentlich. Ich habe manchmal überlegt, ob ich mich an meine Mutter wenden soll, habe es aber aus Scham nicht getan. Es wäre sicherlich das richtige gewesen und ich bin mir sicher, dass sie mir geholfen hätte.

    Insgesamt war ich fast 8 Jahre mit ihm zusammen. Das letzte Jahr war die reinste Hölle für mich. Ich habe mich von morgens um 8 bis Mitternacht in der Uni-Bibliothek verkrochen, bin zwischendurch spazieren gegangen, habe im Café gesessen, nur um nicht nach Hause zu müssen.
    Glücklicherweise habe ich dann mein Studium beendet und mir bewusst einen Job in einer anderen Stadt gesucht. Damit hatte ich einen Aufhänger dafür, meine Mutter um Hilfe (finanziell als auch moralisch) zu bitten, die sie mir auch ohne Rückfragen gegeben hat.

    Ich verstehe heute, wie ich in diese Situation hineingerutscht bin, aber ich verstehe nicht, warum ich nicht wieder hinausgekommen bin.
    Ich habe mich in der Zeit so zum negativen verändert: habe 20 kg zugenommen, mein Sozialverhalten enorm eingeschränkt, mich gehen lassen. Eine alte Jeans und ein schlabberiges T-Shirt waren meine Standardkleidung.

    Seit der Trennung sind nun schon einige Monate vergangen. Ich habe mich äusserlich sehr verändert. Menschen, die mich 2-3 Jahre nicht gesehen haben, haben mich nicht mehr erkannt. Im Alltag habe ich noch Probleme, insbesondere im Umgang mit Fremden, was wohl auch kein Wunder ist, wenn man über Jahre hinweg isoliert war. Ich bin stolz darauf, dass ich heute sogar ein wenig Small-Talk beherrsche - etwas, worüber er immer sagte: "so ein bescheuertes Gelaber braucht doch kein Mensch".

    Danke fürs Lesen. Ich würde mich über Kommentare, Interpretationen oder vielleicht auch ähnliche Erfahrungen sehr freuen.

    P.S.: mein Benutzername könnte missverstanden werden. Eine gute Bekannte nennt mich manchmal so und mir ist einfach nichts besseres eingefallen.

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    AW: Traumatische Beziehung und die Folgen

    ziemlich langes Post ... Das dauert erstmal, bis man das durch hat

  3. Inaktiver User

    AW: Traumatische Beziehung und die Folgen

    Aus welchem Grund nennt dich deine Bekannte so?

    Hast du heute Freunde?

    An sich ist das, was du beschreibst eine Erfolgsstory: Du hast dein Studium doch noch abgeschlossen, eine Stelle gefunden, dich getrennt, dich deiner Mutter anvertraut und eine positive Reaktion bekommen(!). Abgenommen hast du auch, richtig? Das alles solltest du würdigen, auch als Anzeichen dafür, dass du die richtigen Weichen in deinem Leben gestellt hast. Du konntest deine Lage selbstständig verändern. Du marschierst in die richtige Richtung, bist unterwegs.

    Was ich in deinen Zeilen spüre, ist Wut. In erster Linie auf deinen Partner, vielleicht auch auf's Leben und dann noch auf dich selbst. Okay, dann lass sie zu, die Wut! Raus damit!

    Aber bedenke, dass du die ganze Zeit von der Partnerschaft profitiert hast. Du hattest deine Gründe, dich für sie zu entscheiden und sie fortzusetzen. Sie hat dir in bestimmten Punkten geholfen.

    Irgendwann überwogen eindeutig die Nachteile. (Wie oft im Leben gibt es etwas, dass nur Vorteile hat? Die meisten Dinge haben zwei Seiten.) Nachdem du das erkannt hattest, hat es noch einige Zeit gedauert, bis du etwas ändern konntest. Das ist menschlich.

    Ich finde es schade, dass du deinem Partner nicht eher eingestehen konntest, dass du ihn nicht mehr "leiden" kannst. Das war auch etwas unehrlich ihm gegenüber. Aber auch das ist aus deiner Geschichte heraus nachvollziehbar.

    Deine Geschichte war schmerzhaft für dich. Nun bist du verunsichert, weißt nicht so recht, warum du das alles nicht verhindern konntest. Du musst dich neu orientieren. Dich selbst besser kennen lernen. (Worauf kannst du dich verlassen? Bei dir selbst und bei anderen. Wo sind deine Schwachpunkte?)

    Ansonsten ist es eine Geschichte, die sich sehr häufig ereignet. Früher in der Generation meiner Mutter vielleicht häufiger als heute, aber das gibt es auch jetzt noch. Wie löst man sich vom Elternhaus und wird selbstständig? Adoleszenz nennt man das, oder? Wie geht man mit der Freiheit um?
    Die Freiheit ist ein hohes Gut, das den Menschen auch überfordern kann. Solange bis die Kräfte nachwachsen und ein Bewusstsein für die wichtigen Werte im Leben gereift ist (Selbsterhaltung, Aufrichtigkeit, Selbstständigkeit etc.).

  4. Inaktiver User

    AW: Traumatische Beziehung und die Folgen

    Entschuldige, wenn ich das jetzt so direkt frage: was war traumatisch an der Beziehung? Ich lese nämlich nur eine ganz normale Geschichte von Liebe und dem Ende dieser Liebe. Dass du seine Nähe zunehmend als unangenehm empfunden hast ist eigentlich noch kein Trauma. Er hat dich ja zu nichts gezwungen, jedenfalls schreibst du nichts darüber. Du hast dich einfach nur gelangweilt und sehntest dich nach einem anderen Leben. Du hast bei dem mitgemacht, was er plante und in seiner Freizeit tun wollte, du hast dich seiner Meinung angeschlossen (Ablehnung von small talk etc), warst ihm gegenüber nicht eindeutig, hast offensichtlich nicht gesagt, was du selbst möchtest. Eine traumatische Beziehung aber ist geprägt von Gewalt, psychisch oder physisch. Das erkenne ich nicht in dem was du über deine Beziehung schreibst.

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    AW: Traumatische Beziehung und die Folgen

    Ehrlich gesagt, kann ich Deine Aeusserungen nicht nachvollziehen.
    Wenn Dir der Mann nicht gefallen hat, der Sex bloed war, selbst der Penis zu klein (gaehn...), na dann - haettest ja gehen koennen.

    Du hast ihm was voegespielt und jetzt ist er der Boese, obwohl er von Deinem "Trauma" wahrscheinlich gar nichts gemerkt hat.

    Er fand Deine Freunde nicht so top, na meine Guete, dann gibt frau mal contra, wenn ihr was an den Freunden liegt..


    Wer 8 Jahre mit einem Mann zusammenbleibt, sich dann ueber seine Penisgroesse beschwert - sorry kann ich nicht ernst nehmen. Du suchst einen Suendenbock, weil Du mit DIR Probleme hast.

  6. Inaktiver User

    AW: Traumatische Beziehung und die Folgen

    Baoh, warum eine so böse Reaktion auf die sehr offene Geschichte einer Neuen, Nina?
    Da ist jemand als 19jährige in eine Abhängigkeit hineingerutscht, die sie viel zu lange ausgehalten hat, um sich erst fast 10 Jahre später daraus lösen zu können.
    Jetzt startet sie einen Neuanfang und beginnt zu reflektieren, was sie da eigentlich gelebt hat. Dafür hat sie zunächst einmal geschildert, wie diese Jahre für sie waren und wie sie sie zunehmend erlebt hat.
    Und sie stellt sich und hier Fragen, danach, wieso sie sich selbst so lange klein gemacht hat.
    Das finde ich ein legitimes Anliegen.
    Eines, das auch kritische Antworten herausfordert. Und da finde ich ein wenig mehr Feingefühl doch angebracht.

    Frau Lustig, eigentlich kann ich femini nur zustimmen, dass nämlich deine Geschichte letztendlich vor allem die eines Erfolges ist. Du bist auf dem richtigen Weg, auch wenn du ihn als zu lang als Irrweg gegangen sein magst.
    Und wenn du bereit bist, dich selbstkritisch, aber nicht voller Selbstzweifel und -vorwürfe mit dem Gewesenen auseinander zu setzen, wirst du bestimmt nicht wieder in eine vergleichbare Beziehungsfalle tappen.
    Schau und fühle genau, was dir wichtig ist, für dich und für eine neue Beziehung.
    Vertrauen, Zugewandtheit, Zärtlichkeit, Offenheit sind so einige Begriffe, die es zwischen dir und deinem Ex nicht gab, die aber m.E. unabdingbar sind für ein schönes Miteinander.
    Ich wünsch dir alles Gute

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    AW: Traumatische Beziehung und die Folgen

    Ich kenne diese Abhängigkeitsbeziehungen und du hast ja ganz richtig erkannt, dass sie durch wenig Selbstvertauen, Selbsthass und Minderwertigkeitsgefühle entstehen. Es fühlt sich allerdings so an, als seist du in den Mann selbst nie richtig verliebt gewesen, und es zeichnet sich so ein wenig das Bild, als ob ihr euch beide da nichts geschenkt habt.

    Traumatisch ist tatsächlich ein schweres Wort, meinst du damit dein Unverständnis darüber, warum du so lange in dieser Beziehung verharrt hast?

    Wie kam die Trennung zustande?

    Du scheinst aber jetzt auf einem guten Weg

    Alles Gute,
    Kitty
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

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    AW: Traumatische Beziehung und die Folgen

    Hallo und vielen, vielen Dank für eure Antworten. Ich habe alles aufmerksam gelesen und werde sicherlich über einiges noch nachdenken müssen.
    Es hat mir aber auch gut getan, das alles einmal in Kurzfassung zusammenzufassen und hier zu veröffentlichen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aus welchem Grund nennt dich deine Bekannte so?
    Das ist nur ein kleiner Seitenhieb auf Peter Lustig. Ich bin die Naturwissenschaftlerin, sie ist die Soziologin - und da meint sie dann ab und an, bei mir würde sie so viel lernen wie früher bei Löwenzahn.

    Hast du heute Freunde?
    Ich tue mich mit dem Begriff immer schwer: wann hat man tatsächlich eine Freundschaft, wann eine lose Bekanntschaft.
    Seit der Trennung hat sich jedenfalls vieles verbessert. Ich habe Leute, mit denen ich mal ins Kino gehen oder sonst etwas unternehmen kann und das ist schon einmal ein großer Schritt für mich gewesen. Es wird sich aber hoffentlich alles noch etwas besser entwickeln.

    Was ich in deinen Zeilen spüre, ist Wut. In erster Linie auf deinen Partner, vielleicht auch auf's Leben und dann noch auf dich selbst. Okay, dann lass sie zu, die Wut! Raus damit!
    Ich war zwischenzeitlich überzeugt davon, dass ich darüber hinweg bin, dass ich es mittlerweile mit einem Lächeln sehen kann. Das ist manchmal so, aber in gewissen Situationen, in denen ich an ihn erinnert werde, kommt eine unglaubliche Wut hoch.
    Meistens kompensiere ich das, indem ich Sport mache oder einfach rausgehe und die Natur geniesse.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wenn du bereit bist, dich selbstkritisch, aber nicht voller Selbstzweifel und -vorwürfe mit dem Gewesenen auseinander zu setzen, wirst du bestimmt nicht wieder in eine vergleichbare Beziehungsfalle tappen.
    Schau und fühle genau, was dir wichtig ist, für dich und für eine neue Beziehung.
    Vertrauen, Zugewandtheit, Zärtlichkeit, Offenheit sind so einige Begriffe, die es zwischen dir und deinem Ex nicht gab, die aber m.E. unabdingbar sind für ein schönes Miteinander.
    Ich wünsch dir alles Gute
    Danke.
    Ich habe tatsächlich fast ein Jahr gebraucht, um überhaupt an die Möglichkeit denken zu können, eine neue Beziehung einzugehen. Nach der Trennung habe ich mein Leben alleine so genossen, dass es unvorstellbar für mich war, dieses mit jemandem zu teilen, der Ansprüche an mich stellen würde, durch den ich mich eventuell eingeschränkt fühlen würde.
    Mittlerweile hat sich die Sicht zum positiven verändert. Im Gegensatz zu früher bin ich auch nicht mehr auf der Suche nach jemandem, der mir Ziele vorgibt oder mich an die Hand nimmt. Das kann ich ganz gut alleine. Aber mein Leben zu teilen und all das zu erleben, was du oben beschreibst, wäre schon sehr schön.

    Zwischenzeitlich gibt es auch jemanden, auf den ich ein Auge geworfen habe. Nichts ernstes, nur ein klein wenig Schwärmerei nach einem kurzen Flirt vor ein paar Wochen. Aber allein dieses Gefühl "der würde mir gefallen" hat mich beruhigt und mir bestätigt, dass ich bereit bin, in eine neue Beziehung zu gehen.

    Zitat Zitat von Kitty1670 Beitrag anzeigen
    Traumatisch ist tatsächlich ein schweres Wort, meinst du damit dein Unverständnis darüber, warum du so lange in dieser Beziehung verharrt hast?
    Die ganze Zeit wirkt immer noch wie eine Nebelwand auf mich. Ich habe an einigen Stellen durchschauen können, habe mich durchgekämpft, aber letztendlich ist die Frage, warum das so passiert ist und ob es wieder passieren könnte, nicht beantwortet.
    Ich sehe es heute optimistisch, aber ich denke gleichzeitig, dass die Beziehung in vielen Lebensbereichen Narben hinterlassen hat. Die reißen immer mal wieder auf, auch wenn ich es einfach nur vergessen will.

    Wie kam die Trennung zustande?
    Nachdem ich eine Stelle in einer anderen Stadt gefunden hatte, habe ich mir dort eine Wohnung gesucht und bin ausgezogen. Er hat sehr verletzt reagiert und mir gleichzeitig Vorwürfe gemacht. Ich habe an diesem Punkt eiskalt reagiert (sofern man das in dieser Situation sagen kann), habe alles ignoriert.
    Er war glücklicherweise nicht der Typ, der aggressiv oder handgreiflich wurde. Daher war in dem Moment meine größte Sorge, dass ich beim eigentlichen Umzug in die Wohnung komme und meine Sachen weg sind.
    Glücklicherweise ist aber alles problemlos gelaufen.


    Danke noch einmal für eure Antworten und eure guten Wünsche.

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    AW: Traumatische Beziehung und die Folgen

    Boese wollte ich nicht sein, nur ehrlich. Mir liegt nichts daran, jemanden zu verletzen. Ich habe von Berufswegen zahlreiche traumatisierte Frauen erlebt. Gepraegt von brutalster Gewalt. Und da kam mir der Vortrag hier so belanglos vor. Ja, wir haben wohl alle schon Beziehungen gehabt, die in der Rueckschau nicht unbedingt noetig gewesen waeren. Aber traumatisch? Weiss nicht, ob das hier angebracht ist.

  10. Inaktiver User

    AW: Traumatische Beziehung und die Folgen

    Zitat Zitat von Frau_Lustig Beitrag anzeigen
    Ich habe an einigen Stellen durchschauen können, habe mich durchgekämpft, aber letztendlich ist die Frage, warum das so passiert ist und ob es wieder passieren könnte, nicht beantwortet.
    Vielleicht weil du es nicht gewohnt warst eigenverantwortlich und selbstständig zu entscheiden und zu handeln?

    Nachdem ich eine Stelle in einer anderen Stadt gefunden hatte, habe ich mir dort eine Wohnung gesucht und bin ausgezogen. Er hat sehr verletzt reagiert und mir gleichzeitig Vorwürfe gemacht.
    Bist du ohne jede Vorwarnung ausgezogen und hast ihn vor vollendete Tatsachen gestellt?
    Weiß er heute, warum du dich getrennt hast?

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